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Gedichte: Formale Merkmale und sprachliche Mittel

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Team Digital

Gedichte: Formale Merkmale und sprachliche Mittel

lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Beschreibung Gedichte: Formale Merkmale und sprachliche Mittel

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, Gedichte anhand bestimmter Merkmale zu erkennen.

Zunächst lernst du, was das Lyrische Ich ist. Anschließend zeigen wir dir, wie du ein Gedicht auf seine äußere Form, also Vers und Strophen untersuchst. Abschließend lernst du das Wichtigste zum Reimschema, Metrum und den sprachlichen Mitteln von Gedichten.

Lerne etwas über die Merkmale von Gedichten, indem du Ira dabei begleitest, wie er versucht, die Gefühle eines Panthers zu interpretieren.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Gedicht, Merkmale, Form, Reim, Metrum, Reimschema, Vers, Strophe, Vergleich, Metapher, Lautmalerei, Personifikation, Paarreim, Kreuzreim, Binnenreim, unreiner Reim, Rilke.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, Gedichte zu analysieren und zu lernen, wie man eine Gedichtinterpretation schreibt.

Transkript Gedichte: Formale Merkmale und sprachliche Mittel

Ira ist voll verknallt. Er möchte seinem Schatz ein romantisches Gedicht schicken...

„Rosen sind rot, Veilchen sind blau... ich glüh für dich, das weiß ich genau!“ Neeee, viel zu einfallslos!

„Du bist das Licht in der Ferne, mein weisender Leuchtturm, die hellste Laterne! Ich schau in die Sterne - ich hab dich so gerne!“ Ahhh, das ist doch Mist! Warum ist das nur so schwer?! Gedichte schreiben will gelernt sein. Um Ira zu helfen, schauen wir uns die formalen Merkmale und sprachlichen Mittel von Gedichten an.

Gedichte sind - ähnlich wie Lieder - wohlklingende Kunstwerke.

Sie gehören zur literarischen Form der Lyrik, also der Dichtung in Versform. Durch sie lassen sich Gedanken und Gefühle oder Erlebnisse verarbeiten. Weil Inhalt und Gestaltungsweise, also Form und sprachliche Mittel, eng miteinander verbunden sind, sollte man immer beides genau unter die Lupe nehmen. Schließ die Augen und hör mal gut zu:

„Ich bin auf der Welt zu allein und doch nicht allein genug um jede Stunde zu weihn. Ich bin auf der Welt zu gering und doch nicht klein genug um vor dir zu sein wie ein Ding, dunkel und klug.“

Das war der Anfang des Gedichts „Auf der Welt allein“ von Rainer Maria Rilke. Obwohl Rilke der Autor des Gedichts ist, ist er nicht zwangsläufig der Sprecher, der im Gedicht seine Gefühle offenbart. Tritt in einem Gedicht ein Sprecher oder eine Sprecherin in der Ich-Form in Erscheinung, nennt man das „lyrisches Ich“. Das „lyrische Ich“ wird manchmal auch „lyrischer Sprecher“ genannt. Das „lyrische Ich“ vermittelt Gefühle, Beobachtungen oder Gedanken aus eigener Sicht und ist somit die Stimme des Gedichts. Durch das Personalpronomen „Ich“ entsteht der Eindruck, dass wir den „lyrischen Sprecher“ direkt vor uns haben. So zum Beispiel beim eben gehörten Gedicht von Rilke. Das „lyrische Ich“ bzw. der „lyrische Sprecher“ ist nicht mit dem Autor oder der Autorin des Gedichts gleichzusetzen, d.h. dass die Gefühle und Gedanken des lyrischen Ichs nicht automatisch dem Autor oder der Autorin zugeschrieben werden können. Schauen wir uns die äußere Form an, sprechen wir bei den einzelnen Zeilen eines Gedichtes von Versen. Du kannst die Verse eines Gedichtes zur besseren Übersicht nummerieren. Mehrere Verse zusammen ergeben eine Strophe. Die einzelnen Strophen eines Gedichts sind in der Regel durch eine Leerzeile voneinander getrennt. Hierbei handelt es sich um die erste Strophe von Rilkes Gedicht. Woran kannst du ein Gedicht noch erkennen? Daran, dass die Verse oft durch einen Reim miteinander verbunden sind. Zwei Wörter reimen sich, wenn sie vom letzten betonten Vokal an gleich klingen. genug - klug. Die regelmäßige Abfolge solcher Endreime ergibt ein bestimmtes Reimschema.

„Es gibt zwei Sorten Ratten: Die hungrigen und satten.“ „Die satten bleiben vergnügt zu Haus, Die hungrigen aber wandern aus.“ Weil sich „Ratten“ auf „satten“ und „Haus“ auf „aus“ reimt, spricht man von Paarreimen. Die Verse, die sich reimen, werden mit den gleichen Kleinbuchstaben gekennzeichnet. Welche Verse reimen sich in folgendem Gedicht?

„Zwei Segel erhellend

Die tiefblaue Bucht!“

„Zwei Segel sich schwellend

Zu ruhiger Flucht!“

„Erhellend“ reimt sich auf „schwellend“ und „Bucht“ auf „Flucht“. Das nennt man Kreuzreim. Kannst du auch das Reimschema in folgender Strophe erkennen?

„Frischer Morgen!

Frisches Herz,

Himmelwärts!

Laß den Schlaf nun, laß die Sorgen!“

Hier reimt sich „Morgen“ auf „Sorgen“ und „Herz“ auf „Himmelwärts“. Man spricht dann von einem umarmenden Reim, auch umschließender Reim genannt, da die äußeren Reimpaare die inneren umschließen. Manchmal kommt es auch vor, dass sich Wörter innerhalb eines Verses reimen:

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.

In diesem Vers reimt sich „Stäbe“ und „gäbe“. Man nennt das „Binnenreim“. Ab und an findest du auch sogenannte „unreine Reime“ in Gedichten: bangt - Pfand. Bei Unreinen Reimen gibt es keine gleichklingenden Schlusskonsonanten oder -vokale. Aufgepasst! Auch Texte, in denen du gar keine Reime findest, können Gedichte sein. Das trifft besonders auf moderne Gedichte zu. Ein weiteres wichtiges Merkmal von Gedichten ist das Versmaß, auch Metrum genannt. Das Metrum bestimmt den mündlichen Vortrag eines Gedichts. In den einzelnen Versen wechseln sich nämlich betonte und unbetonte Silben regelmäßig ab. Wenn diese Abfolge von betonten und unbetonten Silben - die man auch Hebungen und Senkungen nennt - einem bestimmten Muster folgt, spricht man vom Versmaß oder dem Metrum. Die 4 wichtigsten Versmaße sind der Jambus mit der Silbenabfolge unbetont-betont, der Trochäus mit der Silbenabfolge betont-unbetont, der Daktylus mit der Silbenabfolge betont-unbetont-unbetont und der Anapäst, den du an der Abfolge zweier unbetonter Silben und einer betonten Silbe erkennst. Außerdem bedienen sich viele Dichterinnen und Dichter beim Schreiben bestimmter sprachlicher Mittel. Vergleiche dienen z. B. dazu, etwas besonders anschaulich mitzuteilen. Dazu stellt man eine Verbindung zwischen zwei Dingen oder Vorstellungen her. Jemand ist stark wie ein Bär. Du erkennst einen Vergleich oft schon an dem Wörtchen „wie“. Wichtig ist auch die Metapher. Bei einer Metapher werden Wörter nicht im wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung bildhaft verwendet. Die Würfel sind gefallen. Diese Metapher bedeutet, dass eine Entscheidung endgültig getroffen wurde. Auch die Personifikation (Vermenschlichung) ist ein beliebtes Stilmittel der Lyrik. Dabei werden leblosen Gegenständen, Begriffen oder der Natur menschliche Verhaltensweisen und Eigenschaften zugesprochen. Die Natur schläft. Die Personifikation kann auch als besondere Form der Metapher angesehen werden. Ein viertes und letztes Beispiel für sprachliche Gestaltungsmittel, die in der Lyrik gern und viel genutzt werden, ist die sogenannte Lautmalerei. Mit bestimmten Klängen von Wörtern werden dabei Geräusche oder Naturlaute nachgeahmt. Lautmalerische Verben sind z. B. „klirren ... rascheln ... oder zischen“. Hier siehst du nochmal eine Übersicht der wichtigsten formalen Merkmale und sprachlichen Mittel von Gedichten: „Nie hab ich so geglüht wie für dich, meine Liebe zerreißt mich fast innerlich. Niemals wieder möcht ich ohne dich sein, mein Herz schlägt nur für dich allein.“ Upsi.

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