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Das Hausschwein – Überblick

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Team Wissenswelt
Das Hausschwein – Überblick
lernst du in der 1. Klasse - 2. Klasse

Grundlagen zum Thema Das Hausschwein – Überblick

Inhalt

Alles über Hausschweine

Vielleicht hast du schon einmal ein Hausschwein auf einem Bauernhof gesehen oder sogar berührt? In diesem Video siehst du auf jeden Fall viele Bilder von Hausschweinen. Du siehst …

  • … nicht nur eine Sau, sondern gleich viele Säue. Das sind die weiblichen Schweine.
    (Der landwirtschaftliche Begriff für Mutterschweine ist Sauen.)
  • … einen Eber, das männliche Schwein.
  • … viele kleine Ferkel. Das sind die Jungen.

Wenn du wissen möchtest, wie groß oder alt das Hausschwein wird oder wie das Hausschwein entstanden ist, bekommst du in diesem Text Antworten auf deine Fragen. Weiter unten findest du auch einen Steckbrief über das Hausschwein.

Merkmale eines Hausschweins

Hausschweine haben alle die gleiche Abstammung: Sie stammen vom Wildschwein ab. Wenn du einen Vergleich zwischen dem Hausschwein und dem Wildschwein machen möchtest, kannst du dir dieses Wildschweinvideo ansehen.

Bei der Entwicklung vom Wildschwein zum Hausschwein sind verschiedene Rassen entstanden, sodass sich das Aussehen der Hausschweine je nach Zusammenspiel der Eltern unterscheidet.

Das Aussehen

Viele Hausschweine haben kein Fell, sondern viele Borsten, durch die die rosa Haut zu sehen ist. Es gibt aber auch Rassen, die nicht rosa, sondern dunkel sind oder ein dunkles Muster haben, wie zum Beispiel das Welzheimer-Hausschwein.

Der Körper des Hausschweins

Typisch für Hausschweine sind neben dem Ringelschwanz vor allem der kegelförmige Kopf und die lange bewegliche Schnauze, der sogenannte Schweinerüssel. Ihre Ohren sind oben spitz und hängen meist nach vorne. Außerdem haben sie kleine Augen. Deshalb wunderst du dich vielleicht auch nicht, dass sie schlecht sehen. Dafür können Hausschweine besonders gut riechen und hören.

In diesem Steckbrief vom Hausschwein findest du weitere Fakten auf einen Blick:

Merkmale
Körperbau von Hausschweinen: Sie haben einen langen Körper mit einem großen, kegelförmigen Kopf, kurzen Beinen und einem kurzen Hals.
Größe von Hausschweinen: Je nach Rasse können sie zwischen 50 Zentimetern und zwei Metern lang werden.
Gewicht von Hausschweinen: Eine ausgewachsene Sau kann zwischen 180 und 220 Kilogramm wiegen und ein Eber kann sogar bis zu 250 Kilogramm schwer werden.
Nahrung von Hausschweinen: Sie essen generell alles und zählen deshalb zu den Allesfressern.
Alter von Hausschweinen: Sie können bis zu zwölf Jahre alt werden. Die meisten werden jedoch nicht älter als sechs Monate, denn dann wiegen sie etwa 100 Kilogramm und sind schlachtreif.

Die Fortpflanzung

Die Paarungszeit wird bei den Schweinen Brunst genannt. Alle 21 Tage kann eine Sau trächtig werden, wenn sie in dieser Zeit vom Eber besamt wird. Jetzt fragst du dich vielleicht, wie lange ein Hausschwein seine Jungen trägt, bevor es sie zur Welt bringt?
Das kannst du dir leicht merken, denn hierfür gibt es die 3-3-3-Regel: Die Sau bringt nach drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen zwischen 6 und 20 Ferkel zur Welt.

Diese brauchen es schön warm, weshalb sie meistens eine wärmespendende Rotlichtlampe im Stall haben. Etwa sechs Wochen lang bleiben die Ferkel bei ihrer Mutter und trinken von ihren Zitzen Milch, bevor sie von ihr entwöhnt und getrennt werden. Das nennt man Absetzen.

Wo lebt das Hausschwein?

Hausschweine zählen zu den Nutztieren. Das bedeutet, dass sie Menschen als Nahrung dienen und für diesen Zweck auch gezüchtet und gehalten werden. Dabei gibt es durchaus Unterschiede in der Haltung, die sich besonders auf die Lebensweise des Hausschweins auswirken:

  • Die meisten Hausschweine wachsen (leider) in Massentierhaltungen auf, weil dies kostengünstiger ist und das Fleisch so später billiger im Supermarkt verkauft werden kann. Bei dieser Tierhaltung haben die Hausschweine wenig Platz und leben meist mit mehr als tausend anderen Tieren auf engem Raum zusammen. Sie haben weder Auslauf, um sich bewegen zu können, noch Stroh zum Schlafen. Zudem besteht eine höhere Gefahr, dass die Tiere hier krank werden oder sogar schon im Stall sterben.

  • Manche Hausschweine leben aber auch auf Biobauernhöfen und werden hier artgerecht gehalten. Das bedeutet, dass auf die Grundbedürfnisse der Tiere geachtet wird. Sie haben zum Beispiel genügend Platz, freien Auslauf, Liegeplätze mit Stroh und viele soziale Kontakte zu anderen Hausschweinen. Dadurch geht es den Tieren besser und vielen Krankheiten kann so vorgebeugt werden. Die Hausschweine leben hier unter deutlich besseren Bedingungen, was auch Einfluss auf die Qualität des Fleisches hat.

Jetzt hast du eine ganze Menge über Hausschweine gelernt. Wenn du dein Wissen überprüfen möchtest, kannst du das einfach mit dem Arbeitsblatt zum Hausschwein auf sofatutor machen. Hier findest du auch weitere Videos, in denen du zum Beispiel erfährst, wie alt Warzenschweine werden können.

Transkript Das Hausschwein – Überblick

Hausschweine werden heute nur noch ganz selten privat gehalten. Sie dienen uns als Nahrung und werden erzeugt. Wie eine Ware: massenhaft und möglichst billig. Aber ist das auch gut, gesund und artgerecht? Nein, sicher nicht, wenn die Tiere aus der Massentierhaltung kommen. Aber es gibt auch Betriebe, die sich um artgerechte Haltung bemühen: Biobetriebe. Auf diesem Hofgut gibt es einen Eber und 45 Sauen mit Ferkelaufzucht. Hier werden Ferkel erzeugt. Zwei Drittel für den Verkauf, ein Drittel für die hofeigene Mast. Das Hofgut hat sich der ökologischen landwirtschaftlichen Haltung der Tiere verpflichtet und achtet auf artgerechte Haltung. Dazu gehört, dass die Sauen in Gruppen zusammenleben. In den Buchten ist Einstreu von Stroh zu finden. Es gibt Innen- und Außenbereiche, die die Tiere selbstständig aufsuchen können. Gefüttert werden sie mit Raufutter für die Sättigung. Sie fressen Heu und Silage und auch Möhren zusätzlich zum Mastfutter. Hier gibt es dadurch zufriedene und gesunde Tiere. Dazu tragen auch die vielen Scheuerbürsten bei, die gerne genutzt werden. Die Sauen haben viele soziale Kontaktmöglichkeiten, auch Zugang zum Eber ab und zu. Hausschweine können bis zu 12 Jahre alt werden. Die meisten werden aber nicht älter als 6 Monate. Dann wiegen sie etwa 100 Kilogramm und sind schlachtreif. Sie werden an die Schlachterei verkauft und vermarktet. Ihr könnt das Fleisch und die Wurst dann im Supermarkt kaufen. Hier auf dem Hofgut werden XXL-Schweine gemästet. Sie leben immerhin 12 Monate und kommen dabei auf 220 bis 240 Kilogramm Lebendgewicht statt 100 Kilogramm. So wird bei der Weiterverarbeitung eine spezielle Rohwurstherstellung möglich, nach alter traditioneller Handwerkskunst. Unsere Hausschweine stammen alle vom Wildschwein ab. Die verschiedenen Rassen können sehr unterschiedlich aussehen, bilden aber eine einzige Art und gehören zur Familie der echten Schweine. Hausschweine haben einen großen Kopf, einen großen Hals und kurze Beine. Ihr Körper ist gestreckt und je nach Rasse 50 Zentimeter bis 2 Meter lang. Der Schwanz ist geringelt, manchmal eine Quaste. Viele Hausschweine haben kein Fell, sondern ein dichtes Borstenkleid, durch das die rosa Haut hindurch schimmert. Es gibt aber auch Rassen, die dunkel gefärbt sind und ein dunkles Muster tragen. Das Welzheimer-Hausschwein zum Beispiel hat große dunkle Flecken auf hellem Grund. In der ökologischen Schweinehaltung ist Raufutter Vorschrift. Zusätzlich zu Getreide und Leguminosen fressen hier die Schweine auch Heu und Silage. Erstaunlich wie sie sich Heu und Stroh mit der Zunge zupfen können. Heu wird gefressen, das Stroh bleibt liegen. Alles, was oben in das Schweinemaul hineinkommt, kommt nach der Verdauung auch wieder heraus. Hier auf dem Hofgut ist das ein sinnvoller Kreislauf. Mit dem hofeigenen Mist und der Gülle werden die Felder gedüngt. Man kommt ohne mineralische Düngemittel aus, was ganz besonders der Umwelt dient. Alle hier geborenen Ferkel trinken ungefähr 40 Tage lang, also in der gesamten Säugezeit, Milch. Schweine können sehr gut riechen und hören, sehen aber schlecht. Typisch sind die kegelförmige Form des Kopfes und die lange bewegliche Schnauze mit den beiden Nasenöffnungen, den Schweinerüssel. Die Augen sind klein und sitzen hoch am Kopf. Die Ohren laufen spitz zu und hängen oft nach vorne. Die Brunst erfolgt alle 21 Tage, dann kann eine Sau trächtig werden. Sie bringt ihre Jungen nach 3 Monaten, 3 Wochen und 3 Tagen zur Welt. Daher kommt der Name 3-3-3-Regel. Ein Wurf besteht aus 6 bis 20 Ferkel. Wenn die kleinen Ferkel geboren sind, sucht sich jedes bei der Mutter eine Zitze aus und nimmt danach nie wieder eine andere. Nach 6 Wochen, also 42 Tagen, werden die Ferkel entwöhnt. In der Fachsprache heißt das Absetzen. Und die Sau kann dann bald wieder trächtig werden. Die Fortpflanzung kann dann aufs Neue erfolgen. Auf dem Hofgut hat man die 42 Sauen in 7 Gruppen zu je sechs Tieren unterteilt. Dann kommt es über das gesamte Jahr gut hin mit der Nachwuchsplanung. Alle drei Wochen wird eine andere Sauengruppe abgesetzt. So nennt man es hier, wenn Mütter und Ferkel getrennt werden. Bereits eine Woche nach dem Absetzen ist die Sau wieder rauschig und kann besamt werden für die folgende Trächtigkeit. Im Ferkelnest muss es schön warm sein und mindestens die Körpertemperatur 37 Grad. Dazu gibt es Wärmelampen. Regelmäßig schaut auch ein Tierarzt nach den Tieren. Es gibt Schweinekrankheiten wie die Maul-und Klauenseuche oder die Schweinepest. Das sind ansteckende Viruserkrankungen, die zumeist tödlich verlaufen. Auch Bio-Tiere können krank werden, allerdings passiert das selten. Mit den Vorzügen der artgerechten Tierhaltung und einer passenden Fütterung wird sehr gut vorgebeugt. Bei Bedarf kommen immer zuerst homöopathische Mittel zum Einsatz. Nur wenn es ernst ist und die nicht helfen, muss notfalls schulmedizinisch behandelt werden.

3 Kommentare

3 Kommentare
  1. Oha da kann man richtig viel lernen

    Von PrinzessinJulie, vor 3 Monaten
  2. Toll 😃

    Von Sophia, vor 3 Monaten
  3. Supper Video

    Von Helena, vor 4 Monaten

Das Hausschwein – Überblick Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das Hausschwein – Überblick kannst du es wiederholen und üben.
  • Wie sieht ein Hausschwein aus? Zeige auf.

    Tipps

    Die Zitzen befinden sich unten am Bauch.

    Hinten am Po hat das Schwein einen Schwanz. Er ist geringelt.

    Lösung

    Das Hausschwein wurde vor langer Zeit aus dem Wildschwein gezüchtet. Die Menschen halten es, um das Fleisch des Tieres zu essen. Das Hausschwein hat eine rosige Hautfarbe. Es hat einen längs gestreiften Körper und einen vergleichsweise großen Kopf. Man erkennt das Schwein gut an seiner Nase. Es ist ein kleiner Rüssel mit 2 Nasenlöchern: die Schweinenase.

  • Was bieten Biobetriebe ihren Schweinen? Nenne.

    Tipps

    Schweine brauchen Platz, um sich zu bewegen.

    Schweine leben in Herden und brauchen daher den Kontakt zu anderen Schweinen.

    Lösung

    Neben der Massentierhaltung gibt es heutzutage auch wieder Biobauernhöfe. Sie schauen mehr auf das Tier und auf das was es braucht. Die Tiere sollen artgerecht leben. Dafür brauchen Schweine Platz und Kontakt zu anderen Schweinen. Sie müssen sich auch aus dem Weg gehen können, sonst verletzen sie sich gegenseitig. Schweine bauen Nester zum Schlafen, und um Ferkel zu bekommen. Dafür brauchen sie Material wie Stroh. Die Schlafplätze bleiben lange sauber, da Schweine nie dort auf Toilette gehen, wo sie schlafen. Wenn sie genügend Platz haben, sind Schweine sehr saubere Tiere.

  • Wie verläuft das Leben eines Mastschweins? Beschreibe.

    Tipps

    Wenn die Ferkel der Sau weggenommen werden, nennt man das Absetzen.

    Auf das Absetzen folgt die Mast. Dabei nehmen die Schweine schnell an Gewicht zu.

    Lösung

    Das Leben eines Mastschweins ist streng geplant. Nach der Geburt bleiben die Ferkel nur kurze Zeit bei der Sau. Auf das Absetzen folgt die Mast. Dabei kriegen die Schweine sehr nahrhaftes Futter und setzen schnell viel Fleisch an. Schon nach 6 Monaten sind die Schweine groß genug, um geschlachtet zu werden.

  • Was ist die Kreislaufwirtschaft auf einem Biohof? Beschreibe.

    Tipps

    Das Futter für die Tiere wird von Biobetrieben meist selbst angebaut.

    Was die Tiere nicht weiter verdauen können, ist bester Dünger für das Feld.

    Lösung

    Auf einem Biobetrieb wird das sogenannte Kreislaufwirtschaften betrieben. Das bedeutet, dass Nährstoffe im Kreislauf gehalten werden und so lange genutzt werden können. Dadurch kann auf künstlichen Dünger verzichtet werden. Das spart Geld und Ressourcen und ist gut für die Umwelt.

  • Wann wird ein Schwein normalerweise geschlachtet? Gib an.

    Tipps

    Die Hausschweine werden schnell groß und schwer.

    Ein Schwein in einem Fleischbetrieb wird nur ein halbes Jahr alt.

    Lösung

    Die heutigen Schweine zur Fleischproduktion wachsen sehr schnell. Mit nur 6 Monaten wiegen sie bereits um die 100 Kilogramm. Das ist in den meisten Fällen ihr Schlachtgewicht. Sie erleben also nicht einmal ihren ersten Geburtstag. In Deutschland sterben jeden Tag viele tausend Schweine. Auch wenn die Schweine in einem Biobetrieb ein besseres Leben haben, ist es doch viel zu kurz.

  • Warum ist eine artgerechte Tierhaltung so wichtig? Erkläre.

    Tipps

    Tiere haben Gefühle so wie wir. Sie können glücklich oder traurig sein.

    Das Wohl des Tieres ist das Wichtigste bei der Haltung.

    Lösung

    Der größte Teil der Schweine hat keinen Auslauf, kein Stroh zum Schlafen und sehr wenig Platz. Dadurch sind sie sehr schmutzig und werden oft krank oder sterben sogar schon im Stall. Um den Tieren ein schönes Leben zu ermöglichen, brauchen sie aber Platz, frische Luft und einen guten weichen Schlafplatz. Viele Tiere leben in unwürdigen Bedingungen. Das kann sich nur ändern, wenn wir weniger Fleisch essen und bereit sind, mehr Geld für das Fleisch zu bezahlen.

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