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Tempel, Städte, Pyramiden – es war einmal Amerika (Folge 5)

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Es War Einmal Amerika
Tempel, Städte, Pyramiden – es war einmal Amerika (Folge 5)
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Tempel, Städte, Pyramiden – es war einmal Amerika (Folge 5)

Inhalt

Die Geschichte Amerikas

Obwohl der Kontinent Amerika aus Kanada, den Vereinigten Staaten und zahlreichen anderen südamerikanischen Ländern besteht, werden mit der Bezeichnung Amerika oft nur die USA gemeint, also die Vereinigten Staaten von Amerika. Weißt du schon, seit wann es die USA gibt? Im Folgenden wird die Geschichte Amerikas und die Entstehung der USA für Kinder erklärt.

Die Geschichte der Ureinwohner Amerikas

Vor ungefähr 30 000 Jahren entstand die erste eisfreie Landbrücke zwischen Sibirien und Alaska. Über diese Brücke kamen zwischen 14 000 bis 11 000 vor Christi die ersten Siedler nach Amerika. Das waren die Ureinwohnerinnen und Ureinwohner Amerikas. Als Ureinwohner werden die Menschen bezeichnet, die ursprünglich in einem Gebiet gewohnt haben, das später von anderen besiedelt wurde.

Von den Europäerinnen und Europäern wurden sie später Indianer genannt. Diesen Begriff verwenden wir heute allerdings nicht mehr, weil er aus einer Zeit stammt, in der die Ureinwohner Amerikas diskriminiert wurden. Zudem wird er der Vielfalt der Menschen und Kulturen, die unter dem Begriff zusammengefasst werden, nicht gerecht. Heute sprechen wir stattdessen von Native Americans oder den indigenen Völkern Amerikas.

Die indigenen Völker breiteten sich auf dem ganzen Kontinent aus. In Mittel- und Südamerika entstanden die großen Reiche der Inka, Maya und der Azteken. Im Norden Amerikas lebten dagegen viele kleinere Völkerstämme, die alle eine eigene Kultur und Sprache hatten. Durch die Einwanderung der Europäerinnen und Europäer wurden die indigenen Völker vertrieben und zu einem großen Teil ausgerottet. Grund dafür war, dass die Zahl der Einwandernden immer größer wurde und so mehr Platz für sie geschaffen wurde.

Die Geschichte der Einwanderung nach Amerika

Die ersten Einwandernden

Im 10. Jahrhundert nach Christi kamen erstmals die Wikinger nach Nordamerika. Wikinger waren Seefahrer aus Nordeuropa, die im Mittelalter die Meere befuhren und auf Beutezüge gingen. Allerdings wird heute die Entdeckung Amerikas mit dem Spanier Christoph Kolumbus verbunden. Der Legende nach landete er im Jahr 1492 auf der Suche nach dem Seeweg nach Indien versehentlich in Amerika. In diesem Video erfährst du mehr über die Reisen von Christoph Kolumbus.

Kolonialisierung

Immer mehr Europäerinnen und Europäer entdeckten, dass in Amerika Reichtum auf sie wartete. Deshalb siedelten im 16. und 17. Jahrhundert zahlreiche spanische, französische, holländische und englische Menschen in die neu entdeckten Gebiete über. Sie begannen mit der Gründung von Kolonien. Kolonien sind Gebiete eines Staates, die keine eigene politische und wirtschaftliche Macht besitzen. Sie sind deshalb von dem sogenannten Mutterland abhängig. Kolonisation bedeutet im Deutschen Landnahme.

Die erste Siedlung in der Neuen Welt wurde 1607 von Menschen aus Großbritannien gegründet und Jamestown genannt. Sie hofften, dort Rohstoffe zu finden und einen Handel aufbauen zu können. 1620 segelten dann die Pilgerväter und Mütter mit ihrem Schiff, der Mayflower, über den Atlantik und gründeten die Kolonie Plymouth. Sie wollten diese Siedlung nach ihren eigenen religiösen Idealen gestalten und der Verfolgung in ihrer Heimat entgehen.

Zuerst kamen hauptsächlich Entdeckerinnen und Entdecker und Kaufleute nach Amerika, bald folgten aber auch Auswandernde aus Europa. Sie lebten fortan in den neu gegründeten englischen oder französischen Kolonien. Französinnen und Franzosen kamen ebenfalls nach Amerika, um dort Handel betreiben zu können.

Vertreibung der Ureinwohnerinnen und Ureinwohner

Für die Ureinwohnerinnen und Ureinwohner hatte die Einwanderung der Europäerinnen und Europäer schlimme Folgen. Viele Ureinwohnerinnen und Ureinwohner starben aufgrund neuer Krankheiten, die die Europäerinnen und Europäer nach Amerika brachten, oder durch die Kriege, die gegen die Ureinwohnerinnen und Ureinwohner geführt wurden.

Ausbreitung nach Westen

Die USA wurden nach und nach immer größer. Die Siedlerinnen und Siedler zogen weiter in den Westen und eroberten auch dort das Land. Das taten sie, weil sie das Land weiter erkunden und weitere Teile für sich beanspruchen wollten. Zudem brauchten die Siedlerinnen und Siedler mehr Platz, weil immer mehr Menschen aus Europa in die USA einwanderten. Im Jahr 1959 betrug die Zahl der Bundesstaaten schließlich insgesamt 50 – die USA waren also enorm angewachsen.

Die Gründung der USA

Die neuen Kolonien in Amerika waren abhängig von ihrem Mutterland, z. B. Großbritannien. Großbritannien benötigte immer mehr Geld, um die Kolonialkriege in Amerika zu finanzieren und Kriegsschulden zu begleichen. Es kam zum Streit, als Großbritannien deshalb die Steuern und Warenzölle für die Kolonien erhöhen wollte. Steuern sind Geldzahlungen der Bürgerinnen und Bürger an den Staat. Mit diesem Geld erfüllt der Staat bestimmte Aufgaben, wie das Bauen von Straßen oder Krankenhäusern. Warenzölle werden auf den Preis von Waren aus dem Ausland oder auf Waren, die ins Ausland verkauft werden, auferlegt.

Die Kolonien protestierten jedoch gegen diese neuen Abgaben und verlangten politische Mitbestimmung. Sie weigerten sich, die Steuern zu bezahlen, wenn sie nicht selbst mitentscheiden konnten, wie die Steuern festgesetzt und verwendet wurden.

Deshalb führten sie ab 1775 Krieg gegen Großbritannien und erklärten die Vereinigten Staaten von Amerika am 4. Juli 1776 als unabhängig von Großbritannien. 1783 endete der Krieg und es wurde daraufhin eine Verfassung ausgearbeitet. Die Verfassung ist ein besonderes Gesetz, in dem steht, wie der Staat funktionieren soll.

Die Geschichte der Sklaverei in Amerika

Nachdem die USA als unabhängig erklärt wurden, lebten die Menschen in den Staaten im Norden und im Süden Amerikas.

Die Nordstaaten und die Südstaaten hatten in der Geschichte Amerikas allerdings sehr unterschiedliche Ansichten. Im Norden entwickelte sich eine industrialisierte und offene Gesellschaft, während es im Süden riesige Plantagen gab, auf denen Sklavinnen und Sklaven arbeiten mussten. Sie hatten dabei keine eigenen Rechte.

Der Norden wollte die Sklaverei abschaffen, die Südstaaten waren aber dagegen, weil die Sklaven für sie billige Arbeitskräfte waren.

Im Jahr 1860 wurde Abraham Lincoln Präsident der USA. Da er gegen die Sklaverei war, erklärten sich elf Südstaaten ein Jahr später für unabhängig und spalteten sich ab. Daraufhin begann ein Krieg zwischen den Nordstaaten und Südstaaten.

Der Norden gewann den Krieg im Jahr 1865 und die Staaten wurden wieder vereinigt. Zudem wurde die Abschaffung der Sklaverei als Gesetz niedergeschrieben.

Die Geschichte Amerikas – eine Zusammenfassung

In der folgenden Tabelle kannst du die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Amerikas von den Ureinwohnerinnen und Ureinwohnern bis zur Abschaffung der Sklaverei nachlesen.

Zeit Ereignis
14 000–11 000 v. Chr. Die Ureinwohner*innen leben in Amerika.
1492 Kolumbus „entdeckt“ Amerika.
1500–1600 Immer mehr Europäer*innen kommen nach Amerika und gründen Kolonien.
4. Juli 1776 Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika wird festgeschrieben.
1787 Die Verfassung der USA wird beschlossen.
1861–1865 Der Bürgerkrieg zwischen den Nordstaaten und Südstaaten findet statt.
1865 Die Staaten werden wieder vereinigt und die Sklaverei wird abgeschafft.

Auf dem Zeitstrahl siehst du, wie die Ereignisse in Amerikas Geschichte zeitlich nacheinander abgelaufen sind.

Die Geschichte der USA

Häufig gestellte Fragen zum Thema Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika

Wann beginnt die amerikanische Geschichte?
Wer war der erste Mensch in Amerika?
Wann wurde Amerika besiedelt?
Wie alt sind die USA?
Wie hieß Amerika früher?

Transkript Tempel, Städte, Pyramiden – es war einmal Amerika (Folge 5)

“Wunderbar, das ist Amerika! Und es war einmal Amerika, dieses neue, unbekannte Ziel. Hört euch alle die Geschichte an, die es suchten dachten nicht an Spiel. Sie überwanden selbst das Meer. Der Weg war mühsam und sehr schwer, bis erfüllte sich ein großer Traum. Abenteuer gab es zu bestehen und Gefahren drohten ohne End. Manche mussten dabei untergehen, sahen niemals diesen Kontinent. Doch andere folgten ihrem Traum, durchquerten Zeiten und den Raum. Bis sie fanden die, die Neue Welt. Und so wurde Wirklichkeit dieser Traum von einem neuen Land. Und ein Leben voller Menschlichkeit waren ihres Glückes Unterpfand. Dies soll für uns als Beispiel stehen, gemeinsam durch das Leben gehen. Denn keiner lebt für sich allein. Auf dieser Welt sind wir daheim.” "Heute sind wir im Süden, in Arizona und Neumexiko, etwa 150 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Dort leben Indianer, die Houcans. Sie haben es nicht leicht und schlagen sich wacker durch. Was ein richtiger Houcan ist, der kennt keinen Schmerz, der ist nicht auf den Kopf gefallen. "Mit Mais ist es dieses Jahr Essig. Ein schlechtes Maisjahr.” “Ja, laut Bauernkalender war letztes Jahr das Jahr der großen Kolben und der fetten Körner.” "Hey, komm mal mit. Ich muss dir was zeigen.” "Kein Grund, mir den Arm auszureißen.” "Sieh mal, da lacht einem das Herz. So muss Mais aussehen. Schön knackig und ich weiß auch warum.” "Ach, was sie wieder weiß. Sie hat die Maisheit mit Löffeln gefressen.” "Armer Körper.” "Schwatzt nicht, hört mir zu. Hier in der Mulde hat sich das Wasser angesammelt. Da vorne ist es einfach versickert, da kann nichts wachsen.” "Ist die Mulde weit, der Mais gedeiht.” "Und wie kommen wir zu vielen Mulden?” "Na, das ist doch ganz einfach. Fleißig graben.” "Tolle Idee. So wurden zum ersten Mal Terrassen angelegt.” "Nach dem Graben sollst du ruhen und nicht jodeln und nicht rodeln.” "Die haben doch nur Mais in der Birne.” "Ich habe nicht nur Mais in der Birne, ich habe auch Mais in der Hand.” "Du verstehst immer Bahnhof. Ich meinte, die haben ein sattes Ding zu laufen.” "Wir haben Löcher gebuddelt. Und wenn es regnet, bleibt das Wasser da drin. Und da kann dann auch der Mais prächtig gedeihen.” "Nur ein Tropf hat nicht immer Mais im Topf. Ich hätte auch noch einen kleinen Vorschlag zu machen. Wie wäre es mit Maisburgern?” "Steh auf, Kumpel. Jetzt wird Ball gespielt.” "Alle aufstehen, eins, zwei, drei. Heute wird gekickt. Wer ist dabei?” "Alle mal herhören und stellt euch gerade hin. Ich verrate euch jetzt die Regel, die erste. Es gibt keine Regel. Regel Nummer zwei, jeder darf nur mit seinen eigenen Füßen spielen. Regel Nummer drei, siehe Regel Nummer eins. Die Burschen sind völlig überfordert.” "Apropos Beule.” "Ich heule.” "Eine Montagskeule. Mein Name ist Bud, Nachname Spencer.” "Oh Schreck, mein Jonathan ist weg.” "Oh, das wird mir aber zu ku…” "Für Pfeifen ist jetzt keine Zeit, du Pfeifenheini. Ganz locker stehen, Junge.” "Heimat, deine Sterne.” "Das ist das Zeichen.” “Wir mischen mit.” "Scheint ihnen Spaß zu machen. Ich habe das Gefühl, die wollen gar nicht mehr aufhören. Na, der hat erstmal Pause und darf die Sterne zählen. Gut, dass die Spielregeln von mir sind. Das heißt, es gibt eigentlich keine Regeln und das ist eben die Regel. Versteht leider nicht jeder. Am Tag als der Regen kam, lang ersehnt, wunderbar.” "Lang ersehnt, wunderbar.” "Ich kenne das Lied ganz anders. Am Tag als die Keule kam.” "Ja, mit der Keule in der Hand kommt man durchs ganze Land. Danke.” "Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern. So ein paar Tropfen können doch einem echten Mann nicht schaden, im Gegenteil, da wächst er noch. Irgendwie sind die Tropfen hier größer. Ob das an den Bergen liegt?” “Es regnet, es regnet, die Erde wird nass. Da freut sich der Mais und wir haben unser Speis.” "Wenn du glaubst, dass die dumm sind, dann hast du dich gewaltig geschnitten. "Sehr recht, Chef–Chef.” "Nicht quatschen, sondern buddeln.” "Also, das mit der Bewässerung gefällt mir. Kann man sicher auch woanders machen. Oh, wie die Zeit vergeht. Sie rennt dahin. Gehen wir nun in den Norden Houcans. Dort treffen Utah, Arizona, Neumexiko und Colorado zusammen. Dort leben die Anasazi. Ist doch ein schöner Name. Und das Fleckchen Erde, das wir besuchen, ist ganz schön groß., größer als Frankreich. Die Anasazi bauen tolle Dörfer. Die nennt man Pueblos. Olé! Und die zwei Jungs hier, die sind gerade dabei, in ihr Dorf hinabzusteigen. Ihr habt richtig gehört. Hinabsteigen. Denn ihr Dorf, Mesa Verde, liegt unterhalb eines Felsenvorsprungs. Das ist keine Alm, wo man etwas hinaufschafft, sondern alles muss hinuntergebracht werden. Da der Aufzug erst erfunden wird, mussten alle gut klettern können. In den Rucksäcken war alles, was sie brauchten, Kinder und Nahrungsmittel. Es müssen richtige Kletterkünstler gewesen sein, denn wenn es heute einer probiert, wird er von Lämmergeiern und Raben regelmäßig bedauert. Das schönste Dorf in dieser Gegend und aus dieser Zeit ist Pueblo Bonito, was frei übersetzt heißt, gut belüftete Hütte.” "Hey, Süße, hast du was zu trinken für mich?” "Sicher, Schatzi. Aber hier ist Selbstbedienung.” "Hey, du Supergaul, schieb mir doch mal ein Viertel frisches Wasser rüber.” "Da hast du dich geschnitten. In diesem Laden ist Selbstbedienung” "Tja also–, vielen Dank, Sugar. Und tschüss.” "Ach, das ist doch sinnlos. Da läuft nichts für uns. Kriegst du von mir Wasser, fein, dann will ich deine Freundin sein.” "Die ist voll auf mich abgefahren.” "Du, hast du nicht ein paar Sandalen für mich? Meine sind hinüber. Die stammen noch von der Völkerwanderung.” "Also was Antikes.” "Ach, zu klein.” "Hast ja auch Quadratlatschen.” "Moment mal. Noch so ein freches Wort und ich schreibe an die Innung.” "Komm heute Abend wieder, Großfuß.” "Wir können bald die Balken einsetzen. Die Mauern sind fertig.” "Wer schafft, braucht Kraft.” "Braucht Kaktusfrüchtesaft.” "Anstrengend, da breche ich ja schon beim Zugucken in Schweiß aus.” "Arbeiten bei großer Hitze finde ich blöd wie rote Grütze. Kleiner Zweizeiler, aber von mir. Gut, ja?” "Hättest Klempner werden sollen, so, wie du dichtest.” "Ich bin soweit. Es kann losgehen. Aber vorsichtig, schön vorsichtig.” "Hier geblieben. Du bist doch kein Käse, der zum Bahnhof rollt.” "Manche haben viel zu tun…” "...da bin ich mehr für totales Ruhen.” "Hier geblieben, mein schweres.... An manchen Tagen klappt gar nichts. Keuch, keuch, keuch.” "Zu dumm, zu dumm, zu dumm, zu dumm. Hätte mich gefreut, wenn der heruntergefallen wäre.” "Nur weiter so.” "Prima, Leute, habt ihr wunderbar gemacht. Nun ist die Tafelrunde fertig. Hier können wir uns treffen, um uns auszuruhen und zu plaudern. Und dort ist das Vorratshaus für die Ernte.” "Dieses Jahr haben wir eine sehr starke Ernte.” "Könnte aber noch besser sein. Wir müssten ein bisschen mehr über die Jahreszeiten wissen, denn die Jahreszeiten bestimmen doch alles, was mit der Ernte…” "Aber das wissen wir doch alles. Im Frühling spießt die Knospe schnell. Im Sommer scheint die Sonne hell. Im Herbst, da holen wir den Mais. Im Winter gibt es Schnee und Eis.” "Und warum wird es kalt?” "Hm... Weil der Sonne auch kalt ist und sie nicht so warm scheint.” "Warum tut sie das nicht?” "Weil, weil, weil…” "Ja, ja, ja. Seht mal her. Es ist Mittag. Wie ist der Schatten? Im Sommer ist er so kurz. Aber im Winter wird er länger und reicht bis hierher. Im Winter steht die Sonne tief am Himmel, wie am Abend, wenn es kühl wird. Im Sommer steht sie hoch, wie am Mittag, wenn es heiß ist. Der Sommer ist wie der Mittag des Jahres und der Winter wie der Abend des Jahres. Leuchtet doch ein. Ist in deinem Kopf alles klar?” "Sonnenklar. Ich kann von einem Ohr zum anderen sehen.” "Wir sollten uns eine Uhr bauen, eine Sonnenuhr. Dann kann man nicht nur die Zeit, sondern auch die Jahreszeit ablesen.” "Wer rostet, der rastet.” "Umgekehrt.” "Schwatzt nicht. Da. Da scheint mir die richtige Stelle zu sein. Sehr gut, das ist sehr gut. Bravo. Und jetzt die Platten so richten, dass die Sonnenstrahlen durch die Ritzen fallen können. Achtung, die Sonne kommt gleich. Genau die Stelle markieren, wo der Strahl hinfällt. Heute ist der kürzeste Tag. Und den müssen wir festhalten. Es ist Frühlingsbeginn. Heute ist der Tag genau so lang wie die Nacht. Bin ich nicht ein geniales Alterchen?” "Na, ich bin ja vielleicht mal gespannt. Ob dieser Wecker auch wirklich richtig tickt?” "Mhm” "Möchte wissen, was wir hier oben wollen. Hier kennt uns doch kein Einziger.” "Wenn du weiter so rummaulst, dann gibt es einen Satz heiße Ohren und alle anderen erkennen dich auch nicht mehr. Ich muss unbedingt wissen, warum die hier alle hochklettern. Das muss doch einen Grund haben.” "Keuch, keuch, keuch. Sag mal, kann ich nicht unten auf dich warten? Dann störe ich dich auch nicht mehr.” "Es gibt Dresche.” "Nein! Keuch, keuch.” "Es ist Mittag am längsten Tag des Jahres. Der erste Tag eines schönen Sommers. Ist es nicht wundervoll? Wir wissen endlich genau, wann die Jahreszeiten beginnen. Juppi, juppi, heureka. Wir haben es geschafft. Wir sind die Größten.” "Jetzt weiß ich was, was du nicht siehst.” “Und was siehst du, Chef–Chef?” "Dass die alle eine Riesenmeise haben.” "Und deswegen mussten wir hier rauf? Das wusstest du doch schon vorher.” "Oh, toll. Heute machen wir eine super Maisfete.” "Der Mais, der schmeckt auch roh und kalt. Wer viel Mais isst, der wird alt. Einfach toll. Mais wie vom berühmten Onkel Körner, dass man sich kugeln kann.” "Okay, ich sage es den anderen. Sekunde. Wie geht nochmal das Blinkofon? Hm… Ah ja, jetzt weiß ich es. Viermal die Eins wählen, das heißt dann Ernte gut, es wird bald geliefert.” "Oh! Was blinkt dort von der Bergesspitze?” "Ich blinke dir so wie du mir.” "Nun sieh mal einer guck. Die Ernte ist wirklich gut.” "Dazu muss ich nicht gucken. Das sehe ich auch so. Vielleicht sind die doch nicht so behämmert mit ihrem Wassergegrabe und ihrem ulkigen Steinkalender und ihrem komischen Herumhopsen. Da können einem ja die Zähne stumpf werden.” "Chef, herhören. Ich habe eine Idee–Idee.” "Das fehlt mir noch. Ah, mhm. Bellst du so falsch?” “Ich doch nicht.” "Dann ist der doch echt.” "Ich hier, wer dort? Diebe! Diebe!” "Hier stimmt doch was nicht. Ich höre Stimmen.” "Na, dann nichts wie weg.” "Wir sind da lang.” "Oder da lang.” "Schnell, eine Leiter. Bring die Frauen und Kinder weg. Du siehst in dem Haus da vorne nach. Und du da, du hilfst dem Opa. Der schafft das alleine nicht.” "Trag mich bitte. Mir brennen schon die Füße. Dass ich das noch erleben muss auf meine alten Tage.” "Bitte nicht hängen lassen, lieber Meister. Ach. Es ist doch niemandem etwas passiert.” "Ach, die Trümmer machen mich so traurig.” "Das bauen wir im Handumdrehen wieder auf. Hurtig!” "Das reinste Arbeiterdenkmal. Los, den Sack auf die Schulter und wegtragen.” "Tragen? Richtig auf den Rücken nehmen?” "Widerliche Idee.” "Hey, kommt mal her, ihr beiden. Ihr habt das Arbeiten nicht erfunden, habe ich recht?” "Wenn Sie glauben, dass ich ein Faulpelz bin, so sind Sie hier an der richtigen Stelle. Vom schnellen Laufen bekomme ich verknotete Zehen. Und heben ist was für die anderen.” "Bei Beschwerden und Faulheitswehwehchen mixt der Meister Kräuterteechen. "Ich?” Los, sofort austrinken. Und in einem Zug runter. Und vergiss das Schlucken nicht. "Oh!” Ja, altes Rezept meiner Urgroßmeisterin. Das hat schon oft geholfen. Der war ein bisschen scharf. Aber vielleicht war das gar nicht zum Trinken, sondern zum Einreiben. Aber so ein Schlückchen Sumpfdotterblumentee hat noch keinen umgebracht.” "Zum Einreiben?” "Ja, genau. Ich glaube, man soll es einreiben, aber auf keinen Fall trinken.” "Darf ich mal bescheiden fragen, wie alt das Fräulein Urgroßmeisterin damit geworden ist? Na?” "Älter als unsere Ziegen. Hundertundfünf.” "Ich gehe arbeiten, mache mich auf die Strümpf.” "Erfreulich. Und was fehlt dem Abgebrochenen hier?” "Ha, mir fehlt gar nichts. Und abgebrochen bin ich auch nicht. Haha! Ich bin in Spitzenform.” "Na, dann los, den Rücken bücken. Gebeugter Rücken bringt Entzücken.” "Ich weiß nicht, was daran entzückend ist, wenn ich mich plage.” "Ach, es ist schön, Faultieren bei der Arbeit zuzusehen.” "Was man sich hier alles sagen lassen muss. Als Faultier genieße ich verschärften Tierschutz.” "Denkst du.” "Auch schon damals hat sich im Laufe der Zeit das Klima verändert.” "Das ist die schlechteste aller Ernten. Meister, es ist großer Kohldampf angesagt. Der größte Kohldampf aller Zeiten, noch enger können wir den Lendenschurz nicht ziehen. Sieh mal! Fehlanzeige. Ich dachte, das ist was zum futtern. Warum haben wir bloß so eine schlechte Maisernte?” "Vielleicht ist die Maisgöttin gerade im Urlaub in Maishausen. Keine Sorge, der Tempel für die Maisgöttin ist ja bald fertig. Ich bin sehr gespannt, ob er ihr auch gefällt.” "Wir brauchen da oben noch viel mehr Steine.” "Dass Steine so schwer sein müssen. Nicht weit rauslehnen!” "Zu spät!” Tja, die Zeiten waren nicht sehr rosig für die Anasazi. Schmalhans war Küchenmeister. Tag ein, Tag aus gab es nur trockene Wurzeln. "Meister, wir können nicht mehr. Unsere Leute sind schwach wie die Fliegen. Wir haben Hunger und sind erschöpft. Wir schaffen es nicht, den Tempel fertig zu bauen. Geben Sie den Auftrag doch den Japanern!” "Seit Jahren kommt der Frühling einfach zu spät. Und der Herbst ist saukalt, wie der Winter. Alles erfriert uns. Hier ist für uns nichts mehr zu holen. Am besten, wir bilden kleine Gruppen und verschwinden.” "Seid ihr bereit? Es kann jetzt losgehen. Wo ist der Meister?” "Kommt schnell, der Meister wirft den Löffel weg.” "Er war wirklich ein toller Anführer und unser bester Freund. Er soll hier bleiben in diesem Dorf, das er so sehr geliebt hat.” "Die Anasazi verlassen ihre Heimat. Ihre Bauwerke müssen sie zurücklassen, denn Häuser können nicht laufen. Ein paar marschieren in Richtung Nordosten, andere nach Arizona. Dort treffen sie auf die Mogollon–Indianer, die Fremde sehr merkwürdig begrüßen.” "Ihr Sauerampfer, macht bloß einen Abgang. Wir haben keinen Platz für euch.” Diese Gruppe hier schlägt sich mit hängender Zunge nach Osten durch, zum Mississippi. Dort lebte man auch nicht mehr auf den Bäumen und war für diese Zeit sehr fortschrittlich. Die Zivilisation am Mississippi ist um das Jahr 1200 auf ihrem absoluten Höhepunkt. Mexiko lässt grüßen. Das spürt man besonders in der Landwirtschaft. Mais, rote Bohnen, Kürbisse–, olé–, Oliven. Töpfern gehörte zum guten Ton. Und mit Ton konnten die hervorragend umgehen. Und bauen konnten die. Da kriegt man vor Neid einen steifen Hals. Diese Dinger da nennt man Mounds. Die meisten davon gibt es im Tal des Ohio. Wir befinden uns in der Nähe des Mississippi, eine schöne Gegend. Hier wird es später einmal die Stadt St. Louis geben. Und das hier ist Cahoika. Das ist nicht irgendein Nest. Hier wohnen mehr als 20.000 Menschen. In der Zeit vor Kolumbus war Cahoika eine der größten Städte in Amerika. Eifrig wird geschafft, um einen Tumulus zu bauen. Sicher heißt das quaderförmige Monster so, weil man sich darauf tummeln kann. Eine hochgelegte Tummelwiese. Männer stöhnen. Die Zeit vergeht und vergeht. Der Tumulus wächst und wächst. Ja, Bauen hatte Zukunft. Es wurde alles Mögliche gebaut. Am längsten baute man am Tumulus des Affen. Das Fundament ist etwa sieben Hektar groß. Die obere Plattform befindet sich in einer Höhe von mehr als dreißig Metern. Man brauchte 600.000 Kubikmeter Erde. Und das alles ohne Bagger und Brummis. Er ist ein weiser Mann. Nicht, weil er einen weißen Bart hat. Alle mögen ihn. Den haben wir doch schon einmal gesehen. "Wir könnten dringend von dir einen heißen Tipp gebrauchen, weiser Mann. "Zum Tippen brauche ich die Pfeife.” "Sein Opa war eine Lokomotive.” "Oh, starker Tobak. Aromakastanie, luftgetrocknet. Also Männer, worum geht es denn? Sizilium! Das heißt Ruhe. Ihr könnt zwar zusammen singen, aber nicht zusammen reden. Du sagst mir, worum es geht.” "Oh Häuptling Große Pfeife, dieser Mistkerl pflanzt seinen Gemüseeintopf auf einem Feld, das uns gehört, mir und den anderen.” “Hugh.” "Und was sagst du dazu?” "Dieses Feld ist in Familienbesitz seit fünfundzwanzig Generationen. Als sein Vater noch auf dem Baum lebte, haben wir schon diese oder jene Rübe angebaut.” "Und wie siehst du die Sache?” "Ich habe vorläufig keine eigene Meinung.” “Hugh.” "Solange ich denken kann, hat dieses Feld uns gehört. Und alles andere ist totaler Unfug.” “Hugh.” "Na, dann machen wir mal einen kleinen Ausflug. Hey, Taxi, ein bisschen Flug–, äh, flugs!” "Das ist unser Dorf, unser Land, unsere Häuser. “Hugh.” Diese Markierung gibt es schon seit Ewigkeiten, stammt von meiner Muhme. Da vorne am Wasser gibt es noch eine zweite. “Hugh.” Die Felder links sind unsere und die rechts gehören denen. Und das Dorf da auch.” “Doppelhugh.” "Alles lässt sich ändern. "Meister, es geht weiter.” "Kleine Markierung, du musst wandern.” "Das ist keine Markierung, das ist ein Wanderpokal.” "Oh Meister Tobias, das halbe Feld da gehört uns. Die Miesmuscheln beklauen uns.” "Der Mann spricht mit gespaltener Zunge. Das war alles ganz anders. Hier hinten war da vorne und da vorne war da hinten.” "Also, bei so viel Blödsinn wird mir die Keule stumpf–stumpf. Das Feld gehört uns–uns.” "Hm, die Sache gefällt mir nicht. Es muss einen anderen Weg geben, sie zur Vernunft zu bringen. Das da ist dein Rübenacker. Und du da, du bist ein mieser Dieb. Du hast eine Abreibung verdient, doch lasse ich heute mal Milde walten. Ihr beide werdet so lange arbeiten, bis der Schaden wieder gutgemacht ist, den ihr angerichtet habt. Hugh. Ich habe gesprochen.” "Mit der Ankunft der Europäer in dreihundert Jahren wird das alles verschwinden. Und die Nachkommen dieser großartigen Pioniere, die früher das Mammut gejagt haben, dürfen sich dann von den europäischen Geschenken was aussuchen. Feuerwasser und Feuerwaffen. Ihre Kultur wird untergehen. Die Indianer in der Zeit vor Kolumbus waren weder wilde Tiere noch Heilige. Sie waren ganz einfach Menschen mit guten und schlechten Eigenschaften. Menschen wie du und ich.”

3 Kommentare

3 Kommentare
  1. Ist aber auch echt 😎 cool

    Von Jeremyas, vor etwa einem Monat
  2. Ich auchc

    Von Jeremyas, vor 2 Monaten
  3. ICH HABE DAS VIDEO GUT GEFUNDEN

    Von luca , vor 6 Monaten
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