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Persönlichkeiten aus der Literatur

Von Dichtern und Philosophinnen - lerne hier die spannendsten Persönlichkeiten aus der französischen Literatur kennen.

Persönlichkeiten aus der französischen Literatur

Die französische Literaturgeschichte ist reich an berühmten Werken und interessanten Persönlichkeiten. Hier stellen wir dir die Wichtigsten vor. C'est parti !

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Charles Baudelaire

Charles Baudelaire ist einer der bedeutendsten französischen Dichter. Er wird am 09. April 1821 in Paris geboren und stirbt dort bereits am 31. August 1867. Sein bekanntestes Werk ist der Gedichtband Les Fleurs du Mal, „Die Blumen des Bösen“. Nach einer unglücklichen Kindheit ist auch sein Leben als Erwachsener von Drogen, Schulden und Weltschmerz gezeichnet. Als einer der ersten Künstler befasst er sich in seinen Werken mit Menschen, die ein weniger gutes Leben haben und protestiert damit gegen die bürgerliche Selbstzufriedenheit. Die Großstadt Paris inspiriert ihn dabei mit ihren schönen sowie schäbigen und düsteren Seiten.

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Arthur Rimbaud

Der französische Lyriker Arthur Rimbaud wird am 20. Oktober 1854 in der kleinen nordfranzösischen Stadt Charleville-Mézières geboren. Durch die strenge Erziehung seiner Mutter sehr eingeengt, wünscht er sich nichts sehnlicher als Freiheit. Nach mehreren Fluchtversuchen schafft er es endlich nach Paris. Dort verfasst er Gedichte, die genauso freigeistig sind wie er selbst und die als wegbereitend für Surrealismus, Symbolismus und Existentialismus gelten. Im Alter von 20 Jahren hört das Lyrik-Wunderkind nach einem schweren Streit mit seinem Freund Paul Verlaine abrupt mit dem Schreiben auf. Rimbaud reist nach Afrika und beginnt ein Abenteurerleben fernab der Literatur. Am 10. November 1891 stirbt er im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen einer Operation in Marseille. Sein wildes, faszinierendes und sehr kurzes Leben inspiriert Ende der 1960er-Jahre viele Persönlichkeiten der Popkultur. Bob Dylan, Patti Smith und Jim Morrison zählen zu seinen Fans. In seiner Geburtsstadt Charleville-Mézières kann man heute das Musée Rimbaud besuchen.

Weitere interessante Persönlichkeiten

Darüber hinaus gibt es natürlich viele andere Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die nicht nur ein bedeutendes Werk hinterlassen, sondern auch ein spannendes Leben geführt haben.

Da wäre zum Beispiel der Marquis de Sade, dem wir heute den Begriff des „Sadismus“ zu verdanken haben. Dieser adlige Autor verhält sich wenig standesgemäßes und muss deshalb 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbringen, wo er viele seiner skandalösen Werke verfasst.

Aber nicht nur Männer haben die französische Literatur geprägt. Zu den bekanntesten weiblichen Autorinnen zählt zweifelsohne Simone de Beauvoir. Als existentialistische Philosophin schreibt sie viel über das Geschlechterverhältnis. Ihr bedeutendstes feministisches Werk heißt Le Deuxième Sexe („Das andere Geschlecht“). Ein bekanntes Zitat von ihr lautet: On ne naît pas femme, on le devient („Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“) Was hältst du von dieser Aussage? Stimmst du Simone de Beauvoir zu?

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Jean-Paul Sartre war der Partner Simone de Beauvoirs und gilt als der bedeutendste existentialistische Philosoph. Schon mit 35 Jahren gibt er seine Anstellung als Lehrer auf, da er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben bestreiten kann. Sein erster Roman erscheint 1938 und heißt La Nausée („Der Ekel“). Sein philosophisches Hauptwerk ist der 1943 erschienene Essay „Das Sein und das Nichts“ (L’être et le néant). 1964 soll Sartre sogar den Nobelpreis für Literatur bekommen. Als bisher Einziger verzichtet er jedoch darauf, diesen anzunehmen, was einen riesigen Skandal auslöst.

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Bist du eine Leseratte? Versuche doch bei deinem nächsten Besuch in der Bibliothek mal, das eine oder andere Buch der hier vorgestellten Autorinnen und Autoren zu finden. Vielleicht bekommst du ja Lust, darin zu blättern oder es auszuleihen. Viel Spaß!

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