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Seneca – Leben und Werk

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Die Autor/-innen
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Enno Friedrich
Seneca – Leben und Werk
lernst du im 4. Lernjahr - 5. Lernjahr

Beschreibung Seneca – Leben und Werk

Philosoph, Staatsmann, Erzieher, Dramatiker, Verbannter, Verschwörer, Selbstmörder - und das alles in einer Person? Ja, du hast richtig gelesen, alle diese Bezeichnungen treffen auf Seneca zu. Senecas Leben war genauso spannend wie seine Zeit, und seine Werke versteht man besser, wenn man sein spannendes Leben kennt! In diesem Video lernt ihr alles wichtige über Lucius Annaeus Seneca. Ich stelle euch zuerst sein Leben vor. Dann erkläre ich euch, welcher Philosophenschule Seneca angehörte. Als drittes gebe ich euch dann einen Überblick über Senecas literarisches Werk und erzähle euch, wie man es in die Literaturgeschichte einordnen muss. Am Ende fasse ich das wichtigste noch einmal übersichtlich zusammen. Danach habt ihr einen guten Überblick über Senecas Leben, Werk und Denken und habt genug Hintergrundwissen, um mit dem Übersetzen und Interpretieren richtig loszulegen!

Seneca – Leben und Werk Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Seneca – Leben und Werk kannst du es wiederholen und üben.
  • Ordne die Stationen aus dem Leben Senecas ein.

    Tipps

    Finde zunächst Informationen über Senecas Geburt und seinen Tod.

    Manche Ereignisse in Senecas Leben müssen sich logisch zwingend vor anderen ereignen.

    Lösung

    Lucius Annaeus Seneca wurde im Jahre 1 oder 4 v. Chr. in der Stadt Corduba geboren. Sein Vater schickte ihn schon als Kind nach Rom, damit er gutes Latein sprechen lernte.

    Seneca litt an einer Atemwegserkrankung. Als Seneca 17 Jahre alt war, hatte sich seine Krankheit so verschlimmert, dass er zu seinem Onkel ins warme Ägypten reiste und mehrere Jahre dort lebte. Er kam später nach Rom zurück und wurde wegen seiner rhetorischen Fähigkeiten zu einem sehr erfolgreichen Anwalt. Mit über 30 Jahren begann er die römische Ämterlaufbahn.

    Claudius Frau Messalina wollte ihre Cousine Livilla, eine Rivalin, ausschalten. Deshalb denunzierte sie diese wegen angeblichen Ehebruchs mit Seneca. Claudius schickte Seneca darauf für acht Jahre ins Exil nach Korsika.

    Agrippina, die neue Frau des Kaisers, wollte, dass Seneca zurück nach Rom käme. Er wurde nun Erzieher ihres Sohnes, des zukünftigen Kaisers Nero. Agrippina ermordete ihren Mann Claudius, um ihren Sohn Nero auf den Thron zu bringen. Da Nero zu jenem Zeitpunkt erst 16 Jahre alt war, wurde die Regierung tatsächlich von seinen Beratern geführt. Dazu gehörte auch Seneca.

    Nero wurde danach eigenständiger, aber auch verrückt. 62 n. Chr. fiel Seneca in Ungnade und zog sich aus der Politik zurück. In dieser Zeit verfasste er seine wichtigsten philosophischen Werke. Nero befahl Seneca darauf, sich das Leben zu nehmen, was Seneca danach auch tat.

  • Gib an, welche Aussagen über Senecas Leben zutreffen.

    Tipps

    Prüfe die Aussagen genau. Achte auch auf Details!

    Lösung

    Zwei Aussagen sind falsch und werden hier noch einmal richtiggestellt:

    Senecas Schulfächer waren Dichtung und Philosophie: Seneca hat Rhetorik und Philosophie gelernt.

    Messalina, die erste Frau des Kaisers Claudius, war Senecas Förderin: Messalina denunzierte Seneca wegen Ehebruchs zusammen mit ihrer Cousine Livilla. Deswegen schickte Claudius ihn für acht Jahre ins Exil nach Korsika. Die zweite Frau von Claudius, Agrippina, rief Seneca zurück.

  • Entscheide, welche Werke Seneca schrieb.

    Tipps

    Neben Senecas Werken findest du hier drei Werke von Cicero und Ovid.

    Lösung

    Dies sind einige von Senecas Werken:

    • De ira – Über den Zorn und
    • De clementia – Über die Milde
    Zwei seiner anderen Hauptwerke sind Naturales quaestiones – eine Sammlung von Aufsätzen zur Naturkunde – und Epistulae morales – eine Sammlung von Kunstbriefen an seinen Freund Lucilius. Außerdem verfasste er Dramen wie die Medea.

    Die andere Werke, die nicht zu Seneca gehören, sind Ad Atticum von Cicero und Amores und Ars amatoria, beide von Ovid.

  • Entscheide, welche Aussagen über den Inhalt der Textstelle stimmen.

    Tipps

    Lies den Text langsam durch und versuche, ihn frei wiederzugeben.

    Vergleiche die Aussagen mit den Sätzen des Textes.

    Lösung

    Schauen wir uns nochmal die Aussagen an:

    • Es ist einfach, glücklich zu sein: Seneca sagt am Anfang des Textes adeoque non est facile consequi beatam vitam. Es ist also nicht leicht, ein glückliches (beatam) Leben zu führen. Also die Aussage ist falsch.
    • Man will schnell glücklich werden. Deswegen ist es schwierig, die Glückseligkeit zu erreichen: Die Aussage ist richtig, denn Seneca schreibt ipsa velocitas maioris intervalli causa fit. Die Schnelligkeit selbst ist der Grund für eine immer größere Entfernung.
    • Um die Glückseligkeit zu erreichen, muss man verstehen, worauf man sein Streben richtet: Im Text finden wir dazu Proponendum est itaque primum quid sit quod adpetamus; Deshalb muss man sich zuerst vornehmen, was es sei, worauf man seinen Blick richtet. Die Aussage ist richtig.
    • Der Empfänger des Werks ist Senecas Vater. Das stimmt nicht, denn ganz oben lesen wir in der Anrede Gallio frater – mein Bruder Gallio.
  • Ordne Senecas Werke der richtigen Beschreibung zu.

    Tipps

    Lies dir die Werktitel durch. Kannst du vom Titel her die Gattung ableiten? Epistula zum Beispiel bedeutet Brief.

    Lösung

    Hier sind die Werke und ihre Beschreibungen:

    • De ira – Über den Zorn – ist ein Ratgeber zum Thema Zorn.
    • Naturales quaestiones ist eine Sammlung von Aufsätzen zur Naturkunde.
    • Epistulae morales ist eine Sammlung von Kunstbriefen an Senecas Freund Lucilius, die philosophische Fragen beinhaltet.
    • Medea ist ein Drama.
  • Entscheide, welche Aussagen über den Inhalt der Textstelle richtig oder falsch sind.

    Tipps

    Eine Übersetzung könnte lauten:

    Meide die zerlumpte Kleidung, das strubbelige Haar, den verwilderten Bart, den ungesagten Hass gegen alles Geld, das Sitzen auf bloßer Erde und, was auch immer für einen Plan der verdrehte Weg verfolgt.

    Der bloße Name Philosophie, auch wenn er auch so bescheiden verwendet wird, hat schon etwas Verhasstes: Was noch, wenn wir anfangen, uns der üblichen Lebensweise des Volkes zu entziehen?

    Mindestens zwei Aussagen sind richtig.

    Lösung

    Schauen wir uns nochmal die Aussagen an.

    • Seneca hält den Leser an, arm zu werden, und sagt, dass das Geld wichtig sei : Seneca sagt genau das Gegenteil. Evita (...) . Vermeide (...). Und dann werden unter anderem asperum cultum und intonsum caput genannt.
    • Der Philosoph behauptet, dass die Philosophie nicht geliebt sei. Die Aussage ist richtig, denn Seneca schreibt Satis ipsum nomen philosophiae [...] invidiosum est. Der bloße Name Philosophie [...] hat schon etwas Verhasstes.
    • Menschen sollten die Sitten des Volkes befolgen: Das stimmt, denn ganz unten fragt Seneca rhetorisch quid si nos hominum consuetudini coeperimus excerpere? Auf eine rhetorische Frage erwartet der Fragende keine informative Antwort. Es geht ihm dabei um die verstärkende Wirkung seiner Aussage.
    • Seneca mahnt uns, Irrwege zu vermeiden: Das stimmt auch, denn er empfiehlt: quidquid aliud ambitionem perversa via sequitur, evita.
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