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Das Hausschwein – Überblick

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Team Wissenswelt
Das Hausschwein – Überblick
lernst du in der 1. Klasse - 2. Klasse

Grundlagen zum Thema Das Hausschwein – Überblick

Weisst du, was ein XXL-Schwein ist und kennst du die 3,3,3-Regel? Dieses Video beantwortet dir diese Frage und gibt dir einen spannenden Einblick in die artgerechte Haltung von Schweinen. Du erfährst etwas zum körperlichen Bau von Hausschweinen und zu ihrem Futter in der artgerechten Tierhaltung. Du lernst die Haltungsbedingungen im Stall und draußen kennen. Und du siehst den kompletten Fortpflanzungszyklus bei Schweinen.

Transkript Das Hausschwein – Überblick

Hausschweine werden heute nur noch ganz selten privat gehalten. Sie dienen uns als Nahrung und werden erzeugt. Wie eine Ware: massenhaft und möglichst billig. Aber ist das auch gut, gesund und artgerecht? Nein, sicher nicht, wenn die Tiere aus der Massentierhaltung kommen. Aber es gibt auch Betriebe, die sich um artgerechte Haltung bemühen: Biobetriebe. Auf diesem Hofgut gibt es einen Eber und 45 Sauen mit Ferkelaufzucht. Hier werden Ferkel erzeugt. Zwei Drittel für den Verkauf, ein Drittel für die hofeigene Mast. Das Hofgut hat sich der ökologischen landwirtschaftlichen Haltung der Tiere verpflichtet und achtet auf artgerechte Haltung. Dazu gehört, dass die Sauen in Gruppen zusammenleben. In den Buchten ist Einstreu von Stroh zu finden. Es gibt Innen- und Außenbereiche, die die Tiere selbstständig aufsuchen können. Gefüttert werden sie mit Raufutter für die Sättigung. Sie fressen Heu und Silage und auch Möhren zusätzlich zum Mastfutter. Hier gibt es dadurch zufriedene und gesunde Tiere. Dazu tragen auch die vielen Scheuerbürsten bei, die gerne genutzt werden. Die Sauen haben viele soziale Kontaktmöglichkeiten, auch Zugang zum Eber ab und zu. Hausschweine können bis zu 12 Jahre alt werden. Die meisten werden aber nicht älter als 6 Monate. Dann wiegen sie etwa 100 Kilogramm und sind schlachtreif. Sie werden an die Schlachterei verkauft und vermarktet. Ihr könnt das Fleisch und die Wurst dann im Supermarkt kaufen. Hier auf dem Hofgut werden XXL-Schweine gemästet. Sie leben immerhin 12 Monate und kommen dabei auf 220 bis 240 Kilogramm Lebendgewicht statt 100 Kilogramm. So wird bei der Weiterverarbeitung eine spezielle Rohwurstherstellung möglich, nach alter traditioneller Handwerkskunst. Unsere Hausschweine stammen alle vom Wildschwein ab. Die verschiedenen Rassen können sehr unterschiedlich aussehen, bilden aber eine einzige Art und gehören zur Familie der echten Schweine. Hausschweine haben einen großen Kopf, einen großen Hals und kurze Beine. Ihr Körper ist gestreckt und je nach Rasse 50 Zentimeter bis 2 Meter lang. Der Schwanz ist geringelt, manchmal eine Quaste. Viele Hausschweine haben kein Fell, sondern ein dichtes Borstenkleid, durch das die rosa Haut hindurch schimmert. Es gibt aber auch Rassen, die dunkel gefärbt sind und ein dunkles Muster tragen. Das Welzheimer-Hausschwein zum Beispiel hat große dunkle Flecken auf hellem Grund. In der ökologischen Schweinehaltung ist Raufutter Vorschrift. Zusätzlich zu Getreide und Leguminosen fressen hier die Schweine auch Heu und Silage. Erstaunlich wie sie sich Heu und Stroh mit der Zunge zupfen können. Heu wird gefressen, das Stroh bleibt liegen. Alles, was oben in das Schweinemaul hineinkommt, kommt nach der Verdauung auch wieder heraus. Hier auf dem Hofgut ist das ein sinnvoller Kreislauf. Mit dem hofeigenen Mist und der Gülle werden die Felder gedüngt. Man kommt ohne mineralische Düngemittel aus, was ganz besonders der Umwelt dient. Alle hier geborenen Ferkel trinken ungefähr 40 Tage lang, also in der gesamten Säugezeit, Milch. Schweine können sehr gut riechen und hören, sehen aber schlecht. Typisch sind die kegelförmige Form des Kopfes und die lange bewegliche Schnauze mit den beiden Nasenöffnungen, den Schweinerüssel. Die Augen sind klein und sitzen hoch am Kopf. Die Ohren laufen spitz zu und hängen oft nach vorne. Die Brunst erfolgt alle 21 Tage, dann kann eine Sau trächtig werden. Sie bringt ihre Jungen nach 3 Monaten, 3 Wochen und 3 Tagen zur Welt. Daher kommt der Name 3-3-3-Regel. Ein Wurf besteht aus 6 bis 20 Ferkel. Wenn die kleinen Ferkel geboren sind, sucht sich jedes bei der Mutter eine Zitze aus und nimmt danach nie wieder eine andere. Nach 6 Wochen, also 42 Tagen, werden die Ferkel entwöhnt. In der Fachsprache heißt das Absetzen. Und die Sau kann dann bald wieder trächtig werden. Die Fortpflanzung kann dann aufs Neue erfolgen. Auf dem Hofgut hat man die 42 Sauen in 7 Gruppen zu je sechs Tieren unterteilt. Dann kommt es über das gesamte Jahr gut hin mit der Nachwuchsplanung. Alle drei Wochen wird eine andere Sauengruppe abgesetzt. So nennt man es hier, wenn Mütter und Ferkel getrennt werden. Bereits eine Woche nach dem Absetzen ist die Sau wieder rauschig und kann besamt werden für die folgende Trächtigkeit. Im Ferkelnest muss es schön warm sein und mindestens die Körpertemperatur 37 Grad. Dazu gibt es Wärmelampen. Regelmäßig schaut auch ein Tierarzt nach den Tieren. Es gibt Schweinekrankheiten wie die Maul-und Klauenseuche oder die Schweinepest. Das sind ansteckende Viruserkrankungen, die zumeist tödlich verlaufen. Auch Bio-Tiere können krank werden, allerdings passiert das selten. Mit den Vorzügen der artgerechten Tierhaltung und einer passenden Fütterung wird sehr gut vorgebeugt. Bei Bedarf kommen immer zuerst homöopathische Mittel zum Einsatz. Nur wenn es ernst ist und die nicht helfen, muss notfalls schulmedizinisch behandelt werden.

Das Hausschwein – Überblick Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das Hausschwein – Überblick kannst du es wiederholen und üben.
  • Wie sieht ein Hausschwein aus? Zeige auf.

    Tipps

    Die Zitzen befinden sich unten am Bauch.

    Hinten am Po hat das Schwein einen Schwanz. Er ist geringelt.

    Lösung

    Das Hausschwein wurde vor langer Zeit aus dem Wildschwein gezüchtet. Die Menschen halten es, um das Fleisch des Tieres zu essen. Das Hausschwein hat eine rosige Hautfarbe. Es hat einen längs gestreiften Körper und einen vergleichsweise großen Kopf. Man erkennt das Schwein gut an seiner Nase. Es ist ein kleiner Rüssel mit 2 Nasenlöchern: die Schweinenase.

  • Was bieten Biobetriebe ihren Schweinen? Nenne.

    Tipps

    Schweine brauchen Platz, um sich zu bewegen.

    Schweine leben in Herden und brauchen daher den Kontakt zu anderen Schweinen.

    Lösung

    Neben der Massentierhaltung gibt es heutzutage auch wieder Biobauernhöfe. Sie schauen mehr auf das Tier und auf das was es braucht. Die Tiere sollen artgerecht leben. Dafür brauchen Schweine Platz und Kontakt zu anderen Schweinen. Sie müssen sich auch aus dem Weg gehen können, sonst verletzen sie sich gegenseitig. Schweine bauen Nester zum Schlafen, und um Ferkel zu bekommen. Dafür brauchen sie Material wie Stroh. Die Schlafplätze bleiben lange sauber, da Schweine nie dort auf Toilette gehen, wo sie schlafen. Wenn sie genügend Platz haben, sind Schweine sehr saubere Tiere.

  • Wie verläuft das Leben eines Mastschweins? Beschreibe.

    Tipps

    Wenn die Ferkel der Sau weggenommen werden, nennt man das Absetzen.

    Auf das Absetzen folgt die Mast. Dabei nehmen die Schweine schnell an Gewicht zu.

    Lösung

    Das Leben eines Mastschweins ist streng geplant. Nach der Geburt bleiben die Ferkel nur kurze Zeit bei der Sau. Auf das Absetzen folgt die Mast. Dabei kriegen die Schweine sehr nahrhaftes Futter und setzen schnell viel Fleisch an. Schon nach 6 Monaten sind die Schweine groß genug, um geschlachtet zu werden.

  • Was ist die Kreislaufwirtschaft auf einem Biohof? Beschreibe.

    Tipps

    Das Futter für die Tiere wird von Biobetrieben meist selbst angebaut.

    Was die Tiere nicht weiter verdauen können, ist bester Dünger für das Feld.

    Lösung

    Auf einem Biobetrieb wird das sogenannte Kreislaufwirtschaften betrieben. Das bedeutet, dass Nährstoffe im Kreislauf gehalten werden und so lange genutzt werden können. Dadurch kann auf künstlichen Dünger verzichtet werden. Das spart Geld und Ressourcen und ist gut für die Umwelt.

  • Wann wird ein Schwein normalerweise geschlachtet? Gib an.

    Tipps

    Die Hausschweine werden schnell groß und schwer.

    Ein Schwein in einem Fleischbetrieb wird nur ein halbes Jahr alt.

    Lösung

    Die heutigen Schweine zur Fleischproduktion wachsen sehr schnell. Mit nur 6 Monaten wiegen sie bereits um die 100 Kilogramm. Das ist in den meisten Fällen ihr Schlachtgewicht. Sie erleben also nicht einmal ihren ersten Geburtstag. In Deutschland sterben jeden Tag viele tausend Schweine. Auch wenn die Schweine in einem Biobetrieb ein besseres Leben haben, ist es doch viel zu kurz.

  • Warum ist eine artgerechte Tierhaltung so wichtig? Erkläre.

    Tipps

    Tiere haben Gefühle so wie wir. Sie können glücklich oder traurig sein.

    Das Wohl des Tieres ist das Wichtigste bei der Haltung.

    Lösung

    Der größte Teil der Schweine hat keinen Auslauf, kein Stroh zum Schlafen und sehr wenig Platz. Dadurch sind sie sehr schmutzig und werden oft krank oder sterben sogar schon im Stall. Um den Tieren ein schönes Leben zu ermöglichen, brauchen sie aber Platz, frische Luft und einen guten weichen Schlafplatz. Viele Tiere leben in unwürdigen Bedingungen. Das kann sich nur ändern, wenn wir weniger Fleisch essen und bereit sind, mehr Geld für das Fleisch zu bezahlen.

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