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Texte verstehen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen lateinischen Text zu übersetzen; lerne auch poetische Werke gut zu übersetzen und Stilmittel richtig zu bestimmen!

Alle Lernjahre

Themenübersicht in Texte verstehen

Lateinische Texte verstehen

Lateinische Texte stammen für gewöhnlich aus der römischen Antike. Es gibt auch solche aus dem Mittelalter oder sogar aus der Neuzeit. Sie unterscheiden sich jedoch sprachlich von den antiken Werken, schließlich war Latein die Muttersprache der Römer. Folglich wirken die älteren Texte etwas natürlicher, denn die späteren Texte sind meist vor dem Hintergrund einer (relativ) modernen Umgangssprache ins Lateinische übertragen worden. Deswegen erschließen sich dir vielleicht nicht immer alle Sätze; manche lateinischen Formulierungen klingen im Deutschem fremd oder umständlich. Doch um auch unübersichtliche Sätze und undurchsichtige Formulierungen zu verstehen, gibt es Tipps und Methoden!

Übersetzen

Wahrscheinlich ist deine Hauptaufgabe im Lateinunterricht das Übersetzen ins Deutsche. Dabei hast du sicher gemerkt, dass sich manche Sätze sehr schnell und einfach übersetzen lassen und bei manchen das Gegenteil der Fall ist. Wenn die Sätze simpel sind, kannst du die Worte der Reihe nach ins Deutsche übertragen. Längere Formulierungen jedoch lassen sich nicht so gut auf diese Weise übersetzen, zumal die Satzstellung im Lateinischen flexibler und anders ist als im Deutschen. Dann kann es helfen, eine Satzanalyse durchzuführen und die einzelnen Bestandteile zu bestimmen. Wenn sich viele Nebensätze zu einem nicht enden wollenden Satz verbinden, ist es sinnvoll, die Nebensätze und deren Abhängigkeiten vom übergeordneten Satz zu bestimmen. Mit diesen Methoden kannst du auch besonders harte Nüsse knacken, jedoch brauchst du wie so oft bei Sprachen viel Geduld.

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Analyse

Ab einem gewissen Punkt wirst du dich wahrscheinlich auch mit der Analyse eines Textes auseinandersetzen müssen, was in Lateinarbeiten meist im Zusatz- oder Grammatik-Teil gefordert wird. Stilmittel heißt hier das Zauberwort. Davon gibt viele verschiedene und keine einheitlichen Deutungsmethoden. Hier ist unter anderem deine Kreativität gefragt: Welche sprachlichen Besonderheiten fallen dir auf? Was sollen sie betonen oder ausdrücken? Wie schafft das sprachliche Mittel dies?

Wenn du einen poetischen Text vorliegen hast, ist zusätzlich die metrische Analyse noch ein wichtiges Thema, denn die antike Dichtung funktioniert nicht mittels einer gleichen Anzahl an Silben und Reimen, sondern über die Silbenlängen, den Längen und Kürzen. Jedes Metrum oder auch Versmaß hat ein Schema, nach welchem die Längen und Kürzen angeordnet sind. Teilweise ist es jedoch auch variabel. Im Hexameter kann zum Beispiel statt zweier Kürzen auch eine Länge eingesetzt werden. So variiert zwar die Silbenanzahl der verschiedenen Verse, die Silbenlängen sind insgesamt aber ausgeglichen. Ein Metrum kann auch zur Betonung dienen. Beispielsweise werden langatmige, schwere und traurige Szenen eher mittels Längen ausgedrückt.

Lass dir in den anschaulichen Videos erklären, wie du mit Texten umgehen kannst, um ihren Sinn zu entschlüsseln!