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1941 - Das Unternehmen Barbarossa

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Team Zeitreise
1941 - Das Unternehmen Barbarossa
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Grundlagen zum Thema 1941 - Das Unternehmen Barbarossa

Am 22. Juni 1941 überschritten 3 Millionen deutsche Soldaten die östliche Grenze und begannen mit dem Angriff auf die Sowjetunion. Unter dem Decknamen "Unternehmen Barbarossa" wurde diese Offensive bereits ab Mitte 1940 vorbereitet. Der Krieg gegen die Sowjetunion sollte von Anfang an unbarmherziger sein, als die bisherigen Eroberungen: Hitlers Planungen beinhalteten einen Vernichtungskrieg, der den gesamten europäischen Teil der Sowjetunion unter deutsche Vorherrschaft bringen, alle politischen und militärischen Führungskräfte ermorden und große Teile der Zivilbevölkerung entrechten und vernichten sollte. Hitlers Wille, dass das Sowjetimperium binnen 3 Monaten besiegt sein sollte, kam jedoch bereits Anfang Dezember ins Stocken. Der Vormarsch blieb vor Moskau stecken und die Wehrmacht wurde erstmalig zurück geschlagen. Dies stellte einen ersten Wendepunkt des Krieges im Osten dar und leitete schon den letztendlichen Zusammenbruch an dieser Front ein.

Transkript 1941 - Das Unternehmen Barbarossa

  1. Juni 41, drei Uhr morgens: Auf einer Breite von 1.600 Kilometern greift die deutsche Wehrmacht an. Hitlers Unternehmen Barbarossa. „Wir waren völlig überrascht. Völlig überrascht.” Die erste Schlacht um Brest. Hier ist der Widerstand erbittert. „Die wenigen besetzten Bunker, die haben sich also wirklich tapfer verteidigt. Die kamen sogar noch in Nachthemden raus und haben dann geschossen.” Großkalibrige Granaten gegen altes Mauerwerk. Zehn Tage hält die Festung stand. „Jede Sekunde gab es einen Einschlag. Aus meinem Bataillon blieben nur zwölf Soldaten am Leben.” In Moskau gehen Minuten nach dem Angriff erste Meldungen ein. Die Informationen fließen spärlich. Viele Nachrichtenverbindungen sind schon zerstört. Doch General Schukow weiß, das ist der große Krieg. Er alarmiert Stalin. Der will den Krieg nicht wahrhaben. Fragt, sind das nicht alles nur Provokationen? Keine Provokation. Hitler will das Sowjetreich in nur drei Monaten zerschlagen. Totale Luftherrschaft. Schon am ersten Tag rücken deutsche Panzer bis zu 50 Kilometer vor. Alle Warnungen vor dem Angriff hatte Stalin ignoriert. „Als Stalin sich völlig logisch sagte, wenn Hitler bereits im Krieg gegen England und Frankreich steht, USA bereits als zukünftiger Gegner in Umrissen deutlich erkennbar sein wird, seine ganze Kraft gegen den Westen braucht, wird er doch nicht so wahnsinnig sein, gegen die Sowjetunion anzugreifen umso mehr die Sowjetunion ja alle Verpflichtungen des Hitler-Stalin-Paktes bis zu Letzt erfüllt.” Am Tag des Überfalls will Goebbels Propaganda glauben machen der Angriff diene der Verteidigung. Viele glaubten es. „Wenn wir noch zwei, drei Wochen gewartet hätten, wäre der Rosso marschiert. Und der wäre durch ganz Europa marschiert. Bis an den Atlantik gekommen.” Tatsächlich greifen nur die Deutschen an. „Ich selber war überzeugt davon, schon seit Jahren, dass wir dem Krieg gegen Russland zusteuerten. Ein bisschen beim „Mein Kampf”-Lektüre konnte mir darüber aufklären.” Wer aber hatte mein Kampf schon gelesen? Das Kapitel Ostpolitik: Pläne vom Großgermanischen Reich. Vom Atlantik zum Ural. Vom neuen Lebensraum für alle Deutschen. Von Blut und Boden. Vom Krieg als Überlebenskampf der Weltanschauungen und Rassen. Vom Kreuzzug gegen Weltjudentum und Bolschewismus. Von der Unterjochung Russlands. Hitler zeigt sich an der Front. Lässt sich feiern, so lange die Zeichen auf Sieg stehen. Der Feldzug gegen die Sowjetunion sei ein Sandkastenspiel, sagt der Feldherr. Kesselschlachten. Ganze sowjetische Armeen werden aufgerieben. „Ich habe den Kessel Białystok Minsk erlebt von Süden her, zusammen mit meiner Division, die die Aufgabe hatte, die Russen aus diesem Kessel nicht entweichen zu lassen. In diese Kolonnen hinein griffen deutsche Jäger mit ihren Maschinengewehren oder auch Bordkanonen an und haben eine ganz schlimme Verwüstung angerichtet.” In den ersten fünf Wochen macht die Wehrmacht mehr als eine Million Gefangene. Die meisten kommen in Lagern um. Im Oberkommando der Wehrmacht in Berlin entstehen Richtlinien für Hitlers Vernichtungskrieg. Williger Vollstrecker des Diktators ist Generalfeldmarschall Keitel. Er zeichnet verantwortlich für Befehle, Kriegsverbrechen zu begehen. Wie den Kommissarbefehl. Polit-Offiziere der Roten Armee sind zu erschießen.„Das habe ich erlebt und gesehen, dass die Kommissare rausgesucht wurden und einfach auf blanker Straße erschossen wurden.” „Da hat mein Generals als er ihn verlas gesagt, Verbrechen würden nicht ausgeführt. Damit hat sich dieser Befehl erledigt.” „Es kam darauf an, wie der Führer der Einheit eingestellt war. War der Führer der Einheit ein korrekter Offizier und hat solche Dinge nie geduldet, hat er ja die ganze Kompanie hinter sich. War er aber ein Nazi, ja, diese Richtung, dann haben auch so und so viel Soldaten gleich mitgemacht. Also es kam nur auf den Einheitsführer an und sonst gar nichts.” Systematischer Mord ist sogenannten Einsatzgruppen vorbehalten, die unter dem Befehl von Himmler und Heidrich stehen. „Die sind da aus den Häusern gezerrt worden und wurden abgeführt und mussten ihren Spaten mitnehmen und mussten ihr eigenes Loch graben. Die haben sie dann erschossen.” „Meine Familie ging gehorsam mit. So wurde einer nach dem anderen erschossen und einige noch am nächsten Tag.” So geschah es an vielen Orten. „Dann wurde diese Grube mit Erde zugeschüttet. Unter der Erde war noch Leben. Noch einige Tage danach.” Nur einer dieser Orte. Eine Viertelmillion Menschen starb hier bei Minsk. „Es war insofern ein schlimmer Krieg, dass wir alles…dass alles überrollt wurde, was sich uns in den Weg gestellt hatte. Es wurde keine Rücksicht genommen. Und sich damit abzufinden, war ungeheuer schwer.” Im Winter 41 bleibt der Angriff vor den Toren Moskaus stecken. Doch der Vernichtungskrieg, den Hitler wollte, er geht weiter.
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