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Politische Gedichte

Alle Inhalte sind von Lehrkräften & Lernexperten erstellt
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Die Autor*innen
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Anne-Christin Z.
Politische Gedichte
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Politische Gedichte Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Politische Gedichte kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib Merkmale politischer Gedichte wieder.

    Tipps

    In der politischen Dichtung löste die Gesellschaftkritik nach und nach die Verherrlichung von Machthabern und politischen Ideen ab.

    Das politische Gedicht stößt zumeist bei denjenigen auf offene Ohren, die davon betroffen sind.

    Lösung

    Politische Gedichte haben die Absicht, politisch und ideologisch zu beeinflussen. Sie haben darum oftmals Herrschafts- und Machtverhältnisse zum Thema: Es kann sich entweder um eine Verherrlichung, eine angestrebte Verbesserung oder um eine Anklage handeln, bei der die Probleme aufgezeigt werden.

    Um ihre Wirkungen zu erreichen, müssen die Gedichte ihre Strategien verfolgen, die hier als Merkmale aufgelistet werden:

    1. Verständlichkeit für das gewünschte Publikum (Sprache, Beispiele für die Misstände).
    2. Wirkung: Auseinandersetzung und Veränderung anstoßen.
    3. Die Verantwortlichen werden angeklagt und auf vielfältige Weise kritisiert.

  • Fasse die wichtigsten Fragen zusammen, die beim Verstehen politischer Gedichte helfen.

    Tipps

    Die Fragen sollen dir helfen, das Gedicht besser zu verstehen. Gerade politische Gedichte sind kommunikativ verfasst und reihen sich in eine politische Diskussion ein.

    Politische Gedichte können nur in ihrem Zeitbezug richtig verstanden werden. Sie stellen etwas zu einer Zeit auf eine bestimmte Weise sprachlich dar.

    Was wird wie beschrieben? So gelangst du zum Thema des Gedichts.

    Lösung

    Da politische Gedichte eine klare kommuniative Funktion haben, wollen sie eine politische Auseinandersetzung bewirken.

    Da die Politik jeden im Volk betrifft, kann ein politisches Gedicht in seiner Zeit oftmals schnell verstanden werden.

    Für dich ist es aber wichtig, die Entstehungszeit des Gedichts sowie das politische Ereignis geschichtlich zu fassen, um die Aussagen des Gedichts beurteilen zu können.

    Die wesentlichen Fragen, die dir helfen, sind:

    1. An wen ist das Gedicht gerichtet? Wer wird angesprochen und beispielsweise kritisiert? – Wird die Gesellschaft beschrieben, kann es sich um Gesellschaftskritik handeln.
    2. Mit welchem Ereignis setzt sich das Gedicht auseinander, sodass es zu einem politischen Gedicht wird? – Politische Themen können vielfältig ausgedrückt werden. Ihre Gestaltung gibt dir Auskunft über die Position, die das Gedicht einnimmt.
    3. Was ist das Thema des Gedichts? – Diese Frage hilft dir, die Absicht und das Ziel des Gedichts zu verstehen. Worauf will es aufmerksam machen?
  • Entscheide, auf welche politischen Ereignisse Brechts Gedicht aus heutiger Sicht noch passen könnte.

    Tipps

    Welche Situation wird hier beschrieben? Wie geht es den Menschen?

    Vergleiche alle Aspekte des Gedichts mit den Vorschlägen.

    Lösung

    Dieses Gedicht entstammt Bertolt Brechts Gedichtzyklus „Buckower Elegien“, in dem er u.a. die Ereignisse des 17.Juni 1953, die politischen Verhältnisse der DDR und die Nazizeit verarbeitete.

    „Der Himmel dieses Sommers“ stellt eine Kriegssituation dar:

    • Ein Bombenangriff kündigt sich an, während die Menschen auf den Booten im See hilflos treiben. Bei Bombenalarm war es eigentlich üblich, schnellstmöglich in den Luftschutzkellern Schutz zu suchen.
    • Alle sind betroffen: Kinder, Frauen und alte Menschen. Sie starren schockiert in die Luft und verharren beim Anblick des Bombers.
    • Angststarre und Schreckensgesichter werden an dieser Stelle mit jungen Staren im Vogelnest verglichen, die ihre Hälse hungrig nach Essen emporstrecken.
    • Der Hunger der Menschen in Kriegszeiten wird beantwortet mit Bomben. Der Himmel des Sommers ist nicht blau und schön, sondern Ort der Bedrohung.
    Diese Elemente gibt es ebenso im syrischen Bürgerkrieg. Auch heute werden hier Regionen bombardiert, während die Menschen leiden:

    • Die syrische Regierung bekämpfte unter Präsident Baschar al-Assad verschiedene Oppositionsgruppen mit Gewalt und setzte dabei gezielt die Luftwaffe ein, um mithilfe von Bombenangriffen den Widerstand von Regierungsgegnern zu brechen.
    • Im Laufe des Krieges verschlechterte sich dabei die Versorgungslage der Zivilbevölkerung immer mehr.
  • Bestimme das politische Gedicht, bei dem es in erster Linie um Gesellschaftskritik geht.

    Tipps

    Weitere Themen politischer Gedichte sind: Herrscherkritik, Verherrlichung politischer Ideen, Auseinandersetzungen mit konkreten politischen Ereignissen (z.B. Weltkriegsgedichte), die Reflexion der politischen Dichtung selbst usw.

    Faschismus meint eine nach einem Führerprinzip organisierte, undemokratische, rassistische und nationalistische Staatsform.

    Lösung
    1. Die letzte Strophe aus: August Heinrich Hoffmann von Fallerslebens „Ein Lied aus meiner Zeit“ (1841) endet mit dem Aufruf an die Dichter, die Zeit kritisch zu hinterfragen. Das Thema ist also die politische Dichtung selbst.
    2. Kurt Tucholskys Gedichtausschnitt aus „Rosen auf den Weg gestreut“ (1931) verpackt ironisch klare Faschismus- also Ideologiekritik.
    3. Auch Hendrik Rosts „Ode an das Smartphone“ (2015) ist ein politisches Gedicht. Es umfasst die Themen Datenschutz, Informationsgesellschaft, Medienethik. Das Smartphone biete zwar neue Möglichkeiten der Vernetzung, ist aber ebenso Symbol neuer Passivität.
    4. Joachim Ringelnatz' „Chanson vom großen Publikum“ ist eine klare Gesellschaftskritik. Sein Gedicht macht sich über die Dummheit des Volkes lustig, dem man auf einfache Weise falsche Wahlversprechen machen könne, damit man gewählt würde. Auf die Spitze wird dies dadurch getrieben, dass das Volk dies „gern“ tue, also es gar nicht anders will.
  • Bestimme die Art dieses politischen Gedichts.

    Tipps

    Überlege, welche Formulierungen positiv und welche negative gemeint sein könnten.

    Gesellschaftskritische Gedichte wollen Misstände anprangern.

    „Kann politisch heuer heißen“ meint soviel wie: Derjenige kann sich heutzutage Politiker nennen.

    Lösung

    Friedrich von Logau (1605-1655) verfasste mehr als 3000 Sinngedichte (Epigramme), in denen er Untugenden und politische Zustände anprangert.

    • Als Beispiel des Barock zielt sein Gedicht „Heutige Welt-Kunst“ auf die Kritik der Politiker seiner Zeit ab. Nur auf den eigenen Vorteil bedacht stellten sie Macht und Profit vor die Interessen des Volkes.
    • Insbesondere werden die Heucheleien und Lügen angeprangert: „anders scheinen“, „Anders reden, anders meinen“, „Alles heucheln“.
    • Es handelt sich um Gesellschaftskritik durch Politik-Kritik, weil das Gedicht auf die Fehler der Politiker zeigt, statt sie zu verherrlichen.
  • Analysiere Marie Luise Kaschnitz' Gedicht „Hiroshima“.

    Tipps

    Es handelt sich hierbei um ein Gedankenspiel über das Leben des Piloten nach dem Bombenabwurf. Welche dargestellten Verhaltensweisen können seine Reue ausdrücken?

    Wie wird der Pilot dargestellt? Auch Aussehen und Körperhaltung können die Gemütslage wiedergeben.

    Idylle meint eine harmonische, verklärende Darstellung.

    Lösung

    Marie Luise Kaschnitz' „Hiroshima“ ist ein typisches Nachkriegsgedicht, das sich mit den Folgen der Hiroshima-Katastrophe (1945) beschäftigt. Der geschichtlichen Ereignisse der Zeit geschuldet formte sich aus der Anti-Kriegs-Lyrik die Anti-Atom-Lyrik, die Ost- und Westliteraten verband. Das Gedicht soll ein Gedankenspiel sein.

    • Die erste Strophe befasst sich noch mit der fiktiven Zukunft des Bomberpiloten: Kloster, Selbstmord, Wahnsinn und Alpträume.
    • In der zweiten hingegen will der lyrische Sprecher des Gedichts erzählen, was „wahr“ ist: Dass der Pilot mit seiner Familie in Frieden in einer Familiensiedlung lebt und sich nicht der Verantwortung stellt (Kontrast durch Idylle).
    Dass der, „[d]er den Tod auf Hiroshima warf“, hier als Mörder und Todbringender geschildert wird, ist als Reaktion auf die amerikanische Presse der Zeit zu sehen, die den Piloten als bloßen Befehlsausführenden in Schutz nahm. Kaschnitz hingegen will die Gewissensbisse und die Schuld des Piloten in den Vordergrund rücken. Darin besteht ihre poltische Stellungnahme:
    • Thema Vergessen: Das Gras wachse nicht so schnell darüber und auch der „Wald des Vergessens“ zeigt zusätzlich den Wunsch und die Unmöglichkeit der Verdrängung.
    • Motiv der Peitsche: Unterordnung des Piloten in der militärischen Rangfolge sowie eine Vorausdeutung, dass der Sohn die Schuld des Vaters sehen wird, wie auch er sich ihm gegenüber schämt und niederkniet: „vierbeinig“.
    • Verzerrtes Gesicht, das die Schuld verrät.
    • Kloster, Selbstmord, Wahnsinn und Alpträume: Diese fiktiven Handlungen werden als scheinbar logische Konsequenz seiner Tat aneinandergereiht und drücken ein fiktives schlechtes Gewissen aus.