30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Rohstoffe und ihre Gewinnung

Rohstoffe sind Grundmaterialien und können, je nach Ursprung, fossil, mineralisch, oder nachwachsend sein.

Was sind Rohstoffe?

Ein Rohstoff ist ein ursprünglich aus der Natur gewonnener Stoff tierischer, pflanzlicher oder mineralischer Herkunft. Rohstoffe dienen den Menschen als Energiequellen und als Grundlage für die Herstellung neuer Produkte.

Kohle

Welche Rohstoffe gibt es?

Als Primärrohstoffe werden Rohstoffe bezeichnet, die bis auf ihre Lösung aus der Natur noch nicht weiter bearbeitet wurden. Das bedeutet, dass sie direkt verwendet werden oder als Material für weitere Verarbeitungsstufen in der Produktion, als Baumaterial oder als Energieträger dienen können. Je nach Herkunft und Zusammensetzung teilt man die Primärrohstoffe ein in

  • mineralische,
  • fossile und
  • nachwachsende Rohstoffe.

Mineralische Rohstoffe sind Erze, Gesteine oder Salze, die ein natürlicher Bestandteil der Erdkruste sind.

Von fossilen Rohstoffen oder fossilen Kohlenstoffträgern sprichst du, wenn du Kohle, Erdgas oder Erdöl meinst. Diese Rohstoffe sind vor 150 Millionen Jahren aus lebenden Organismen entstanden, die nach ihrem Absterben im Verlauf der Erdgeschichte umgewandelt wurden. Du kannst fossile Rohstoffe, wie Kohle, auch zur Energiegewinnung nutzen.

Nachwachsende Rohstoffe sind land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die nicht als Nahrungs- oder Futtermittel verwendet werden. Sie werden zur Erzeugung von Wärme, Strom oder Kraftstoffen genutzt.

Vielleicht hast du dich schon mal gefragt: Woher kommt der Strom? und hast in diesem Zusammenhang von erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energien gehört. Nachwachsende Rohstoffe aus der Tier- und Pflanzenwelt sind ebenso wie die anorganischen Stoffe Wasser, Luft und Sonne erneuerbare Rohstoffe.

Im Unterschied dazu kann die Entstehung von Erdöl und Erdgas nicht durch menschliches Einwirken gefördert werden, da diese Stoffe über Millionen von Jahren im erdgeschichtlichen Zusammenhang entstanden sind.

Energie aus Restmüll

Aus nicht natürlichen Quellen stammen Sekundärrohstoffe. Sie sind Nebenprodukte und Abfälle von Produktionsverfahren oder Produkten, die ihren ursprünglichen Gebrauchswert verloren haben, aber noch als Rohstoff genutzt werden können.

Auch du kennst aus deinem Alltag die Wiederverwertung von Abfällen. Aus Papier, Glas und Kunststoff sowie den Resten der metallverarbeitenden Industrie werden neue Rohstoffe gewonnen. Die zur Wiederverwertung nötigen Vorgänge bezeichnet man als Recycling.

Recycling

Gewinnung, Verwendung und ökologische Aspekte

Viele Rohstoffe werden als Energieträger verwendet. Jedoch gibt es auch ökologische Probleme bei der Energiegewinnung.

Erdöl und Erdgas sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Wir verwenden diese Rohstoffe als Treibstoff für Fahrzeuge, als Heizmittel, und Erdöl sogar als Ausgangsstoff für Kunststoff. Mittlerweile sind viele Lagerstätten jedoch schon ausgebeutet und die Abbaumaßnahmen werden immer aufwendiger.

Die Suche nach Erdöl und Erdgas durch Bohrungen kann für die Natur negative Folgen haben. Vielleicht erinnerst du dich an die Ölpest im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Damals explodierte die Ölbohrplattform Deepwater-Horizon. Dies löste eine der schwersten Umweltkatastrophen aus, da geschätzte 800 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko flossen.

Auch die Gewinnung von Kohle ist aufwendig und greift in die Umwelt ein. So geschieht der Abbau von Braunkohle beispielsweise im Tagebau. Mit Braunkohlebaggern und Förderbrücken werden die Erdschichten abgetragen. Steinkohle wird sowohl im Tage- als auch im Untertagebau abgebaut.

Braunkohlebagger

Mineralische Rohstoffe wie Steine und Erden werden häufig als Baustoff wie zum Beispiel als Bauschotter verwendet. Es werden aus diesen Rohstoffen auch Baustoffe produziert. Dies können Dachziegel, Pflastersteine oder Gipskartonplatten sein. Steine und Erden zählen zu den Massenrohstoffen und werden überall in Deutschland abgebaut.

Metalle sind für den Industriestandort Deutschland von großer Bedeutung, jedoch kommen sie nicht in abbaufähigen Mengen vor. So schloss im Jahr 1992 nach über 2000 Jahren Erzbergbau das letzte deutsche Metallerzbergwerk. Seither werden die von der Industrie benötigten Metalle entweder importiert oder aus Altmetallen zurückgewonnen. Kupfer, aber auch Gold und Silber werden aus Elektroschrott recycelt.

Fast 80 % der in Deutschland anfallenden Abfälle und Schrotte werden mittlerweile wiederverwertet oder in anderer Form stofflich oder thermisch verwertet. Selbst Bauschutt und Straßenbruch werden, wenn es möglich ist, ein zweites Mal genutzt.