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Personifikation

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Annas Sofatutor
Personifikation
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Beschreibung Personifikation

Inhalt

Was ist eine Personifikation?

Die Personifikation ist ein beliebtes Stilmittel in der deutschen Literatur, insbesondere in der Lyrik. Einfach erklärt bedeutet es, dass mithilfe der Personifikation einem Gegenstand, einem Tier oder einem abstrakten Begriff menschliche Verhaltensweisen zugewiesen werden.

Personifikation Beispiele

Personifikation – Definition

In dem Begriff Personifikation steckt bereits das Wort Person, was darauf hinweist, dass durch das Stilmittel Gegenstände, Tiere oder abstrakte Begriffe menschliche Gestalt annehmen und menschliche Eigenschaften erhalten. Daher nennt man die Personifikation oft auch Vermenschlichung. Als Nebenform der Metapher ist die Personifikation außerdem stark an die Allegorie angelehnt. Grundsätzlich sind diese drei rhetorischen Figuren nicht immer klar voneinander abzugrenzen. Wie aber eine Personifikation konkret aussehen kann, erkennst du an den folgenden Beispielen.

Personifikation – Beispiele

Die folgenden Beispiele sollen verdeutlichen, wie eine Personifikation gebildet wird. Typische Beispiele für Personifikationen, die im Alltag oft verwendet werden, sind:

Die Sonne lacht.
Der Himmel weint.
Die Zeit rennt.
Der Sturm tobt.
Die Blätter tanzen im Wind.
Das Gute besiegt das Böse.

In vielen Fällen wird eine Personifikation (wie in den oben genannten Beispielen) aus einem Substantiv und einem Verb gebildet. Dabei ist das Verb der für die Personifikation ausschlaggebende Faktor, denn es beschreibt eine Handlung, die eigentlich nur von Menschen ausgeführt werden kann (lachen, weinen, rennen, toben, tanzen, besiegen).

Eine Personifikation kann aber auch durch die Verwendung eines menschlichen Attributs für ein Tier, eine Sache oder ein abstraktes Konzept gebildet werden.

der schlaue Fuchs
die schlafende Natur
die blinde Wut
das müde Warten

Weitere bekannte abgesenkte Personifikationen sind Mutter Natur und Vater Staat, die abstrakte Begriffe in greifbare Personen umwandeln.

Die Wirkung der Personifikation

Die Personifikation dient dazu, die Sprache lebendig und anschaulich zu gestalten. Diese Funktion wird besonders deutlich, wenn es um Sachverhalte geht, die komplex und abstrakt sind, wie zum Beispiel die Zeit, die rennt. Grundsätzlich besteht die Funktion der Personifikation darin, einen Sachverhalt greifbarer zu machen. Dabei wird einem Tier, einem Gegenstand oder einem abstrakten Begriff durch menschliche Verhaltensweisen oder Eigenschaften sozusagen „Leben eingehaucht“.

Der Unterschied zwischen Personifikation, Metapher und Allegorie

Die Metapher rückt auf der Grundlage von Ähnlichkeiten und Assoziationen ein Wort in einen anderen, fremden Bedeutungszusammenhang. Das heißt, dass zwei Bereiche, die eigentlich wenig miteinander zu tun haben, durch die Metapher verbunden werden.

Die Personifikation ist eine Nebenform der Metapher, denn sie überträgt menschliche Eigenschaften auf Tiere, Gegenstände oder abstrakte Begriffe, die in keiner direkten Verbindung miteinander stehen.

Anders als die Metapher, die zwei zufällige Wörter miteinander verknüpft, indem sie ihre Ähnlichkeiten und Assoziationen hervorhebt, ist die Allegorie nicht zufällig. Die Allegorie stellt nämlich die jeweiligen Merkmale der Verkörperungen durch einen bestimmten Aspekt der Figur dar.

Beachte: Die Grenzen zwischen der Personifikation, der Metapher und der Allegorie können verschwimmen. Eine eindeutige Abgrenzung ist nicht immer vorzunehmen. Dennoch ist es wichtig, zu betonen, dass der menschliche Charakter, den die Personifikation einem Tier, einem Gegenstand oder einem abstrakten Begriff verleiht, ausschlaggebend ist für die Zuordnung zur Personifikation.

Wie erkenne ich eine Personifikation?

Anhand des Auszugs aus dem Gedicht „Die Elemente“ von Annette von Droste-Hülshoff aus dem Jahr 1844 kann man die verschiedenen Formen von Personifikationen besonders gut erkennen.

Natur schläft – ihr Odem steht,
Ihre grünen Locken hangen schwer,
Nur auf und nieder ihr Pulsschlag geht
Ungehemmt im heiligen Meer.
Jedes Räupchen sucht des Blattes Hülle,
Jeden Käfer nimmt sein Grübchen auf;
Nur das Meer liegt frei in seiner Fülle,
Und blickt zum Firmament hinauf.

Hier wird deutlich, dass die Natur in jedem einzelnen Vers auf unterschiedliche Weise vermenschlicht wird. Im ersten Vers besteht die Personifikation aus dem Substantiv Natur und dem Verb schläft, also einer Handlung, die eigentlich nicht von der Natur ausgeführt werden kann. Der Odem ist ein Synonym für Atem, wodurch die Natur wiederum menschliche Gestalt annimmt. Durch die Verwendung der Personifikationen wird das Bild, das hier beschrieben wird, besonders greifbar. Mithilfe der rhetorischen Sprache wird so die Vorstellungskraft des Lesenden angeregt. Entdeckst du im Gedicht noch weitere Personifikationen?

Transkript Personifikation

Hallo, ich bin Anna und ich wünsche Dir viel Spaß mit diesem Video. In diesem Video geht es um das sprachliche Stilmittel der Personifikation. Ich werde Dir erklären, was eine Personifikation ist, wie man sie erkennt und wie und warum man sie verwendet. Außerdem mache ich Dir deutlich, inwiefern sie sich von anderen sprachlichen Stilmitteln der Allegorie und der Metapher unterscheidet. Das alles zeige ich Dir an verschiedenen Beispielen. Du solltest schon etwas Vorwissen im Bereich der Stilmittel und rhetorischen Figuren im Allgemeinen mitbringen. Beginnen wir mit der Erklärung, was eine Personifikation ist, also mit einer Definition. Du hast vielleicht bemerkt, dass in Personifikation das Wort Person steckt, denn durch eine Personifikation werden abstrakte oder allgemeine Dinge sozusagen zu Personen oder Menschen gemacht. Das heißt, die Personifikation schreibt Dingen oder Sachverhalten Eigenschaften oder Handlungen zu, die ansonsten nur Menschen haben oder tun können. Schauen wir uns das an ein paar Beispielen an. Dann wirst Du verstehen, was damit gemeint ist. Die Sonne lacht. Der Himmel weint. Die Stadt schläft. Bei den genannten Subjekten handelt es sich um Dinge, die nicht belebt sind und daher nicht handeln können. Es wird hier aber so getan, als würden sie leben, weil sie mit Verben verbunden werden, die nur Lebewesen ausführen können. Die Personifikation ist daher relativ leicht zu erkennen. Du musst dir nur überlegen, ob das Subjekt tatsächlich diese Handlung ausführen könnte oder ob es erst durch das Verb, mit dem es verbunden wird, zu einer Person gemacht wird. Die Personifikation gehört deshalb zu den Stilmitteln der Tropen. Bei den Tropen werden Worte nicht in ihrem eigentlichen Sinne, sondern eher bildlich verwendet, beziehungsweise werden Worte aus einem anderen Vorstellungsbereich für das Gemeinte verwendet. Hier werden Verben, die sich eigentlich auf Menschen beziehen, für unbelebte Sachen verwendet. Schauen wir uns nun einmal die Verwendung einer Personifikation an. In welchem Kontext kommt sie vor und wo finden wir sie? Wie andere sprachliche Stilmittel auch finden wir die Personifikation in der Literatur. Georg Büchner, ein deutscher Schriftsteller, schrieb in seinem Werk „Dantons Tod“: „Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder.“ Eine Revolution ist eine abstrakte Sache, also unbelebt. Das heißt, sie ist eigentlich nicht dazu fähig, Handlungen auszuführen. Hier wird sie aber vermenschlicht dadurch, dass gesagt wird, sie würde fressen. Auch in Märchen werden Gegenstände oft personifiziert. Denk zum Beispiel an das Märchen „Schneewittchen“ und das Spieglein an der Wand, das sprechen kann. Wir können dieses Stilmittel aber auch in unserem alltäglichen Sprachgebrauch finden, denn es gibt Personifikationen, die sich schon so in unsere Alltagssprache eingeschlichen haben, dass wir sie gar nicht mehr bemerken. Dazu zählen zum Beispiel Sätze wie: Die Zeit läuft mir davon. Oder: Der Winter steht vor der Tür. Bestimmt hast Du einen davon auch schon einmal verwendet. Und warum werden Personifikationen nun benutzt? Kommen wir jetzt zu deren Funktion und Wirkung. Wie wir jetzt wissen besteht eine Personifikation kurz gesagt darin, Dingen oder Sachverhalten eine menschliche Eigenschaft zuzuschreiben. Dadurch werden diese Dinge lebendig und man kann sich das Geschehnis besser vorstellen. So sorgt also die Personifikation für eine Veranschaulichung und Lebendigkeit. Durch diesen ungewöhnlichen Gebrauch von Verben, nämlich, dass man sie für Dinge und nicht für Lebewesen benutzt, lenkt man die Aufmerksamkeit auf das Gesagte und kann es dadurch verstärken. Achtung, hier musst Du aufpassen! Es gibt eine Sonderform der Personifikation, die sogenannte abgesunkene Personifikation. Hierbei handelt es sich um Ausdrücke wie Vater Staat oder Mutter Erde. Die abgesunkene Personifikation wird auch als personifizierte Metapher bezeichnet. Und damit kommen wir zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Personifikation, Metapher und Allegorie. Die Stilmittel ähneln sich sehr und manchmal kann man sie nicht exakt trennen. Wie Du eben schon gehört hast, zählt die Personifikation zu den Stilfiguren der Tropen, genau wie die Metapher und die Allegorie auch. Noch einmal kurz zur Wiederholung. Tropen sind immer Worte oder Wendungen, die nicht im eigentlichen Sinn, sondern in einem übertragenen und bildlichen Sinn gebraucht werden. Sie verbildlichen also das Mitgeteilte. Bei einer Personifikation werden Dinge mit Verben verbunden, die eigentlich nur von Menschen getan werden können. Das heißt, dass auch hier verschiedene Sinnbereiche miteinander verbunden werden. Aber nur in Bezug auf diese Verbindung. Ein Beispiel wäre: Die Sonne lacht. In einer Metapher wird das eigentlich Gemeinte durch einen Ausdruck ersetzt. Es wird in einen anderen Bereich übertragen. Zum Beispiel sagt man Baumkrone, wenn man die Spitze eines Baums meint. Für Spitze setzt man also Krone ein, weil die Spitze wie eine Krone ist. Und hier würde auch die abgesunkene Personifikation hineinpassen. In der Verwendung Vater Staat meint man, dass der Staat wie ein Vater ist. Die Allegorie ist eine konkrete oder bildliche Darstellung von abstrakten Begriffen. Zum Beispiel kann der Gott Amor für die Liebe stehen. Es handelt sich dabei aber nicht um abgesunkene Personifikationen. Eine abgesunkene Personifikation steht nämlich nicht für etwas anderes, wie hier Amor für die Liebe, sondern meint immer noch den Staat wie einen Vater oder die Natur wie eine Mutter. Bei der Allegorie steht eine bestimmte Person für etwas. Wenn Du nun in Zukunft eine Personifikation erkennen möchtest, dann merke dir folgende Stichpunkte: Die Personifikation gehört zu den sprachlichen Stilmitteln der Tropen. Durch eine Personifikation werden abstrakte oder allgemeine Dinge mit Eigenschaften oder Handlungen verbunden, die eigentlich zu Menschen gehören. Wir finden die Personifikation in der Literatur, in Märchen oder auch in unserer Alltagssprache. Durch eine Personifikation werden Dinge lebendig und dadurch Geschehnisse besser vorstellbar. Außerdem wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt und die Aussage dadurch verstärkt. Eine Sonderform stellt die abgesunkene Personifikation dar. Ich hoffe, Du hast alles verstanden und bis zum nächsten Mal!

15 Kommentare

15 Kommentare
  1. Gut,Gut

    Von Tomcioplo, vor 10 Monaten
  2. Sehr Gut

    Von Tomcioplo, vor 10 Monaten
  3. super toll !

    Von Natalie Schaefer H, vor 11 Monaten
  4. danke für das tolle video
    bitte mehr davon @Annas Sofatutor
    hat mir sehr viel weiter geholfon

    Von Melanie Obach, vor etwa einem Jahr
  5. Super Video! Ich finde es im Gegensatz zu meinem Vorredner gut, dass die Personifikation hier mit der Metapher und Allegorie verglichen wird. Mir würde es sonst vermutlich schwer fallen, sie auseinander zu halten. Viele Grüße

    Von Swetlana C., vor mehr als einem Jahr
Mehr Kommentare

Personifikation Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Personifikation kannst du es wiederholen und üben.
  • Vervollständige die Definition der Personifikation und beschreibe ihre Funktion und Wirkung.

    Tipps

    Ein Beispiel für eine Personifikation lautet: Die Autos schreien durch die Nacht.

    Lösung

    Die Personifikation ist gehört zu den Stilmitteln der Tropen. Sie ist dabei eine Art der Metapher, denn es wird ein Wort von einem Bedeutungsfeld auf ein anderes Bedeutungsfeld, zu dem es eigentlich nicht gehört, übertragen.

    Das Typische an der Personifikation ist, dass einem Objekt oder einem Tier eine menschliche Eigenart angehängt wird. Das Objekt wird damit lebendig. Sehr abstrakte Dinge, wie z. B. Liebe, Gerechtigkeit oder Schrecken, kann man damit gut veranschaulichen und verständlicher machen. Außerdem ist diese Verbindung sehr ungebräuchlich und unkonventionell. Sie fällt auf und lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers auf das personifizierte Objekt.

  • Gib wieder, was ein Tropus ist.

    Tipps

    Zu den Tropen zählt man auch Metaphern, Metonymien, Synekdochen und Ironie. Was haben die genannten Stilmittel gemein?

    Bei Tropen werden Wörter nicht in ihrer wortwörtlichen Bedeutung, sondern im übertragenen Sinn benutzt.

    Lösung

    Die Tropen gehören mit zu den wichtigsten Stilmitteln der Rhetorik. In beinahe jedem Satz benutzen wir sie. Viele Stilmittel, die du kennst, gehören dazu: Allegorie, Metapher, Ironie, Metonymie, Synekdoche etc. Sie alle haben gemeinsam, dass ein Wort durch ein anderes ersetzt wird. Dieses neue Wort hat daher eine übertragene Bedeutung.

    Die Metapher Achilles ist ein Löwe heißt nicht, dass Achilles tatsächlich ein Löwe ist, sondern dass Achilles und der Löwe einige Charakteristika teilen, in diesem Fall u.a. die Stärke. Der Löwe stammt aus einem anderen Bedeutungsfeld als Achilles. Durch die bildhafte Sprache verschiebt sich also die Bedeutung, indem die zwei Bedeutungsfelder ineinander wachsen.

    Auch die Personifikation gehört dazu, denn dem einen Bedeutungsfeld (= Objekt oder Tier) wird ein Wort aus einem menschlichen Bedeutungsfeld angeheftet.

  • Bestimme einige konventionalisierte Personifikationen unserer Alltagssprache.

    Tipps

    Welche alltagssprachlichen Formulierungen von Personifikationen kannst du hier erkennen? Siehst du die Verbindung von Objekt und menschlichem Verb?

    Lösung

    Ähnlich wie einige Metaphern, die sich in der Alltagssprache konventionalisiert haben, die wir also benutzen ohne zu wissen, dass es Metaphern sind (wie z. B. das Stuhlbein), gibt es auch solche Personifikationen. Dazu gehört z.B., dass Dinge (z. B. Hauswände) einen Schatten werfen können. Das Werfen ist eine rein menschliche Angelegenheiten.

    Ähnlich verhält es sich mit der ziehenden Wolke, der schreienden Tat, der laufenden Zeit, dem vor der Tür stehenden Winter und der Mode und Kunst, die Hand in Hand gehen.

  • Unterscheide die Personifikation von der Metapher und der Allegorie.

    Tipps

    Bei der Personifikation wird einem Gegenstand ein menschliches Attribut zugeschrieben.

    Die Allegorie ist eine besondere Art der Personifikation. Ein Objekt/Gedanke erhält nicht nur menschliche Eigenschaften, sondern auch eine menschliche Form und Figur.

    Lösung

    Metapher, Personifikation und Allegorie gehören zu den Stilmitteln der semantischen Figuren, genauer zu den Tropen.

    • Die Metapher entsteht, wenn man ein Wort durch ein Wort aus einem anderen Bedeutungsfeld ersetzt. Es wird also nicht das eigentliche Wort verwendet, sondern das Wort wird durch ein anderes aus einem anderen Wortbereich ersetzt, wie z. B. in das Feuer der Liebe. Die Liebe zeichnet sich häufig durch Hitze aus. Da auch das Feuer Hitze besitzt, ersetzt man die Hitze mit Feuer. Dieses Wort wird dann nicht wörtlich verwendet, sondern im übertragenen Sinn. Auch das Stuhlbein ist eine Metapher, da das Holz, auf dem ein Stuhl steht, in Funktion (und entfernt im Aussehen) einem menschlichen Bein ähnelt.
    • Die Personifikation ist eine besondere Art der Metapher. Hier wird, wie in die Natur schläft, ein menschliches Attribut einem Gegenstand zugeschrieben. Der Gegenstand wird dadurch vermenschlicht.
    • Die Allegorie wiederum ist eine besondere Art der Personifikation, denn sie geht einen Schritt weiter: Ein abstrakter Gedanke wie die Gerechtigkeit erhält nicht nur menschliche Eigenschaften, sondern auch eine menschliche Form und Figur. Ein Ding wird ganz als Mensch dargestellt, wie die Figur der Justitia. Dionysos ist übrigens die Allegorie des Rausches und des Weins.
  • Bestimme, in welchen Sprachbereichen man häufig Personifikationen antrifft.

    Tipps

    Die Personifikation ist ein Stilmittel, welches eine Sprache abwechlungsreicher und interessanter gestalten kann. Gleichzeitig kann es einen Text mehrdeutig machen.

    In welchen Textsorten benötigt man eher eine klare und genaue Sprache und in welchen kann die Sprache mehr gestaltet sein?

    Lösung

    Personifikationen sind als Stilmittel leicht zu erkennen, denn wir können relativ genaue Abgrenzungen zwischen Personen und Objekten vornehmen.

    Sie werden jedoch nicht immer und überall verwendet. Denn da ihre Verwendung unkonventionell ist, trifft man sie eher dort an, wo unkonventionelle Sprache erlaubt ist: z. B. in der schönen Literatur. Das umfasst z. B. Gedichte, Romane, Märchen etc. Viele Personifikationen verwenden wir auch in der Alltagssprache, häufig ohne es zu merken.

    Dort, wo eher eine sachliche, eindeutige und funktionelle Sprache geboten ist, findet man die Personifikation selten, so z. B. in der Zeitung, Glosse, Essays bzw. allgemein in Sachtexten.

  • Analysiere das folgende Gedicht auf Personifikationen.

    Tipps

    Untersuche, welche Verben normalerweise nur Menschen zugeschrieben werden und welche hier Objekte beschreiben oder handeln lassen.

    Lösung

    Die Personifikation ist ein Stilmittel, bei dem einem Ding, sei es eine abstrakte Idee oder eine materielle Sache oder gar einem Tier, eine menschliche Eigenschaft oder Handlung zugewiesen wird. Um eine Personifikation zu identifizieren, müssen wir also die Objekte auf ungewöhnliche, sie vermenschlichende Attribute untersuchen. Bei den obigen Beispielen sind diese menschlichen Verben zerreißen, stehen, blinzeln, gehen und drohen.

    Die Verben schwemmen und scheinen sind nicht (spezifisch) menschlich und ergeben somit in Verknüpfung mit den Substantiven keine Personifikationen. Die Dinge werden nicht vermenschlicht.

    Ein Grenzfall ist das herauskommen (genauso wie gehen: Auch Tiere können gehen; da aber hier ein Objekt eine Bewegung von sich aus bekommt, kann man das Objekt als verlebendigt betrachten).

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