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Verteilungszahlen – je ein, je zwei, je drei...

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Lateintutor
Verteilungszahlen – je ein, je zwei, je drei...
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Grundlagen zum Thema Verteilungszahlen – je ein, je zwei, je drei...

Nach den cardinalia und den ordinalia sind in diesem Video die distributiva an der Reihe. Im Vordergrund steht die Bildung dieser Zahlen mit den grammatischen Besonderheiten. Die Nähe zu den Adjektiven der a-/o-Deklination wird betont. Die Verwendung von milia bei den Verteilungszahlen ab 1000 wird vorgestellt und anschließend beispielhaft einige Zahlenzusammensetzungen erklärt.

Transkript Verteilungszahlen – je ein, je zwei, je drei...

Ein herzliches Salvete von eurem Lateintutor Martin. Heute geht es um die Verteilungszahlen, auf Latein: die distributiva. An Vorwissen benötigt ihr die Adjektive der a-, o-Deklination, sowie die cardinalia und die ordinalia. Die ersten drei distributiva lauten singuli, singulae, singula, je ein, bini, binae, bina, je zwei und terni, ternae, terna, je drei. An der Vokabelangabe seht ihr schon: Die distributiva werden dekliniert wie die Adjektive der a-, o-Deklination im Plural. Zwei Beispiele: Singuli viri heißt je ein Mann. Und schon zu Anfang müssen wir aufpassen: viri ist Plural, während der Mann Singular ist. Wir können aber auch übersetzen: einzelne Männer. Bei allen anderen distributiva tritt dieses Problem aber nicht auf. Binae feminae heißt je zwei Frauen. Sehen wir uns die ersten zehn distributiva an. Je ein heißt singuli. Je zwei bini, je drei terni, je vier quaterni, je fünf quini, je sechs seni, je sieben septeni, je acht octoni, je neun noveni und je zehn deni. Die Zahlen von elf bis zwanzig lauten folgendermaßen: je elf undeni, je zwölf duodeni, je dreizehn terni deni, je vierzehn quaterni deni, je fünfzehn quini deni, je sechzehn seni deni, je siebzehn septeni deni, je achtzehn duodeviceni, je neunzehn undeviceni und je zwanzig viceni. Wie schon bei den Ordinalzahlen bestehen je elf und je zwölf aus einem Wort. Und bei je achtzehn und je neunzehn wurde von je zwanzig zurückgerechnet. Duodeviceni heißt also wörtlich: je zwei weniger als zwanzig. Gehen wir zu den Zehnern über. Je zehn sind deni, je zwanzig viceni, je dreißig triceni, je vierzig quadrageni, je fünfzig quinquageni, je sechzig sexageni, je siebzig, septuageni, je achtzig octogeni, je neunzig nonageni und je hundert centeni. Die Zahlen werden folgendermaßen zusammengesetzt: Je einundzwanzig heißt singuli et viceni. Je zweiundzwanzig bini et viceni. Und so weiter. Aber je neunundzwanzig heißt undetriceni. Und je neunundneunzig undecenteni. Jetzt fehlen noch die Hunderter. Je hundert heißt centeni, je zweihundert duceni, je dreihundert treceni, je vierhundert quadringeni, je fünfhundert quingeni, je sechshundert sesceni, je siebenhundert septingeni, je achthundert octingeni, je neunhundert nongeni und je tausend singula milia. Wir setzen wieder zusammen: Je zweihundertsiebenunddreißig heißt duceni septeni et triceni, aber je zweihundertachtunddreißig heißt duceni duodequadrageni. Besonders leicht zu verwechseln sind je dreißig triceni und je dreihundert treceni. Sehen wir uns noch einmal je tausend an. Singula milia bedeutet wörtlich einzelne Tausende. Singula ist ein distributivum, während milia ein cardinale ist. Auf diese Art und Weise können wir weiterzählen. Je zweitausend sind bina milia. Je dreitausend terna milia. Und so weiter. Je zweitausendfünfhundert Soldaten heißt dann bini milia et quingeni militum. Militum ist Genitivus partitivus und hängt von milia ab. Also wörtlich: je zweitausendfünfhundert an Soldaten. Zum Gebrauch von milia könnt ihr euch im Video zu den cardinalia genauer informieren. Ich hoffe, ihr behaltet eure gute Laune, obwohl die Zahlen so schwer zu lernen sind und verabschiede mich mit einem herzlichen Valete. Euer Lateintutor Martin

Verteilungszahlen – je ein, je zwei, je drei... Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Verteilungszahlen – je ein, je zwei, je drei... kannst du es wiederholen und üben.
  • Erstelle eine Liste der Distributivzahlen.

    Tipps

    Schau dir besonders den Stamm der Wörter an, viele erkennst du von den Kardinalzahlen wieder: tres, quattuor, quinque ...

    Erinnere dich, dass Zahlen wie achtzehn und neunzehn anders gebildet werden als andere Zehner.

    Sie heißen „zwei weniger als zwanzig“ und „eins weniger als zwanzig“.

    Genauso ist es auch bei den Distributivzahlen.

    Lösung

    Wenn du dir bei der Übersetzung einiger Distributivzahlen nicht sicher bist, schau dir den Stamm genauer an. In vielen erkennst du die Grundzahlen wieder: tres, quattuor, quinque, sex ...

    Die ersten beiden Formen singuli, singulae, singula (je ein) und bini, binae, bina (je zwei) solltest du aber auswendig lernen.

    Die gesuchten Formen lauten:

    • je zehn – deni (vergleiche: decem – zehn)
    • je fünf – quini (vergleiche: quinque – fünf)
    • je zwanzig – viceni (vergleiche: viginti – zwanzig)
    • je achtzehn – duodeviceni (vergleiche: duodeviginti – achtzehn).

  • Beschrifte das Bild, indem du die passenden Distributivzahlen einsetzt.

    Tipps

    Wie oft gibt es die Amphore, die Brote, Trauben, Äpfel und Nüsse?

    Zähle sie und suche dann das passende lateinische Zahlwort.

    Achtung: Drei Zahlwörter passen in keine Lücke.

    Sie sind entweder viel zu groß oder stehen für eine falsche Anzahl.

    Lösung

    Zuerst solltest du die abgebildeten Gegenstände im Korb zählen. Wieviele Äpfel, Nüsse, Trauben, Brote und Amphoren sind es?

    Dann gehst du die Reihe der Zahlwörter durch und suchst das Wort, das die richtige Anzahl angibt. Achtung: Die Zahlen sind hier als Distributivzahlen angegeben. Es heißt also: je zwei Brote, je drei Äpfel und so weiter.

    Wenn du nicht mehr genau weißt, wie die Distributivzahl gebildet wird, überlege, wie die Kardinalzahl oder Multiplikativzahl heißt (eins, zwei, drei – einmal, zweimal, dreimal ...). Anhand des Stamms kannst du dir die Distributivzahl oft erschließen, wie bei octoni – je acht, von octo – acht.

    Die Lösung sieht wie folgt aus:

    • singulae (amphorae) – je ein Krug
    • denae (uvae) – je zehn Trauben
    • terna (mala) – je drei Äpfel
    • octonae (nuces) – je acht Nüsse
    • bini (panes) – je zwei Brote.
    Die Wörter centeni (je hundert), viceni (je zwanzig) und quaterni (je vier) passen nicht.

  • Ordne die richtigen Zahlwörter in die Sätze ein.

    Tipps

    Achtung: In dieser Übung brauchst du nur Distributivzahlen.

    Vier der Formen passen nicht – es sind Kardinalzahlen, Ordinalzahlen oder andere.

    Überlege, ob du die Form mit „je ...“ übersetzt – je ein, je zwei ...

    Oder heißt sie „-mal“, also einmal, zweimal ...?

    Lösung

    Um das richtige Zahlwort zu finden, musst du zuerst überlegen, um was für eine Art von Zahl es sich handelt. Gesucht waren hier immer Distributivzahlen. Das erkennst du an der Übersetzung mit „je ...“, also: je ein, je zwei.

    Gehe die Reihe der Distributivzahlen im Kopf durch und stoppe, wenn du bei der gesuchten angekommen bist. Gesucht sind:

    • denos (servos) – je zehn (Sklaven)
    • quina (exempla) – je fünf (Beispiele)
    • singulos (equos) – je ein (Pferd)
    • tricenis (hostibus) – mit je dreißig (Feinden).
    Beachte, dass die Distributivzahlen dekliniert werden wie Adjektive der a- und o-Deklination. Sie passen sich an das Bezugswort an.

    Beachte, dass nicht alle Zahlwörter aus der Aufgabe Distributivzahlen sind:

    • decimos kommt von decimus, a, um und heißt: der zehnte, das ist eine Ordinalzahl
    • quinque heißt einfach fünf (ohne „je“), es ist eine Kardinalzahl
    • semel bedeutet einmal und ist eine Multiplikativzahl.
    treceni ist zwar eine Distributivzahl, heißt aber „je dreihundert“ – das ist hier nicht gesucht.

  • Vervollständige die Übersetzung der Sätze.

    Tipps

    Vokabelhilfen:

    • amphora, -ae (f.) – der Krug, das Gefäß
    • nummus, -i (m.) – die Münze.

    Alle Zahlwörter in der Aufgabe sind Distributivzahlen.

    Sie geben an, wie oft etwas jeweils vorkommt.

    Lösung

    In dieser kleinen Szene wirst du Zeug/-in eines Marktgesprächs. Gerade in diesem Bereich findest du häufig Distributivzahlen. So lässt sich am besten beschreiben, wie viel jemand pro Ware will.

    Bei der Übersetzung musst du bei singuli, -ae, -a aufpassen. Im Lateinischen findest du es im Plural vor. Wir übersetzen es im Deutschen aber im Singular.

    Schauen wir uns also die Lösung an:

    • (pro) singula amphora – für je eine Amphore oder einen Krug
    • senos nummos – je zehn Münzen oder Geldstücke
    • novenos nummos – für je neun Münzen.

  • Übersetze die Distributivzahlen.

    Tipps

    Ziehe Zahlen über zehn auseinander, um sie besser übersetzen zu können.

    undeni besteht aus un- und deni, also je eins plus zehn (1 + 10),

    undeviceni ist un-, de und viceni, also: je eins weniger als je 20,

    quini deni ist je fünf und je zehn (je 5 und je 10).

    Was ergibt das jeweils?

    Schau dir den Stamm der Distributiva an. Erkennst du bekannte Zahlen?

    Lösung

    Distributivzahlen sind eigentlich nicht schwer zu bilden: ab zwei wird immer die Silbe -ni an das Ende gehängt. Um herauszufinden, welche Zahl es ist, musst du also auf den Stamm davor schauen. Die meisten Zahlen erkennst du wieder, wenn du schon die Kardinal-, Ordinal- oder Multiplikativzahlen kennst.

    Bei Zahlen über zehn gibt es eine Besonderheit: sind sie aus mehreren Einzelzahlen zusammengesetzt, werden alle als Distributivzahl geschrieben. Es heißt also: quini deni („je fünf je zehn“) für je fünfzehn.

    Wenn du eine zusammengesetzte Zahl übersetzt, zerlege sie zuerst in Einzelteile.

    Die Lösungen für unsere Übungszahlen lauten:

    • quaterni – je vier
    • quini deni – je fünfzehn (wörtlich: „je fünf je zehn“)
    • un-de-viceni – je neunzehn (wörtlich: „eins weniger als je zwanzig“)
    • terni – je drei
    • undeni – je elf (wörtlich: „eins (und) je zehnmal“).

  • Bilde die Distributivzahlen in der richtigen Form.

    Tipps

    Achte auf die Kongruenz zwischen Zahlwort und Bezugswort.

    Denk daran, dass die Distributiva nach der a- und o-Deklination gebildet werden.

    Das Bezugswort kann auch zu einer anderen Deklination gehören.

    Wichtig ist, dass beide in Kasus, Numerus und Genus übereinstimmen.

    Lösung

    Um diese Aufgabe zu lösen, brauchst du mehr als nur Vokabelwissen. Du musst nämlich nicht nur das passende Zahlwort finden, sondern auch noch seine Endung an das Bezugswort anpassen. Die Bezugswörter stehen in verschiedenen Fällen und Geschlechtern, sind Singular oder Plural.

    Gesucht sind hier immer nur Distributivzahlen. Sie werden nach der a- und o-Deklination gebildet. Doch nicht jedes Bezugswort gehört auch zu dieser Deklination. Um das Zahlwort anzupassen, musst du den Kasus, den Numerus und das Genus des Bezugswortes bestimmen.

    Alle Bezugswörter sind hier Plural. Die Lösungen lauten:

    • centeni milites – je hundert Soldaten (Nominativ maskulinum)
    • terna templa – je drei Tempel (Nominativ oder Akkusativ neutrum)
    • sexagenis discipulis – je sechzig Schüler (Dativ oder Ablativ maskulinum)
    • vicenas olivas – je zwanzig Oliven (Akkusativ femininum)
    • singulis victoribus – je einem Sieger (Dativ oder Ablativ maskulinum).

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