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Denotation und Konnotation 05:11 min

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Transkript Denotation und Konnotation

Hallo. Ich bin´s mal wieder: Renate. Heute beschäftigen wir uns mit den Begriffen Denotation und Konnotation. Die Wörter hören sich ein bisschen kompliziert an, aber eigentlich ist es gar nicht so schwer zu verstehen, was es mit den beiden Begriffen auf sich hat.

Fangen wir mit ein paar Beispielen an: Was ist das Besondere an den Wörtern Mieze, Köter, Mama, Göre, Männle und Bulle? Was bedeuten diese Wörter? Ich kann es dir verraten: Alle Wörter haben je eine Denotation und eine Konnotation. Es ist je ein Bestandteil der Wortbedeutung. Warum das so ist, werden wir uns in diesem Video genauer ansehen.

Viel Spaß dabei! Also: Was bedeuten die Begriffe Denotation und Konnotation / Denotat und Konnotat?

Es sind Begriffe aus der Sprachwissenschaft, die sich unter anderem mit der Bedeutung von Wörtern beschäftigt.

Die Begriffe Denotat / Denotation kommen vom lateinischen Wort denotare und bedeuten „kennzeichnen / benennen“. Die Denotation ist der Teil der Wortbedeutung, der bestimmt, was für Gegenstände, Eigenschaften und Ereignisse durch das Wort bezeichnet werden. Sie steht also für die Grundbedeutung eines Wortes. So wird z.B. ein vierbeiniges Tier, das miaut mit dem Namen Katze gekennzeichnet und benannt. Das Denotat des Wortes Mädchen ist z.B. ein weibliches, Lebewesen, das noch nicht erwachsen ist.

Das Denotat des Wortes Polizist ist z.B. der Angehörige einer bestimmten Berufsgruppe. Kommen wir nun zu den Begriffen Konnotat / Konnotation: Diese Begriffe kommen vom lateinischen con- für „zusammen mit“ und notatio für „Kennzeichnung / Benennung“. Mit der Konnotation werden Nebenbedeutungen eines sprachlichen Ausdrucks bezeichnet. Sie beinhaltet alle zusätzlichen Informationen, die das Wort über die Grundbedeutung hinaus auch noch bedeuten kann.

Zu den zusätzlichen Informationen und Bedeutungen können zählen:

1) Der emotionale Inhalt des Wortes: Das Wort Göre hat z.B. dieselbe Denotation wie das Wort Mädchen. Es ist ein weibliches Lebewesen, das noch nicht erwachsen ist. Das Wort Göre hat aber auch einen zusätzlichen negativen emotionalen Inhalt. Das Konnotat des Wortes ist: dass einem das Mädchen vermutlich nicht sympathisch ist.

Das Wort Mama hat die gleiche Denotation wie Mutter, nämlich weiblicher Elternteil, aber eine positive emotionale Konnotation.

2) Eine weitere zusätzliche Information oder Bedeutung betrifft den Gebrauch des Wortes in der Sprache der Gegenwart: Das Wort Eheweib hat dieselbe Denotation wie das Wort Ehefrau. Es bezeichnet eine verheiratete weibliche Person. Seine Konnotation ist aber, dass das Wort nicht mehr oder nur noch scherzhaft benutzt wird. Es ist also nicht mehr zeitgemäß.

3) Ein weiterer Punkt ist die Zugehörigkeit zu einer Fachsprache, wie z.B. Skalpell für Messer in der Medizin.

4) Oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppensprache, wie z.B. Wauwau für Hund in der Sprache der Kinder.

5) Außerdem zählt zur Konnotation auch die Zugehörigkeit zu einem Dialekt, wie z.B. G'sälz für Marmelade im Schwäbischen.

6) Und schließlich die Zugehörigkeit zu einer Stilebene, wie z.B. geil für das gefällt mir / das finde ich toll, das aus der Jugendsprache kommt und als derb gilt.

Ich hoffe, der Unterschied zwischen den Begriffen Denotation und Konnotation ist dir ein wenig klarer geworden.

Die Denotation oder das Deotat ist der Teil der Wortbedeutung, der bestimmt, was für Gegenstände, Eigenschaften und Ereignisse durch das Wort bezeichnet werden. Sie steht also für die Grundbedeutung eines Wortes.

Mit der Konnotation oder dem Konnotat werden Nebenbedeutungen eines sprachlichen Ausdrucks bezeichnet. Sie beinhaltet alle zusätzlichen Informationen, die das Wort über die Grundbedeutung hinaus auch noch bedeuten kann.

Überlege dir jetzt doch selbst mal ein paar Wörter und deren denotative bzw. konnotative Bedeutung.

Viel Spaß dabei!