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Akkusativ der Richtung

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Melanie Mohr
Akkusativ der Richtung
lernst du im 1. Lernjahr - 2. Lernjahr

Beschreibung Akkusativ der Richtung

Wohin? Auf diese Frage antwortet im Lateinischen der Akkusativ der Richtung. Du wirst in diesem Video lernen, wie du einen solchen Akkusativ erkennen und richtig übersetzen kannst. Meist steht der Akkusativ der Richtung mit Präpositionen wie in, ad, apud oder prope. Es gibt ihn aber auch ohne Präpositionen, zum Beispiel in der Wendung: Romam venio - ich gehe nach Rom. Außerdem lernst du in diesem Video einige Verben kennen, die stets den Akkusativ der Richtung verlangen, wie beispielsweise nuntiare, convenire oder advenire.

kompaktWissen Latein, 1. Auflage. Klett Lerntraining GmbH: 2010.

Transkript Akkusativ der Richtung

Hallo, ganz nach dem Motto "Wo geht die Reise hin?" beschäftigen wir uns heute mit dem Akkusativ der Richtung. Der Akkusativ der Richtung beantwortet die Frage "Wohin?" und steht meist mit Präpositionen.  Ein Beispiel: "in Italiam navigare" - "mit dem Schiff nach Italien fahren". Ein weiteres Beispiel: "Senatores in curiam convenerunt" - "Die Senatoren kamen in der Kurie zusammen". Bei dem Beispielsatz "Senatores in curiam convernerunt." fällt auf, dass man im Deutschen mit "Wo?" fragt und im Lateinischen mit "Wohin?". Auch ohne Präpositionen gibt es den Akkusativ der Richtung. Zum Beispiel bei feststehenden Wendungen wie "domum, rus, foras, properare", was so viel heißt wie "nach Hause, auf's Land, nach draußen eilen". Oder auch nach Ortsnamen oder bei Ortsnamen steht der Akkusativ der Richtung wie zum Beispiel "Athenas nuntiatum est Graecos apud Romam vicisse.", was so viel heißt wie "In Athen wurde gemeldet, dass die Griechen bei Rom gesiegt haben." Hier sehen wir wieder den Unterschied der Fragen. Im Lateinischen fragt man "Wohin wurde etwas gemeldet?" - "in Athen" -und in der deutschen Übersetzung fragt man "Wo wurde etwas gemeldet?" - "in Athen".  Dann gibt es auch noch einige wenige Verben, die den Akkusativ der Richtung verlangen, wie zum Beispiel "pervenire" oder "advenire", die beide "ankommen" bedeuten. Oder "convenire", was so viel wie "zusammenkommen" heißt. Dann gibt es noch "nuntiare", was so viel heißt wie "melden". Dann noch ein Beispiel: "in urbem advenire" - "in der Stadt ankommen". Zusammengefasst könnt ihr euch merken: Der Akkusativ der Richtung beantwortet meistens im Lateinischen die Frage "Wohin?" und im Deutschen die Frage "Wo?", steht meist mit den Präpositionen "in", "ad", "apud" oder "prope" oder es gibt den Akkusativ der Richtung auch bei feststehenden Wendungen, Ortsnamen und bei bestimmten Verben.  Ich hoffe, ihr habt nun einen guten Überblick über den Akkusativ der Richtung bekommen. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Hatte mir sehr weiter geholfen, da ich es im Unterricht nicht verstanden habe.Danke😀👍📚

    Von Jarsimed, vor mehr als 2 Jahren
  2. ganz ok

    Von Xa X, vor mehr als 3 Jahren

Akkusativ der Richtung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Akkusativ der Richtung kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme alle Akkusative der Richtung.

    Tipps

    Der Akkusativ der Richtung kann mit oder ohne Präposition stehen.

    Er antwortet immer auf die Frage „wohin?“ und gibt die Richtung an, in die man sich bewegt.

    Achtung! Manchmal sagen wir im Deutschen: an einem Ort zusammenkommen. Im Lateinischen fragt man aber: Wohin?

    Achte auf die Kasusendungen!

    Es gibt vier Akkusative der Richtung im Text.

    Lösung

    Der Akkusativ der Richtung antwortet auf die Frage: Wohin? Er gibt die Richtung an, in die man sich bewegt. Logischerweise findest du ihn deshalb auch bei Verben der Bewegung. Sehen wir uns die Akkusative der Richtung aus dem Text genauer an:

    • Romam – nach Rom. Bei Städten und kleinen Inseln steht der Akkusativ der Richtung ohne Präposition.
    • domum – nach Hause. Auch diese Wendung braucht keine Präposition.
    • in atrium – in das Atrium. Im Deutschen fragen wir: Wo zusammenlaufen? Im Lateinischen: Wohin? Hier steht der Akkusativ.
    • ad amicos – zu den Freunden, mit den Freunden zusammenkommen. Hier steht auch der Akkusativ der Richtung.

  • Ordne die Wendungen der richtigen Übersetzung zu.

    Tipps

    In dieser Aufgabe findest du verschiedene Wendungen, die den Akkusativ der Richtung enthalten. Kannst du dich noch an ihre Übersetzungen aus dem Video erinnern?

    Lösung

    In dieser Übung findest du Wendungen, die den Akkusativ der Richtung enthalten. Er antwortet auf die Frage: Wohin?

    Er steht oft mit Ortsangaben und Präpositionen:

    • in Italiam navigare – nach Italien segeln
    • ad amicum properare – zum Freund eilen
    • ad urbem advenire – bei der Stadt ankommen
    • in oppidum currere – in die Stadt laufen
    • in curiam ire – in die Kurie kommen
    Es gibt jedoch auch feststehende Wendungen, die keine Präposition bei sich haben:
    • domum properare – nach Hause eilen
    • rus proficisci – aufs Land reisen
    Auch Städte und kleinere Inseln stehen ohne Präposition, zum Beispiel: Romam oder Athenas ire – nach Rom, nach Athen gehen.

    Achtung:
    Im Deutschen fragt man: „Wo zusammenkommen?“ Im Lateinischen: „Wohin?“ Suche bei convenire also immer einen Akkusativ.

  • Entscheide, ob in, ad oder gar keine Präposition in die Lücken gehört.

    Tipps

    Kannst du dich noch an die Beispielsätze aus dem Video erinnern?

    Wie wurden die Präpositionen dort übersetzt?

    In heißt: nach. Es gibt den genauen Ort an, zu dem man sich bewegt.

    Ad heißt: zu etwas hin, in die Umgebung von etwas.

    Erinnerst du dich an die Wendungen im Akkusativ ohne Präposition?

    Lösung

    Der Akkusativ der Richtung steht oft zusammen mit einer Präposition. Sie verdeutlicht die Funktion des Akkusativs und gibt an, ob man sich direkt irgendwohin bewegt oder nur in die Richtung von etwas. Die häufigsten Präpositionen mit dem Akkusativ der Richtung sind:

    • in – in, nach
    • ad – zu etwas hin
    Um diese Aufgabe zu lösen, siehst du dir die Präpositionen im Deutschen an und überlegst, ob sie eine genaue Ortsangabe machen oder nur eine ungefähre Richtung angeben.

    Es heißt:

    • ad litus – zur Küste hin
    • ad mercatores – zu den Händlern hin
    • in forum – auf das Forum
    • in Africam – nach Afrika
    Achtung: Manche Ausdrücke stehen ganz ohne Präposition nur im Akkusativ. Das sind hier Romam (nach Rom) und rus (aufs Land).

  • Übersetze die Wendungen mit dem Akkusativ der Richtung.

    Tipps

    Achte bei deiner Übersetzung auch auf die Zeit und die Personalendung des Prädikats.

    Vokabelhilfen:

    • flumen, fluminis (n.) – der Fluss
    • convenire, convenio – zusammenkommen
    • pervenire, pervenio – gelangen, erreichen

    Lösung

    In allen Sätzen dieser Übung findest du einen Akkusativ der Richtung. Man fragt: Wohin? Zunächst solltest du dir das Prädikat ansehen und die Person und Zeit bestimmen. Dann kannst du den Akkusativ der Richtung übersetzen.

    • In forum convenimus. – Wir kommen oder kamen auf dem Forum zusammen. (Achtung: Im Deutschen fragen wir „wo", im Lateinischen „wohin".)
    • Domum redeunt. – Sie gehen nach Hause zurück.
    • Ad flumen properatis. – Ihr eilt zum Fluss hin.
    • In silvam pervenio. – Ich gelange oder gelangte in den Wald.
    • Foras venis. – Du kommst oder kamst nach draußen.

  • Vervollständige den Text über den Akkusativ der Richtung.

    Tipps

    Wenn du nicht sofort weißt, was in eine Lücke gehört, dann lass sie erst einmal offen und bearbeite sie später noch einmal.

    Hier noch ein Beispiel für den Akkusativ der Richtung:

    in urbem pervenire – in die Stadt gelangen.

    Lösung

    Nach dem Akkusativ der Richtung fragt man: Wohin? Du findest ihn nach Verben der Bewegung. Oft steht er zusammen mit einer Präposition. Die häufigsten Präpositionen mit dem Akkusativ der Richtung sind:

    • in – nach
    • ad – zu etwas hin
    Es gibt aber auch feststehende Wendungen ohne Präposition:
    • domum – nach Hause
    • foras – nach draußen
    • rus – aufs Land
    Auch Städte und kleine Inseln stehen ohne Präposition:
    • Romam ire – nach Rom gehen
    • Athenas currere – nach Athen eilen
    Achtung: Auch nach den Verben advenire (ankommen) und convenire (zusammenkommen) steht im Lateinischen der Akkusativ der Richtung. Geht man nach der deutschen Übersetzung, würde man einen Ablativ erwarten, denn man fragt: Wo? Im Lateinischen folgt aber der Akkusativ auf die Frage: Wohin?

    Zum Beispiel:

    • in curiam conveniunt- sie kommen in der Kurie zusammen

  • Vervollständige die Sätze, indem du das Substantiv im richtigen Kasus einfügst.

    Tipps

    In dieser Aufgabe findest du Akkusative der Richtung und Ablative des Ortes.

    Nach dem Akkusativ der Richtung fragt man: „Wohin?" Und nach dem Ablativ des Ortes: „Wo?"

    Suche zuerst die passende Vokabel für die Übersetzung.

    Überlege dann, ob du den Akkusativ oder Ablativ brauchst. Achte auf die passende Endung.

    Lösung

    In dieser Aufgabe findest du Akkusative der Richtung und Ablative des Ortes. Die Präposition in kann mit beiden stehen.

    • Der Akkusativ der Richtung steht immer nach Verben der Bewegung. Er antwortet auf die Frage: Wohin?
    • Der Ablativ des Ortes steht nach Verben mit der Bedeutung: irgendwo sein, sich befinden, sich aufhalten. Er antwortet auf die Frage: Wo?
    Schau dir also den Satz genau an und suche zuerst die passende Vokabel. Wenn du die beiden Formen gefunden hast, überlegst du, welche der beiden Fragen passt. Dann setzt du sie ein.
    • Barbari se in silvas abdiderunt – Die Barbaren zogen sich in die Wälder zurück. Hier fragt man: Wohin? Es muss der Akkusativ stehen.
    • In oppidum properamus – Wir eilen in die Stadt. Auch hier fragt man: Wohin? Es steht der Akkusativ.
    • Rufus in templo deos colit – Rufus verehrt im Tempel die Götter. Wir fragen: Wo verehrt er sie? Das muss der Ablativ sein.
    • Caesar nuntium in provinciam misit – Der Kaiser schickte einen Boten in die Provinz. Wir fragen: Wohin schickte er ihn? Das ist ein Akkusativ der Richtung.
    • In Italia sum. – Ich bin Italien. Hier fragen wir: Wo bin ich? Es handelt sich eindeutig um den Ablativ des Ortes.

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