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Dehnungsperfekt – Konjugation und Beispiele

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Latein-Team
Dehnungsperfekt – Konjugation und Beispiele
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Grundlagen zum Thema Dehnungsperfekt – Konjugation und Beispiele

Inhalt

Die verschiedenen Varianten der Perfektbildung im Lateinischen

In der lateinischen Sprache gibt es sechs Varianten, nach denen das Perfekt eines Verbs gebildet wird. Für alle Verben gilt, dass für die Perfektbildung der Perfektstamm benötigt wird und an ihn die jeweiligen Personalendungen angefügt werden. In diesem Video erfährst du alles zur Bildung und zur Anwendung des Dehnungsperfekts für lateinische Verben.

Du fragst dich jetzt vielleicht, woran du bei einem Verb erkennen kannst, nach welcher Variante sein Perfektstamm gebildet wird. Du musst dir dafür beim Lernen der Vokabeln neben dem Infinitiv auch die 1. Person Singular Perfekt einprägen.

Was ist das lateinische Dehnungsperfekt?

Charakteristisch für die Verben des Dehnungsperfekts ist, dass ihr Stammvokal gegenüber dem Präsensstamm gedehnt wird. Das Dehnungsperfekt kommt bei Verben aller Konjugationsklassen vor.

Dehnungsperfekt – Beispiele

In diesem Kapitel werden dir verschiedene Verben vorgestellt, die das Dehnungsperfekt bilden:

  • vidēre, video, vīdi (e-Konjugation) (sehen)
    Präsensstamm: vidē-
    Perfektstamm: vīd-
  • venīre, venio, vēni (i-Konjugation) (kommen)
    Präsensstamm: veni-
    Perfektstamm: vēn-
  • agere, ago, ēgi (kons. Konjugation) (ausführen)
    Präsensstamm: ag-
    Perfektstamm: ēg-
  • vincere, vinco, vīci (kons. Konjugation) (siegen)
    Präsensstamm: vinc-
    Perfektstamm: vīc-

Perfekt ohne Dehnung:

  • solvere, solvo, solvi (kons. Konjugation) (lösen)
    Präsensstamm: solv-
    Perfektstamm: solv-

Hier eine Tabelle mit allen konjugierten Formen des Dehnungsperfekts für vidēre, venīre, agere, vincere. Ebenfalls siehst du die Formen des Verbs solvere.

Achtung: Die Formen von solvere und einiger anderer Verben unterscheiden sich formal nicht von denen des Dehnungsperfekts. Allerdings fehlt ihnen die Dehnung. solvere gehört also nicht zur Gruppe der Verben, die ein Dehnungsperfekt bilden:

videre
(sehen)
venīre
(kommen)
agere
(ausführen)
vincere
(siegen)
solvere
(lösen)
1. Sg. vīd-i vēn-i ēg-i vīc-i sol-vi
2. Sg. vīd-isti vēn-isti ēg-isti vīc-isti solv-isti
3. Sg. vīd-it vēn-it ēg-it vīc-it solv-it
1. Pl. vīd-imus vēn-imus ēg-imus vīc-imus solv-imus
2. Pl. vīd-istis vēn-istis ēg-istis vīc-istis solv-istis
3. Pl. vīd-erunt vēn-erunt ēg-erunt vīc-erunt solv-erunt

Dehnungsperfekt am Beispiel veni, vidi, vici

Da im lateinischen Text die Dehnung des Perfektstamms häufig nicht markiert ist, sehen einige Formen des Perfekts genauso aus wie im Präsens. Für das Verb venīre wird der Perfekt in der 3. Person Singular mit vēn-it gebildet, im Präsens lautet die 3. Person Singular auch veni-t. Ähnlich ist auch das Perfekt für die 1. Person Plural nur am Dehnungskennzeichen zu erkennen:
vēn-imus gegenüber veni-mus für Präsens.

Während bei den oben genannten Beispielen der Stammvokal im Präsensstamm und Perfektstamm unverändert bleibt, kann durch die Dehnung auch ein Vokalwandel eintreten. Das ist zum Beispiel der Fall bei agere (ausführen). Aus dem Präsensstamm ag- wird der Perfektstamm ēg-.

Perfekt ohne Veränderung des Stamms

Neben dem Dehnungsperfekt existieren auch Verben, die bei ihrer Perfektbildung auf einen Perfektstamm zurückgreifen, der gegenüber dem Präsensstamm keine Veränderungen aufweist. In diesem Fall kann es ebenfalls zu doppeldeutigen Formen kommen. Ein Beispiel für diesen Fall ist das Verb solvere, solvo, solvi (lösen).

Transkript Dehnungsperfekt – Konjugation und Beispiele

Salve! Marius war gestern auf einer Party. Er erzählt seinem Freund Claudius, was passiert ist: Subito puellam vidi, quae ad me venit. Plötzlich sah ich ein Mädchen, das zu mir kam. Um von den Ereignissen zu berichten, nutzt Marius das Perfekt: vidi und venit. Auffällig an dieser Perfektform ist, dass er die erste Silbe gedehnt ausspricht. Man nennt diese Art der Perfektbildung Dehnungsperfekt. In diesem Video wollen wir untersuchen, wie es gebildet wird. Ich zeige dir häufige Verben, die das Dehnungsperfekt bilden. Danach untersuchen wir, wie es sich von anderen Perfektbildungen unterscheidet. Anschließend gibt es noch eine Übung. Auf geht’s! Kommen wir zum ersten Punkt: Wie wird das Dehnungsperfekt gebildet? Schauen wir uns dafür die Aussage von Marius noch einmal an. Vidi kommt von videre. Das heißt sehen. Der Präsensstamm ist vide, mit einem kurzen i. Venit stammt von venire, kommen, das den Präsensstamm veni hat. Mit einem kurzen e. Der Perfektstamm sieht auf den ersten Blick ähnlich aus. Allerdings wird der kurze Vokal jeweils gedehnt. Es heißt also vid- und ven-. Beide haben einen langen Vokal. Manchmal sieht die Perfektform sogar genauso aus wie die Präsensform. Dann musst du genau hinhören, wie sie ausgesprochen wird: Heißt es venit, ist das Präsens, venit dagegen ist Perfekt. An den Stamm werden die Personalendungen angehängt. Konjugieren wir gemeinsam durch: Vidi, ich habe gesehen. Vidisti, du hast gesehen. Vidit, er, sie, es hat gesehen. Vidimus, wir haben gesehen. Vidistis, ihr habt gesehen. Viderunt, sie haben gesehen. Genauso geht es für venire: veni, venisti, venit, venimus, venistis, venerunt. Kommen wir zum zweiten Punkt. Welche Verben bilden das Dehnungsperfekt? Zunächst einmal: Das sind Verben aus allen Konjugationen. Besonders häufig tauchen sie in der e-Konjugation auf. Sedere, sedeo, sedi, sitzen. Movere, moveo, movi, bewegen. Und das kennst du ja schon: videre, video, vidi, sehen. In der konsonantischen Konjugation sind besonders häufig agere, ago, egi, tun, machen. Hier wird das a im Perfekt zu einem langen e. Legere, lego, legi, lesen, sammeln. Relinquere, relinquo, reliqui, verlassen. Und vincere, vinco, vici, besiegen. In der a- und i-Konjugation findest du jeweils nur ein Verb: adiuvare, adiuvo, adiuvi, das heißt helfen. Und venire, venio, veni, kommen. Wie du schon gemerkt hast, haben die Verben zwar immer einen langen Vokal, aber die genaue Bildung ist unregelmäßig. Du solltest daher die Stammformen immer mitlernen! Schauen wir uns noch an, wie sich das Dehnungsperfekt von den anderen Perfektbildungen unterscheidet. Dazu belauschen wir noch ein bisschen Marius’ Erzählung: Puella ad me advenit, risit et vocavit: „Salve, pulcher!“ Ego tacui. Solum steti. Das Mädchen kam bei mir an, lachte und rief: „Hallo, Schöner!“ Ich schwieg. Ich bin nur dagestanden! Marius verwendet hier alle wichtigen Perfektbildungen: Advenit kommt von advenire und ist ein Dehnungsperfekt, risit kommt von ridere und bildet ein s-Perfekt, bei dem der Stamm von d zu s verändert wird. Vocavit kommt von vocare und bildet das Perfekt, indem es ein v anhängt. Man nennt das v-Perfekt. Bei tacui, von tacere, wird das Perfekt mit einem u gebildet. Und steti kommt von stare. Es bildet ein sogenanntes Reduplikationsperfekt, ein Verdopplungsperfekt. Üben wir jetzt das Dehnungsperfekt noch ein bisschen. Marius schildert, wie es weiter ging: Amicus admovit et dixit: „Salve, carissima!“ Tum ambo me reliquerunt. Nihil egi! Ein Freund kam her und sagte: „Hallo, meine Teuerste!“ Dann verließen mich beide. Ich tat nichts! Wo sind die Formen des Dehnungsperfekts und von welchen Verben stammen sie? Richtig! Es sind admovit, von admovere, reliquerunt, von relinquere und egi, von agere. Setzen wir sie jetzt alle ins Präsens: admovit wird zu admovet, reliquerunt wird zu relinquunt. Und egi wird zu-? Na? Richtig! Ago. Jetzt hast du es geschafft. Fassen wir noch einmal zusammen: Beim Dehnungsperfekt wird der Stammvokal des Präsensstamms im Perfekt lang gesprochen, also gedehnt. Das Dehnungsperfekt kommt in allen Konjugationen vor. Wichtige Verben sind zum Beispiel: venire, videre oder vincere. Merke dir am besten den Spruch von Cäsar: „Veni, vidi, vici!“ „Ich kam, sah und siegte!“ Leider war unser Marius nicht so erfolgreich. Wünschen wir ihm alles Gute! Auch dir viel Erfolg! Vale!

11 Kommentare

11 Kommentare
  1. Hat seeeeeeehhhhhhhhr geholfen.🤓

    Von Jasmin, vor etwa 2 Monaten
  2. Wow! Im Unterricht hatten wir das noch nie aber mit diesen Video habe ich es sofort verstanden. Schöne Schrift, sehr informativ alles klasse nichts zu meckern. Von mir ein ganz großes Dankeschön.🤩😎

    Von Jasmin, vor etwa 2 Monaten
  3. Danke ! hat mir geholfen! :)

    Von Domke, vor 12 Monaten
  4. vielen dank super!!!!

    Von Luki, vor 12 Monaten
  5. Danke, hat geholfen :)

    Von niemand, vor mehr als einem Jahr
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Dehnungsperfekt – Konjugation und Beispiele Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Dehnungsperfekt – Konjugation und Beispiele kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib an, welche Verben das Dehnungsperfekt bilden.

    Tipps

    Außer dem Dehnungsperfekt gibt es noch andere Arten der Perfektbildung: das v-Perfekt, das u-Perfekt, das s-Perfekt und das Reduplikationsperfekt.

    Nimm dir immer nur eines der Verben vor und überlege, wie seine Stammformen lauten. Kommt darin ein v, ein s oder ein u vor, oder wird eine Silbe verdoppelt? Dann kann es kein Dehnungsperfekt sein.

    Lösung

    Man kann nicht immer vom Infinitiv und Präsens eines Verbs darauf schließen, wie es im Perfekt lauten muss. Deswegen musst du bei den Verben die Stammformen immer mitlernen!

    Aber es gibt auch Gruppen von Verben, die größtenteils eine bestimmte Art der Perfektbildung haben: Die a-Konjugation bildet zum Beispiel das Perfekt meistens auf v. Deswegen heißt diese Perfektbildung v-Perfekt. Dazu gehören vocare und laudare. Sie heißen im Perfekt vocavi und laudavi.

    Dagegen hat stare aus der a-Konjugation das Reduplikationsperfekt: stare, sto, steti. Auch currere bildet sein Perfekt so: currere, curro, cucurri.

    Auch ridere hat eine andere Art der Perfektbildung, nämlich das s-Perfekt. Die entsprechenden Stammformen lauten ridere, rideo, risi.

    Es gibt keine feste Regeln, welche Verben das Dehnungsperfekt haben. Merken solltest du dir Caesars Spruch: Veni, vidi, vici! Darin stecken drei Verben mit Dehnungsperfekt: venire, videre und vincere. Auch agere gehört zu dieser Gruppe. Seine Stammformen heißen agere, ago, ēgi.

  • Ordne die Formen der richtigen Übersetzung zu.

    Tipps

    In der Aufgabe gibt es nur Verbformen von videre (sehen).

    Sie sind entweder Präsens oder Perfekt.

    Überlege, wie die Stammformen von videre lauten.

    Welcher Stamm liegt bei den einzelnen Verbformen jeweils vor? Suche dann nach der passenden Übersetzung.

    Beachte, dass es im Perfekt andere Personalendungen gibt als im Präsens!

    Lösung

    videre (sehen) gehört zu den Verben, die das Dehnungsperfekt bilden. Der Präsensstamm ist vide-. Das e am Ende zeigt dir, dass es zur e-Konjugation gehört.

    Im Perfekt wird das i im Stamm gedehnt, also lang gesprochen. Das e fällt weg. Der Perfektstamm heißt also vīd-.

    An die Stämme werden jeweils die Personalendungen angehängt - entweder für das Präsens oder das Perfekt. Das sind nämlich verschiedene!

    Um zu entscheiden, ob eine Form Präsens oder Perfekt ist, schaust du darauf, ob der Stamm vide- oder der Stamm vid- enthalten ist. Wenn das e vor der Endung steht, kannst du dir sicher sein, dass es Präsens ist (z. B. videmus - wir sehen, vident - sie sehen).

    Fehlt das e im Stamm vor der Endung, ist es eine Perfektform. Sie wird im Deutschen mit Präteritum übersetzt, also: vidimus - wir sahen, viderunt - sie sahen.

    Dann musst du nur noch überlegen, für welche Person die Endung steht, ob sie Singular oder Plural ist. So kannst du die Formen unterscheiden und der richtigen Übersetzung zuordnen.

  • Ordne die Formen richtig ein – Präsens links, Perfekt rechts.

    Tipps

    Schau dir die Formen genau an. Achte auf jeden Buchstaben!

    Die Verbformen stehen jeweils in der gleichen Person und dem gleichen Numerus (Singular/Plural).

    Lösung

    Beim Dehnungsperfekt sieht der Perfektstamm oft gleich oder sehr ähnlich aus wie der Präsensstamm. Bei advenire (ankommen) heißt der Präsensstamm zum Beispiel adveni- und der Perfektstamm adven- (ohne i am Ende).

    Die einzelnen Formen kannst du oft nur an der Endung unterscheiden. Achte deshalb in der Aufgabe besonders auf die Endungen: adveni-u-nt hat eine Präsensendung, adven-erunt eine Perfektendung. Die eine Form ist also Präsens, die andere Perfekt. Beide Verbformen stehen in der 3. Person Plural.

    • Genauso kannst du es bei sedere (sitzen) machen: sede-s hat die Präsensendung, sed-isti die Perfektendung. Es handelt sich bei beiden Formen um die 2. Person Singular.
    • Auch bei videre (sehen) ist das so: vide-mus ist 1. Person Plural Präsens, vid-imus 1. Person Plural Perfekt.
    • Bei movere (bewegen) ist die Präsensform move-tis, die passende Perfektform dazu lautet mov-istis. Es ist die 2. Person Plural.
    • Und bei vincere (siegen) ist der Perfektstamm sogar klar zu unterscheiden: Hier fehlt das n, er heißt also vic-. Die Form vinc-i-t ist deshalb Präsens, vic-it ist Perfekt. Beide Formen sind 3. Person Singular.
    Alles klar?

  • Bilde die Perfektform in derselben Person.

    Tipps

    Die Formen kommen von den Verben vincere, agere, movere, sedere, venire und adiuvare.

    Alle bilden das Dehnungsperfekt.

    Denk an Caesars Ausspruch: Veni, vidi, vici!

    Denke daran, dass die Personalendungen im Perfekt anders sind als im Präsens!

    Lösung

    Um das Perfekt richtig zu bilden, solltest du erst einmal überlegen, von welchem Verb die Form kommt, die da steht. Wie lautet der Infinitiv Präsens? Weißt du die Stammformen?

    Alle Verben aus der Aufgabe bilden das Dehnungsperfekt. Das heißt, ein Vokal im Stamm wird lang gesprochen, also gedehnt. Daran hängt man die Perfektendungen an.

    Wenn dir das klar ist, schaust du dir die Form noch genauer an, die vorgegeben ist. Um welche Person handelt es sich? Ist sie Singular oder Plural?

    Dann nimmst du die Perfekt-Stammform des Verbs und konjugierst sie durch, bis du bei der Endung angekommen bist, die der Präsensform entspricht. Die schreibst du dann in die Lücke!

    Hier die Lösung in der Übersicht:

    • vincit kommt von vincere (besiegen). Die Stammformen lauten vinco, vici. Der Perfektstamm ist vīc-. Da die Präsensform vincit in der 3. Person Singular steht, muss auch die Perfektform so aussehen: vic-it.
    • agunt kommt von agere (machen) und ist die 3. Person Plural. Die Stammformen heißen ago, ēgi. Also hängst du an den Perfektstamm ēg- die Endung an: du bekommst eg-erunt.
    • movemus von movere (bewegen) hat den Perfektstamm mōv-. Daran hängst du die Endung für die 1. Person Plural: mov-imus.
    • sedeo ist die 1. Person Singular von sedere (sitzen). Im Perfekt heißt die entsprechende Form sed-i.
    • venit von venire (kommen) ist die 3. Person Singular. Der Perfektstamm sieht hier gleich aus wie der Präsensstamm: vēn-. Der Unterschied besteht nur in der Länge des Vokals e. An den Perfektstamm hängst du die Endung -it für das Perfekt. Du bekommst: ven-it. Beide Formen sehen also identisch aus: Präsens und Perfekt!
    • adiuvant kommt von adiuvare (helfen) und ist die 3. Person Plural. Der Perfektstamm ist adiūv-. Die benötigte Endung heißt -erunt. Also heißt die komplette Form: adiuv-erunt.

  • Vervollständige die Stammformen.

    Tipps

    Die Stammformen setzen sich zusammen aus:

    Infinitiv Präsens – 1. Person Singular Präsens – 1. Person Singular Perfekt

    Alle Verben aus dieser Aufgabe bilden das Dehnungsperfekt.

    Aufpassen musst du bei vincere: Hier fällt im Perfekt ein Buchstabe im Stamm weg, nämlich das n!

    Lösung

    Stammformen kann man sich oft herleiten, wenn man weiß, zu welcher Perfektbildung ein Verb gehört. In dieser Aufgabe gehören alle zur Gruppe der Verben mit Dehnungsperfekt.

    Das bedeutet, man bildet das Perfekt, indem man den Präsensstamm nimmt und einen Vokal lang spricht. Daran werden die Perfektendungen angehängt, die für alle lateinischen Verben gleich sind: -i, -isti, -it, -imus, -istis, -erunt.

    Um das Perfekt von venire (kommen) zu bilden, gehst du vom Präsensstamm veni- aus, nimmst das i hinten weg und sprichst das e lang. Also vēn- (Aussprache: veeen). Daran hängst du in der 1. Person Singular das -i. Fertig sind die Stammformen: venire, venio, vēni.

    Die weiteren Stammformen lauten:

    • sedere, sedeo, sēdi - sitzen
    • legere, lego, lēgi - lesen
    Bei manchen Verben kann man sich die Stammformen nicht so leicht herleiten. Diese musst du dir beim Vokabellernen einfach gut einprägen. Zum Beispiel verschwindet bei vincere (besiegen) im Perfekt das n. Es heißt: vincere, vinco, vīci. Bei agere (treiben, tun, machen) wird das a- im Perfekt zum e, also: agere, ago, ēgi.

    Ein Tipp zum Schluss: Lerne also bei den Verben die Stammformen immer gleich mit. Das hilft dir beim Erkennen und Übersetzen!

  • Bilde die richtigen Formen, indem du die Endungen einsetzt.

    Tipps

    Die Formen kommen von den Verben agere, adiuvare, sedere, venire, videre und vincere. Sie bilden alle das Dehnungsperfekt.

    Schau genau auf die Übersetzung.

    Welche Person ist das?

    Ist die Form Singular oder Plural?

    Welche Endung wird benötigt?

    Lösung

    In der Aufgabe kommen die Formen folgender Verben vor: agere, adiuvare, sedere, venire, videre und vincere. Sie bilden alle das Dehnungsperfekt.

    Dabei wird der Vokal im Stamm gedehnt, also lang gesprochen. Der Perfektstamm sieht also oft ähnlich aus wie der Präsensstamm, doch man spricht ihn anders aus.

    An diesen Perfektstamm hängt man die Perfektendungen. Diese sind für alle lateinischen Verben gleich. Am besten lernst du sie einmal auswendig. Sie lauten: -i, -isti, -it und im Plural -imus, -istis, -erunt.

    Verwechsle besonders nicht die 2. Person Singular und Plural (-isti und -istis)!

    Wenn du die Endungen kennst, musst du nur noch herausfinden, welche benötigt wird. Dazu schaust du dir die Übersetzung ganz genau an. Welche Person brauchst du? Muss es eine Singular- oder Pluralendung sein?

    Wenn du die Person und den Numerus richtig bestimmt hast, suchst du die benötigte Endung in der Ablage und setzt sie ein.

    Du bekommst:

    • egisti von agere (machen)
    • adiuvistis von adiuvare (helfen)
    • sedit von sedere (sitzen)
    • veni von venire (kommen)
    • viderunt von videre (sehen)
    • vicimus von vincere (besiegen).

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