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Gedichte: formale Merkmale und sprachliche Mittel

Gedichte sind künstlerische Texte, die häufig in Versen und Strophen strukturiert sind. Sie enthalten oft Reime und unterschiedliche Versformen. Dichter verwenden auch sprachliche Techniken wie Metaphern oder Alliterationen. Verstehe, was Gedichte besonders macht und tauche in die Welt der Poesie ein! Neugierig geworden? Das und noch viel mehr findest du im folgenden Text!

Inhaltsverzeichnis zum Thema Gedichte: formale Merkmale und sprachliche Mittel
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Team Digital
Gedichte: formale Merkmale und sprachliche Mittel
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Gedichte: formale Merkmale und sprachliche Mittel Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Gedichte: formale Merkmale und sprachliche Mittel kannst du es wiederholen und üben.
  • Definiere die literarische Gattung Lyrik.

    Tipps

    In der Antike wurde zum Vortrag der Gedichte auf einem Musikinstrument namens Lyra gespielt. Wenn du heute nach dem Text deines Lieblingslieds suchst, findest du die Lyrics. Deshalb heißt diese Gattung auch ...

    Erzählende Texte wie Romane sind in einem fortlaufenden Text geschrieben. Bei Gedichten kann schon in die nächste Zeile gesprungen werden, bevor ein Satz zu Ende ist. Deshalb bezeichnet man eine Zeile bei Gedichten als Vers.

    Gedichte eignen sich hervorragend, um Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Verliebte schreiben deshalb häufig in dieser Textform.

    Lösung

    Es gibt drei große Gattungen: Epik (erzählende Texte), Dramatik (Theaterstücke) und Lyrik. Gedichte gehören zur Lyrik. Im Vergleich zu den anderen Gattungen ist ihre Textlänge und ihr Inhalt eher kurz bzw. begrenzt. Aber durch ihre besondere Gestaltungsweise entfalten sie meist eine große Aussage. Um diese zu verstehen, muss man den Inhalt immer im Zusammenhang mit der äußeren Form und den sprachlichen Mitteln untersuchen.

  • Bestimme die wichtigsten Gestaltungsmittel in der äußeren Form und der Sprache.

    Tipps

    Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst geben die Abfolge der betonten und unbetonten Silben an. Wenn du eine regelmäßige Abfolge im Gedicht erkennst, spricht man von Versmaß.

    Sprich die folgenden Wörter laut aus. Erkennst du, welche Silben betont und welche unbetont sind?
    Einen Jambus findest du in den Wörtern

    • Musik,
    • Papier und
    • Gedicht.
    Einen Trochäus findest du wiederum in den Wörtern

    • Kälte,
    • Koffer und
    • Wasser.

    Das Wort Dak-ty-lus selbst ist ebenfalls ein Daktylus. Ähnlich verhält es sich mit dem Wort A-na-päst, das selbst auch ein Anapäst ist. Erkennst du die Verteilung der Silben, wenn du die Wörter laut aussprichst?

    Einen Vergleich erkennst du am Wörtchen „wie“, zum Beispiel

    • Schlau wie ein Fuchs.
    Die Metapher ist ein Vergleich ohne „wie“. Auch hier wird ein Sachverhalt in ein Bild übertragen.

    Bei der Personifikation werden menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen auf Gegenstände oder die Natur übertragen. Zum Beispiel

    • Die jungen Eichhörnchen spielen Fangen.
    Lösung

    Zu den Gestaltungsmitteln der Lyrik gehören die äußere Form und die sprachlichen Gestaltungsmittel. Zur äußeren Form zählen der Aufbau in Verse und Strophen ebenso wie das Versmaß. Unter einem Versmaß versteht man eine regelmäßige Abfolge der kleinsten Einheiten des Versmaßes: Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst. Die sprachlichen Mittel dienen vor allem der Veranschaulichung durch Bilder. Dazu zählen unter anderem der Vergleich, die Metapher und die Personifikation. Die Lautmalerei spielt mit dem Klang. Wenn die Ferkel quieken und quietschen, hört sich das nach den Geräuschen der jungen Schweine an.

  • Stelle die Merkmale von Lyrik und Epik gegenüber.

    Tipps

    Kannst du dich noch an die Erzählungen erinnern, die du in der fünften Klasse schreiben musstest? Dabei hast du vielleicht aus der Ich-Perspektive erzählt, der/dem Ich-Erzählerin/Ich-Erzähler. In der Lyrik nennt man die vermittelnde Instanz das lyrische Ich.

    In Gedichten nennt man eine Zeile Vers, mehrere Verse zusammen ergeben eine Strophe. Diese sind durch eine Leerzeile voneinander getrennt.

    Lösung

    Jede literarische Gattung hat unterschiedliche Merkmale, die mit entsprechenden Fachbegriffen benannt werden. Diese dürfen nicht verwechselt werden. Auch wenn das lyrische Ich und die Ich-Erzählerin/der Ich-Erzähler vergleichbar sind, darf bei der Interpretation von Lyrik nicht von der Ich-Erzählerin/dem Ich-Erzähler gesprochen werden. Die Instanz heißt lyrisches Ich. Ein typisches Merkmal von Gedichten sind Reime. Es gibt aber auch Gedichte ohne Reime. Man erkennt diese dann vor allem am äußeren Aufbau in Verse und Strophen.

  • Analysiere das Reimschema.

    Tipps

    Jeder Strophe kann ein Reim zugeordnet werden.

    Zwei Wörter reimen sich, wenn sie vom letzten betonten Vokal an gleich klingen zum Beispiel Mut und Hut. Beim Paarreim reimen sich zwei aufeinanderfolgende Wörter, zum Beispiel „-baum“ und „kaum“.

    Der umarmende oder umschließende Reim wird so genannt, weil ein Reim den anderen umschließt. „Band“ und „Land“ umschließen „Lüfte“ und „Düfte“.

    Beim Kreuzreim wechseln sich die Reimwörter ab.

    Lösung

    Eine besondere Rolle spielt die äußere Form bei der Lyrik. Dazu zählt die Analyse des Reimschemas. Sowohl Regelmäßigkeiten als auch Unregelmäßigkeiten sollten in Zusammenhang mit dem Inhalt gedeutet werden.

    Quelle:
    Brode, Hanspeter (Hrsg.): Deutsche Lyrik eine Anthologie. Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1990.
    Eduard Mörike: Er ist’s (1829) S. 209/10.
    Bertolt Brecht: Der Pflaumenbaum (1934) S. 321.
    Annette von Droste-Hülshoff: Am Turm (1842) S. 200/201.

  • Bestimme die Reimwörter und das lyrische Ich.

    Tipps

    Die ersten beiden Reimwörter, die man findet, bezeichnet man mit dem Buchstaben a.

    Manchmal gehören auch mehr als zwei Wörter zu einem Reim. Der Reim b besteht aus vier Reimwörtern.

    Das lyrische Ich erkennt man am Personalpronomen ich. Es dient dazu, Gefühle, Beobachtungen oder Gedanken aus eigener Sicht auszudrücken. Es darf aber nicht mit dem Autor oder der Autorin gleichgesetzt werden.

    Lösung

    Häufig – nicht immer – reimen sich Gedichte. Das Reimschema ermittelt man, indem man die Wörter, die sich reimen, mit Buchstaben benennt. Tritt das Personalpronomen ich in Erscheinung, spricht man vom lyrischen Ich. Ebenso wie für die Reime gilt, dass nicht in jedem Gedicht ein lyrisches Ich vorkommen muss.

  • Bestimme weitere Merkmale der Lyrik

    Tipps

    Lies die Wörter ganz bewusst mit der Silbentrennung und betone einmal die erste Silbe beim Lesen, dann die zweite usw. Die richtige Betonung hörst du heraus, alle anderen hören sich komisch an.

    So sagst du zum Beispiel nicht „ma- LEN“ mit Betonung auf der zweiten Silbe, sondern „MA-len“ mit Betonung auf der ersten Silbe.

    Beim Binnenreim reimen sich zwei Wörter innerhalb eines Verses und nicht am Versende.

    Sowohl der Vergleich als auch die Metapher erzeugen beim Lesenden ein Bild im Kopf. Den Vergleich erkennst du am Wörtchen „wie“. Bei der Metapher wird eine Bedeutung aus einem Bereich auf einen anderen übertragen.

    Lösung

    Um das Versmaß in einem Gedicht zu untersuchen, müssen alle Silben in einem Vers als betont oder unbetont markiert werden. Indem man die Verse laut ausspricht, erkennt man die Betonungen. Eine bewusst falsche Betonung kann dabei hilfreich sein. Weitere typische Merkmale eines Gedichts sind der Binnenreim und der unreine Reim. Bei Letzterem gibt es mehrere Varianten, die einen Gleichklang, aber keinen Reim erzeugen.