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Passé Simple – Gebrauch 06:05 min

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8 Kommentare
  1. Hallo Lela, Ihr Kommentar hat mich zum Nachdenken gebracht: Wenn ich das richtig verstehe, weißt die grammatische Formulierung von Maupassant (passé simple) daraufhin, dass damit die (wenn auch lange Periode) des entsagungsreichen Lebens von Mme Loisel eine abgeschlossene Zeitspanne ist, auf die nunmehr – aus ihrer Sicht – eine zufriedenere Lebenszeit folgt. Sie sagt zu Mme Forestier, deren Aussehen mit dem ihren kontrastiert dargestellt ist (Mme Forestier « qui est toujours jeune, toujours belle, toujours séduisante ») die Worte : « Enfin, c’est fini, et je suis rudement contente. »
    Ihre Selbstzufriedenheit ist allerdings etwas erschreckend. Maupassant kommentiert: „Et elle (=Mme Loisel) souriait d’une joie orgueilleuse et naїve ».
    ----
    Nun noch eine kleine Frage, die eigentlich nicht so ganz hierhin gehört, die mich aber interessiert. Ich lese hinsichtlich der Begegnung der beiden Damen auf den Champs-Elysées
    (Hintergrund: imparfait):
    C’était Mme Forestier, toujours jeune, toujours belle, toujours séduisante.
    (Dann: passé simple):
    Mme Loisel se sentit émue.
    (Und dann kommt der Fragesatz) :
    Allait-elle lui parler?“
    Was mich nun interessiert, ist eben dieser Fragesatz. Das ist ja keine direkte Frage. Ist das vielleicht ein Satz im sogenannten „style indirekt libre“, wo Maupassant die Gedanken von Mme Loisel in der dritten Person in einer Art „Präteritum“ wiedergibt?
    Liebe Grüße
    Ee

    Von Eemilelv, vor fast 4 Jahren
  2. Hallo,
    das hat Maupassant sehr schön geschrieben und er will damit auf die Dauer ihres Lebens aufmerksam machen und eben nicht darauf, dass es zu Ende ist. Es geht immer darum, was man hervorheben möchte, das Geschehen in seiner Länge oder seine Abgeschlossenheit. Da hast Du uns jedenfalls ein sehr schönes Beispiel dafür gezeigt, danke!

    Von Lela 1, vor fast 4 Jahren
  3. Also mein Laptop spielt verrückt. Ich muss meine Frage zuerst auf Word schreiben:
    Also: Mme Loisel hat sich aufgrund ihrer Situation verändert. Da heißt es: „Elle connut les gros travaux du ménage … » und später « Et cette vie dura dix ans… »
    Der letzte Satz ist auch im „passé simple“ formuliert – klar das Geschehen ist abgeschlossen; allerdings hat es sehr wohl „die Eigenschaft von Dauer“ gehabt (zehn Jahre!) und das hat mich etwa non vero - nein, keineswegs erstaunt, heißt es doch im Video, dass „keine Eigenschaft von Dauer enthalten“ sein soll. Dies dürfte also ein eher untergeordnetes Kriterium sein – oder? Das Hauptkriterium müsste also die Abgeschlossenheit sein (Anfang und Ende einer Handlung in der Vergangenheit.

    Von Eemilelv, vor fast 4 Jahren
  4. Hallo!
    Ich habe mir das gut gemachte Video nochmals angeschaut, nachdem ich ein bisschen zum wiederholten Mal die kleine Geschichte "La Parure" von Guy de Maupassant gelesen habe, in der ich immer wieder etwas Neues finde - und zwar inhaltlich wie grammatisch.
    Mme Loisel hat sich

    Von Eemilelv, vor fast 4 Jahren
  5. Hallo Eemilelv,
    das siehst du genau richtig - das Passé simple wird nur noch in der gehobenen Schriftsprache verwendet und somit ist auch die Unterscheidung zwischen dem Passé simple und dem Passé composé nur relevant für eben jene gehobene Schriftsprache. Bei der Unterscheidung ist dann - wie du bei Confais schon gelesen hast - darauf zu achten, ob bei der beschriebenen Handlung in der Vergangenheit ein Bezug zur Gegenwart vorhanden ist oder nicht. Wenn ja (die Konsequenzen der Handlung dauern bis in die Gegenwart an), wird selbst in der Schriftsprache das Passé composé verwendet. Wenn nein (absolut abgeschlossene Handlung), verwendest du das Passé simple.

    Ich hoffe, ich konnte dir helfen!

    Viele Grüße aus der Französisch-Redaktion

    Von Cara Gaffrey, vor fast 4 Jahren
  1. Hallo Lela,
    ich bin leicht unsicher. In der "Grammaire explicative" von Jean-Paul Confais lese ich hinsichtlich der Unterscheidung zwischen Passé simple und Passé composé: "Entscheidend für den Gebrauch von P. simple und P. composé ist einzig und allein der Bezug zur Gegenwart.... Das P. simple wird in Berichten verwendet, die nicht in Beziehung zur Gegenwart gesetzt werden... Sobald aber eine Äußerung den geringsten Bezug zur Gegenwart impliziert, muss man das P: composé verwenden."
    Wenn ich das richtig verstehe, dann gibt es im gesprochenen Französisch deshalb keine Unterscheidung zwischen beiden,
    WEIL das P. simple einfach nicht vorkommt - in der Schriftsprache aber ist sehr wohl eine Unterscheidung angebracht.
    Ein Satz wie "Jeanne d'Arc naquit le 6 janvier 1412" wird also mündlich wiedergegeben als "Jeanne d'Arc est née..."
    Sehe ich das so richtig?

    Von Eemilelv, vor fast 4 Jahren
  2. ja, das imparfait kann somit einen zeitrahmen angeben, in dem die eigentlich relevate handlung im passé simple / passé composé passiert. das passé composé und das passé simple sind genau das gleiche, nur ein anderes sprachregister (geschrieben, gesprochen). das mit der wirkung auf die gegenwart finde ich oft misverständlich, es ist einfach so, dass wenn man betont, dass eine handlung wirklich abgeschlossen ist, man dies oft deshalb tut, weil eben genau das abgeschlossen sein der handlung in der gegenwart eine rolle spielt. eindeutig ist es beim verb avoir, das im imparfait und im passé composé so eine unterschiedliche bedeutung bekommt, wie eben im deutschen ich hatte oder ich habe bekommen. ich hoffe, das hilft :)

    Von Lela 1, vor mehr als 4 Jahren
  3. Merci Lela!
    Maintenant je crois distinguer l'imparfait et le passé simple.

    Das Imparfait gibt quasi die Hintergrundinformation und das Passé simple aktuellen "reliefartigen" Vordergrundgeschehnisse an.
    Das Passé simple liegt aber ganz in der Vergangenheit (ohne Gegenwartsbezug), während das Passé composé außerdem eine Wirkung auf die Gegenwart haben kann. - Sehe ich das richtig?

    Von Eemilelv, vor mehr als 4 Jahren
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Passé Simple – Gebrauch Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Passé Simple – Gebrauch kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Zeitform folgender Verben.

    Tipps

    Die Endungen des Imparfait sind: -ais, -ais, -ait, -ions, -iez, -aient.

    Lösung

    Alle Verben, die auf -ait enden, stehen im Imparfait. Sie beschreiben die Hintergrundhandlung. Du erkennst das Signalwort toujours, das das Imparfait herleitet.

    Die Verben auf -a und prit stehen im Passé Simple. Sie durchschneiden die Beschreibung und drücken einmalige Handlungen aus. Das Signalwort un jour [eines Tages] hast du bestimmt erkannt.

  • Ermittle den Unterschied zwischen Passé Composé und Passé Simple.

    Tipps

    Hast du schon mal Formen des Passé Simple gehört?

    Lösung

    Das Passé Simple verwendet man in der Schriftsprache, das Passé Composé in der gesprochenen Sprache. Deshalb hast du es bestimmt kaum gehört. Beide werden für einmalige und abgeschlossene Handlungen verwendet, im Gegensatz zum Imparfait.

  • Stelle eine Liste mit Signalwörtern für das Passé Simple und das Imparfait auf.

    Tipps

    Das Passé Simple drückt einmalige Handlungen aus. Das Imparfait drückt lang andauernde Handlungen aus, die sich wiederholen.

    Lösung

    Da das Passé Simple einmalige abgeschlossene Handlungen beschreibt, wird es mit Signalwörtern wie soudain [plötzlich], un jour [eines Tages] und puis [dann] verwendet, die eine Veränderung der Handlung beschreiben.

    Das Imparfait beschreibt lang andauernde Handlungen, deswegen benutzt man diese Zeitform mit Signalwörtern wie toujours [immer], d'habitude [für gewöhnlich], souvent [oft], die eine Wiederholung ausdrücken.

  • Entscheide, ob du Passé Simple oder Imparfait verwenden musst.

    Tipps

    Die Endungen der Verben auf -er im Passé Simple sind: -ai, -as, -a, -âmes, -âtes, -èrent.

    Bei einer Beschreibung verwendest du das Imparfait.

    Lösung

    Am Anfang wird die Kulisse dieses Weihnachtsmärchens geschildert, wir brauchen für die Beschreibung das Imparfait. Das Imparfait bildest du, indem du erste Person Mehrzahl vom Präsens nimmst und die Endungen -ais, -ais, -ait, -ions, -iez, -aient anhängst.

    Hier ein Beispiel:

    • Präsens: nous vivons; nous venons
    • Imparfait: il vivait; ils venaient
    Das Verb être ist unregelmäßig: il était.

    Das Passé Simple der Verben auf -er bildest du ganz einfach mit den Endungen -ai, -as, -a, -âmes, -âtes, -èrent, die man an den Verbstamm hinzufügt (coup-, emmen-, décor-). Das Wort un jour [eines Tages] gibt dir das Signal, dass du das Passé Simple verwenden musst. Der Tannenbaum wird einmal geschnitten und einmal in die Stadt gebracht. Genauso wird er einmal geschmückt. Am Ende wird der Tannenbaum nochmal beschrieben: Er war so prachtvoll! Hier kommt wieder das Imparfait zum Einsatz.

  • Erstelle aus diesem mündlich erzählten Text einen schriftlichen Text in der Vergangenheit.

    Tipps

    Welche Zeitform kann durch das Passé Simple ersetzt werden?

    Lösung

    Das Passé Simple ersetzt in der Schriftsprache das Passé Composé. Das Imparfait kannst du also im Text so lassen. Alle Formen des Passé Composé verändern sich. Achte darauf, wie die Form dieser Verben im Passé Simple lautet. Das Passé Simple musst du nicht anwenden können, aber erkennen, um Texte zu verstehen.

  • Bestimme die richtige Zeitform.

    Tipps

    Ist die Handlung einmalig und abgeschlossen?

    Handelt es sich um eine Zustandsbeschreibung oder eine sich wiederholende Handlung?

    Lösung

    Bei einer Beschreibung verwendet man das Imparfait, wie am Anfang dieses Märchens über die drei Schweinchen.

    Ihre Existenz beschreibt einen andauernden Zustand, deswegen verwendet man das Imparfait était, étaient und vivaient.

    Wenn es aber um den Bau der Häuser geht, handelt sich dies um eine abgeschlossene Handlung, also verwendet man das Passé Simple: construisirent. Der Wolf griff sie an (attaqua) und sie gingen (allèrent) zum dritten Bruder. Dass der Wolf das dritte Haus nicht zerstören konnte, beschreibt ebenfalls eine abgeschlossenen Handlung, also verwendet man wieder das Passé Simple: détruisit.