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Wortfelder

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Tutornett
Wortfelder
lernst du in der 5. Klasse - 6. Klasse

Grundlagen zum Thema Wortfelder

Inhalt

  • Was sind Wortfelder?
  • Wortfelder – Beispiele
  • Wissenswertes rund um das Thema Wortfelder
  • Was sind Wortfelder?

    Was haben folgende Wörter gemeinsam? Hallo! Hi! Tach!
    Sie gehören alle drei zum Wortfeld Begrüßungen. Wortfelder sind also Gruppen von Wörtern, die inhaltlich eng benachbart oder sinnverwandt sind. Häufig wird auch von bedeutungsähnlichen oder bedeutungsgleichen Wörtern gesprochen, um die Bedeutung von Wortfeldern zu beschreiben.

    Schon in der Grundschule werden Schülerinnen und Schüler im Fach Deutsch in das Erstellen und Finden von Wortfeldern eingeführt. In den weiterführenden Schulen wird das Thema vertieft und häufig in die eigene Textproduktion eingebunden. Im weiteren Überblick findest du Beispiele für Wortfelder, du erfährst, warum Wortfelder nützlich sind und kannst Wortfelder selbst erstellen. Im Anschluss an das Video findest du weitere Übungen zum Thema Wortfelder im Fach Deutsch.

    Wortfelder Definition
    Was versteht man unter
    einem Wortfeld?
    Ein Wortfeld besteht aus Wörtern einer Gruppe, die inhaltlich
    eng benachbart oder sinnverwandt sind.

    Wortfelder – Beispiele

    Wortfelder setzen sich also aus variablen Gruppen von Wörtern zusammen. Jedes Wortfeld besteht aus einem Oberbegriff, der zeigt, um welches Wortfeld es sich handelt. Daran schließt sich eine unterschiedliche Anzahl von Unterbegriffen an, welche bedeutungsähnliche oder bedeutungsgleiche Wörter sind.

    Kannst du nun selbst einen Oberbegriff finden? Welchen würdest du für die folgenden Unterbegriffe auswählen? Katze, Vogel, Delfin, Hund, Maus, Hamster, Bär.

    Bist du fündig geworden? Der Oberbegriff für diese sieben Lebewesen ist: Tiere. Anhand dieses Beispiels wird deutlich, dass sich Wortfelder auch überlappen können. Es gibt hier drei Tiere, bei denen ein etwas engerer Oberbegriff eingesetzt werden kann. Was haben eine Katze, ein Hund und ein Hamster gemeinsam? Alle drei sind Haustiere (Oberbegriff).

    Wortfelder

    Die Arbeit mit Wortfeldern kann unterschiedlich aufgebaut sein: Bisher hast du zu vorgegebenen Unterbegriffen einen passenden Oberbegriff gesucht. Im Folgenden kannst du noch einmal selbst üben – dieses Mal jedoch umgekehrt:

    Finde zu dem Oberbegriff Sport passende Unterbegriffe und erstelle ein Wortfeld!
    Gelingt es dir auch, eine überlappende Gruppe zu bilden?

    Eine mögliche Lösungsvariante findest du am Ende dieses Überblicks in einer Tabelle.

    Wissenswertes rund um das Thema Wortfelder

    Wie du Wortfelder in deinem (Schul-)Alltag nutzen kannst, wie sich Wortfelder und Wortfamilien voneinander unterscheiden und was enge und weite Wortfelder sind, erfährst du im Folgenden.

    Warum sind Wortfelder nützlich?

    Wortfelder können dir helfen, Dinge, Tätigkeiten, Formen etc. genauer und treffender zu beschreiben. Insbesondere wenn es darum geht, selbst Texte zu verfassen, sind Wortfelder sehr nützlich.

    • Stelle dir vor, du schreibst eine Vorgangsbeschreibung und dir fällt nur das Wort machen ein. Um dich nicht immer zu wiederholen, ist es an dieser Stelle sinnvoll, wenn du dir vorher ein Wortfeld zum Oberbegriff machen erstellt hast: erstellen, bearbeiten, kreieren, erschaffen ...
    • Möchtest du einen Erlebnisbericht schreiben und außer dem Satzanfang Dann ... findest du keinen anderen? Auch hierfür eignet sich ein Wortfeld, dieses Mal zum Thema Satzanfänge: daraufhin, danach, anschließend, im Anschluss ...

    Wortfelder und Wortarten

    Wortfelder werden meist mit einer Wortart gebildet. Im Wortfeld gehen findest du viele verschiedene Verben, denn ein Mensch kann auf sehr unterschiedliche Art und Weise gehen: schlendern, rennen, schleichen. Manchmal taucht in einem Wortfeld jedoch auch eine andere Wortart auf. Beispielsweise kann ein Mensch auch auf Zehenspitzen gehen. Hier wird neben dem Verb auch ein Nomen eingesetzt.

    Wortfelder versus Wortfamilien

    Immer wieder werden diese beiden Gruppen verwechselt. Achte auf den Unterschied:

    • Wortfelder umfassen Wörter mit ähnlicher oder gleicher Bedeutung, dabei ähneln sich die Wörter in der Schreibweise kaum.
      → Die Wörter schön, bezaubernd, hübsch, adrett, attraktiv gehören alle zum Wortfeld schönes Aussehen.
    • Wortfamilien sind Wortgruppen, bei denen jedes Wort den gleichen Wortstamm hat. Sie haben also einen Kern mit der gleichen Schreibweise, besitzen jedoch fast immer eine unterschiedliche Bedeutung.
      → Die Wörter Fahrzeug, fahren, Fahrrad, befahrbar gehören zur Wortfamilie fahren und haben alle den gleichen Wortstamm -fahr-.

    Weite und enge Wortfelder

    Grenzen der Wortfelder sind meist nicht eindeutig zu ziehen, da es sich oft um bedeutungsähnliche Wörter handelt. Sogenannte weite Wortfelder, manchmal auch offene Wortfelder genannt, sind beispielsweise die Wortfelder Obst, Tiere oder Farben. Engere Wortfelder sind meist zahlenmäßig beschränkt. So gibt es beispielsweise von den Wochentagen nur sieben.

    Lösung Wortfeld Sport
    Eine mögliche Lösung für das Wortfeld Sport kannst du in der folgenden Tabelle ablesen. Achte auf die letzte Reihe – hier findest du ein überlappendes Wortfeld. Fußball, Handball und Volleyball kannst du ebenfalls in das Wortfeld Ballsport einbinden.

    Wortfeld Sport
    Mountainbiken Reiten Schwimmen
    Golfen Bogenschießen Tanzen
    Fußball Handball Volleyball

Transkript Wortfelder

Hallo! Wie geht’s euch? Ich erkläre euch in diesem Film, was es mit dem Begriff “Wortfelder” auf sich hat. Was sind eigentlich Wortfelder? Ein Wortfeld ist eine Gruppe von Wörtern, die inhaltlich eng benachbart beziehungsweise sinnverwandt sind. Das heißt, bedeutungsgleiche oder bedeutungsähnliche Wörter, auch als Synonyme bekannt, bilden ein Wortfeld. Wortfelder gliedern sich in Oberbegriff und Unterbegriffe. Ich erkläre es euch nun noch einmal anhand eines Beispiels. Wir haben als eine Gruppe von Wörtern, die natürlich variabel sein können. In unserem Beispiel sind es drei. Es können natürlich aber auch mehr sein. Also nehmen wir mal an, das erste Wort heißt „Hallo“, das zweite Wort „Hi“, das dritte Wort „Guten Tag“. Diese Gruppe bildet zusammen ein Wortfeld, welches hier das Wortfeld mit dem Oberbegriff „Begrüßungen“ ist. Das heißt, „Begrüßungen“ ist hier der Oberbegriff, „Hallo“, „Hi“ und „Guten Tag“ die Unterbegriffe. Wortfelder können sich außerdem auch überlappen und in anderen Wortfeldern enthalten sein. Hier noch einmal ein Beispiel dazu. Nehmen wir das Wortfeld mit dem Oberbegriff „Tiere“ und suchen dazu Unterbegriffe. Zum Beispiel „Katze“ oder „Vogel“, „Delfin“, „Hund“ und „Maus“, „Schaf“, „Hamster“, „Karpfen“, „Bär“, „Pferd“ und „Hase“. Und in diesem Beispiel sieht man ganz gut, was ich vorhin gesagt habe, dass sich Wortfelder überlappen und in anderen Wortfeldern enthalten sein können. Es ist nämlich noch ein anderes Wortfeld entstanden, wenn ich nämlich diese Wörter hier, diese Unterbegriffe zu einem eigenen Wortfeld herausnehme. Na, wie könnte der Oberbegriff für diese drei Wörter lauten? Genau, Haustiere. Ihr könnt es jetzt auch gern noch einmal alleine probieren. Nehmt euch einfach einen Zettel und schreibt auf, welche Begriffe euch alle zum Beispiel zu dem Wortfeld mit dem Oberbegriff „Sport“ oder „Bewegung“ einfallen. Ich sag’ dann schonmal tschüss und werde mir auch einen Zettel schnappen. Mal sehen, wer mehr Begriffe findet. Bis bald.

6 Kommentare

6 Kommentare
  1. Das ist gut

    Von Kirsten P., vor etwa einem Jahr
  2. COOL

    Von Mergimi1, vor etwa 2 Jahren
  3. Hallo, nein du kannst mit allen Inhaltswörtern Wortfelder bilden, das heißt mit Verben, Adjektiven und Nomen. Die Oberbegriffe umfassen dabei jene Merkmale, die alle untergeordneten Begriffe umfassen, z.B. Oberbegriff: SICH BEWEGEN, Unterbegriffe: laufen, kriechen, rennen, gehen, hüpfen, rollen und so weiter.

    Beste Grüße
    Deine Redaktion

    Von René Perfölz, vor mehr als 5 Jahren
  4. Heißt das, dass man immer Nomen als "Oberbegriffe" nimmt???

    Von Rs0, vor mehr als 5 Jahren
  5. Hallo,

    die Audiospur funktioniert problemlos. Vielleicht sollten Sie einmal einen anderen Browser ausprobieren (Chrome, Opera etc.).

    Beste Grüße
    Die Redaktion

    Von René Perfölz, vor etwa 6 Jahren
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Wortfelder Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wortfelder kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse zusammen, was Wortfelder sind.

    Tipps

    Synonyme sind sinnverwandte Wörter, wie z.B. essen und mampfen.

    Wörter mit ähnlicher Bedeutung bilden ein gemeinsames Feld.

    Lösung

    Wortfelder sind Wörter, die man zu einer Gruppe zusammenfassen kann. Denn sie:

    • stimmen in einem Merkmal miteinander überein
    • gehören zur selben Wortart
    Beispiel: gehen und laufen
    • übereinstimmende Merkmal: sich fortbewegen
    • beide Wörter sind Verben

  • Bestimme die Unterbegriffe.

    Tipps

    Servus ist ein traditioneller bayerischer Gruß.

    Mit den Worten Grüß Gott! grüßen sich die Menschen in süddeutschen Regionen.

    Lösung

    Um etwas spannend und anschaulich zu erzählen, müssen vielfältige und passende Wörter ausgewählt werden.
    Je nachdem, ob man beispielsweise schmausen, mampfen oder fressen sagt, kann sich der Leser die erzählte Geschichte viel bildlicher vorstellen. Dennoch gehören alle Unterbegriffe zu dem Oberbegriff essen.
    Wortfelder helfen also:

    • neue Wörter kennen zu lernen.
    • einen Text abwechslungsreich zu gestalten.
    • passende Wörter zu finden.
    • schriftlich und mündlich präziser zu formulieren.
    Während Oberbegriffe eine allgemeine Bedeutung haben und Unterbegriffe mit einschließen, sind Unterbegriffe hingegen sehr präzise.
    • Beispiel: Werkzeug (Oberbegriff): Hammer, Zange, Bohrmaschine (Unterbegriffe)

  • Entscheide, welches Wort zum Wortfeld auf der linken Seite passt.

    Tipps

    Synonyme haben die gleiche oder eine ähnliche Bedeutung.

    Lösung

    Synonyme sind Wörter von gleicher oder ähnlicher Bedeutung. Sie können also in einem bestimmten Zusammenhang ausgetauscht werden, ohne dass sich die Bedeutung der Aussage stark verändert.
    Wortfelder sind wichtig, um sich präzise und abwechslungsreich auszudrücken. Schlurfen (lustloses, müdes Gehen) beispielsweise bedeutet etwas anderes als stolzieren (stolzes, selbstbewusstes Gehen).
    Wenn du passende Wörter eines Wortfeldes benutzt, kann sich der Leser viel besser vorstellen, was gemeint ist. Außerdem können Stimmungen und Nuancen besser ausgedrückt werden, was den Text lebendiger erscheinen lässt.
    Je mehr Wortfelder du also zu unterschiedlichen Oberbegriffen kennst, desto besser und lebhafter werden deine Texte oder beispielsweise auch Gespräche.

  • Zeige Wortfelder zu den Verben essen und sagen auf.

    Tipps

    Verzehren ist ein gehobenes und veraltetes Wort. Es bedeutet essen und trinken, bis nichts mehr davon übrig ist.

    Lösung

    Wörter, die eine sehr ähnliche Bedeutung haben, bilden ein gemeinsames Wortfeld. Es ist allerdings nicht möglich, eine klare Wortfeldgrenze zu ziehen, da Wörter sehr subjektiv ausgewählt werden können.
    Es gibt aber geschlossene Wortfelder, die nicht beliebig erweiterbar sind. Zum Beispiel Monatsnamen oder Wochentage.
    Offene Wortfelder sind Wortgruppen, die eine sehr ähnliche Bedeutung und gleichzeitig keine feste Anzahl von Mitgliedern haben. Dies ist zum Beispiel bei Farben der Fall. Dieses Wortfeld ist nahezu unbegrenzt erweiterbar.

  • Bestimme die Wörter, die zum Wortfeld Haustiere zählen.

    Tipps

    In diesem Fall ist das Wortfeld Haustiere ein Unterbegriff vom Oberbegriff Tiere. Weitere Unterbegriffe wären z.B. Fische oder Raubtiere.

    Lösung

    Wortfelder bestehen aus Begriffen, die inhaltlich zueinander passen, da sie sich begrifflich überlappen. Für tanzen kannst du zum Beispiel auch sich drehen, herumwirbeln oder abzappeln sagen.
    Für einen gelungenen Text ohne ständige Wortwiederholungen verwendest du passende Synonyme oder bedienst dich verschiedener Wortfelder. Außerdem bringt dir das auch beim Erlernen einer Fremdsprache Vorteile.

  • Entscheide, bei welchen Wörtern es sich um die Wortfamilie und nicht um ein Wortfeld handelt.

    Tipps

    Wörter aus Wortfamilien haben denselben Wortstamm.

    In einer Wortfamilie haben Wörter denselben Ursprung, müssen aber nicht dieselbe Bedeutung haben.

    Lösung

    Wortfelder sind Wortgruppen, die aus Wörtern mit synonymer, das heißt gleicher oder ähnlicher Bedeutung bestehen. Wortfamilien hingegen sind Gruppen von Wörtern desselben Ursprungs und mit demselben Wortstamm.

    Diese Wörter zählen zu einem Wortfeld: gehen, schleichen, springen.
    Der Gehstock aber gehört nicht zum Wortfeld Fortbewegung, da er nicht die gleiche Bedeutung wie gehen hat. Du könntest ihn also nicht als Synonym für laufen, schleichen oder springen benutzen. Außerdem gehört der Gehstock nicht der gleichen Wortart an, was bei Wortfeldern immer der Fall ist.

    Diese Wörter zählen zu einer Wortfamilie: kuscheln, Kuscheldecke, Kuscheltier.
    Das Wort schmusen hingegen bezeichnet zwar auch etwas, das mit einer Kuscheldecke oder einem Kuscheltier gemacht werden kann und kann sogar als Synonym für kuscheln verwendet werden. Da es aber einen anderen Wortstamm hat, gehört es nicht zur Wortfamilie.

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