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Künstliche Befruchtung – In-vitro-Fertilisation 02:53 min

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Transkript Künstliche Befruchtung – In-vitro-Fertilisation

Die In-vitro-Fertilisation, kurz IVF, ist eine Methode, bei der eine menschliche Eizelle in einer Petrischale befruchtet und dann in die Gebärmutter eingesetzt wird, um dort zu wachsen. IVF kann bei Unfruchtbarkeit mit verschiedenen Ursachen angewendet werden, zum Beispiel bei beschädigten Eileitern der Frau oder defekten Spermien des Mannes. Sie ist eine der wirksamsten Methoden, der Unfruchtbarkeit von Menschen entgegenzuwirken. Zu Beginn des Vorgangs wird die Mutter betäubt und ihr werden bis zu 20 Eizellen entnommen. Das Verfahren weist eine geringe Sicherheit auf. Viele der Eizellen sind noch nicht ausgereift und deswegen nicht befruchtungsfähig. In einer Petrischale werden die Eizellen dann mit den Spermien zusammengeführt. Wenn es keinem Spermium gelingt, von allein in die Eizelle einzudringen, injiziert ein Embryologe ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle. Die Eizellen und die Spermien werden dann für etwa 18 Stunden bei Körpertemperatur in einem Brutkasten gelagert. Sie werden mit Nährstoffen versorgt, um die Wahrscheinlichkeit für eine Befruchtung zu erhöhen. Die befruchteten Eizellen entwickeln sich dann weiter zu Embryonen. Normalerweise werden etwa am dritten Tag nach der Befruchtung ein bis zwei der Embryonen ausgewählt und durch den Gebärmutterhals in den Uterus überführt. Ab diesem Zeitpunkt muss der Embryo von allein überleben. Er muss sich in der Gebärmutter einnisten und sich dort allein weiterentwickeln. Die Wahrscheinlichkeit, dass das nicht gelingt, ist groß. Die Methode wurde in den 1970er-Jahren in Großbritannien von den Medizinern Patrick Steptoe und Robert Edward entwickelt. Ihren ersten großen Erfolg feierten sie im Jahr 1978 mit der Geburt von Louise Brown, dem ersten Retortenbaby. Seit damals hat die In-vitro-Fertilisation mehr als 3 Millionen Paare, die sonst keine andere Chance auf eine Empfängnis gehabt hätten, zu glücklichen Eltern gemacht.