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1939 - Der Überfall

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Team Zeitreise
1939 - Der Überfall
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Grundlagen zum Thema 1939 - Der Überfall

”Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen”, deklamiert Hitler am 1. September 1939 vor dem Reichstag. Er selbst ist der Aggressor. Diplomatisch abgesichert hat er den Angriff auf Polen durch seinen Pakt mit Stalin. Im Windschatten des mörderischen Krieges zeigen Hitlers Totenkopfverbände in Polen, wozu sie fähig sind.

Transkript 1939 - Der Überfall

Warschau im Spätsommer: Idylle vor der Katastrophe. Radio Warszawa überträgt ein Klavierkonzert: „Wir haben ein wunderbares fantastisches Instrument. Plötzlich habe ich gehört Bombardement. Und ich habe gedacht, das ist… das sind Übungen. Aber das war leider nicht, keine Übungen, das war schon Krieg” Vom Westen her dröhnt Schlachtenlärm. Die Wehrmacht überfällt Polen. „Also einige Tage und schon Wochen vorher haben wir doch alle Drohungen Hitler wahrgenommen. In unserer Presse war das alles bekannt gegeben.” Hitler will den Krieg um jeden Preis. Wahn vom Lebenstraum im Osten. Vor Befehlshabern der Wehrmacht, sagt er. Ziel ist Beseitigung der lebenden Kräfte. Auch wenn im Westen Krieg ausbricht bleibt Vernichtung Polens im Vordergrund. Brutales Vorgehen, der Stärkere hat das Recht. Hitlers Außenminister Ribbentrop soll die Zerschlagung Polens absichern. Nicht-Angriffs-Pakt mit Stalin, dem Erzfeind. Ein Coup, der die Westmächte schockiert: „Wir hatten keine Ahnung davon, dass Ribbentrop nach Moskau fahren würde. Wir wussten zwar, dass es Kontakte gab, aber nur auf der untersten Ebene.” Stalin verlangt seinen Preis, einen Anteil an der Kriegsbeute. Freie Hand für Hitlers Überfall auf Polen. Am Vorabend täuschen SS-Männer in polnischer Uniform einen Angriff auf den deutschen Sender Gleiwitz vor. Eine Lüge wird zum Vorwand. Die Schleswig-Holsteiner öffnet das Feuer auf die Westerplatte vor Danzig. Krieg ohne Kriegserklärung. Deutsche Stoßtrupps gehen an Land. Vielerorts das selbe Bild, der Grenzbruch für die Propaganda inszeniert. „Dann wurden wir von einer Gruppe von Soldaten der Propagandakompanie arrangiert, um den Schlachtbaum herum, den wir nun zerbrechen sollten. Er war schon zu vier Fünftel durchgesägt. Aber wir markierten dann also große Kraftanstrengung um den Schlachtbaum dann wirklich in zwei Teile zu zerlegen.” Ein Grenzbruch mit Folgen. Hitler hat den Westen unterschätzt. Briten und Franzosen stehen zu ihrem Bündnis mit Polen. Am 03. September überbringt Hitlers Dolmetscher Paul Schmidt die Kriegserklärung Großbritanniens. Im Nürnberger Prozess erinnert sich der Bote. Die Kriegserklärung Frankreichs folgt am selben Tag. Doch niemand greift in Hitlers Blitzkrieg ein der Polen überrollt. Hier kämpft Zweiter gegen Ersten Weltkrieg. „Wie soll man mit Kavallerie gegen Panzer kämpfen? Gegen die Gewehre und Kanonen der Deutschen hatten wir keine Chance. Der deutsche Soldat wurde mit dem Auto an die Front gebracht und wir mussten zu Fuß gehen.” Jetzt führt die Wehrmacht den Krieg, den ihr oberster Befehlshaber gewollt hat. Die Piloten der Sturzkampfbomber zerstören gezielt jüdische Wohnsiedlungen. Im Windschatten des Krieges beginnt der Terror gegen die Zivilbevölkerung. In Hitlers Wahnwelt dürfen Polen nur als Sklaven überleben. „Da haben wir gesehen, dass sehr viele Zivilisten verhaftet wurden. Sie wurden durch die Straße geführt, auch von Zivilisten, die Freikorps, aber auch schon von Soldaten: „Dann musste das die Wehrmacht sein.Die treibt die Front immer weiter ins Land.” Bald stehen Hitlers Truppen schon vor Warschau. „Ich habe keinen Augenblick gezweifelt, dass Polen nicht sehr bald am Ende seiner Kräfte war.” Und dann der zweite Überfall im Osten. Stalin holt sich seinen Teil der Beute. Die Sieger treffen sich in Brest-Litowsk. Der gemeinsame Raubzug schmiedet die ungleichen Partner zusammen. „Dann haben wir auch die angehoben auf die deutsch-sowjetischen Waffenbrüderschaft getrunken. Dann hoffentlich fangt ihr bald an und verhaut die Engländer und Franzosen.” Am 25. September Großangriff auf Warschau. Unter den Augen des obersten Kriegsherren feuern mehr als 1.000 Artilleriegeschütze in die polnische Hauptstadt. Mehr als 400 deutsche Flugzeuge bombardieren die Metropole. Der bis dahin schwerste Luftangriff der Geschichte: „Bomben, Maschinengewehre, töten und weg.” Das Inferno von Warschau wird zum Menetekel des totalen Krieges. „Mein Freund, der war ein Turnmeister. Er hat gestanden beim Fenster. Ich habe gespielt halbe Stunde Chopin. Hat er gesagt, etwas weiter weg vom Fenster. Das ist gefährlich sagt er. Wenn ein Bombe kommt ist ganz egal ob hier, ob weiter. Und plötzlich war ein Knall.” Und das Klavier verstummt. Warschau ist zerstört. Doch das Schlimmste steht noch bevor: Hitler hat ein ganzes Volk in seine Gewalt gebracht. Für Hitlers Soldaten ist ein Feldzug zu Ende, nicht aber der Krieg. Ein Krieg, der zeigen wird, was der Mensch dem Menschen antun kann. Was in Warschau beginnt kehrt zurück nach Hamburg, Dresden und Berlin.

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