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2. Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg (1939-1945) war der bisher größte und verlustreichste Konflikt der Menschheitsgeschichte, bei dem schätzungsweise 60 bis 70 Millionen Menschen starben.

Ursachen des 2. Weltkriegs

Mindestens 60 Millionen Tote, die meisten von ihnen Zivilisten. Etwa 11 Millionen deutsche Soldaten in Gefangenschaft, von denen nur jeder zehnte der insgesamt 3,3 Millionen deutschen Soldaten in sowjetischer Gefangenschaft zurückkehrten. Von den etwa 5,7 Millionen Rotarmisten überlebten 3,3 Millionen ihre Gefangenschaft in Deutschland nicht. Dazu 12 Millionen Menschen in den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reichs, die während und nach dem Krieg eine neue Heimat suchten oder vertrieben wurden. Und nahezu 5 Millionen zerstörte Wohnungen, Fabriken und Verkehrswege vor allem in größeren Städten. Europa war nach dem 2. Weltkrieg ein Trümmerfeld.

Diese verheerenden Zahlen resultierten aus dem 2. Weltkrieg. Wie konnte es zu einem Krieg dieser Größenordnung kommen, an dem fast die ganze Welt beteiligt war? Wie verlief und wie endete er?

Deutschland wurde im Rahmen des Versailler Vertrags die alleinige Schuld für den 1. Weltkrieg zugesprochen. Obwohl Deutschland bereits finanziell angeschlagen war, musste es hohe Reparationszahlungen leisten. Die Bevölkerung der Weimarer Republik war unzufrieden und politisch gespalten. Hinzu kam die Weltwirtschaftskrise, unter der besonders die deutsche Wirtschaft litt und welche die Situation verstärkte. Hitlers Partei, die NSDAP, nutzte diese Situation für ihre rechtsextreme, nationalsozialistische und faschistische Politik und gewann durch Versprechungen an Zuspruch. 1933 kam Hitler schließlich an die Macht.

Hitler verfolgte bereits 1938 – ein Jahr vor Kriegsausbruch – die Aufrüstung, Wehrfähigkeit und Vorbereitung Deutschlands auf den Ernstfall. Obwohl er zunächst beteuerte, keinen Krieg zu planen, traf er doch kriegsentscheidende Vorbereitungen. Er ließ Bunker bauen und gründete beispielsweise die Luftwaffe. Mit der Sowjetunion schloss er 1939 einen Nicht-Angriffs-Pakt (Hitler-Stalin-Pakt) und vereinbarte eine gemeinsame Aufteilung Polens nach erfolgreicher Eroberung. Tatsächlich begann mit dem Angriff auf Polen am 1. September 1939 der 2. Weltkrieg.

Die Ursachen des zweiten Weltkriegs

Blitzkriege und Kriegsverlauf 1939 -1941

Im 2. Weltkrieg standen sich auf der einen Seite Deutschland, Italien und Japan – die sich im Dreimächtepakt miteinander vereinten – und auf der anderen Seite die Alliierten, also das Vereinigte Königreich, China, die USA, die Sowjetunion und später Frankreich gegenüber. Hitlers Ziel war es, einen Vernichtungskrieg, das heißt einen rassenideologisch basierten Krieg zu führen und das Deutsche Reich zu expandieren. Mit der Strategie eines Blitzkriegs, einem schnellen Sieg durch Einkesselung des Feindes, wollte er dieses Ziel erreichen.

Der Verlauf des 2. Weltkriegs 1939-1941

Mit dem Sieg über Polen ging Hitlers Strategie zunächst auf. Zwei Tage nach dem Angriff, am 3. September 1939, erklärten Frankreich und England im Rahmen ihrer Beistandsverträge mit Polen Deutschland den Krieg. Auch im Westfeldzug nahm Deutschland im Juni 1940 Frankreich ein, nachdem es zuvor schon Belgien, die Niederlande und Luxemburg erobert hatte. Mit dem Unternehmen Seelöwe versuchte Deutschland 1940 gegen England in einem See- und Luftkrieg vorzurücken. Nach anfänglichen Erfolgen Deutschlands setzte sich die britische Royal Air Force allerdings durch und England ging mit seinem Premierminister Winston Churchill erfolgreich gegen Deutschland vor.

Winston Churchill

Kriegswende 1942 -1945

Mit dem plötzlichen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 – auch unter dem Begriff Unternehmen Barbarossa bekannt – brach Deutschland den Nicht-Angriffs-Pakt mit Stalin und löste so den Deutsch-Sowjetischen Krieg aus. Hitlers Ziel war es auch hier, mit einem Blitzkrieg rücksichtslos vorzudringen und Gebiete einzunehmen. Die sowjetischen Soldaten (Rote Armee) waren vorerst unvorbereitet, doch der harte Winter 1941/42 traf die Deutschen aufgrund einer mangelhaften Versorgung hart. 1942 musste Deutschland im Kampf um Stalingrad endgültig kapitulieren, die Sowjetunion siegte durch Einkesselung der deutschen Truppen.

Mit dem Angriff Japans auf Pearl Harbour im Dezember 1941, dem Hauptquartier der Pazifikflotte der USA, traten nun auch die USA in den Krieg ein. Ziel der Alliierten unter dem Leitsatz „Germany first“ war es, zunächst Deutschland zu besiegen und dann Japan zu schlagen. 1943 wurde Italiens Diktator Mussolini gestürzt, daraufhin erklärte das Land Deutschland ebenfalls den Krieg. Somit war das Ende des 2. Weltkriegs absehbar und die Niederlage Deutschlands nur noch eine Frage der Zeit.

Der Verlauf des 2. Weltkriegs 1942-1945

Kapitulation Deutschlands und Ende des 2. Weltkriegs

Obwohl sich die Niederlage Deutschlands mit dem Verlust um Stalingrad bereits abzeichnete, verkaufte die Propaganda der NSDAP den Krieg hoffnungsvoll als noch nicht verloren. Am 18. Februar 1943 wurde von Joseph Goebbels der Totale Krieg ausgerufen. Auch Frauen und Kinder wurden aufgefordert, in den Krieg zu ziehen. Ein sinnloses Sterben Tausender folgte.

Die Alliierten eroberten die von Deutschland eingenommenen Gebiete zurück und rückten schließlich im April 1945 bis nach Berlin vor. Am 30. April nahm sich Hitler in einem Bunker das Leben, Berlin wurde am 2. Mai 1945 eingenommen. Am 7. Mai 1945 unterschrieb Deutschland die Kapitulation des zweiten Weltkriegs, die am darauffolgenden Tag in Kraft trat. Am 8. Mai 1945 endete schließlich der 2. Weltkrieg. Der zu dieser Zeit noch andauernde Krieg gegen Japan endete mit dem Abwurf von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945. Japan kapitulierte am 9. September 1945.

Atombombe

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