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Die erste Space Shuttle Mission 04:43 min

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Transkript Die erste Space Shuttle Mission

Der erste Start des Space Shuttle fand am 12. April 1981 statt, als die Columbia vom Kennedy Space Center abhob. Zwei neue Astronauten waren an Bord, der Kommandant John Young und der Pilot Robert Crippen. Journalisten dokumentierten dieses historische Ereignis. Etwa 600000 Zuschauer kamen in die Küstenregion, um den Start mit anzusehen. Die Mission bestand aus über 140 Flugaufträgen. Wenn sie erfolgreich wäre, würde das Projekt das Rückgrat des Raumfahrtprogramms der USA bilden und würde Projekte wie die internationale Raumstation unterstützen. Es war genau sieben Uhr Ortszeit. Der Start würde einen weiteren Meilenstein der Weltraumforschung setzen. Gleichzeitig war es das erste bemannte Raumfahrzeug, das ohne vorherigen unbemannten Testflug gestartet wurde. Die Welt hielt den Atem an, als der Shuttle auf seiner Rauchsäule abhob. Die Feststoffbooster bringen etwa 71 Prozent der Schubkraft für den Start. Diese wurden zwei Minuten nach dem Start in einer Höhe von 66 Kilometern abgeworfen. Mit Fallschirmen landeten sie im Meer. Als nächstes wurde die Columbia für MECO, das Abschalten der Haupttriebwerke bereit gemacht. Inzwischen war die Columbia im All und flog mit einer Geschwindigkeit von über 29000 Kilometern pro Stunde. Achteinhalb Minuten nach dem Start, bei einer Höhe von 111 Kilometern, wurde der Außentank abgeworfen. Dieser fasst zwei Millionen Liter flüssigen Wasserstoff und flüssigen Sauerstoff. In der Erdumlaufbahn angekommen, wurden erste Aufgaben durchgeführt. Öffnen der Ladebuchttüren. Dies bewirkt auch, dass Wärme mit Hilfe von Radiatoren ins Weltall abgestrahlt wird. So wird die erforderliche Kühlung der Elektronik gewährleistet. Im Anschluss daran wurden das Flugleitsystem und die Steuerflächen überprüft. Der Shuttle war eines der ersten Raumfahrzeuge, die eine computergesteuerte elektronische Flugsteuerung verwendeten. Während die Astronauten ihre Aufgaben ausführten, sammelten sich im kalifornischen NASA-Gelände Dry Lakes eine halbe Million Schaulustige, um mitzuerleben, wie das erste wiederverwendbare beflügelte Raumschiff landete. Der Wiedereintritt wurde eingeleitet, indem die Triebwerke drei Minuten lang entgegen der Flugrichtung gezündet wurden. Durch die Verlangsamung des Shuttles wurde die Umlaufbahn verringert bis zum Eintritt in die Erdatmosphäre. Von der Zündung bis zur Landung flog der Shuttle halb um die Erdkugel. Die Columbia wurde gesichtet, als sie sich etwa 30 Kilometer über dem Anderson Peak in Kalifornien befand. Inzwischen hatte das Shuttle seine Geschwindigkeit von der 26fachen Schallgeschwindigkeit bis auf 350 Stundenkilometer reduziert. Dabei wurde die Außenwand einer Temperatur von 1400 Grad Celsius ausgesetzt. Diese extreme Belastung konnte nicht auf der Erde simuliert werden und die Astronauten mussten sich in dieser kritischen Phase der Mission auf die NASA-Ingenieure verlassen. Obwohl die Mission höchst erfolgreich war, gab es dennoch Probleme. Im Weltall bemerkte die Crew, dass einige Hitzekacheln auf dem Triebwerksgehäuse beschädigt waren. Ein weiteres, wenig bekanntes Detail ist, dass beim Wiedereintritt heißes Gas in einen Fahrwerksschacht gelangte, wo durch sich das rechte Hauptfahrwerk beim Aufsetzen verbog. Waren dies Anzeichen für kommende Ereignisse? Zwei Shuttles sind in den folgenden Jahren verlorengegangen.