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Possessivpronomen 05:05 min

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Transkript Possessivpronomen

Am Flughafen in Tokyo warten die Fluggäste schon sehnsüchtig auf ihr Gepäck. Endlich bewegt sich etwas. "Ah, das ist eindeutig mein Koffer!" Bei "mein" handelt es sich um das Possessivpronomen der 1. Person Singular. Das entsprechende Personalpronomen ist "ich". Possessivpronomen begleiten ein Nomen und stehen in der Regel direkt davor. Sie werden verwendet, um zu zeigen, wem oder zu wem eine Sache gehört. In diesem Fall möchte der Fluggast also sagen, dass er der Besitzer des Koffers ist. Deshalb werden Possessivpronomen auch besitzanzeigende Fürwörter genannt. "Der gehört doch mir! Geben Sie mir sofort meinen Koffer zurück!" Oh, vielleicht ist es doch nicht so eindeutig, wem der Koffer gehört. Das Possessivpronomen "mein" bekommt hier die Endung -en, da es im Akkusativ steht. Possessivpronomen müssen nämlich angepasst, also dekliniert, werden und im gleichen Fall stehen wie das dazugehörige Nomen. Sie müssen sich also im Genus, Numerus und Kasus anpassen. Der erste Koffer hat also schon seinen Besitzer gefunden. Aber etwas scheint bei der Gepäckausgabe schief gelaufen zu sein. Offenbar sind einige wichtige Dinge verloren gegangen. "Ist das deine Zahnbürste?" Das Possessivpronomen "deine" steht wieder vor einem Nomen, hier "die Zahnbürste". Es ist das Possessivpronomen der 2. Person Singular "du". Das Possessivpronomen endet hier auf ein -e. Doch warum? Das liegt am Geschlecht - Genus - des Nomens. Da das Nomen "die Zahnbürste" weiblich ist und im Nominativ steht, erhält das Possessivpronomen ein -e. Im Nominativ bekommen neutrale und maskuline Nomen keine Endung. Feminine Nomen jedoch wie hier und Nomen im Plural erhalten die Endung -e. Und wem gehört der? Ist das sein, ihr oder doch sein Teddybär? In der 3. Person Singular heißen die Possessivpronomen sein und ihr. Ist der Besitzer männlich, benutzt du das Possessivpronomen "sein". Ist die Besitzerin weiblich, verwendest du das Possessivpronomen "ihr". Wenn der Besitzer eine Sache oder ein Gegenstand ist, benutzt du ebenfalls das Possessivpronomen "sein". Aha! Der nächste Besitzer wurde gefunden! Doch was ist das? Das ist unsere Bowlingkugel! Hier ist "unsere" das Possessivpronomen, das den Besitz anzeigt. Man verwendet es für die 1. Person Plural: "wir". Da das Nomen, vor dem das Possessivpronomen steht, weiblich ist, erhält es ein -e. Wäre das Bezugswort neutral oder maskulin, würde das Possessivpronomen "unser" heißen. Ist das euer Fotoapparat? "Euer" ist das Possessivpronomen für die 2. Person Plural: ihr. Hier musst du aufpassen: Wenn das Nomen, das nach dem Possessivpronomen steht, neutral oder wie hier maskulin ist, heißt das Possessivpronomen "euer". Wenn das Nomen allerdings feminin ist oder im Plural steht, dann heißt das Possessivpronomen "eure". Fast geschafft! Nur noch ein Gepäckstück sucht jetzt noch seinen Besitzer. Ah, das muss dann wohl ihr Fotoalbum sein! Das Possessivpronomen "ihr" zeigt den Besitz für "sie", also die 3. Person Plural an. Würde man eine unbekannte Person ansprechen und die Höflichkeitsform verwenden, ist das Possessivpronomen ebenfalls Ihr. Dann muss man es allerdings mit einem großen "I" schreiben. Jetzt wo alle Fluggäste ihr Gepäck gefunden haben, schauen wir uns die Possessivpronomen noch einmal im Überblick an: Possessivpronomen heißen auch besitzanzeigende Fürwörter. Man verwendet sie, wenn man einen Besitz oder eine Zugehörigkeit ausdrücken möchte. In der 1. Person Singular ist das Possessivpronomen "mein", in der 2. Person "dein" und in der 3. Person je nach Besitzer oder Besitzerin "sein" oder "ihr". Im Plural heißen die Possessivpronomen "unser" für wir, "euer" oder "eure" für ihr und "ihr" für sie. Oh! Ein Koffer scheint übrig zu sein! Der braucht offensichtlich keinen Besitzer!