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ut-Sätze, Finalsätze, Begehrsätze 06:45 min

12 Kommentare
  1. top

    Von Sawa1, vor 9 Monaten
  2. Sehr gut erklärt! Vielen Dank.

    Von Rsh, vor fast 4 Jahren
  3. Oh, danke für den „Warnhinweis“! Ut = uti sind also als Subjunktionen bedeutungsgleich – aber „uti“ kommt auch als Verb vor.
    Habe nachgeschaut und gefunden:
    ..utor, usus sum, uti (Deponens) -> von etwas Gebrauch machen /etwas gebrauchen / anwenden / benutzen ; aber auch: sich an etwas erfreuen / etwas genießen u.a. mehr
    Es steckt in den Wörtern: „user“ (französisch) -> „user son droit“ ( von seinem Recht Gebrauch machen); und „to use“ (englisch), sowie in dem Wort „Utensilien“.
    Schön auf derartige Zusammenhänge zu stoßen. - Prima!

    Von Eemilelv, vor etwa 4 Jahren
  4. Hallo Eemilelv,
    zwischen "ut" und "uti" als Konjunktion in Final- und Konsekutivsätzen gibt es keinen Unterschied.
    Pass nur auf, dass du es nicht mit dem Deponens "uti" (= benutzen, gebrauchen) verwechselst!
    Zu deiner anderen Frage: Die Übersetzung als dass-Satz geht hier nicht! Dann stünde im lateinischen Satz der AcI: Homo se nihil audivisse clamavit. Im Lösungsweg ist das noch näher erläutert.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Wallura, vor etwa 4 Jahren
  5. Habe gerade Übung 2 gemacht. - Könnte man Satz 2 "Homo clamavit, nihil audivit" nicht auch als dass-Satz wiedergeben als: "Der Mensch rief, dass er nichts gehört habe." ??

    Von Eemilelv, vor etwa 4 Jahren
  1. Interessant ist, dass Sätze des Befürchtens mit „ne“ auch heute noch (wenn auch nicht notwendigerweise) noch in den Sätzen mit „ne explétif“ vorkommt.
    „Je crains qu’il (ne) soit malade.“ = „Ich befürchte, dass er krank ist.“ Dabei hat „ne“ keine ausdrücklich verneinende Bedeutung mehr.
    Das ist auch der Fall in dem lateinischen Satz: „Timeo, ne sero veniam“ =“Ich fürchte, dass ich zu spät komme“; was man wohl auch übersetzen könnte „Hoffentlich komme ich nicht zu spät“ – womit der Befürchtungssatz einem negativen Wunschsatz entspricht.
    Schön, die Zusammenhänge zu erkennen!

    Von Eemilelv, vor etwa 4 Jahren
  2. Gibt es einen Unterschied zwischen "ut" und "uti" ?

    Von Eemilelv, vor etwa 4 Jahren
  3. Das ist knapp und klar - einfach prima!

    Von Eemilelv, vor etwa 4 Jahren
  4. die meisten "lehrer" hier reden einfach nur, aber philipp erklärt dieses video total anschauend und spannend. da hat man richtg lust zu zu schauen!

    Von Muri Mausi, vor mehr als 4 Jahren
  5. Thx hat mir sehr geholfen

    Von Hoffmann Dorothee, vor fast 5 Jahren
  6. Richtig gutes Video!!! :-D

    Von Amenz, vor mehr als 5 Jahren
  7. danke hat mir sehr geholfen.. ^-^

    Von Stepanowanina, vor mehr als 5 Jahren
Mehr Kommentare

ut-Sätze, Finalsätze, Begehrsätze Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video ut-Sätze, Finalsätze, Begehrsätze kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Satzarten, die mit ut eingeleitet werden.

    Tipps

    Überlege, welche Satzarten im Deutschen mit „dass“ bzw. „damit“ gebildet werden.

    Bedenke dabei, dass es eine Ausnahme gab: Der AcI drückt etwas aus, was im Deutschen mit „dass“ wiedergegeben wird, aber einen AcI ist nicht das gleiche wie ein ut-Satz.

    In scholam eo, ut amicos meos videam.
    Ich gehe in die Schule, damit ich meine Freunde sehe.

    Dieser Nebensatz drückt einen Zweck aus. Erinnerst du dich an den Fachbegriff für diese Nebensätze?

    Cupio, ut fenestram claudas.
    Ich möchte, dass du das Fenster schließt.

    Wünsche werden - wie in diesem Beispiel - mit ut eingeleitet. Der Fachbegriff dafür klingt etwas altertümlich, aber ich bin mir sicher, dass du dich daran erinnerst.

    Aedes tam magna est, ut hortum non videam.
    Das Haus ist so groß, dass ich den Park dahinter nicht sehen kann.

    Der Nebensatz drückt eine Folge der Tatsache aus dem Hauptsatz aus. „Folgen“ heißt auf Latein consequi!

    Lösung

    Das Wort ut als Konjunktion (Nebensatzeinleitung) steht immer mit einem Verb im Konjunktiv.

    Aussagesätze stehen nicht im Konjunktiv und sind zudem keine Nebensätze, sondern Hauptsätze. Daher werden sie nicht mit ut eingeleitet.

    Indirekte Fragesätze sind zwar Nebensätze, aber da ut die Bedeutung „dass“ bzw. „damit“ hat, kann es niemals eine indirekte Frage einleiten.

    Relativsätze sind ebenfalls Nebensätze, werden aber mit dem Relativpronomen qui, quae, quod (der, die, das) eingeleitet.

    Diese Sätze werden dagegen mit „dass“ bzw. „damit“ und im Lateinischen mit ut eingeleitet:

    1. In scholam eo, ut amicos meos videam. - Ich gehe in die Schule, damit ich meine Freunde sehe. (Zweck)
    2. Cupio, ut fenestram claudas. - Ich möchte, dass du das Fenster schließt. (Wunsch)
    3. Aedes tam magna est, ut hortum non videam. - Das Haus ist so groß, dass ich den Park dahinter nicht sehen kann. (Folge)
    Ein Finalsatz drückt einen Zweck aus: Der Römer verwendet ein ut.

    Ein Begehrsatz drückt einen Wunsch, eine Bitte oder einen Befehl aus: Der Römer verwendet ein ut.

    Der Konsekutivsatz drückt eine Folge aus: Der Römer verwendet ein ut.

  • Bestimme die Verben, die einen Begehrsatz einleiten.

    Tipps

    Prüfe, welche der angegebenen Verben einen Wunsch, eine Bitte oder einen Befehl einleiten können.

    Denke dir einen deutschen Beispielsatz zu den Verben aus und überlege, ob sie ein Begehren ausdrücken.

    Fünf Verben leiten einen Begehrsatz ein, vier nicht.

    Lösung

    Begehrsätze drücken einen Wunsch, eine Bitte oder einen Befehl aus. Prüfe am besten an einem Beispielsatz, ob das angegebene Verb dazu passt:

    • cupere - wollen: Ich will, dass du zu mir kommst. Dieser Satz drückt eindeutig einen Wunsch aus, ist daher ein Begehrsatz.
    • postulare/petere - fordern/verlangen: Ich fordere/verlange, dass du mir 2 € gibst. Beide Verben drücken einen Befehl aus. Es handelt sich daher um einen Begehrsatz.
    • orare - bitten: Ich bitte dich, dass du mir hilfst. Schon ohne das Beispiel ist klar: Das Verb „bitten“ drückt eine Bitte aus, leitet also einen Begehrsatz ein.
    • imperare - befehlen: Auch hier ist wieder ohne Beispiel klar, dass ein Befehl eingeleitet wird. Dennoch zur Unterstützung: Der Kaiser befiehlt, dass die Sklaven zu ihm kommen.
    • audire/videre/mirari - hören/sehen/sich wundern: Ich höre/sehe/wundere mich, dass die Tür zufällt. Hier wird im Nebensatz eine Tatsache ausgedrückt. Es handelt sich also nicht um einen Begehrsatz.
    Merke: Etwas, dass tatsächlich passiert, muss man sich nicht mehr wünschen. ;-)
    • desinere - aufhören: Ich höre auf zu lesen. Es wird gar kein Nebensatz eingeleitet. Es kann also auch kein Begehrsatz vorliegen.
    Zusammenfassend kann man festhalten, dass folgende Verben einen ut-Satz einleiten:
    • imperare
    • postulare
    • orare
    • petere
    • cupere

  • Gib an, welche der folgenden Sätze im Deutschen mit einem dass-Satz übersetzt werden können.

    Tipps

    Lies dir die lateinischen Sätze und den Anfang der Übersetzung gut durch. Überlege, ob die Übersetzung mit einem „dass“ weitergehen kann oder nicht.

    Prüfe, ob ein AcI oder ein ut-Satz vorliegt.

    Lösung

    Mit „dass“ können im Deutschen wiedergegeben werden:

    • ein AcI (accusativus cum infinitivo)
    • ut-Sätze (verneint werden diese durch ne eingeleitet)
    Bei den Sätzen mit ut gilt es jeweils zu prüfen, ob ein Prädikat im Konjunktiv dazu gehört. Steht das ut mit dem Indikativ, übersetzt du es ins Deutsche mit „wie“.

    Gehen wir die Sätze einzeln durch:

    1) Vir, qui magnus est, pecuniam habuit.
    Der in den Hauptsatz eingeschobene Nebensatz wird mit qui eingeleitet. Es handelt sich also um einen Relativsatz, der nicht mit „dass“ wiedergegeben werden darf. Die Übersetzung lautet: Der Mann, der groß ist, hatte Geld.

    2) Homo clamavit, nihil audivit.
    Der gesamte Satz enthält keine Nebensatzeinleitungen, nach dem Komma steht ein Objekt (nihil) und ein Prädikat (audivit), es handelt sich also um eine Aufzählung. Diese kann man mit „... und ...“ wiedergeben, aber nicht mit „dass“. Du kannst so übersetzen: Der Mensch schrie und hörte nichts. Oder du lässt das Komma auch in der Übersetzung stehen: Der Mensch schrie, er hörte nichts.

    3) Audio puellam clamare.
    Es liegt ein von audio abhängiger AcI vor, kann also mit „dass“ übersetzt werden: Ich höre, dass das Mädchen schreit.

    4) Marcus postulavit, ut servus veniret.
    Es handelt sich um einen Begehrsatz, der mit dem Konjunktiv Imperfekt steht. Er kann mit „dass“ übersetzt werden: Marcus forderte, dass der Sklave kommt.

    5) Amicus magistrum vituperare audit.
    Der AcI sollte mit „dass“ übersetzt werden: Der Freund hört, dass der Lehrer tadelt.

    6) Magister rogat, ubi discipuli sint.
    Der Nebensatz wird mit ubi („wo?“) eingeleitet, ist also ein indirekter Fragesatz und kann daher nicht mit „dass“ wiedergegeben werden. Die Übersetzung ist: Der Lehrer fragt, wo die Schüler sind.

    7) Anna postulat, ut pater pecuniam det.
    Der Begehrsatz kann mit „dass“ übersetzt werden: Anna fordert, dass der Vater ihr Geld gibt.

  • Füge in die Begehrsätze die passenden Konjunktive ein.

    Tipps

    Ordne zunächst die Wörter zu, bei deren Bedeutung du dir ganz sicher bist. Gehe dann nach dem Ausschlussverfahren weiter.

    Zwei Verben bleiben übrig. Sie stehen nicht im Konjunktiv, können also niemals Prädikate eines Begehrsatzes sein. Wirf sie gedanklich gleich raus!

    Du kannst dich bei ut-Sätzen auch an der Zeitform orientieren:

    • Zu Präsens im Hauptsatz gehört auch immer ein Verb im Konjunktiv Präsens.
    • Zu Hauptsätzen in der Vergangenheit gehört auch ein Konjunktiv in der Vergangenheit.
    Lösung

    Wenn wir durchzählen, merken wir, dass zwei Verben zu viel sind. Wenn du in Sachen Indikativ/Konjunktiv sattelfest bist, wirst du schnell sehen, dass genau zwei Verben nicht im Konjunktiv stehen. Diese können natürlich niemals Objekte in einem Begehrsatz sein und scheiden daher von vorn herein aus. Es handelt sich um: amabam und audiverunt. Streiche diese gedanklich sofort.

    Ordne anschließend zunächst die Wörter zu, bei deren Bedeutung du dir ganz sicher bist.

    • Tantalus bat darum, dass die Götter nicht grausam sind.
    Das Prädikat heißt: sind. Es handelt sich also um eine Form von esse. Hier stehen essent und adsitis zur Wahl. adsitis von adesse passt hier sowohl von der Bedeutung her (da sein/anwesend sein) nicht ganz, als auch von der Person (adsitis ist 2. Person Plural - wir brauchen die 3. Person Plural). Hier musst du also essent einsetzen.

    Da wir gerade die Bedeutung von adsitis geklärt haben, wollen wir gleich nach dem passenden Satz dafür suchen:

    • Sorgt dafür, dass ihr zur rechten Zeit da seid.
    Wir prüfen noch kurz, ob die Personalendung stimmt: Ihr seid da - hier liegt die 2. Person Plural vor. Das passt also ganz genau zu unserer Vermutung!
    • Der Lehrer bat uns, dass wir kommen.
    Das Verb „kommen“ zählt ebenfalls zu den geläufigen Vokabeln: venire. Hier steht lediglich veniremus zur Wahl.
    • Sieh dich vor, dass du nicht von Zorn bewegt wirst.
    Bei diesem Prädikat (du wirst bewegt) kannst du entweder von der Form ausgehen (2. Person Singular Passiv - endet im Lateinischen auf -ris) oder, falls dir die Vokabeln leichter fallen als die Grammatik suchst du ein Verb, das „bewegen“ bedeutet - genau movere. Wir setzen hier also movearis ein.
    • Ich fordere, dass du die Waffen nicht raubst.
    Das Prädikat im Nebensatz lautet: Du raubst. Wir haben noch rapias und pararent zur Auswahl. Richtig: rapere heißt zu Deutsch „rauben“ und rapias ist die 2. Person Singular.
    • Der Senator befahl, dass die Sklavinnen die Mahlzeit vorbereiten.
    Hier brauchen wir demzufolge pararent, denn parare heißt: vorbereiten.
  • Bestimme in jedem Satz den Hauptsatz und den Nebensatz.

    Tipps

    Ein Hauptsatz besteht immer aus Subjekt und Prädikat. Das Verb steht im Indikativ.

    Nebensätze erkennst du an den Nebensatzeinleitungen (z.B. ut, ne, cum, ubi, ...).

    Alle Nebensätze dieser Aufgabe stehen im Konjunktiv.

    Vergleiche den lateinischen Satz auch immer mit seiner deutschen Übersetzung. Dadurch erkennst du Haupt- und Nebensatz bestimmt leichter!

    Lösung

    Der Hauptsatz besteht immer aus Subjekt und Prädikat. Das Prädikat ist dabei eine Verbform im Indikativ.

    Im Nebensatz findest du dagegen Verbformen im Konjunktiv. Nebensätze werden durch die sogenannten Subjunktionen eingeleitet. Das sind diese kleinen Wörter: ut oder ne.

    Gehen wir die Sätze einzeln durch:

    Magister postulavit, ut scriberemus.
    Der erste Satzteil steht im Indikativ, es liegt keine Subjunktion vor. magister ist eindeutig das Subjekt, postulavit das Prädikat. Hier muss also der Hauptsatz sein.
    Der zweite Satzteil wird mit ut eingeleitet und das Prädikat steht im Konjunktiv. Dabei handelt es sich also um einen Nebensatz.

    Avus rogat, ne magna voce clametur.
    Der erste Satzteil steht im Indikativ (rogat), es liegt keine Subjunktion vor. avus (der Großvater) ist das Subjekt. Das muss also der Hauptsatz sein.
    Der zweite Satzteil wird von der negierenden Subjunktion ne (=dass nicht) eingeleitet und steht daher mit einem Prädikat im Konjunktiv (clametur). Es handelt sich um den Nebensatz.

    Consul servum rogabat, ut nuntium mitteret.
    Subjekt - Objekt - Prädikat: Im ersten Satzteil liegt keine Nebensatzkonjunktion vor. Das ist also der Hauptsatz.
    ut mit dem Prädikat im Konjunktiv (mitteret) zeigt deutlich den Nebensatz an.

    Mater optabat, ut filiae revenirent.
    Wiederum wird der zweite Satzteil mit ut eingeleitet und verfügt über ein Prädikat im Konjunktiv (revenirent). Dieser Nebensatz ist dem Hauptsatz Mater optabat untergeordnet.

    Solltest du Schwierigkeiten haben, zu entscheiden, ob das Verb im Konjunktiv oder Indikativ steht, wiederhole die jeweiligen Kennzeichen!

  • Entscheide, ob es sich um einen Final- oder Begehrsatz handelt.

    Tipps

    Begehrsätze werden durch Verba postulandi eingeleitet.

    Alle Nebensätze dieser Aufgabe kannst du ins Deutsche mit „dass“ übersetzen. Finalsätze gibst du am besten mit „damit“ oder „um ... zu“ wieder.

    Lässt sich der Nebensatz sinnvoll durch eine Wendung mit „um ... zu“ ersetzen lässt?

    Wenn ja, dann handelt es sich um einen Finalsatz, weil ein Zweck oder Ziel angegeben ist.

    Lösung

    Sowohl Final- als auch Begehrsätze werden durch ut (dass / damit) bzw. ne (dass nicht / damit nicht) eingeleitet.

    Ohne den gesamten Satz zu übersetzen, kannst du bereits anhand des Prädikats im Hauptsatz prüfen, ob es sich um einen Begehrsatz handelt: Immer, wenn von einem Wunsch, einer Bitte oder einem Befehl die Rede ist, liegt ein Begehrsatz vor. Das ist der Fall bei unseren Sätzen mit optare, cupere und postulare.

    Finalsätze liegen dagegen vor bei:

    • In scholam eo, ut amicos meos videam.
    • Caesar operam dabat, ut Dumnorix teneretur.
    Die Nebensätze können nämlich ebenso gut mit „um ... zu“ übersetzt werden:
    • Ich gehe in die Schule um meine Freunde zu sehen.
    • Caesar gab sich Mühe, um Dumnorix festzuhalten.