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Relativsätze bei Caesar und Cicero 06:09 min

Relativsätze bei Caesar und Cicero Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Relativsätze bei Caesar und Cicero kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne jeweils die Besonderheit des Satzes.

    Tipps

    Suche in den Sätzen die Relativpronomen und Bezugswörter.

    Gibt es mehrere Relativpronomen?

    Taucht ein Bezugswort vielleicht mehrmals auf?

    Lösung

    In den Sätzen findest du alle vier Besonderheiten aus dem Video.

    Der erste Satz hat zwei Relativsätze: quos hodie cognoverunt und in quibusque orationes traditae sunt. Beide beziehen sich auf das gleiche Bezugswort libros (die Bücher). Das zweite Relativpronomen hat ein angehängtes -que. Sie sind also miteinander verbunden. Auch in der Übersetzung erscheinen beide Relativsätze als Relativsätze und werden mit „und“ verknüpft: „Bücher, die wir noch heute kennen und in denen Reden überliefert sind“.

    Im zweiten Satz ist das Bezugswort in den Relativsatz hineingezogen: Quas ist das Relativpronomen und bezieht sich auf orationes (die Reden). Orationes steht aber im selben Teilsatz wie quas. Beim Übersetzen tust du so, als ob orationes nicht darin stehen würde: Die Reden, die... .

    Im dritten Satz sind facta (die Taten) das Bezugswort des Relativsatzes. Der Relativsatz beginnt mit quibus. Darin wird facta nochmal wiederholt - und zwar im Ablativ factis. Wir übersetzen es nur einmal: die Taten, für die... .

    Der letzte Satz hat wiederum zwei Relativsätze. Hier stehen sie aber unverbunden nebeneinander. Es gibt also kein -que oder et. Beim Übersetzen übersetzen wir nur den ersten als Relativsatz und sagen: Die Bücher, die Cicero schrieb... .

  • Entscheide, welche Übersetzung des Satzes richtig ist.

    Tipps

    Schau dir den ersten Teilsatz genau an.

    Welche Besonderheit aus dem Video enthält er?

    Wie wurde das Beispiel dort übersetzt?

    Zwei Lösungen sind richtig.

    Lösung

    Der Beispielsatz hat eine Besonderheit, die du im Video ganz am Anfang kennen gelernt hast: das Bezugswort ist hier in den Relativsatz hineingezogen.

    Normalerweise kennst du es ja, dass ein Relativsatz sich auf ein Wort bezieht, das außerhalb steht, also in einem übergeordneten Satz. Hier ist amicitia das Bezugswort (die Freundschaft). Darauf bezieht sich quae (die). Beide stehen aber im selben Teilsatz.

    Wie kann man das übersetzen?

    Ganz einfach: wir ziehen im Deutschen die Freundschaft aus dem Relativsatz heraus und sagen:

    • Die Freundschaft, die es zwischen wenigen Menschen gibt, dauert das ganze Leben.
    Etwas vereinfacht geht es auch so:
    • Eine Freundschaft zwischen wenigen Menschen dauert das ganze Leben an.

  • Bestimme die Besonderheiten in den Sätzen.

    Tipps

    Suche zunächst nach den Relativsätzen. Bestimme anschließend ihre Bezugswörter.

    Gleichwertig nennt man zwei Relativsätze, wenn sie durch ein Bindewort verknüpft sind, zum Beispiel et (und).

    Stehen zwei Relativsätze ohne Verbindung nacheinander, sind sie nicht gleichwertig.

    Lösung

    Relativsätze bei Caesar und Cicero haben einige Besonderheiten.

    Im ersten Satz findest du das Relatvpronomen quibus: Homines facta cognoverunt, quibus factis Cicero clarissimus fuit. Das Pronomen steht im Ablativ Plural und bezieht sich auf facta. Wenn du dir den Relativsatz anschaust, siehst du, dass er nochmal eine Form von factum enthält, nämlich factis. Das Bezugswort wird also im Relsativsatz wiederholt. Bei der Übersetzung lässt du es weg: Die Menschen kennen die Taten, durch die Cicero sehr berühmt war.

    Im zweiten Satz ist das Relativpronomen quas: Quas Cicero habuit orationes, hodie omnes cognovimus. - Ein passendes Bezugswort findest du nicht im Hauptsatz, aber im Nebensatz: orationes. Bei der Übersetzung ziehst du es einfach zurück in den Hauptsatz: Heute kennen alle die Reden, die Cicero gehalten hat.

    Im dritten Satz findest du zwei Relativpronomen quos und quibus: Cicero libros conscripsit, quos hodie cognovimus, /in quibusque orationes traditae sunt. - Beide Pronomen beziehen sich auf libros. Du hast hier also die Verbindung zweier Relativsätze. Zwischen beiden Relativsätzen steht ein -que. Das ist eine verbindende Konjunktion. Beide Relativsätze sind also gleichwertig. Die Übersetzung lautet: Cicero schrieb Bücher, die wir heute kennen und in denen Reden überliefert worden sind.

    Auch im letzten Satz gibt es zwei Relativsätze: Libri sunt, quos Cicero conscripsit, quos hodie omnes legunt - beide werden eingeleitet durch quos, und beide beziehen sich auf libri. Anders als im Satz 3 gibt es diesmal keine Konjunktion. Daher sind sie nicht gleichwertig! In der Übersetzung wird einer der Relativsätze als Teil des Hauptsatzes übersetzt: Die Bücher, die Cicero schrieb, lesen heute alle.

  • Vervollständige die Übersetzung.

    Tipps

    Bei allen Relativsätzen ist das Bezugswort in den Relativsatz hineingezogen.

    Relativpronomen und Bezugswort sind jeweils fett hervorgehoben.

    Ziehe beim Übersetzen das Bezugswort aus dem Relativsatz heraus und mache es zum Teil des übergeordneten Satzes.

    Ein Beispiel:

    Quas scripsi epistulas, tibi mittam.

    Die Briefe, die ich schrieb, werde ich dir schicken.

    Vokabelhilfen:

    • liber, libri (m.) - das Buch
    • natio, nationis (f.) - das Volk, der Stamm
    • scribere, scribo, scripsi - schreiben
    • bellum gerere - Krieg führen.

    Lösung

    In allen Sätzen ist das Bezugswort in den Relativsatz hineingezogen. Bezugswort und Relativpronomen sind jeweils fett markiert.

    Um den Satz übersetzen zu können, nimmst du das Bezugswort heraus und machst es zum Teil des übergeordneten Hauptsatzes. Du stellst es dem ganzen Satz voran.

    Im Relativsatz lässt du es dann weg.

    Du kannst sagen:

    • Die Bücher, die Caesar schrieb, werden von vielen gelesen.
    • Den Krieg, den er mit den Galliern führte, beschreibt er in seinem Buch.
    • Die Völker, die in Germanien leben, werden von Caesar beschrieben.

  • Erschließe die Besonderheit in den Beispielsätzen.

    Tipps

    Suche zuerst den Haupt- und Relativsatz. Schau dir dann den Relativsatz genauer an. Welche der Besonderheiten kannst du entdecken?

    Lösung

    In der Aufgabe findest du alle vier Phänomene wieder, die du im Video kennen gelernt hast. Um festzustellen, welches jeweils vorliegt, solltest du dir zuerst klar machen, wo der Haupt- und Relativsatz jeweils ist.

    Schau dir dann den Relativsatz genau an und prüfe, welche der Beschreibungen auf ihn zutrifft. Ist das Bezugswort hineingezogen? Wird es wiederholt? Oder gibt es sogar zwei Relativsätze, die verbunden oder unverbunden sind?

    • Der erste Satz beginnt mit einem Relativsatz mit quod. Das quod bezieht sich auf vallum, das im selben Teilsatz steht. Im Hauptsatz fehlt das Bezugswort. Es ist also in den Relativsatz hineingezogen. Beim Übersetzen nimmst du es wieder heraus und stellst es dem ganzen Satz voran.
    • im zweiten Satz beginnt der erste Relativsatz mit quae. Er hat ein Bezugswort, nämlich bella. Die Besonderheit ist hier, dass noch ein weiterer Relativsatz folgt: quae raro pacem ferunt. Beide Relativsätze folgen unverbunden aufeinander, es gibt keine Konjunktion. Sie sind nicht gleichwertig. Beim Übersetzen machst du den ersten Relativsatz zum Teil des Hauptsatzes und übersetzt den zweiten so, wie er da steht.
    • Im dritten Satz gibt es auch wieder zwei Relativsätze, die aufeinander folgen. Sie sind aber durch ein -que (und) verbunden. Deshalb sind sie gleichwertig. Du übersetzt ganz wörtlich.
    • Im vierten Satz hast du einen Relativsatz, der sich auf pacem bezieht. Er beginnt mit qua. Die Besonderheit ist hier, dass pax nochmal in einem anderen Kasus im Relativsatz wiederholt wird: pace. Du lässt es beim Übersetzen einfach weg.

  • Übersetze die Relativsätze.

    Tipps

    Vokabelhilfen:

    • coniuratio, coniurationis (f.) - die Verschwörung
    • res publica (f.) - der Staat, das Staatswesen
    • perdere, perdo - verderben, zerstören
    • poena, -ae (f.) - die Strafe
    • capere, capio - hier: fangen, fassen
    • Catilinae, -ae (m.) - Catilina (Eigenname; ein Verschwörer)

    Schau dir den Satz genau an. Welche Besonderheit liegt vor, die du im Video kennen gelernt hast?

    Wo ist das Relativpronomen und sein Bezugswort?

    Lösung

    Jeder der drei Sätze enthält eine andere Besonderheit, die du im Video kennen gelernt hast. Schau dir die Sätze genau an und überlege, wo das Relativpronomen und sein Bezugswort ist.

    • Im ersten Satz wird das Bezugswort im Relativsatz wiederholt: coniurationem - coniuratione. Darauf bezieht sich qua. Wir lassen es beim Übersetzen das zweite mal weg und sagen einfach: Cicero enthüllte die Verschwörung, mit der Catilina den Staat umstürzen wollte.
    • Der zweite Satz hat gleich zwei Relativsätze. Sie sind unverbunden, stehen also ohne et oder -que nebeneinander. Beim Übersetzen verbinden wir den ersten Relativsatz mit dem Hauptsatz. Den zweiten übersetzen wir ganz normal: Die Verbrecher, die nicht fliehen konnten, bestrafte er.
    • Im dritten Satz ist das Bezugswort in den Relativsatz hineingezogen. Quem bezieht sich auf Catilinam, der im selben Teilsatz steht. Beim Übersetzen ziehen wir das Bezugswort heraus und machen es zum Teil des Hauptsatzes: Catilina, den er nicht fasste, fand in der Schlacht den Tod.