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ut- und ne-Sätze

ut und ne stehen mit dem Konjuktiv und leiten Final- bzw. Konsekutivsätze ein.

ut- und ne-Sätze

Ut (dass) und ne (dass nicht) sind Subjunktionen. Sie können zwei verschiedene Arten von abhängigen Nebensätzen einleiten:

  • Begehrssätze (drücken aus, was jemand will oder nicht will)
  • Finalsätze (drücken aus, was eine bestimmte Handlung bezwecken oder nicht bezwecken soll)

Diese Nebensätze stehen im Konjunktiv, den du aber in der Übersetzung mit dem Indikativ wiedergibst.

Ut kann auch einen Konsekutivsatz einleiten, der eine Folge aufzeigt und mit „so dass“ übersetzt wird. Auch dieser steht im Konjunktiv, den man nicht übersetzt.

ut-ne Sätze

Ut kann aber auch mit dem Indikativ stehen.

So viele Möglichkeiten! Hier kannst du alle Schritt für Schritt lernen.

ut mit dem Indikativ

Steht ut mit dem Indikativ, kann es „wie“ bedeuten. Dann steht es oft in Verbindung mit ita (so) oder sic (so) oder wird als kleiner Zwischensatz eingeschoben:

  • Hoc ita est, ut dixit. (Es ist so wie er es gesagt hat.)
  • ut saepe fit (wie es oft geschieht)
  • Ut vales? (Wie geht es dir?)

Ein Temporalsatz kann mit ut (primum) (sobald als) eingeleitet werden. Dieser steht immer im Indikativ Perfekt, wird aber im Deutschen mit dem Plusquamperfekt wiedergegeben. Ut heißt dann „sobald“:

  • Ut primum de Caesaris adventu cognoverunt, hostes se dederunt. (Sobald sie von der Ankunft Caesars erfahren hatten, ergaben sich die Feinde.)

Finalsätze

Finalsätze drücken ein Begehren oder eine Absicht aus. Finalsätze im Lateinischen werden mit ut eingeleitet und stehen im Konjunktiv. Du übersetzt aber einfach mit dem Indikativ. Die Übersetzung für ut ist „dass“, „zu“ (begehrend), „damit“ oder „um zu“(final).

Diese Finalsätze stehen häufig nach den Verben des Wünschens und Kümmerns wie z.B.:

  • rogare, petere (bitten)
  • monere (ermahnen)
  • postulare (fordern)
  • curare (Sorge tragen)
  • efficere (bewirken)
  • id studere (danach streben) oder auch optare

Hier ein Beispiel:

  • Opto, ut dormias. (Ich wünsche, dass du schläfst.).

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  • Do, ut des. (Ich gebe, damit du gibst.)

Soll der Finalsatz verneint werden, dann steht statt ut die Subjunktion ne:

  • Oro, ne me irrideas. (Ich bitte dich, mich nicht auszulachen.)

Beachte, dass Finalsätze nach lateinischen Verben des Fürchtens wie timere, vereri, metuere mit ne in der Bedeutung „dass“ eingeleitet werden. Die Verneinung lautet dann ne ... non oder ut:

Timeo, ne irrideas. (Ich fürchte, dass du mich auslachst.)

Timeo, ne non/ ut amicus veniat. (Ich fürchte, dass der Freund nicht kommt.)

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Konsekutivsätze

Konsekutivsätze drücken aus, dass etwas als Folge einer anderen Handlung geschieht. Ut wird in diesem Fall mit „(so) dass“ übersetzt. Auch hier wird der Konjunktiv nicht wiedergegeben. Die Verneinung ist ut non (dass nicht).

  • Accidit, ut magistra me laudet. (Es geschieht, dass die Lehrerin mich lobt.)

Beim obenstehenden Satz handelt es sich um einen konsekutiven Subjektsatz. Der Nebensatz füllt die Stelle des Subjekts aus (Was geschieht? Dass die Lehrerin mich lobt.). Solche Subjektsätze folgen nach unpersönlichen Ausdrücken des Geschehens und Folgens wie

  • fieri non potest (es ist unmöglich),
  • est (es ist der Fall),
  • accidit (es ereignet sich),
  • mos est (es ist Sitte) usw.

Es gibt auch konsekutive Adverbialsätze, die nach demonstrativen Beziehungswörtern im übergeordneten Satz wie ita, tam (so), talis (so beschaffen), sic (so) u.ä. stehen. Diese Partikeln zeigen dir häufig an, dass ein Konsekutivsatz folgt.

  • Tam piger es, ut non multa scias. (Du bist so faul, dass du nicht viel weißt.)

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Aber das ist bei dir ja zum Glück ganz anders! Denn du hast jetzt schon viel über die ut- und ne-Sätze gelernt. Und nun viel Spaß beim Üben.