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Kartenerstellung – Bilder der Welt 03:25 min

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Transkript Kartenerstellung – Bilder der Welt

Die Oberfläche der Erde umfasst ungefähr 510 Millionen Quadratkilometer. Sie ist bedeckt von Bergen, Wäldern, Ozeanen, Wüsten und Städten. Es ist unmöglich, unsere gesamte Umgebung von Grund auf genau zu dokumentieren. Stattdessen hat man verschiedene Wege entwickelt, um mithilfe von Bildern die Welt und ihre Merkmale darzustellen. Die Kartographie – oder Kartenerstellung – ist keineswegs ein modernes Verfahren. Ob in prähistorischen Höhlenmalereien oder auf antiken Karten von Babylon, während des Zeitalters der Entdeckungen, und bis ins 21. Jahrhundert haben Menschen Karten erstellt und benutzt, um zu navigieren und ihre Wege durch die Welt zu erklären. Traditionell sind Landkarten zweidimensionale Zeichnungen. Sie können verwendet werden, um physische Gebilde, wie Berge oder Straßen, darzustellen. Sie verwenden einen Maßstab, bei dem die Größe der Darstellungen auf der Karte direkt proportional zur wahren Größe der Landschaft ist. Thematische Karten repräsentieren geographische Konzepte wie die Größe der Bevölkerung oder die Verbreitung von Sprachen. Obwohl traditionelle Karten die gängigsten sind, hat uns die moderne Technologie die Möglichkeit gegeben, die Welt mit ganz anderen Augen zu sehen. Luftbildaufnahmen und Satellitenbilder ermöglichen uns, außergewöhnliche Merkmale, archäologische Stätten und sogar Inseln, von deren Existenz wir nichts wussten, zu sehen. Satelliten können zusammengesetzte Bilder einer ganzen Hemisphäre erstellen und uns so zeigen, wie sich die Erde mit den Jahreszeiten, durch Kriege, Landwirtschaft, Bevölkerung und Forstwirtschaft verändert. Mit Hilfe von Schallmessgeräten können wir die Topographie des Meeresbodens entdecken. Auf diese vielfältige Weise erlauben uns Karten, unsere physischen Grenzen zu überwinden und die Welt in ihrer Gesamtheit zu erkunden und zu verstehen.

Kartenerstellung – Bilder der Welt Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Kartenerstellung – Bilder der Welt kannst du es wiederholen und üben.

  • Zeige geografische Fachbegriffe zum Thema Karten auf.

    Tipps

    Du weißt es sicher: Speisekarten haben mit geografischen Karten nichts zu tun.

    Lösung

    Nun kennst du geografische Fachbegriffe rund um das Thema Karten.

    Physische Karten

    • Eine physische Karte stellt die Beschaffenheit der Erdoberfläche dar. Dies kann auch als Topografie bezeichnet werden.
    • Die Darstellung wird mit Farben umgesetzt. Beispielsweise steht Blau meist für Gewässer und Braun für Berge.
    $\rightarrow$ Je dunkler das Braun, desto höher der Berg.

    $\rightarrow$ Je dunkler das Blau, desto tiefer das Meer.

    Thematische Karten

    • Mit thematischen Karten kann man verschiedenste Merkmale in ihrer Ausprägung darstellen.
    • Schlag mal im Atlas nach. Es gibt z. B. Karten zu Rohstoffen, Ernährung, Niederschlag und Wirtschaftskraft.

    Maßstab

    • Die Angabe des Maßstabs ist bei Karten unverzichtbar.
    $\rightarrow$ In der nächsten Aufgabe kannst du dein Wissen darüber vertiefen.

  • Beschreibe die Entwicklung der Kartenkunde.

    Tipps

    Auf die prähistorische Zeit folgt die Beschreibung der Kartenkunde aus dem Altertum.

    Die Zeit der europäischen Entdecker veränderte den Umfang und die Darstellung von Karten erheblich.

    Lösung

    Die Geschichte der Kartenkunde (= Kartografie) hängt sehr eng mit der Entdeckung des Raumes zusammen.

    • In prähistorischer und altertümlicher Zeit konzentrierten sich die Menschen auf die nahe Umgebung.
    • Erste Kartendarstellungen zeigen deshalb oft die nahe Umgebung.

    Je weiter die Erforschung der Erde voranschritt, desto ausführlicher und umfangreicher wurden die Karten gestaltet.

    • Pythagoras und Platon gingen schon von einer Kugelgestalt der Erde aus.
    • Und jetzt stell dir vor, wie wir heute die Erde darstellen: mit einer Vielzahl von sehr unterschiedlichen Karten, mit einem Globus, mit Navigationsgeräten und 3D-Simulationen.

  • Erläutere die Berechnung eines Maßstabs.

    Tipps

    Umrechnungsstrategien von Längenmaßen sowie die Multiplikation zählen zum Vorwissen, um einen Maßstab berechnen zu können.

    Eine Definition ist eine Erklärung. In diesem Fall wird der Begriff Maßstab definiert als Zahl, die angibt, um wie viel kleiner etwas dargestellt wurde.

    Lösung

    Wenn du durch den Atlas blätterst, siehst du auf fast jeder Karte die Angabe zum Maßstab.

    • In der Regel wird sie numerisch angegeben, also das Verhältnis zu einem Zentimeter dargestellt (z. B. 1 : 25.000.000).
    • In vielen Fällen wird auch ein grafischer Maßstab abgebildet. Mit diesem kann man meist auf einen Blick eine Strecke ohne Multiplikation abschätzen.

    Was glaubst du, gibt es auch einen Maßstab der Vergrößerung?

    • Ja klar, beispielsweise bei der Arbeit mit einem Mikroskop.
    • Übrigens steht bei der Vergrößerung die Zahl 1 hinten, also beispielsweise 40 : 1.

  • Charakterisiere thematische Karten.

    Tipps

    Informationen zu bestimmten Themen werden in thematischen Karten dargestellt.

    Überschrift und Legende sind wichtige Bestandteile der thematischen Karte.

    Lösung

    Mit thematischen Karten kann man verschiedenste Merkmale in ihrer Ausprägung darstellen.

    • Hinter der Karte zur Bevölkerungsdichte in Deutschland stecken sehr viele Zahlenangaben und Informationen.
    • Du musst zugeben, es ist viel angenehmer solch eine Karte zu betrachten, als einen langen Text mit Zahlen zur Bevölkerungsdichte in Deutschland durchzulesen.
    Mit thematischen Karten können Zusammenhänge einfach dargestellt werden.
    • Beispielsweise können Themen regional oder weltweit im Vergleich aufgezeigt werden (z. B. die Niederschlagsunterschiede in deinem Landkreis aber auch auf der ganzen Welt).
    • Thematische Karten können auch Entwicklungen aufzeigen.
    • Hierzu werden in zwei oder mehreren Karten zeitliche Unterschiede festgehalten. Beispielsweise das Wachstum der Städte seit der industriellen Revolution bis heute (und auch in der Zukunft).

  • Schildere Wissenswertes zur Vermessung der Erde.

    Tipps

    Nur eine Aussage ist falsch.

    Die Größe der Erdoberfläche liegt bei rund 510.000.000 km².

    Um die Tiefen des Meeresboden angeben zu können, wird der Meeresboden mittels Schallmessgeräten vermessen.

    Lösung

    Die kartografische Darstellung der Erde ist bereits sehr fortgeschritten. Die Vermessung des Meeresbodens (70 % der Erdoberfläche) steht dagegen noch eher am Anfang.

    • Ca. 20 % des Meeresbodens sind bisher analysiert.
    • Für die exakte Darstellung des Meeresbodens werden Echolote eingesetzt, die Meerestiefen sehr genau bestimmen.
    • Für die Meereswissenschaft, die Tsunami-Forschung und die Sicherheit auf hoher See sind solche Daten unerlässlich.
  • Analysiere die Auswertung von Höhenlinien bei Karten.

    Tipps

    Dreidimensionale Landschaften werden mithilfe von Farbschattierungen in zweidimensionale Karten umgewandelt. Je dunkler der braune Farbton, desto höher ist der Berg.

    Verbindet man Punkte mit gleicher Höhe, entstehen Höhenlinien.

    Lösung

    Höhenlinien sind eine spannende Sache.

    • Du weißt jetzt, dass Höhenlinien verbundene Punkte mit gleicher Höhenangabe sind.
    • Vor einer Wanderung in einem Gelände mit Hügeln und Bergen sollte man stets neben der Kilometeranzahl auch die Höhenmeter überprüfen.
    Merke dir:
    • Je näher die Höhenlinien beisammen liegen, desto steiler ist der Weg.