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Akkusativ – Besondere Verwendung

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Die Autor*innen
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Johanna Weinert
Akkusativ – Besondere Verwendung
lernst du im 3. Lernjahr - 4. Lernjahr

Akkusativ – Besondere Verwendung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Akkusativ – Besondere Verwendung kannst du es wiederholen und üben.
  • Vervollständige den Text über die Akkusativfunktionen.

    Tipps

    Ein Beispiel für einen Akkusativ als inneres Objekt ist:

    proelium pugnare – eine Schlacht schlagen.

    Ein Beispiel für einen adverbialen Akkusativ ist:

    id studere – sich darum bemühen.

    Ein Kärtchen bleibt in der Ablage übrig.

    Lösung

    Akkusativobjekte kennst du sicher schon. Sie stehen immer bei transitiven Verben – also bei den Verben, die ein Ziel haben. Danach fragt man: Wen oder was? Man spricht deshalb auch vom äußeren Objekt.

    Ein Beispiel: amicum advocare – den Freund anrufen.

    Daneben gibt es aber auch Verben, die kein Ziel haben. Man nennt sie intransitiv. Solche kennst du bestimmt schon: ire – gehen, vivere – leben. Hier kann man nicht fragen: Wen oder was?

    Trotzdem haben solche Verben manchmal einen Akkusativ bei sich. Er verdeutlicht den Inhalt der Handlung. Man spricht dann von einem inneren Objekt. Häufig wird dazu ein Verb mit einem ähnlich klingenden Substantiv aus demselben Stamm kombiniert. Man nennt das figura etymologica.

    Ein Beispiel: proelium pugnare – eine Schlacht schlagen. proelium wäre hier zum Verständnis gar nicht nötig, aber man setzt es dazu, um es besser klingen zu lassen.

    Manchmal steht der Akkusativ bei intransitiven Verben auch in Form eines Pronomens, z. B. id dubitare – daran zweifeln. Das Pronomen ist dabei immer Neutrum. Aus dieser Kombination hat sich der adverbiale Akkusativ entwickelt: multum carne vivere – am meisten von Fleisch leben.

  • Ordne die adverbialen Akkusative der richtigen Übersetzung zu.

    Tipps

    Ordne zunächst die adverbialen Akkusative den Übersetzungen zu, bei denen du dir sicher bist. Schaue dann, welche übrig bleiben.

    Fallen dir einige Wörter aus Fremdsprachen oder aus Naturwissenschaften auf? Was heißt denn zum Beispiel „plus“ bei der Addition?

    Lösung

    Der adverbiale Akkusativ hat sich aus den Formen von Pronomen entwickelt. Sie stehen bei transitiven Verben und sind ein inneres Objekt. Es sind Adverbien, die zumeist eine Menge oder einen Grad der Handlumg angeben und im Akkusativ stehen.

    • multum – viel, oft, sehr
    • plus – mehr
    • plurimim – sehr viel, am meisten
    • tantum – so viel, nur
    • magnam partem – zum großen Teil
    • nihil – durchaus nicht

  • Vervollständige die Übersetzungen.

    Tipps

    Schau dir die inneren Objekte genau an und überlege, was geschieht. Übersetze dabei möglichst exakt und Wort für Wort in der Reihenfolge.

    Vokabeltipps:

    • carmen, carminis n. – Lied
    • cursum currere – einen Lauf laufen
    • facinus (n.) facere – eine Tat machen, eine Tat begehen
    • parere, pareo, parui – gehorchen
    • stultus, a, um – dumm
    Lösung

    Alle diese Sätze enthalten einen Akkusativ als inneres Objekt. Dabei steht ein Objekt in Verbindung mit einem Verb und hat eine bestimmte Bedeutung.

    Hier kommt nun die Auflösung der Sätze:

    1. Marcus und Tiberius singen ein Lied. – Das innere Objekt hierbei ist carmen canere, was bedeutet: ein Lied singen.
    2. Die Athleten Lucius und Servius laufen einen Lauf in der Arena. – Das innere Objekt ist cursum currere und heißt: einen Lauf laufen, eine Bahn rennen. Es handelt sich dabei also um eine figura etymologica.
    3. Der Sohn gehorchte dem Vater.
    4. Die Schüler gehen zur Schule.
    5. Quintus begeht eine dumme Tat. – Das innere Objekt ist „facinus facere“, das gleichzeitig auch eine figura etymologica ist.

  • Gib an, bei welchen Sätzen ein Akkusativ als inneres Objekt verwendet wird.

    Tipps

    Der Akkusativ als inneres Objekt ist ein Substantiv mit einem Verb. Das Substantiv ist entweder sinnverwandt oder stammverwandt und damit abhängig vom Verb.

    Verwechsle nicht das innere Objekt mit dem adverbialen Akkusativ!

    Der adverbiale Akkusativ beantwortet Fragen zu den adverbialen Bestimmungen der Zeit, des Ortes, der Art und Weise und des Grundes.

    Drei Sätze sind korrekt.

    Lösung

    Hier die Lösungen der Aufgabe:

    • Die Soldaten kämpfen in einer heftigen Schlacht. – Das innere Objekt lautet proelium pugnare.
    • Die Sueben leben wenig von Getreide, vielmehr hauptsächlich von Milch und Fleisch. – Hier findet man kein inneres Objekt. maximam partem (größerenteils, hauptsächlich) ist lediglich ein adverbialer Akkusativ und darf nicht mit dem inneren Objekt verwechselt werden.
    • Die Athleten gewinnen den Wettkampf. – Hier ist das innere Objekt vorhanden. Das lateinische Wort certamen steht in Verbindung mit einem intransitiven Verb, vincere, und ist daher ein inneres Objekt.
    • Die Senatoren zweifeln daran.* – „id dubitare* ist ein inneres Objekt, das aus dem Akkusativ Neutrum des Demonstrativpronomens is, ea, id stammt. id steht in Verbindung mit einem intransitiven Verb.
    • Zu dieser Zeit lebten viele Römer in Rom. eo tempore ist kein inneres Objekt.
  • Ordne die Wendungen der richtigen Übersetzung zu.

    Tipps

    Welche Wörter kommen dir bekannt vor? Verbinde erst einmal die bekannten Wörter und gehe danach nach dem Ausschlussprinzip vor.

    Lösung

    Du hast gelernt, dass der Akkusativ als inneres Objekt fungieren kann. Dabei trifft ein Objekt auf ein Verb und bildet so ein inneres Objekt.

    Typisch ist das innere Objekt auch bei Pronomen. Dabei bilden ein Verb im Infinitiv und ein Pronomen wie hoc, id oder multum, die im Akkusativ stehen, eine Einheit und haben eine feste Bedeutung.

    Im Folgenden findest du die Lösungen der Aufgabe:

    • id dubitare – daran zweifeln
    • id persuadere – davon überzeugen
    • hoc consentire – darin übereinstimmen
    • id studere – danach streben
    • multum valere – viel gelten
    Präge dir diese Wendungen am besten gleich gut ein! Sie werden dir in vielen lateinischen Texten begegnen.

  • Untersuche, wo im Text sich Akkusative als inneres Objekt und adverbiale Akkusative befinden.

    Tipps

    Wiederhole noch einmal, was einen Akkusativ als inneres Objekt ausmacht:

    Ein inneres Objekt ist ein Substantiv in Verbindung mit einem Verb. Das Verb ist entweder sinnverwandt oder vom gleichen Stamm. Das nennt man auch figura etymologica.

    Ein adverbialer Akkusativ hingegen drückt zumeist eine Mengenangabe in Form eines Adverbs aus, das im Akkusativ steht.

    Im gesamten lateinischen Text findest du vier Mal den Akkusativ als inneres Objekt und drei Mal den adverbialen Akkusativ.

    Lösung

    Die folgenden Sätze enthalten entweder einen Akkusativ als inneres Objekt und/oder einen adverbialen Akkusativ:

    • Turpem servitutem serviunt. – Sie leben in schändlicher Knechtschaft. Du siehst, dass servitutem und servire vom gleichen Stamm abstammen und somit ein inneres Objekt bilden.
    • In horto multum agere debere vident. – Im Garten sehen sie, dass sie vieles machen müssen. multum fungiert hier als adverbialer Akkusativ und bezeichnet die Menge: viel.
    • Plerumque Lydia flores carpit et Marcus flores rigat. – Meistens muss Lydia die Blumen pflücken und Marcus die Blumen gießen. Du siehst, dass in diesem Satz nur plerumque als adverbialer Akkusativ vorhanden ist.
    • Ceterum etiam carmen canunt. – Sie singen im Übrigen auch Lieder. Carmen canere ist ein inneres Objekt, da ein Substantiv auf ein intransitives Verb trifft. Der adverbiale Akkusativ ceterum steckt ebenfalls in diesem Satz.
    • Iucundam vitam vivunt. – Sie leben ein erfreuliches Leben. Die figura etymologica vitam vivere ist ein inneres Objekt.
    • Tamen somnium somniant. – Dennoch träumen sie einen Traum. somnium somniare ist eine figura etymologica und daher zwingend ein inneres Objekt.
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