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Indirekte Rede – Beispiele 07:55 min

11 Kommentare
  1. gut

    Von Claudia D., vor fast 2 Jahren
  2. idt sehr gut erklährt ich bin ja in der 6 Klasse und das war bis jetzt unser schwerstes Thema das wir bis jetzt hatten

    Von Samy S., vor etwa 2 Jahren
  3. gut erklärt

    Von Samy S., vor etwa 2 Jahren
  4. Guten Morgen! Habe gerade die von Hood of Mercy gestellte Frage gelesen. Da ich aber nicht direkt – sondern nur indirekt, quasi außerhalb des Spielfeldes – am Dialog teilnehme, wollte ich nur die Überlegungen kundtun, die mir so spontan durch den Kopf gegangen sind:
    Hat das Problem etwas mit der „consecutio temporum“ zu tun, die Zeitenfolge, die ja bei Nebensätzen in der „oratio obliqua“ beachtet werden soll und in der Vergangenheit bei gleichzeitigen Handlungen Konjunktiv Imperfekt verlangt?
    Demnach müsste, wenn ich nicht falsch liege, gelten: …narravit (Perfekt) -> timerent (Konj. Imperfekt) […weil sie den Zorn fürchteten]
    Aber im Deutschen halten wir uns, soweit ich das überblicke, nicht so konsequent an diese Zeitenfolge und benutzen nach einem Plusquamperfekt auch gerne wieder ein Plusquamperfekt (wir steigen gerne zweimal in den gleichen Fluss -, was der Fluss-Lehre des weisen Heraklits allerdings widerspricht). - Ob das, worauf Hood ja hinweist, auch für die Wiedergaben, der anderen Sätze gelten könnte?
    Wie dem auch sei: Ich wünsche allen einen schönen Weihnachtsabend. Wie der zu übersetzen ist, kann ich nicht sagen, meine aber mal gelesen zu haben wie „jener Abend der dem Tag der Geburt Jesu Christi vorhergeht „vesper is, qui praecedit diem natalem Iesu Christi“ – ganz schön umständlich „so ein Vortag“.
    Valete!

    Von Eemilelv, vor mehr als 4 Jahren
  5. Hallo Eemilelv,
    ja, ganz recht, Achillea ist der Akkusativ zu Achilles. Das liegt daran, dass das Lateinische sich diesen griechischen Namen sprachlich einverleibt hat, teilweise aber die Endungen der griechischen Deklination beibehalten hat.
    Wenn du dazu noch mehr Beispiele sehen willst, wirf doch mal einen Blick in dieses Video: http://www.sofatutor.com/latein/videos/griechische-deklination
    Danke auch für deinen Hinweis zur Übung 4. Jetzt müssten beiden Varianten möglich und richtig sein.
    Schönes Wochenende und liebe Grüße aus der Latein-Redaktion

    Von Carolin Wallura, vor mehr als 4 Jahren
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Indirekte Rede – Beispiele Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Indirekte Rede – Beispiele kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, welche Sätze indirekte Rede enthalten.

    Tipps

    Der Hauptsatz der indirekten Rede ist immer ein AcI. Findest du einen Infinitiv, der Teil eines AcI sein könnte?

    Du kannst auch von der deutschen Übersetzung ausgehen. Eine indirekte Rede im Deutschen weist stets einen Konjunktiv auf. Findest du ihn?

    Lösung

    Formuliert man im Lateinischen eine indirekte Rede, braucht man dazu zwei Dinge: einen AcI und den Konjunktiv. Hauptsätze werden in der indirekten Rede nämlich in einen Akkusativ mit Infinitiv umgewandelt, Nebensätze treten in den Konjunktiv.

    Um eine indirekte Rede zu finden, musst du also nach einem AcI oder Konjunktiv suchen.

    • Der erste Satz weist keinen Infinitiv auf. Es kann also schon gar keine indirekte Rede vorliegen.
    • Im zweiten Satz findest du hingegen den Infinitiv fuisse. Ist er Teil eines AcI? - Ja, das ist er: hunc amorem ist der dazugehörige Akkusativ. Zudem hängt der Satz von einem Verbum finitum ab, narrat - das ist ein Verb des Sagens.
    • Im dritten Satz findest du ebenfalls einen Infinitiv. Es fehlt aber ein Verbum finitum. Wie du weißt, kann dieses wegfallen. Aber wir haben einen Akkusativ: virem fortem Achillea. Also wird berichtet, was Achill gemacht habe. Daher können wir hier eine indirekte Rede erkennen.
    • Im vierten Satz ist auch beides vorhanden: ein AcI und ein Nebensatz im Konjunktiv. Das übergeordnete finite Verb ist credunt (sie glauben). Es ist ein Satz mit indirekter Rede.
    • Der fünfte Satz hat dagegen gar nichts von alledem - weder ein übergeordnetes Verb, noch einen AcI oder Konjunktiv. Es ist ein ganz normaler Aussagesatz ohne direkte oder indirekte Rede.

  • Benenne alle Textabschnitte, die in indirekter Rede stehen.

    Tipps

    Suche wieder zunächst einen AcI. Wenn du ihn gefunden hast, musst du noch nach einem Nebensatz mit Konjunktiv suchen.

    Lösung

    Die indirekte Rede besteht aus einem AcI und manchmal noch aus einem Nebensatz im Konjunktiv. Also suchst du zunächst einen Infinitiv. Im ersten Satz findest du revertere. Nun brauchst du einen Akkusativ, der als Subjekt dienen kann. Graeci steht aber im Nominativ. Also ist der erste Satz keine indirekte Rede.

    Nun schau dir den zweiten Satz an: Hier findest du potuisse. Wer soll etwas gekonnt haben? Richtig. Die Griechen. Graecos ist hier ein Akkusativ, daher hast du einen AcI gefunden. Dieser hängt von narrat ab. Also ist der Ausdruck Graecos ... potuisse eine indirekte Rede.

    Genauso gehst du weiter vor. Suche immer nach einem AcI und Verben im Konjunktiv. Auch die Übersetzung kann dir helfen: habe, hätte, sei oder wäre weisen darauf hin, dass jemand die Aussage einer anderen Person nur wiedergibt. Hier sind es die Dichter und Schrifsteller, deren Bericht wiedergegeben wird.

    Tatsachen, also direkte Rede, ist dagegen im Indikativ formuliert.

  • Vervollständige die Übersetzung der indirekten Rede - „habe“, „hätte“, „sei“ oder „wäre“?

    Tipps

    Die indirekte Rede übersetzt man im Deutschen normalerweise mit dem Konjunktiv I (sei, habe).

    Sieht er aus wie der Indikativ, dann nimmt man den Konjunktiv II (wäre, hätte).

    Lösung

    Der AcI Graecos .. oppugnavisse ist die indirekte Rede in dem lateinischen Satz. Im Deutschen müssen wir einen Hauptsatz formulieren, also: Die Griechen ... hätten bekämpft. Wir brauchen Konjunktiv II, weil „haben“ wie ein Indikativ aussieht.

    Im zweiten Satz haben wir wieder einen AcI, also den Hauptsatz in der indirekten Rede: Im Deutschen wird daraus wieder ein Hauptsatz mit Konjunktiv: Neptun habe ... gehindert.

    Genauso gehst du bei den anderen Sätzen vor. Suche zuerst die Verbformen in der indirekten Rede und bestimme, von welchem Infinitiv sie kommen.

    Dann versucht du zuerst, sie mit „habe“ oder „sei“ wiederzugeben. Wenn sich das nicht wie ein Konjunktiv anhört, nimmst du „hätte“ oder „wäre“.

  • Vervollständige die Übersetzung, indem du die indirekte Rede richtig wiedergibst.

    Tipps

    Im Deutschen stehen die Hauptsätze der indirekten Rede im Konjunktiv I (er sei..., er habe... usw.).

    Aber: Denke an die Ausnahme: Wenn der Konjunktiv I wie ein Indikativ aussieht, brauchst du den Konjunktiv II (wäre, hätte usw.).

    Lösung

    In Achillea necavisse erkennst du einen AcI, der von dem übergeordneten Verb narrat abhängt. Also hast du eine indirekte Rede vor dir. Im Deutschen musst du nun einen Hauptsatz formulieren, der einen Konjunkiv beinhaltet: Achill habe viele Trojaner getötet.

    Im zweiten Satz findest du Graecos expugnavisse. Hier musst du mit Konjunktiv II übersetzen, weil „haben“ wie ein Indikativ aussieht. Also wählst du hier „hätten“.

    Richtig übersetzt lauten die Sätze:

    • Homer erzählt, Achill habe (oder: hätte) viele Troianer getötet.
    • Die Griechen haben (oder: hätten) auch Tempel erobert (oder: eingenommen) und Beute gemacht (oder: geraubt oder: mitgenommen).
    • Achilles habe (oder: hätte) zwei Sklavinnen entführt (oder: geraubt).
    • Der Heerführer der Griechen habe (oder: hätte) den Held beneidet, weil jener immer die größte Beute gefordert habe (oder: hätte).
    • Achill habe (oder: hätte) ihm eine Sklavin geben müssen.
    • Der zornige Achilles habe (oder: hätte) sich vom Kampf ferngehalten (oder: sich nicht am Kampf beteiligt).

  • Gib an, welche Übersetzungen richtig sind.

    Tipps

    Überlege zuerst, was der übergeordnete Satz ist. Er steht im Indikativ.

    Überlege dann, von wo bis wo die indirekte Rede geht.

    Im Deutschen wird die indirekte Rede durch den Konjunktiv I ausgedrückt. Achte also darauf, ob sie richtig mit sei, wäre, habe oder hätte wiedergegeben ist.

    Lösung

    Der Beispielsatz besteht aus mehreren Teilen: Poeta narrat ist der übergeordnete Satz. Er steht ganz normal im Indikativ.

    Davon hängt eine indirekte Rede ab. Sie besteht aus zwei Hauptsätzen im AcI:

    • Ulixem subito amore accensum fuisse und
    • atque eam rapere voluisse.
    Vom ersten Teil hängt noch ein Nebensatz ab, der von cum eingeleitet wird und im Konjunktiv steht:
    • cum filiam regis aspiceret.
    Beim Übersetzen müssen wir darauf achten, alles in den Konjunktiv zu setzen. Den übergeordneten Satz können wir entweder voranstellen oder als Einschub später einfügen:
    • Der Dichter erzählt, Odysseus sei sofort vor Liebe entflammt gewesen, als er die Königstochter erblickt habe, und habe sie rauben wollen.
    • Odysseus sei, wie der Dichter erzählte, sofort vor Liebe entflammt gewesen, als er die Königstochter gesehen habe, und habe sie rauben wollen.
    Nur diese beiden Lösungen sind richtig.

    Bei den anderen sind Fehler passiert:

    • In der zweiten Übersetzung wurde im Deutschen der Konjunktiv vergessen: er war entflammt, er erblickte, er wollte rauben.
    • In der dritten Übersetzung wurde der übergeordnete Satz aus Versehen in die indirekte Rede hineingezogen: nicht der Dichter, sondern Odysseus war von Liebe entflammt.
    • In der fünften Übersetzung hat man den AcI falsch wiedergegeben: auch hier wurde der Dichter (poeta) aus Versehen zum Subjekt gemacht.

  • Forme die lateinischen Sätze von direkter in indirekte Rede um.

    Tipps

    Bei der indirekten Rede wird im Lateinischen der Hauptsatz zum AcI. Dabei wird das Subjekt, das zuvor im Nominativ stand, zum Akkusativ. Aus dem Prädikat wird ein Infinitiv.

    Lösung

    Beim Umformen in die indirekte Rede musst du zunächst alle Hauptsätze zu einem AcI machen. Alle Nebensätze treten in den Konjunktiv.

    Für einen AcI setzt du das Subjekt vom Nominativ in den Akkusativ. Aus dem Prädikat machst du einen Infinitiv. Achte darauf, die richtige Zeitstufe des Infinitivs zu wählen - Präsens oder Perfekt.

    Aus Ulixes wird also Ulixem und aus paravit (Perfekt) wird der Infinitv Perfekt paravisse. Objekt und adverbiale Ergänzungen bleiben immer gleich.

    Jetzt können wir die einzelnen Sätze durchgehen:

    • Aus Graeci Troianis insidias paraverunt (Die Griechen haben den Trojanern eine Falle gestellt) wird: Graecos Troianis insidias paravisse (Die Griechen hätten den Troianern eine Falle gestellt) - hier mit Konjunktiv II, da „haben“ gleichlautend mit dem Indikativ wäre.
    • Aus Miles servas abduxit (Der Soldat führte die Sklavinnen fort) wird militem servas abduxisse (Der Soldat habe die Sklavinnen fortgeführt).
    • Poeta narravit: „Uxor imperatorem Graecorum bello confecto necavit“ (Der Dichter erzählte: „Die Ehefrau tötete den Ferldherren der Griechen nach dem Ende des Krieges.“) wird zu: Poeta narravit uxorem imperatorem Graecorum bello confecto necavisse. (Der Dichter erzählte, die Ehefrau habe den Feldherren der Griechen nach dem Ende des Krieges getötet.)
    • Und nun zum letzten Satz, der nicht nur einen Hauptsatz, sondern auch einen Nebensatz aufweist, der in die indirekte Rede gesetzt werden soll: Ulixes decem annos domum revertere nequivit, quia Neptunus eum impedivit. (Odysseus konnte zehn Jahre lang nicht nach Hause zurückkehren, da Neptun ihn daran hinderte.) Jetzt musst du den Hauptsatz in einen AcI und den Nebensatz in einen Nebensatz mit Konjunktiv Imperfekt setzen, also: Ulixem decem annos domum revertere non potuisse, quia Neptunus eum impediret. (Odysseus habe zehn Jahre lang nicht nach Hause zurückkehren können, da Neptun ihn daran gehindert habe.)