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Erfüllbarer Optativ der Vergangenheit 06:08 min

Erfüllbarer Optativ der Vergangenheit Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Erfüllbarer Optativ der Vergangenheit kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne die Optative der Vergangenheit.

    Tipps

    Schaue dir das Tempus der Prädikate genau an.

    Überlege dir, in welchem Modus das Prädikat stehen muss.

    Lösung

    Ein Wunschsatz oder Optativ steht im Lateinischen immer mit dem Konjunktiv. Da wir gezielt nach erfüllbaren Optativen der Vergangenheit suche, brauchen wir den Konjunktiv Perfekt.

    Folgende Sätze enthalten so einen Optativ der Vergangenheit:

    • Utinam milites vicerint. - Mögen die Soldaten gesiegt haben.
    • Magister nonnullos pueros laudaverit. - Hoffentlich hat der Lehrer einige Jungen gelobt.
    • Utinam Cicero verum dixit. - Hoffentlich hat Cicero Wahres gesagt.
    Die übrigen Sätze enthalten keinen Optativ:
    • Litteras scribamus! - Lass uns einen Brief schreiben. Das Prädikat steht im Konjunktiv Präsens in der 1. Person Plural. Es ist ein Hortativ, ein Modus der Aufforderung.
    • Castra hostium non vidi. -Das Lager der Feinde habe ich nicht gesehen. Hier steht das Prädikat im Perfekt, aber im Indikativ. Es ist ein ganz normaler Aussagesatz.

  • Gib an, um was für einen Optativ es sich bei den Verbformen handeln kann.

    Tipps

    Die Formen kommen von folgenden Verben:

    • laudare, laudo, laudavi - loben
    • dicere, dico, dixi - sagen
    • amare, amo, amavi - lieben
    • esse, sum, fui - sein
    • ire, eo, ii - gehen
    • facere, facio, feci - machen
    • videre, video, vidi - sehen
    • scribere, scribo, scripsi - schreiben.

    Überlege dir, ob die Form aus dem Präsensstamm oder Perfektstamm gebildet ist.

    Versuche die beiden Zeitformen zu unterscheiden.

    Lösung

    Um die Aufgabe richtig zu lösen, musst du wissen, wie die beiden Optative gebildet werden. Der erfüllbare Optativ der Gegenwart wird mit dem Konjunktiv Präsens gebildet. Den erkennst du am Präsensstamm und dem Moduszeichen -a- bzw. -e- bei der a-Konjugation.

    Der erfüllbare Optativ der Vergangenheit wird mit dem Konjunktiv Perfekt gebildet. Der bersteht aus dem Perfektstamm, dem Kürzel -eri- und der Endung.

    Das Präsens ist gewöhnlich leichter zu erkennen, da der Stamm dem Infinitiv gleicht, den du in den Vokabellisten lernst. Versuche, wenn du Vokabeln lernst, immer die Stammformen mit zu lernen, dann fällt es dir leichter, auf dem ersten Blick zwischen verschiedenen Zeitformen zu unterscheiden. Und so kannst du dich besser auf die Endungen konzentrieren.

    Zu den erfüllbaren Optativen der Gegenwart gehören:

    • laudet - er / sie / es möge loben
    • valeatis - hoffentlich seid ihr gesund
    • dicam - ich möchte sagen
    • sit - er / sie / es möge sein
    • eam - ich möchte gehen.
    Dagegen gehören zu den erfüllbaren Optativen der Vergangenheit:
    • feceris - hoffentlich hast du gemacht
    • amaverint - sie mögen geliebt haben
    • viderim - ich möchte gesehen haben
    • scripseris - du möchtest geschrieben haben
    • fuerim - ich möchte gewesen sein.

  • Benenne alle Optative im lateinischen Text.

    Tipps

    Halte nach den kleinen Wörtern Ausschau, die auf einen Optativ hinweisen.

    Erinnere dich an den Modus, in dem lateinische Wunschsätze immer stehen.

    Versuche die Verbformen im Satz zu bestimmen. Ist es ein Konjunktiv Perfekt oder Präsens?

    Was für ein Optativ ist es dann?

    Lösung

    In diesem kurzen Brief findest du Prädikate in verschiedenen Formen. Einen erfüllbaren Optativ kannst du anhand der folgenden Punkte gut bestimmen:

    • Ein lateinischer Wunschsatz steht immer im Konjunktiv. Keine Optative sind daher audivi, vidisti, narrabo und possum.
    • Ein lateinischer Wunschsatz wird oft mit velim oder utinam bzw. utinam ne eingeleitet. Ausnahmen in unserem Text sind: Romam bene adveneris und mox huc redeas.
    • Ein lateinischer Wunschsatz steht stets im Hauptsatz. Nebensätze wie quod vidisti sind somit von Anfang an schon keine Optative.

  • Ordne die Optative den richtigen Sätzen zu.

    Tipps

    Vergleiche das Tempus in der Übersetzung mit den Tempora der vorgegebenen Prädikate.

    Erinnere dich, in welchen Modus die lateinischen Wunschsätze stehen.

    • volare, volo, volavi, volatum - fliegen
    • exspectare, exspecto, exspectavi, exspectatum - warten
    Lösung

    Bei jeder Übersetzung ist es wichtig, dass grammatische Strukturen wiedergefunden werden - sowohl im lateinischen als auch im deutschen Text.

    Daher solltest du dich immer an die Grundlagen erinnern, zum Beispiel, dass das Prädikat mit dem Subjekt in Person und Numerus übereinstimmen muss.

    Als Beispiel nehmen wir Utinam aurem mihi habeas. In der deutschen Übersetzung steht „Mögest du ein Ohr für mich haben.“ Für eine richtige Lösung müssen wir daher nach einem Prädikat in der zweiten Person Singular Ausschau halten.

    Ohne die richtige Übersetzung der Zeitform wird der Text ebenfalls nur schwer verständlich, weswegen du dir immer genau anschauen solltest, in welcher Zeit ein Prädikat angesiedelt ist.

    Versuche diese dann so gut es geht im Übersetzungstext wiederzugeben.

    Ein Beispiel aus dem Text: Utinam aves bene volaverint. In der Übung stand außer volaverint noch volabunt zur Auswahl. Der deutsche Satz lautet: „Hoffentlich sind die Vögel gut geflogen.“. Das Prädikat deutet auf die Vergangenheit und somit muss volaverint gewählt werden, da volabunt eine Futurform ist.

  • Gib die richtige Übersetzung an.

    Tipps

    Achte genau auf das Prädikat. In welchem Tempus steht es?

    Handelt es sich um den Präsens- oder Perfektstamm?

    Überlege dir, in welchem Modus das Prädikat steht - Konjunktiv oder Indikativ.

    Die Verbformen kommen von:

    • ferre, fero, tuli, latum - bringen
    • adesse, adsum, adfui - beistehen.

    Lösung

    Auch wenn du in dieser Übung nicht auf die Wörtchen utinam oder utinam ne gestoßen bist, handelt es sich trotzdem bei vier Sätzen um erfüllbare Optative. Wie kann das sein? Richtig! Nur das Prädikat bestimmt, ob es sich um einen Optativ handelt oder nicht. Wichtig ist, dass es im Konjunktiv stehen muss - für den Optativ der Gegenwart im Konjunktiv Präsens, für den Optativ der Vergangenheit im Perfekt.

    Schauen wir uns ein Beispiel an: Vina bona nobis tuleritis. Der Satz ist ein erfüllbarer Optativ der Vergangenheit. Das erkennst du am Perfektstamm tul- (abgeleitet von ferre) und der Silbe eri- plus der Personalendung.

    Die anderen ähnlichen Sätze stehen im Präsens, was du am Stamm fer- erkennst. Damit sind sie nicht so leicht zu unterscheiden. Den Konjunktiv erkennst du am Moduszeichen a-: fer-a-tis. Das ist ein Optativ der Gegenwart.

    Der Indikativ Präsens fertis hat kein Moduszeichen. Die Endung wird direkt an den Stamm angehängt. Das ist ein ganz normaler Aussagesatz.

    Genauso ist es beim Satz mit den Göttern und Soldaten:

    • adsunt - Indikativ Präsens, Aussagesatz;
    • adsint - Konjunktiv Präsens, Optativ der Gegenwart;
    • adfuerint - Konjunktiv Perfekt, Optativ der Vergangenheit.

  • Arbeite die richtige deutsche Übersetzung heraus.

    Tipps

    Bestimme das Tempus des lateinischen Prädikates und übertrage es auf die deutsche Übersetzung.

    Erinnere dich, welche beiden Wörter im Deutschen als Ersatz des lateinischen Optatives verwendet werden.

    Vokabeln:

    • crudelis,-is,-e (Adjektiv) - grausam
    • vox, vocis (fem.) - die Stimme
    • omnis, omne (Adjektiv) - alle
    • recte (Adverb) - richtig

    Lösung

    Für eine Übersetzung ist es notwendig, dass die Modi (Indikativ und Konjunktiv) und die Zeitformen der lateinischen Prädikate auch im Deutschen wiedergegeben werden. Nur dann kann der Leser den Inhalt richtig verstehen.

    Als Ersatz für den Optativ (also den Konjunktiv) musst du auf das deutsche Hilfsverb mögen oder möchten oder das Adverb hoffentlich zurückgreifen. So kannst du im Deutschen das Hauptverb im Indikativ wiedergeben und brauchst dir keine Sorgen um eine schwerere deutsche Konjunktivform zu machen.

    Schauen wir uns die verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten an einem Beispiel an:

    Utinam omnia recte fecerimus.

    fecerimus ist die erste Person Plural im Konjunktiv Perfekt von facere (machen, tun). Wir müssen unseren Wunsch also in die Vergangenheit setzen:

    • Hoffentlich haben wir alles richtig gemacht (oder: getan).
    Auch möglich sind die Übersetzungen:
    • Wir möchten doch alles richtig gemacht haben.
    • Mögen wir alles richtig gemacht haben.