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Hurrikan Katrina 04:34 min

Textversion des Videos

Transkript Hurrikan Katrina

Im August 2005 zerstörte der Hurrikan “Katrina” einen Großteil der Altstadt von New Orleans. Katrina, ein Sturm der Kategorie vier, durchbrach die Dämme der Stadt an mehreren Stellen und tötete über 1000 Menschen. Der Louisiana Superdome, ein Symbol der Schrecken des Hurrikans Katrina, wurde am 25. September 2006 wieder eröffnet. Der Superdome hatte nach dem Wirbelsturm etwa 30000 obdachlos gewordene Einwohner beherbergt. Bei der Wiederherstellung des Stadions war der Wiederaufbau des Daches das größte Hindernis, der Sturm hatte es aufgerissen. Es steht die Frage im Raum, wie die Region wieder aufgebaut und besiedelt werden soll. Die US-Regierung und die lokalen Behörden streiten darüber, ob die Deiche verstärkt werden sollen, und wer die Kosten tragen soll. Zwischenzeitlich ist das US Army Corps of Engineers dabei, die Deiche so zu verstärken, dass sie vor Stürmen der Kategorie drei schützen. Viele Anwohner wie Vincent Signorelli und seine Frau Kathleen haben aber kein Vertrauen mehr und verlassen die Region. Die Kosten des Wiederaufbaus der Deiche betragen 1,3 Milliarden US-Dollar. Dabei würden die Deichmauern an einigen Stellen auf fünf Meter erhöht werden. Die Stadtverwaltung hat sich Deiche gewünscht, die einem Sturm der Kategorie fünf standhalten, aber das würde fast 35 Milliarden US-Dollar kosten. Heute wird vor allem erforscht, wie die Schäden aus derartigen Katastrophen gering gehalten werden können. Britische Forschungen haben gezeigt, dass der Klimawandel in den nächsten 200 Jahren die Gefahr von Waldbränden sowie von Dürre und Flutkatastrophen erhöhen wird. Forscher der Universität Bristol forderten, Politiker sollten nun Schritte unternehmen, um die Erderwärmung zu verringern. Eine Erwärmung um drei Grad wäre fatal. Die britischen Forscher meinen, politische Entscheidungsträger sollten diese Ergebnisse ernst nehmen und Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen ergreifen. Sechs Monate, nachdem der Hurrikan Katrina in beispiellosem Ausmaß Tod und Zerstörung nach New Orleans gebracht hatte, kam die Bevölkerung der Stadt zusammen, um den Mardi Gras zu feiern. Dieser Karneval ist Bestandteil des Stadtlebens von New Orleans. Teilnehmer sagten, das erste Fest der Stadt nach dem Sturm habe die Menschen auf besondere Weise zusammengebracht, nachdem sie gemeinsam die Tragödie des Hurrikans Katrina erlebt hatten.

Hurrikan Katrina Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Hurrikan Katrina kannst du es wiederholen und üben.

  • Stelle den Hurrikan Katrina in Zahlen dar.

    Tipps

    Hurrikan Katrina mit der Stärke 4 löste in New Orleans eine gewaltige Katastrophe aus.

    Sehr viele Menschen wurden obdachlos, da die Häuser zerstört waren. Die Wiederaufbaukosten lagen in Milliardenhöhe.

    Lösung

    New Orleans liegt im Süden der USA am Golf von Mexiko. Das gesamte Gebiet dort ist extrem hurrikangefährdet. Hurrikan Katrina zerstörte im August 2005 eine riesige Fläche in Louisiana (Bundesstaat in den USA), dabei wurde die Stadt New Orleans heftig getroffen.

    • Viele Menschen wurden obdachlos, d. h. ihre Häuser waren komplett zerstört.
    • Die Kosten für den Wiederaufbau waren immens.
    • Dabei muss man zwischen den unmittelbaren Kosten für die Opferhilfe und die Schadensbeseitigung sowie den langfristigen Kosten für die Verbesserung von Schutzmaßnahmen unterscheiden.
  • Bestimme die Maßnahmen, die nach einer Naturkatastrophe durchgeführt werden.

    Tipps

    Nur eine Aussage ist falsch.

    Nach Naturkatastrophen werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt: Opferhilfe, Aufräumarbeiten, Wiederaufbau, Schutzmaßnahmen für die Zukunft.

    Lösung

    Kannst du dir die Zerstörung einer Region nach Naturkatastrophen vorstellen? In New Orleans waren fast alle Häuser betroffen, viele waren komplett zerstört und die meisten Menschen waren obdachlos. Sie konnten nicht in ihre Häuser zurückkehren (Komplettzerstörung, Schlammverschmutzung).

    • Der erste Schritt ist die Grundversorgung für alle Betroffenen sicherzustellen. Dies übernimmt oft das Militär des Landes, aber auch internationale Hilfsorganisationen.
    • Aufräumarbeiten und der Wiederaufbau erfordern viele Einsatzkräfte und verursachen hohe Kosten.
    • Auch werden langfristige Schutzmaßnahmen umgesetzt. In New Orleans wurden die Dämme ausgebaut und erhöht, um vor den nächsten Stürmen zu schützen.
  • Arbeite verschiedene Faktoren zum Thema Hurrikan heraus.

    Tipps

    Bei einem Hurrikan verdunstet eine enorme Menge an Meerwasser, wodurch eine Art Kamin beim Aufstieg der feuchtwarmen Luft entsteht. Die Corioliskraft löst die typische Luftbewegung aus.

    Verschiedene Faktoren müssen zusammenkommen, damit ein Hurrikan entsteht: warmes Meerwasser, bestimmte geografische Lage, keine störenden Winde und die Corioliskraft.

    Die Corioliskraft ist eine ablenkende Kraft, die durch die Rotation der Erde entsteht.

    Tropische Wirbelstürme werden an verschiedenen Orten unterschiedlich bezeichnet, beispielsweise rund um Amerika als Hurrikan und im indischen Ozean Zyklon.

    Lösung

    Jetzt hast du einen guten Überblick über Hurrikane, die an anderen tropischen Orten verschiedene Namen tragen.

    • Rund um Amerika heißen sie also Hurrikane, im indischen Ozean Zyklone und im nordwestlichen Pazifik Taifune. Willy-Willy ist die Bezeichnung rund um Australien.
    • Damit dieser tropische Wirbelsturm entstehen kann, benötigt es bestimmte Faktoren: warmes Meerwasser, eine bestimmte Lage, keine störenden anderen Winde und die Corioliskraft.
    • Die Corioliskraft ist eine ablenkende Kraft, die durch die Erdrotation entsteht. Sie hat Einfluss auf die Winde.

    Übrigens liegt die Windgeschwindigkeit bei einem Hurrikan ab 118 km/h. Hurrikan Katrina erreichte 280 km/h.

  • Beschreibe Maßnahmen zum Schutz vor tropischen Wirbelstürmen.

    Tipps

    Achtung: Hochwasserschutzwände sowie Notfallpumpen sind zum Schutz der gesamten Region installiert.

    Zum Warnmanagement werden meteorologische Vorhersagen weiter ausgebaut und Evakuierungspläne erarbeitet. Frühzeitige Warnungen sind immer mehr möglich.

    Lösung

    Es gibt rund um die Welt Gebiete, die sehr stark durch tropische Wirbelstürme gefährdet sind. Die Schutzmaßnahmen für diese Gebiete werden immer weiter ausgedehnt.

    • Warnung und Evakuierung: Heutige meteorologische Messverfahren können Hurrikane frühzeitig erfassen und Warnungen können rechtzeitig gegeben werden. Evakuierungsmaßnahmenpläne sind für viele Regionen erarbeitet.
    • Häuserbau: Die Häuser in diesen Regionen müssen besonders verstärkt werden. Hierbei geht es um eine gute Bodenverankerung, um die Verbindung einzelner Hausteile miteinander (Hurrikanstraps) und um verstärkte Fensterläden (Stormshutters).
    • Schutzmaßnahmen für die Region: Deiche und Hochwasserschutzwände werden erhöht und verstärkt. Abflusskanäle werden strategisch ausgebaut und Notfallpumpen zum Abpumpen von Sturmflutwasser installiert.

    $\rightarrow$ Allerdings sind alle diese Maßnahmen sehr kostspielig. Ärmere Länder sind deshalb oft viel unzulänglicher ausgerüstet als die Industriestaaten. Wenn Unterschiede zwischen Armut und Reichtum dargestellt werden, wird oft von der Schere zwischen arm und reich gesprochen (siehe Abbildung).

  • Vervollständige die Aussage über die zukünftige Entwicklung von Stürmen und Flutwellen.

    Tipps

    Was glaubst du, werden Hurrikane zunehmen oder abnehmen?

    Die Erwärmung der Erde durch die hohe Abgabe an Treibhausgasen führt zu einer zunehmenden Anzahl an Hurrikanen.

    Lösung

    Sicher hast du schon von den Gefahren des Klimawandels gehört. Seit der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts werden immer mehr Treibhausgase erzeugt.

    Die Vermehrung der Treibhausgase in der Atmosphäre führt dazu, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erde ansteigt. Folgen dieser Erderwärmung sind die Zunahme tropischer Wirbelstürme (z. B. Hurrikan), Flutwellen und Dürrekatastrophen.

  • Leite Zusammenhänge zwischen der Klimaerwärmung und der Zunahme von Hurrikanen her.

    Tipps

    Die Klimaerwärmung, ausgelöst durch eine steigende Konzentration der Treibhausgase, hat auch Auswirkungen auf die Weltmeere.

    Neben Schutzmaßnahmen muss weltweit versucht werden, die Treibhausgase zu reduzieren, um das ökologische Gleichgewicht der Erde und der Meere beizubehalten.

    Lösung

    Seit dem Jahr 2005 mit Hurrikan Katrina sind eine Vielzahl heftiger tropischer Wirbelstürme über die betreffenden Gebiete gezogen und haben trotz verbesserter Schutzmaßnahmen für Zerstörung gesorgt.

    Jetzt weißt du, dass Schutzmaßnahmen alleine nicht ausreichen, um die Bevölkerung an diesen Küstenabschnitten zu schützen. Weltweit müssen Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen umgesetzt werden, um die Erderwärmung zu stoppen. Um so neben der Zunahme von Hurrikans auch Dürren, Überschwemmungen und den Anstieg des Meeresspiegels zu verhindern.

    Merke dir: Hurrikane sind Naturgewalten, die man nicht verhindern kann. Jedoch reduzieren geeignete Schutzmaßnahmen die zerstörerischen Folgen. Der Einsatz gegen die Klimaerwärmung kann die Zunahme der Hurrikans limitieren.