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Landschaftsformen

Die Erde besteht aus Wasser- und Landflächen mit charakteristischen Formen wie Bergen, Tälern und Ebenen. Lerne die Großlandschaften von Deutschland und Europa kennen. Interessiert? Mehr über die Entstehung und Klassifizierung der Landschaftsformen erfährst du im nachfolgenden Text.

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Team Realfilm
Landschaftsformen
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Landschaftsformen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Landschaftsformen kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme die Landschaftsformen und ihre Merkmale.

    Tipps

    Flüsse schneiden sich durch die Kraft des Wassers in die Landschaft ein und formen dabei Täler.

    Als Hügel bezeichnet man, im Vergleich zu Bergen, eher weichere und weniger hohe Landschaftsformen.

    Lösung

    An dieser Stelle hast du wichtige Landschaftsformen kennengelernt. Diese lassen sich jedoch noch genauer unterscheiden.

    • Täler beispielsweise können in Form von breiten U-Tälern auftauchen. Dann wurden sie meist von Gletschern geformt.
    • Sind sie aber eher tief ins Gestein eingegraben, nennt man sie V-Täler. Dies ist die häufigste Form der Flusstäler im Gebirge.
    • In flachen Landschaften formen die Flüsse ganze Ebenen, sodass die Täler gar nicht mehr zu erkennen sind.
    • Schluchten sind Sonderformen der Täler. Sie entstehen, wenn das Gestein besonders hart ist und das Wasser sich nicht so weitläufig in den Untergrund graben kann.
  • Benenne die Kollisionsgebirge dieser Erde.

    Tipps

    Das Kollisions- bzw. Faltengebirge in Südamerika sind die Anden.

    Die Rocky Mountains verlängern die Gebirgskette der Anden über Südamerika hinaus nach Nordamerika.

    Lösung

    Nahezu alle größeren Erhebungen auf dieser Erde entstehen durch die Kollision von Platten.

    • Diese Kollision ist über Millionen Jahre hinweg so intensiv, dass das Gestein im Untergrund aufgefaltet wird. Daher nennt man die Kollisionsgebirge auch Faltengebirge.
    • Es gibt aber auch noch andere Gebirgsformen.
    • So hängt beispielsweise auch die Entstehung des Harzes mit der Kollision der Afrikanischen und der Eurasischen Platte zusammen.
    • Jedoch ist im Zuge der Gebirgsbildung der Alpen lediglich der Untergrund in Mitteldeutschland über weite Teile aufgebrochen.
    • Einzelne Schollen haben sich dabei erhoben.
    • So kommt es zu der Bezeichnung Bruchschollengebirge.
  • Vergleiche, welche Landschaftsformen durch endogene oder exogene Kräfte entstehen.

    Tipps

    Fjorde findet man an den Küsten Skandinaviens. Diese Täler sind tief und breit und durch frühere Gletscher entstanden.

    Geysire sind heiße Quellen, die durch Wärme aus dem Erdinneren aufgeheizt werden.

    Lösung

    Die endogenen Kräfte aus dem Erdinneren wirken auf die Landschaften dieser Erde eher aufbauend, während die exogenen Kräfte sowohl auf- als auch abbauend wirken.

    Doch woher kommen diese endogenen Kräfte überhaupt?

    • Je tiefer man ins Erdinnere vordringt, desto heißer wird es.
    • Daher bewegen sich die kontinentalen und ozeanischen Platten auch auf einer heißen Gesteinsschmelze.
    • Dies ist die sog. Asthenosphäre, die sich zähplastisch verhält.
    • Dort können sich also - ähnlich wie in der Luft oder im Wasser - die Massen bewegen, um Temperaturunterschiede auszugleichen.
    • Dies passiert jedoch deutlich langsamer als im Wasser oder in der Luft.
    • Die Bewegungen führen dazu, dass sich auch die Platten bewegen, die auf der Gesteinsschmelze schwimmen.
    • Daher kommt es zu Kollisionen oder Rissen in der Erdkruste.
    • Die Folge sind die Entstehung von Gebirgen, Grabenbrüchen oder Vulkanen.
  • Erläutere die Entstehung der Anden.

    Tipps

    Die alpidische Gebirgsbildung, in deren Zusammenhang auch die Anden entstanden, begann vor ca. 150 Mio. Jahren.

    Flüssiges Gestein heißt im Erdinneren Magma, tritt es jedoch durch Vulkane an die Erdoberfläche, bezeichnet man dies als Lava.

    Lösung

    Die Anden sind ein Gebirge mit vielen Extremen:

    • Außerhalb Asiens gibt es hier die höchsten Gipfel der Welt.
    • Die Anden gehören zu den Kordilleren, ein langgezogenes Gebirgssystem, das von Alaska bis Feuerland reicht.
    • Der Titicaca-See ist einer der höchsten Süßwasserseen der Erde und liegt in den Anden.
    • Die Anden sind die Gebirgskette mit den meisten aktiven Vulkanen.
    • Die Anden erstrecken sich aufgrund ihrer Nord-Süd-Ausdehnung über fast alle Klimazonen.
  • Beschreibe landschaftsformende Faktoren.

    Tipps

    Schluff ist ein sehr feinkörniges Sediment.

    Erosion ist eine Form der Abtragung von Materialien durch Wind, Wasser oder Eis.

    Lösung

    Neben dem Begriff der Erosion kann man die Abtragung durch Wind auch als Deflation bezeichnen.

    • Dieser Prozess beschreibt vor allem die Ausblasung von trockenen Lockermaterialien.
    • Hauptsächlich geschieht dies in den Trockengebieten dieser Erde. Dort fehlt auch der Schutz der Erdoberfläche durch Vegetation.
    • Nimmt der Wind dann ab oder werden die Materialien an Hindernissen abgelagert, bilden sich Dünen oder sog. Lössschichten.
    Doch auch in unseren Mittelbreiten kann Deflation ein Problem sein.
    • Vor allem dann, wenn landwirtschaftliche Nutzflächen in den Wintermonaten keine Vegetationsdecke haben, kann fruchtbarer Oberboden fortgeweht werden.
    • Oft fehlen Hecken, Sträucher und Bäume am Rande der Felder, um diesen Prozess zu bremsen.
    • Einfache Maßnahmen, wie die Pflanzung von Hecken oder eine Aussaat winterharter Pflanzen würden diesen Prozess deutlich aufhalten.

  • Ordne die Prozesse während der Eiszeit chronologisch.

    Tipps

    In der Vergangenheit gab es drei große Eiszeiten. Die letzte setzte vor ungefähr 100.000 Jahren ein und dauerte bis vor rund 10.000 Jahren.

    Die großen Eismassen bildeten sich im Norden und drangen dann immer weiter gen Süden vor.

    Erst nach dem Abtauen der Gletscher wurden die neuen Landschaftsformen sichtbar.

    Lösung

    In der jüngeren Erdgeschichte war der Wechsel von Kalt- und Warmzeiten typisch.

    • Aufgrund der Position der Erde im Sonnensystem und wegen Schwankungen des Kohlendioxid-Gehalts in der Luft gibt es natürliche Klimaschwankungen.
    • Jedoch gab es noch nie in der jüngeren Geschichte der Erde einen solch rasanten Anstieg der Temperatur wie heute.
    • Dies lässt sich mit dem Beginn der Industriellen Revolution und dem damit beginnenden menschlichen Kohlendioxid-Ausstoß erklären.
    • Die letzte Eiszeit war nur rund 5 °C kälter als der heutige Durchschnitt.
    • Viele Menschen können sich daher kaum vorstellen, welche Folgen ein Temperaturanstieg um 2 °C für die Welt hat.