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Zecken – Risiko und Schutz (Basiswissen) 04:15 min

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Transkript Zecken – Risiko und Schutz (Basiswissen)

Mit der Saugdauer der Zecke steigt das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern. Also sollte man sie umgehend entfernen und das geht so: Also am günstigsten ist es, wenn man eine noch spitzere Pinzette hat wie diese, so Uhrmacherpinzetten. Dann im Prinzip die Zecke direkt an der Haut möglichst tief packen und dann einfach langsam nach oben wegziehen. Wenn Sie langsam ziehen, haben Sie den Vorteil, dass meistens die Mundwerkzeuge mit rausgehen aus der Stichstelle. Wenn Sie schnell ziehen, reißen sie oft ab. Auch unsere Haustiere sollten regelmäßig abgesucht werden. Denn auch sie können an den Folgen eines Zeckenstichs erkranken. So zum Beispiel der beste Freund des Menschen: der Hund. Auch hier spielt die Saugdauer eine wichtige Rolle. Hat sich eine Zecke festgesetzt, kann sie mit einer Zeckenzange entfernt werden. Menschen sollten bei Zeckenbefall aber eine spitz zulaufende Pinzette verwenden, um das Tier beim Herausziehen nicht zu quetschen. Zecken, die der Hund im Fell ins Haus einschleppt, können bei Körperkontakt mit einem Menschen den Wirt wechseln und auch stechen. Lediglich einmal vollgesogene Zecken, die im Haus abfallen, können nicht erneut stechen und in diesem Zustand auch nicht im Haus herumkrabbeln. Gegen die Borreliose gibt es bislang keinen Impfstoff für den Menschen. Vor der gefährlichen und unheilbaren FSME gibt es aber eine wirksame Schutzimpfung. Denn in FSME-Risikogebieten sind besonders viele Zecken Träger des FSME-Virus. Das kann die eine Zecke treffen und die kann infiziert sein. Die Standardimpfung sieht die ersten Injektionen im Abstand von ein bis drei Monaten vor. Das führt zu einem sicheren Schutz für die Saison. Wenn es schneller gehen muss, weil die Urlaubsreise bevorsteht, können die ersten beiden Impfungen auch im Abstand von 14 Tagen verabreicht werden. Für den Abschluss der sogenannten Grundimmunisierung und somit einem langjährigen Schutz von 3 bis 5 Jahren, muss nach 1 Jahr eine dritte Impfung erfolgen. Um ständigen Impfschutz zu haben, muss die Impfung dann entsprechend alle 3 bis 5 Jahre durch eine Impfdosis aufgefrischt werden. Die Impfstoffe sind bereits ab einem Alter von 12 Monaten zugelassen. Manche Experten befürworten eine FSME-Impfung ab dem Kindergartenalter, manche ab Eintritt in die Schule. Angst vor Impfkomplikationen sind unbegründet. Gott sei Dank ist unsere Erfahrung sehr sehr gut. Wir haben letztes Jahr, sagte ich ja schon, etwa über 100 Impfungen durchgeführt, fast ohne Komplikationen. Bisschen Fieber, bisschen abgeschlagen sein, aber darauf machen wir die Eltern aufmerksam und das nehmen sie auch in Kauf. Und ich muss sagen, die Impfstoffe, die gegenwärtig auf dem Markt sind, die wir kennen, sind hervorragend. Und nach der Impfung sind die Eltern ein Angstthema los. Und natürlich sollten auch sie gegen FSME geimpft sein, da mit dem Alter die Schwere der Erkrankung zunimmt. Damit den Zecken der Weg zur Haut erschwert wird, kann man einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Diese bieten zwar keinen vollkommenen Schutz, aber minimieren das Risiko etwas, einen Zeckenstich zu bekommen. Auch bei der Kleidung gibt es einige Aspekte zu beachten. Gummistiefel bieten einen relativ guten Schutz, weil offensichtlich die Oberfläche für die Zecke anzeigt, dass das kein Tier ist, also kein Wirt, der geeignet ist. Mittel zur Zeckenabwehr können zusätzlich auf die Haut aufgebracht werden. Und das Tragen von heller Kleidung ermöglicht ein schnelleres Erkennen der Zecken. Besonders wichtig ist: Sich täglich nach Zecken abzusuchen, was eine sehr wichtige Maßnahme ist. Zecken lauern überall, aber mit Umsicht und angemessenen Maßnahmen ist man gegen die Gefahr der Mini-Vampire gut gewappnet.

1 Kommentar
  1. Gut

    Von Jan F., vor 9 Monaten