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Die griechische Deklination

Die griechische Deklination wird bei Fremd- und Lehnwörtern, die von den Römern aus dem Griechischen übernommen wurden, angewendet. Es gibt drei Deklinationsklassen, die als Grundlage die lateinische a- , o- und die konsonantische Deklination haben. Es gibt einige Ausnahmen.

Was ist die griechische Deklination?

Wie du vielleicht weißt, wurde die lateinische Sprache durch die große Ausdehnung des Imperium Romanum durch viele fremde Kulturen und Sprachen beeinflusst. So hat sie auch von den Griechen Namen und Wörter aufgenommen. Da das Lateinische sogar erst als Übersetzungssprache aus dem Griechischen entstanden ist, weist es viele Überreste der griechischen Sprache auf.

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Nicht alle griechischen Fremdwörter wurden komplett an die lateinische Sprache angepasst. Einige wurden auch unverändert übernommen oder nur leicht verändert. Grundlage für ihre Deklinationen sind die lateinische a-, o- und die konsonantische Deklination. Wenn du dir die Beschäftigung mit der griechischen Deklination leichter machen möchtest, solltest du daher diese Deklinationsklassen beherrschen.

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Erste Deklination (nach der a-Deklination)

Weibliche Nomen, die auf -a oder -e enden, werden in der lateinischen Prosa nach der a-Deklination dekliniert. Das gilt zum Beispiel für Antigona, Helena oder Athena. Die Deklination sieht dann so aus:

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Besonders in der Poesie kann auch die Endung -e übernommen werden. Dann sieht die Deklination so wie bei Circe aus, die leicht mit circa (um, nahe bei) verwechselbar ist und deshalb auch in der Prosa so dekliniert wird:

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Auch männliche Nomen, die auf -as oder -es enden, werden nach der a-Deklination gebeugt. Der Vokativ endet auf -a. Ein Beispiel ist Aeneas:

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Ausnahmen wie Aristides werden jedoch nach der konsonantischen Deklination gebeugt. Hier hilft es dir, wenn du im Wörterbuch nachschlägst. Dann erfährst du den Genitiv, hier zum Vergleich:

  • Aeneas, ae m (a-Deklination)
  • Aristides, is m (konsonantische Deklination)

Zweite Deklination (nach der o-Deklination)

In die zweite Deklination gehören die Nomen auf -o sowie auf -eus. Sie werden nach der o-Deklination dekliniert, wobei der Nominativ und der Akkusativ häufig die griechische Endung beibehalten. Zwei Beispiele sind Orpheus und Delos:

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Dritte Deklination (nach der konsonantischen Deklination)

Die dritte Deklination enthält Nomen auf -on oder -o: Xenophon oder Plato. Sie werden nach der konsonantischen Deklination gebeugt.

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Außerdem gehören hier die oben erwähnten Ausnahmen männlicher Eigennamen auf -es hin. Neben Aristides ist auch Pericles ein Beispiel. Besonders an ihnen ist, dass der Genitiv Singular auch auf -i enden kann. Der Wörterbucheintrag von oben lautet also vollständig:

  • Aristides, is/i m

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Es gibt aber auch Wörter, die wie im Griechischen im Genitiv auf -os enden (Pallas, -dos). Achte darauf, dass sich dann auch der Stamm ändert.

In der dritten Deklination kommt es häufig vor, dass griechische Endungen beibehalten werden. So kann der Akkusativ Singular

  • neben -em auch -en lauten bzw. (Sokrates – Akk.: Sokraten)
  • bei weiblichen -im statt -in (poesis – Akk.: poesin; die Dichtkunst)
  • -a statt -em (aer – Akk.: aera; die Luft)

Im Akkusativ Plural kann die Endung -as statt -es auftreten. Das kommt häufig bei Eigennamen wie Tros, Trois m. – Akk.: Troas (der Trojaner) vor.

Eine Besonderheit gibt es noch bei den Neutra auf -ma. Sie wechseln im Plural in die zweite Deklination:

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Viel Erfolg beim Lernen und vale!

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