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Lange und kurze Silben 12:23 min

8 Kommentare
  1. was ist das? es hallt viel zu sehr ich habe ohrenschmerzen bitte beheben danke im vohrraus

    Von Aschabus, vor mehr als einem Jahr
  2. sie hat mir meine lateinnote gerettet dank

    Von Laura-Sophie Madeleine L., vor mehr als 2 Jahren
  3. Hallo,

    vielen Dank für deine aufmerksame Beobachtung. Wir werden die Fehler umgehend korrigieren.

    Beste Grüße, Felix

    Von Felix T., vor etwa 4 Jahren
  4. In der Übung sind Fehler enthalten!
    Zu Aufgabe (1): quae ist eine Naturlänge, weil es einen Diphtong enthält, "api" ist niemals nur eine Silbe!
    :-(

    Von Weber Mandy, vor etwa 4 Jahren
  5. Super Video, danke!!

    Von Michelle R., vor mehr als 4 Jahren
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Lange und kurze Silben Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Lange und kurze Silben kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme alle Positionslängen der Verse.

    Tipps

    Erinnere dich, wann wir von einer Positionslänge sprechen.

    Was muss nach einem Vokal folgen, damit er durch seine Position lang gemessen wird?

    Beachte, dass die Positionslängen auch über die Wortgrenzen hinaus gemessen werden!

    Der Buchstabe h gilt im Lateinischen nicht als Konsonant und erzeugt daher keine Positionslänge.

    Der Buchstabe x gilt als Doppelkonsonant (x = ks / gs).

    Insgesamt sind 20 Silben positionslang.

    Lösung

    Beim Skandieren eines Verses lassen sich viele Lücken schließen, wenn du die Regel für die positionslangen Silben beherrschst. Mit ihr kannst du schnell und sicher große Teile eines Verses bestimmen. Und ohne Positionslängen kamen die lateinischen Dichter auch nicht aus.

    Merke dir also: Folgen auf einen Vokal zwei oder mehr Konsonanten, so wird dieser lang gemessen.

    Manche Vokale sind von Natur aus kurz. Folgen aber zwei oder mehrere Konsonanten, dann werden auch diese Vokale lang gemessen.

    Schauen wir uns also die Positionslängen der Vergil-Verse an:

    1. Quid fa-ci-at lae-tas se-ge-tes, quo si-de-re ter-ram
    2. ver-te-re, Mae-ce-nas, ul-misque ad-iun-ge-re vi-tis
    3. con-ve-ni-at, quae cu-ra bo-um, qui cul-tus ha-ben-do
    4. sit pe-co-ri, a-pi-bus quan-ta ex-pe-ri-en-ti-a par-cis
    Merke dir auch die folgenden Besonderheiten:
    • Der Buchstabe h gilt im Lateinischen nicht als Konsonant und erzeugt daher keine Positionslänge!
    • Der Buchstabe x gilt als Doppelkonsonant, da er sich aus den Buchstaben ks bzw. gs zusammensetzt. Dadurch ist die Silbe ex- positionslang!

  • Kennzeichne alle Silben, die vor den Muta cum Liquida stehen.

    Tipps

    In jedem Vers findest du mehrere Muta cum Liquida.

    Muta cum Liquida wirken auch über das Wortende hinaus.

    In dieser Aufgabe gibt es insgesamt fünf Muta cum Liquida.

    Lösung

    Es ist nicht immer leicht die Muta cum Liquida auf den ersten Blick zu erkennen. Daher solltest du dir die Regel aus dem Video gut einprägen.

    Wenn auf einen Vokal zwei Konsonanten folgen, ist das normalerweise eine Positionslänge. Dies gilt aber nicht, wenn ein „Verschlusslaut“ (muta) vor einem „Fließlaut“ (liquida) steht. Konkret bezeichnet die Muta-cum-Liquida-Regel die Kombination der Buchstaben b, p, d, t, c oder g (muta) vor den Buchstaben m, n, l oder r (liquida).
    Du solltest allerdings wissen, dass nicht automatisch jeder Vokal vor einer Muta-cum-Liquida-Silbe kurz gemessen wird. Er kann sowohl kurz als auch lang gemessen werden. Du entscheidest also, welche Quantität dem Metrum des Verses eher entspricht.

    Achte außerdem darauf, dass Muta cum Liquida auch über das Wortende hinaus Wirkung haben.

    Schau dir also alle Silben mit zwei oder mehr Konsonanten genau an. Ab und zu findest du ein Muta cum Liquida, wie in unseren Übungssätzen:

    1. et primo similis volucri, mox vera volucris
    2. Et Lycum nigris oculis nigroque crine decorum.
    Die Muta-cum-Liquida-Buchstabenkombinationen lauten hier also: cr sowie gr.

  • Bestimme bei den lateinischen Formen die Quantität der Endsilben.

    Tipps

    Erinnere dich an die Regel zu den Vokalen. Welche Vokale sind immer lang und welche bilden die Ausnahme?

    Nicht jede Blase bekommt gleich viele Zuordnungen.

    Lösung

    Wie die Quantitäten der Endsilben gemessen werden, ist wichtig für das Skandieren. Die im Video genannten Regeln solltest du dir gut einprägen. Oftmals stößt du im Vers an die Grenzen des Rechnens und Ausprobierens. Dann ist es gut, wenn du die Endsilben sicher bestimmen kannst. Manchmal reicht nur eine, um den Vers richtig skandieren zu können.

    Präge dir also folgende Regeln gut ein:

    • Alle Endvokale sind lang gemessen, außer -e (z. B. esse, senatore, Marce). Eine weitere kleine Ausnahme sind der Nominativ und Vokativ der a-Deklination. Dort wird das -a kurz gemessen. Im Ablativ der a-Deklination bleibt es aber lang.
    • Die Endsilben -as, -os (Akkusativ Plural) oder -es (Nominativ und Akkusativ Plural) sowie -is (Dativ oder Ablativ Plural) sind immer lang (amicas, feminis).

  • Analysiere, welche Buchstaben durch Elisionen oder Aphäresen wegfallen.

    Tipps

    Schau dir die Verse genau an. Wo treffen zwei Vokale aufeinander?

    Erinnere dich, dass Wortende und -anfang auch dann zusammengezogen werden, wenn die Endung -um, -em oder -am vor dem Vokal steht.

    Lösung

    Bevor du mit den Skandieren eines Verses beginnst, solltest du ganz genau hinschauen, ob und wo zwei Vokale aufeinandertreffen. Durch das Zusammenziehen zweier Wörter ändert sich die Silbenanzahl. Wenn du also einmal zu viele Silben haben solltest, schau in den Vers, ob irgendwo eine Elision oder Aphärese zu finden ist.

    • Eine Elision tritt dann auf, wenn der Endvokal des einen Wortes durch den Anfangsvokal des zweiten ersetzt wird. Wie z. B. bei ulmisque adiungere. Zusammengezogen sprichst du die beiden Wörter: ulmisquadiungere.
    • Von einer Aphärese sprechen wir, wenn der Anfangsvokal des zweiten Wortes der Endung des ersten weichen muss. Das ist im 3. Versbeispiel der Fall: incertum est; zusammengesprochen lautet es: incertumst. Eine Aphärese wirst du allerdings fast ausschließlich bei Formen von esse finden.
    Folgende Buchstaben waren in dieser Aufgabe also zu markieren:
    1. vertere Maecenas, ulmisque adiungere vitis
    2. sit pecori, apibus quanta experientia parcis
    3. concilia incertum est, urbisne invisere, Caesar
    Auf zwei Dinge solltest du noch achten:
    • Eine Elision oder Aphärese tritt auch dann auf, wenn die Endung -um, -am oder -em heißt. Und bei einem h- am Wortanfang des zweiten Wortes kommt es ebenso zu einer Elision.
    • Wenn am Wortanfang ein ia- oder iu- steht, wie bei iacere, dann kommt es zu keiner Verschleifung. Wenn auf ein i ein Vokal folgt, dann wird es wie meist wie ein j (also wie ein Konsonant) behandelt.

  • Ordne die Begriffe den richtigen Erklärungen zu.

    Tipps

    Erinnere dich an den Unterschied zwischen Elision und Aphärese.

    Muta cum Liquida ist eine Ausnahme der Positionslänge.

    Lösung

    Für das Skandieren eines Verses ist es wichtig, dass du bestimmte Regeln gut beherrschst. Sie helfen dir auch dabei, den Vers schneller zu analysieren. Vier dieser Regeln wiederholen wir in dieser Aufgabe.

    • Positionslänge: Wenn auf einen Vokal (egal ob kurz oder lang) zwei oder mehr Konsonanten folgen, dann wird dieser lang gemessen. Die Regel hilft dir dabei, offene Lücken im Vers sicher mit Quantitäten zu füllen.
    • Muta cum Liquida: Ist eine Ausnahmeregel zur Positionslänge. In bestimmten Fällen kann ein Vokal vor zwei oder mehr Konsonanten kurz oder lang gemessen werden. Und zwar wenn auf einen muta-Konsonanten b, p, d, t, c, g eine liquida l, m, n, r folgt.
    • Elision und Aphärese: Diese Begriffe solltest du dir gut einprägen. Wenn zwei Vokale am Wortende und Wortanfang aufeinandertreffen, wird einer von beiden gestrichen und die beiden Wörter werden zusammengeführt. Wird der Vokal am Wortende entfernt, spricht man von einer Elision. Eine Aphärese beschreibt das Weglassen des Vokals am Wortanfang – und zwar bei der Kombination von Vokal und den Verbformen es oder est. Diese beiden Regeln gelten auch bei dem Wortende -um, -am oder -em und bei einem Wortanfang mit h-. Vergisst du, den überschüssigen Vokal zu streichen, hast du zu viele Silben im Vers und fällst aus dem Metrum.
  • Analysiere die beiden Verse metrisch nach Längen und Kürzen.

    Tipps

    Beide Verse stehen im Hexameter. Erinnere dich an das Versmaß:

    $-\cup\cup~|-\cup\cup~|-\cup\cup~|-\cup\cup~|-\cup\cup~|-~$x

    Alle Kürzen können durch Längen ersetzt werden. Im fünften Versfuß ist das allerdings selten.

    Kürzen tauchen dementsprechend immer im Doppelpack auf.

    Lies die Verse vor und nach dem Skandieren laut vor. So kannst du bereits einige Längen und Kürzen bestimmen und deine Analyse überprüfen.

    Lösung

    Um die beiden Verse vollständig nach Längen und Kürzen bestimmen zu können, musst du dir das Schema des Hexameters noch einmal vor Augen halten:

    $-\cup\cup~|-\cup\cup~|-\cup\cup~|-\cup\cup~|-\cup\cup~|-~$x

    Mit diesem Schema kannst du bestimmte Längen bereits am Anfang bestimmen.

    Die erste Silbe im Versmaß des Hexameters ist immer lang. Genauso wie die vorletzte Silbe. Im fünften Versfuß steht fast immer ein Daktylus, also $-$$\cup$$\cup$.

    Hast du diese Längen festgesetzt, kannst du beginnen, die Positionslängen einzutragen. Dafür schaust du, an welchen Stellen auf einen Vokal zwei oder mehr Konsonanten folgen. Über die Positionslängen kannst du einen Großteil der Verse analysieren.

    Bleiben dann noch Silben offen, halte nach Längen in Endsilben Ausschau. Wie etwa Vokale am Ende, die lang gemessen werden. Oder die Plural-Endungen -os, -as, -es sowie -is, die ebenfalls lang gemessen werden.

    Schau dir hier die richtig skandierten Verse einmal an:

    $-~-|~-\cup\cup|--|--|~-~\cup\cup~|-~-\\ Ibam~forte~via~Sacra~sicut~meus~est~mos.$

    $-~~\cup\cup~|-~~\cup\cup~|-~~-|-~-~|~~-\cup~\cup|--\\ nescio~quid~meditans~nugarum,~totus~in~illis.$