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Simon Bolivar – es war einmal Amerika (Folge 23)

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Es War Einmal Amerika
Simon Bolivar – es war einmal Amerika (Folge 23)
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Simon Bolivar – es war einmal Amerika (Folge 23)

Inhalt

  • Der lateinamerikanische Freiheitskämpfer Simón Bolívar
  • Simón Bolívar – Steckbrief
  • Der lateinamerikanische Freiheitskämpfer Simón Bolívar

    Bestimmt hast du den Begriff Lateinamerika schon einmal gehört. Lateinamerika ist eine Bezeichnung für Staaten und Länder in Amerika, in denen kein Englisch gesprochen wird. In diesen Ländern spricht man Spanisch oder Portugiesisch. Aber warum ist das eigentlich so?

    Nun, das kommt daher, dass neben den englischsprachigen Briten auch noch andere Länder große Seefahrer und Abenteurer hervorgebracht haben. Diese Menschen kamen aus europäischen Ländern, die große Erfahrungen in der Seefahrt mitbrachten. Dies sind meist Länder, die eine lange Küste und viel Zugang zum Meer haben. Hierzu gehören auch Spanien und Portugal. Beide Länder brachten Abenteurer und Entdecker hervor und daher sind Spanisch und Portugiesisch in Südamerika weit verbreitet.

    Auf der Karte kannst du dir ansehen, welche Sprachen auf den beiden Kontinenten Nordamerika und Südamerika gesprochen werden. Oft spricht man auch von Lateinamerika und meint damit die Länder, in denen Spanisch oder Portugiesisch gesprochen wird.

    Karte mit sprachlicher Verteilung

    Karte Amerika Sprachen

    Europäische Entdecker und europäische Herrschende

    Als die europäischen Entdecker nach Amerika kamen, lebten dort natürlich schon Menschen. Von diesen wussten aber die Europäer noch nichts, deswegen spricht man von Entdeckungen.

    Bei ihrer Ankunft in den fernen Ländern standen die Europäer den dort ansässigen Menschen sehr kritisch gegenüber: Sie sahen sie als ungebildete Wilde und glaubten, dass sie als Europäer die Länder besser regieren könnten. Dass diese Menschen nicht unwissend waren, sondern einfach andere Lebensweisen und Kenntnisse hatten, verstanden die europäischen Entdecker nicht. Außerdem wollten sie so den Reichtum dieser Länder für sich ausschöpfen.

    So kam es, dass mit den Abenteurern und Entdeckern die Herrschenden aus Europa auch die Regierung in den neuen Gebieten übernahmen. So herrschte zum Beispiel die spanische Königsfamilie auch über viele südamerikanische Länder. Diese Herrschaft dauerte einige Jahrhunderte, doch irgendwann waren die Menschen in Lateinamerika nicht mehr bereit, sich von Europa aus regieren zu lassen. Sie wollten selbst über ihre Länder bestimmen: Dies nennt man Unabhängigkeit.

    Diese Idee von freien Menschen und Ländern war eng mit neuen philosophischen Ideen in Europa verknüpft. Philosophie bedeutet, sich über den Sinn des Lebens und die Stellung des Menschen in der Welt Gedanken zu machen. In Europa gab es zu dieser Zeit viele neue Ideen dazu und diese drangen auch bis nach Amerika vor.

    Simón Bolívar

    Simón Bolívar – Steckbrief

    Du fragst dich nun sicherlich: Wer war Simón Bolívar und was hat er gemacht? Wann lebte Simón Bolívar? In diesem Steckbrief von Simón Bolívar erfährst du mehr über seine Biografie, also über sein Leben.

    Simón Bolívar wird bis heute in Lateinamerika als Freiheitskämpfer verehrt. Das liegt daran, dass er als einer der Ersten die neuen Ideen aus Europa mit nach Amerika brachte und sie dort umsetzen wollte. Er war überzeugt, dass die Gebiete in Amerika, in denen Spanisch gesprochen wurde, viel mehr zu Amerika gehörten als zu Spanien. Er glaubte, dass diese Länder frei und unabhängig von Spanien sein sollten. Simón Bolívar gilt auch deshalb als Nationalheld vieler Staaten in Lateinamerika, weil er eine gute Schulbildung genossen hatte und klug war. Schulbildung war zu dieser Zeit sehr teuer und deswegen war Simón Bolívars Ausbildung etwas Besonderes. Doch wo wurde Simón Bolívar geboren?

    Simón Bolívar wurde am 24. April 1783 im heutigen Venezuela in Südamerika geboren und verbrachte dort auch seine Kindheit. Als Erwachsener reiste er im Laufe seines Lebens sehr viel. 1799 fuhr Simón Bolívar nach Spanien und erfuhr dort von den neuen Ideen über Freiheit und Unabhängigkeit. Die Philosophen in Europa waren der Meinung, dass alle Menschen von Geburt an bestimmte Rechte besitzen. Ein ganz wichtiges Recht war das auf Freiheit, es sollte keine Versklavung mehr geben und jeder Einzelne sollte frei in seinen Entscheidungen sein und frei sein Leben gestalten können. 1802 kehrte Simón nach Venezuela zurück. Im Gepäck hatte er eine Vorstellung davon, wie Lateinamerika einmal aussehen sollte: unabhängig und frei von den Europäern.

    In den folgenden Jahren reiste Simón immer wieder nach Europa und traf sich dort mit Gelehrten, Politikern und anderen bedeutsamen Personen. Als er 1807 nach Venezuela zurückkam, schloss er sich der dortigen Freiheitsbewegung an und kämpfte von nun an für eine Loslösung der Länder Lateinamerikas von Spanien. Er scheiterte mehrfach, setzte aber immer neu an und kämpfte auch gewaltsam gegen die spanischen Herrschenden.

    Simón Bolívar reiste durch ganz Mittel- und Südamerika, um die Menschen von seinen Ideen zu überzeugen und sie für den Unabhängigkeitskrieg zu begeistern. Simón Bolívars Hauptziel war, sein Heimatland Venezuela von Spanien zu befreien. Immer wieder wurde der Versuch unternommen, die Spanier endgültig aus Lateinamerika zu vertreiben. Es kam zu Unabhängigkeitserklärungen und Rückeroberungen durch die Spanier. Die gesamte Situation war über Jahrzehnte unklar.

    Die Schlacht von Carabobo

    Für das langfristige Ziel der Unabhängigkeit Venezuelas von Spanien spielte die Schlacht von Carabobo eine sehr wichtige Rolle. Carabobo liegt 100 Kilometer von Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, entfernt. Bei dieser Schlacht kämpften am 24. Juni 1821 5 000 Freiheitskämpfer zusammen mit Simón gegen 7 000 Spanier. Simon erhielt auch Unterstützung von einigen britischen Soldaten und so konnte er die Schlacht gewinnen.

    Der Sieg von Carabobo war eine sehr wichtige Vorentscheidung im Kampf um die Unabhängigkeit. Venezuela wurde im Jahre 1830 schließlich wirklich unabhängig, so wie viele andere Länder in der Region auch. Venezuela gab sich eine Verfassung und der erste Präsident wurde Antonio Paéz.

    Eine Vereinigung von lateinamerikanischen Staaten?

    Simón war der Meinung, dass nur eine Vereinigung von Staaten in Lateinamerika stark genug sei, um die Europäer zu vertreiben. Deswegen versuchte er immer wieder, andere Freiheitskämpfer dazu zu bewegen, die Staaten zusammenzuschließen. Dies gelang ihm jedoch nicht.

    Jeder wollte seinen eigenen Staat gründen und am besten dort auch herrschen. Auch die Menschen selbst wollten lieber eigene Einzelstaaten und keinen Zusammenschluss. Es kam zu Streitigkeiten und es wurde sogar ein Attentat auf Simón Bolívar verübt. Dieses Attentat überlebte er zwar, aber er verstand, dass die Menschen andere Ideen und Vorstellungen hatten als er. Simón zog sich daraufhin aus der Politik zurück.
    Doch wie und wo ist Simón Bolívar gestorben? Simón erkrankte an einer schweren Krankheit, der Tuberkulose. Es gab damals noch keine geeigneten Medikamente und so starb er am 17. Dezember 1830 mit nur 47 Jahren.

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