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Buffalo Bill 04:08 min

Textversion des Videos

Transkript Buffalo Bill

Im Februar 1846 wird in Scott County, Iowa, William Frederick Cody geboren. Sein Vater Isaac und seine Mutter Marie-Ann stammen ursprünglich aus Ohio. Als ihr vierter Sohn zur Welt kommt befinden sich die Vereinigten Staaten gerade im Krieg mit Mexico. Sie rächen das Massaker von Fort Alamo mit der Annexion von New Mexico und Teilen Kaliforniens. Dort findet man Gold. Und 1849 bricht der Goldrausch aus. Auch die Familie Cody wird davon erfasst und zieht nach Westen, bleibt jedoch auf halber Strecke in Kansas, wo die großen Indianerreservate sind, hängen. Die Codys verzichten auf das Gold, bauen eine Hütte und bearbeiten den Boden. William erhält von seinen Eltern zwar kaum Unterricht, sie vermitteln ihm aber die Liebe zur Prärie, die zu dieser Zeit noch von den über 60 Millionen starken Büffelherden beherrscht wird. Als sein Vater stirbt ist William elf Jahre alt. Er muss als Botenjunge beim Eisenbahnbau arbeiten. Bald wird er jedoch lieber Jäger und Kundschafter, danach Kurier beim Pony-Express, wie sein berühmter Freund, der Revolverheld Wild Bill Hickok. Während der Zeit des Bürgerkrieges durchlebt William Cody eine schwere Krise. Er kann den Tod der geliebten Mutter nicht verwinden und verdrängt seinen Kummer mit trinken und spielen. Als der Krieg zu Ende ist, setzt eine gewaltige Volksbewegung ein. Die Siedler drängen nach Westen. Um den verzweifelten Wiederstand der Indianer gegen die Eindringlinge zu brechen, wird ein großes Heer unter Führung des General Custer zusammengestellt, mit William Cody als Kundschafter. Bald erzählt man einander an den Lagerfeuern sagenhafte Geschichten von seinen Taten. Nachdem die Indianerfrage mit brutaler Gewalt gelöst worden ist, wendet sich William Cody einem anderen geschichtsträchtigen Unternehmen zu, dem Bau der transkontinentalen Eisenbahn. Er übernimmt die Nahrungsbeschaffung für die großen Bautrupps. Zusammen mit einigen anderen Büffeljägern fällt er über die riesigen Herden her und erzielt immer neue Abschussrekorde. Einmal erlegt Buffalo Bill, wie er wegen seiner Fähigkeiten genannt wird, 4200 Tiere in nur 17 Monaten. Die Indianer, die in der berühmten Schlacht am Little Bighorn bewiesen haben, dass sie nicht immer tatenlos ihre Vernichtung erwarten, werden neuerlich offensiv. Für sie sind die Bisonherden lebenswichtig, ihr ganzer Alltagsrhythmus auf den der Büffel abgestimmt. In einem zur Legende hochstilisierten Kampf tötet Buffalo Bill den Cheyenne-Häuptling Gelbe Hand, einen der Anführer der Indianeraufstände. Die Zeitungen feiern ihn dafür als Helden, der mit seiner Tat den Tod General Custers gerächt habe. Doch Buffalo Bill merkt bald, dass Ruhm nicht reich macht. Er wird arbeitslos. Er versucht daher sich selbst im Theater darzustellen und schreibt Memoiren. Erfolg hat Buffalo Bill aber erst mit seiner Wild West Show, in der er etliche der noch lebenden Helden der Prärie präsentiert. Nach Triumphen in den USA folgen Europatourneen. In Italien nehmen die Amerikaner die Herausforderung an wilde Pferde zu zähmen, was ihnen zum großen Erstaunen der Italiener tatsächlich gelingt. Buffalo Bill ist weit über seinen Tod, im Jahre 1917, hinaus ein schillerndes Symbol jener Zeit geblieben, in der der Westen noch wild war.

3 Kommentare
  1. Default

    note 1

    Von Bianca 20, vor 8 Monaten
  2. 041

    gut

    Von salih han b., vor 10 Monaten
  3. Default

    Super Video

    Von Moritz und Tim B., vor mehr als einem Jahr