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Die internationale Situation vor dem Zweiten Weltkrieg 04:24 min

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Die internationale Situation vor dem Zweiten Weltkrieg Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die internationale Situation vor dem Zweiten Weltkrieg kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die korrekten Aussagen zu Hitlers Expansionspolitik.

    Tipps

    Die Nationalsozialisten betiteln den Versailler Vertrag in ihrer Propaganda durchwegs als „Schmachfrieden“.

    Die europäischen Großmächte wollen Frieden stiften.

    Besonders die zum Deutschen Reich angrenzenden Länder sind für Hitler wegen seines Gedankens eines Großdeutschen Reiches von hohem Interesse.

    Lösung

    Die Rolle des Versailler Vertrages zur Zeit des NS-Regimes

    • Versailler Vertrag = Friedensvertrag, der 1919 zwischen den Alliierten des Ersten Weltkrieges und Deutschland geschlossen wurde
    • ordnet die Situation um Deutschland nach dem Krieg: territoriale Veränderungen, Reparationszahlungen und die Kriegsschuld
    • Informationen an die deutsche Bevölkerung während des Ersten Weltkrieges: Siegesmeldungen und erfolgreiche Schlachten
    • Oberste Heeresleitung hat im Oktober 1918 militärische Niederlage eingestanden
    • Aufkommen der Dolchstoßlegende: die Heimat sei der Front in den Rücken gefallen
    • Der Dolchstoß manifestierte sich in der rechten Propaganda und somit auch der Versailler Vertrag als Schmachfrieden
    • Die Karikatur zeigt „die Quelle“, den Versailler Vertrag, als Ursprung für die nationalsozialistische Partei und somit Adolf Hitler als Führer des NS- Regimes
  • Stelle die einzelnen Etappen der sich zuspitzenden internationalen Situation dar.

    Tipps

    Hitlers Vorgehen ist vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs taktisch ausgeklügelt.

    Hitler konzentriert sich vorerst auf die Nachbarstaaten des damaligen Deutschlands.

    Um seine Macht zu stärken, schließt Hitler zahlreiche Abkommen, die teilweise später wieder von ihm gebrochen werden.

    Lösung

    Appeasement-Politik = Beschwichtigungspolitik

    „In den internationalen Beziehungen steht A.[ppeasement] als Bezeichnung für eine Politik der Zurückhaltung, der Beschwichtigung und des Entgegenkommens gegenüber außenpolitisch aggressiven Staaten. (z.B. die britische Politik gegenüber dem Dritten Reich 1935-1939)“

    • Teil der Appeasement-Politik ist das Münchner Abkommen.
    • Die Alliierten versuchen, einen offenen, militärischen Konflikt abzuwenden.
    • Der nationalsozialistische Staatsapparat mit Hitler an seiner Spitze verbucht zahlreiche territoriale Erfolge im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs, sodass man die Appeasement-Politik als gescheitert sehen kann.
    Die Karte zeigt die territorialen Veränderungen bis 1939. Der dunkle türkise Bereich zeigt das Deutsche Reich. Österreich wird im März 1938 angeschlossen. Der dunkelrote Bereich um die Tschechoslowakei zeigt die Annexion des Sudetenlandes. Im März 1939 wird die Rest-Tschechoslowakei zerschlagen und das Protektorat Böhmen und Mähren errichtet. An der Grenze zu Ungarn wird im März 1939 eine Schutzzone errichtet.

    Quelle: Klaus Schubert/Martina Klein: Das Politlexikon, 4. aktualisierte Auflage, Bonn, 2006, S. 21.

  • Zeige auf, welcher Nation die Aussagen zuzuordnen sind.

    Tipps

    Das nationalsozialistische Regime geht aggressiv vor.

    Die Alliierten setzen auf die Appeasement-Politik.

    Josef Stalin verkennt die Brisanz der Situation.

    Lösung

    Die Achse Berlin – Rom

    • Adolf Hitler eifert dem italienischen Diktator bereits ab den 1920er Jahren nach
    • erstes Treffen der beiden Diktatoren im Jahre 1934
    • nach dem gemeinsamen Eingreifen in den Spanischen Bürgerkrieg nähern sich beide faschistischen Staatsführer an
    • Ziel Hitlers: Bündnis, um die außenpolitische Isolation Deutschlands zu überwinden
    • Achse Berlin-Rom bezeichnet die geradlinige Annäherung bezogen auf die antikommunistische Politik sowie der Expansionsinteressen
    • Das Bild soll die Achse darstellen, die zwei großen ländertypischen Symbole (Brandenburger Tor und das Monumento Nazionale Vittorio Emanuele) sind einander perspektivisch zugewandt

    Quelle: Lebendiges Museum Online: Die Achse Berlin- Rom. URL: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/aussenpolitik/achse-berlin-rom.html. [Abgerufen am 11.08.2020]

  • Kennzeichne die jeweiligen Bündnisse, die vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs geschaffen worden sind.

    Tipps

    In den Titeln der Abkommen sind oftmals die Hauptstädte der beteiligten Ländern zu finden.

    Beteiligte Staatsführer sind oft in der Betitelung vertreten.

    Lösung

    Die Sudetenkrise

    • Die Tschechoslowakei ist 1918 gegründet worden, wo zahlreiche verschiedene Ethnien ansässig waren: Tschechen, Deutsche, Slowaken, Ungarn, ostslawische Völker, Polen, Rumänen und Kroaten .
    • 1933: Die „Sudetendeutsche Heimatfront“ wird gegründet, und muss sich auf Druck der tschechoslowakischen Regierung in „Sudetendeutsche Partei“ umbenennen.
    • „Sudetendeutsche Partei“ mit Verbindung zur NDSAP, 1937 bekennt sie sich offen zum NS-Regime
    • In einem Pamphlet wird die Autonomie für die Minderheit der Sudetendeutschen gefordert.
    • Für die NS- Spitze dient die Sudetenkrise als Propagandamittel und als Etappenziel für die völlige Auflösung der Tschechoslowakei.
    • Im Münchner Abkommen werden im Zuge der Appeasement-Politik die sudetendeutschen Gebiete an das Dritte Reich angeschlossen.
    • Im März 1939 wird die Slowakei mit deutscher Unterstützung eigenständig und der tschechische Teil gehört faktisch als „Reichsprotektorat Böhmen und Mähren“ zu Deutschland.

    Quellen:

    Bundeszentrale für politische Bildung. URL: https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/276472/muenchener-abkommen. [Abgerufen am: 10.08.2020]

    Arendes, Cord/Wolfrum, Edgar (2007): Globale Geschichte des 20. Jahrhunderts, Stuttgart, S. 78 f.

  • Setze die Schlüsselbegriffe und Vorkommnisse in Beziehung zu den Machthabern.

    Tipps

    Zwei der Diktatoren haben ein gutes Verhältnis und sind verbündet.

    Kommunismus und Faschismus werden manchmal fälschlicherweise gleichgesetzt.

    Lösung

    Hitler - Stalin - Mussolini

    Adolf Hitler:

    • dient in der Bayerischen Armee im Ersten Weltkrieg
    • seit 1919 Mitglied der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei)
    • unterstützt seit Mitte der 1920er Jahre den Kampf gegen den Kommunismus
    • 1933: Ernennung zum Reichskanzler
    • Etablierung der Führerdiktatur nach faschistischem Vorbild
    Josef Stalin:
    • besucht orthodoxes Priesterseminar
    • 1922 Generalsekretär der KPdSU (Kommunistische Partei der Sowjetunion) an der Seite von Lenin
    • ab 1924 Machtführer in der Partei; gegen den letzten Willen von Lenin
    • skrupelloser, brutaler, kommunistischer Diktator (Stalinismus)
    Benito Mussolini:
    • 1922 - 1943 Ministerpräsident des Königreichs Italien
    • 1922: Marsch auf Rom
    • König Viktor Emanuel III. beruft ihn zum Ministerpräsidenten
    • 1934: erstes Treffen mit Hitler
    • Vorbild für Hitler
    • Symbol des italienischen Faschismus

  • Ordne die Zitate den jeweiligen historischen Figuren zu.

    Tipps

    Überlege dir, welche Staatsform in den jeweiligen Staaten vorherrscht.

    Neville Chamberlain hat nach der Münchner Konferenz ein gutes Gefühl hinsichtlich seines eingeschlagenen politischen Kurses.

    Lösung
    • Faschismus - Nationalsozialismus
    Das Symbol des Faschismus ist ein Rutenbündel (it. fascio), das Stärke und Überlegenheit des Bundes gegenüber dem Einzelnen zeigen soll. Ziel ist es, die Macht mit zunehmender Radikalisierung, dem Einsatz von Gewalt und Terror und der Übernahme des Führerprinzips, zu übernehmen. Weiterhin wird der totale Machtanspruch gegenüber der italienischen Gesellschaft geltend gemacht, sodass sich ein totalitäres Regime ergibt. In folgenden Punkten decken sich der Faschismus und der Nationalsozialismus:

    • „charismatische, autoritäre Führerfigur
    • strikte Unterwerfung unter das Führerprinzip
    • hierarchischer Aufbau der politischen Organisation
    • rechtsextremes, offen rassistisches, fremdenfeindliches Gedankengut
    • (in Bezug auf andere politische Überzeugungen) negative Eigendefinition (als antidemokratisch, antiparlamentarisch, antiliberal etc.)“
    Quelle: Schubert Klaus/Martina Klein (2018): Das Politlexikon. 7. Ausgabe. Bonn.