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Jean-Paul Sartre und der Existenzialismus – Leben und Werk

Erfahre mehr über den berühmten französischen Philosophen und Autor. Vom Moment seiner Geburt in Paris bis zu seinem Einfluss auf den Existenzialismus – alles in unserem Steckbrief. Interessiert? Das und vieles mehr findest du im folgenden Text!

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Die Autor*innen
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Französisch-Team
Jean-Paul Sartre und der Existenzialismus – Leben und Werk
lernst du im 3. Lernjahr - 4. Lernjahr

Jean-Paul Sartre und der Existenzialismus – Leben und Werk Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Jean-Paul Sartre und der Existenzialismus – Leben und Werk kannst du es wiederholen und üben.
  • Ergänze die Sätze mit dem korrekten Vokabular. Complète le texte sur la vie de Sartre.

    Tipps

    Jean-Paul Sartre war Franzose und wurde in der französischen Hauptstadt geboren.

    Sartre ist der Begründer einer neuen philosophischen Richtung.

    Sartre hat als Lehrer und Autor gearbeitet.

    Lösung

    Jean-Paul Sartre wurde 1905 in Paris geboren.

    Nachdem er sein Abitur und sein Studium der Philosophie – beides an sehr angesehenen französischen Institutionen – erfolgreich absolviert hatte, arbeitete Sartre einige Jahre als Lehrer an einem französischen Lycée.

    Später widmete er sich ganz seiner Tätigkeit als Autor. Er schrieb Novellen, Romane, Essays und Artikel.

    Sartre engagierte sich auch politisch und lehnte 1964 den Nobelpreis für Literatur ab.

  • Gib die Informationen zu Sartres persönlichen Beziehungen wieder. Mets les phrases sur les relations de Sartre en ordre.

    Tipps

    Achte beim Sortieren der Satzteile auf die Zeichensetzung und die Großschreibung am Satzanfang.

    Beachte die französische Satzstellung: Subjekt, Prädikat, Objekt.

    Lösung

    Obwohl Sartre eher klein und auf einem Auge blind war, kann man ihn dennoch als Frauenheld bezeichnen.

    Eine dauerhafte Beziehung hatte er mit der bekannten Autorin und Feministin Simone de Beauvoir (1908–1986). Die beiden hatten sich während des Studiums an der École Normale Supérieure kennengelernt. Sie führten eine offene Beziehung und hatten beide noch andere Liebhaber. Sartre und de Beauvoir siezten sich ihr ganzes Leben lang.

    Sartre war ebenfalls ein enger Freund von Albert Camus, Autor des Romans Der Fremde. Unter anderem teilten die beiden ihre philosophischen Ideen zum Existentialismus. Ihre Freundschaft fand jedoch ein Ende, als Sartre begann, sich kommunistisch-marxistischen Ideen zu nähern.

  • Gliedere die Informationen zu Sartres Werken. Trie les informations sur les œuvres de Sartre.

    Tipps

    Jedem Werk muss eine der folgenden Informationen zugeordnet werden:

    • Jahr der Veröffentlichung
    • Textsorte
    • Inhalt

    Der Ekel ist das älteste und Die Wörter das jüngste Werk der genannten Werke.

    Der Ekel heißt im Französischen La nausée, Das Sein und das Nichts bedeutet L'Être et le Néant, Das Spiel ist aus heißt auf Französisch Les jeux sont faits und Die Wörter bedeutet Les Mots.

    Lösung

    Jean-Paul Sartre war viel schriftstellerisch tätig. Er verfasste Novellen, Romane, Essays, Drehbücher für Theaterstücke und Artikel.

    In seinen Werken vertrat er immer wieder seine Theorie des Existentialismus.

    • Der Roman Der Ekel wurde 1938 veröffentlicht und beschreibt die Absurdität der menschlichen Existenz.
    • Der Essay Das Sein und das Nichts, 1943 publiziert, behandelt die Philosophie des Existentialismus.
    • Das Theaterstück Das Spiel ist aus aus dem Jahr 1947 erzählt die Geschichte eines Mannes und einer Frau, die sich nach ihrem Tod kennen lernen, verlieben und eine zweite Chance erhalten, ins Leben zurück zu kehren.
    • Im autobiographischen Roman Die Wörter zeichnet Sartre 1964 seine Kindheit nach.
  • Gib an, welche Definition der Philosophie von Sartre entspricht. Coche la bonne définition sur la philosophie de Sartre.

    Tipps

    Exister ist das Verb zum Substantiv existence.

    Sartre hat eine Philosophie zum Sein des Menschen entwickelt.

    « L'existence précède l'essence. » bedeutet: „Die Existenz geht dem Wesen voraus.“

    Lösung

    Der Begriff Existentialismus stammt vom Wort Existenz ab. Im Zentrum der Philosophie steht die Existenz des Menschen.

    Sartre postuliert, dass „die Existenz dem Wesen vorausgeht“. Das bedeutet, dass der Mensch noch nicht definiert, also ausgereift ist, wenn er auf die Welt kommt. Der Mensch muss sich deshalb erst selbst, durch seine Handlungen und Entscheidungen, erschaffen.

    Er muss wählen, wie und wer er sein, wie er leben möchte. Er muss also sein Wesen, sein Sein, wählen und gestalten. Er allein ist für diese Wahl verantwortlich.

  • Bestimme, wann welches Ereignis aus Sartres Leben stattgefunden hat. Lie les dates aux événements dans la vie de Sartre.

    Tipps

    Der Ort von Sartres Geburt und der seines Todes sind identisch.

    Baccalauréat ist das französische Wort für Abitur; agrégation bedeutet Staatsexamen.

    Lösung

    Sarte wurde 1905 in Paris geboren und starb 1980 auch dort.

    Im Jahre 1922 legte er sein Abitur und 1929 sein Staatsexamen ab.

    Er arbeitete zunächst als Lehrer und widmete sich dann ganz der Literatur.

    1964 lehnte er den Nobelpreis für Literatur ab, um seine Unabhängigkeit zu schützen.

  • « L'homme est condamné à être libre. » Vervollständige die Definition mit dem richtigen Vokabular. Complète le texte en utilisant le bon vocabulaire.

    Tipps

    Der oben angegebene Satz stammt aus Sartres Theorie zum Existentialismus.

    Im Existentialismus wird davon ausgegangen, dass es weder das Schicksal noch eine Vorherbestimmung noch einen Gott gibt. Der Mensch ist also frei und muss sich selbst erfinden.

    Diese Freiheit birgt positive und negative Konsequenzen: einerseits bietet sie dem Menschen viele Möglichkeiten und Handlungsspielräume, andererseits nimmt sie den Menschen komplett und schonungslos in die Verantwortung.

    Lösung

    Der Existentialismus besagt, dass es keine menschliche Natur gibt, die das menschliche Verhalten oder die Entscheidungen, die ein Mensch trifft, im Vornherein bestimmen. Es gibt kein Schicksal und keinen Gott, der über unsere Handlungen entscheidet. Wenn es aber keine menschliche Natur, kein Schicksal und keinen Gott gibt, die uns vorschreiben oder anleiten, wie wir uns verhalten sollen, bedeutet dies, dass der Mensch die Freiheit hat, das zu tun, was er möchte. Somit hat der Mensch die Möglichkeit, sich selbst zu erfinden, seine eigenen Regeln, Werte und Normen zu entwickeln und entsprechend zu agieren.

    Aber die Menschen haben sich ihre Freiheit nicht ausgesucht. Das formuliert Sartre, indem er sagt, dass die Menschen dazu verurteilt sind, frei zu sein. Einerseits ist diese Freiheit eine große Möglichkeit, andererseits bedeutet sie eine große Verantwortung. Der Mensch ist allein dafür verantwortlich, wie und wer er ist – und welche Konsequenzen seine Handlungen haben. Der Mensch muss sich selbst definieren, seine Regeln, Werte und Moral formulieren.