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Schwangerschaftsabbruch 06:36 min

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Transkript Schwangerschaftsabbruch

Hallo, hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie viele Frauen sich pro Jahr für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden? Was schätzt du, wie viele waren es 2012 allein in Deutschland? Über 10000, über 100000 oder gar über eine Million? In diesem Video lernst du Rechtslage und Bedingungen kennen, unter denen ein Abbruch möglich ist. Außerdem wird das moralische Dilemma diskutiert. Wird eine Frau ungewollt schwanger, steht sie vor der Frage, ob sie das Kind austragen möchte. Einige Frauen begründen eine Abtreibung damit, dass sie körperlich nicht in der Lage sind, das Kind zur Welt zu bringen oder dass dies mit Risiken für ihre eigene Gesundheit verbunden wäre. Ist eine Schwangerschaft die Folge einer kriminellen Straftat, also einer Vergewaltigung, entscheiden sich ebenfalls manche Frauen für eine Abtreibung. Andere lehnen ein Kind ab, das als körperlich oder geistig behindert gelten wird. Die Wahrscheinlichkeit lässt sich schon während der Schwangerschaft mit Hilfe einer Fruchtwasseruntersuchung feststellen. Andere fühlen sich mental überfordert und haben psychologische Probleme mit dem Mutterwerden. Grundsätzlich gilt in all diesen Fällen, dass ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland möglich ist. Dieser ist jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft. Erstens muss eine Beratung mindestens drei Tage vor der Abtreibung stattfinden, die bescheinigt wird. Zweitens, der Eingriff muss von einem Arzt oder einer Ärztin durchgeführt werden. Und drittens, der Embryo darf nicht älter als zwölf Wochen sein. Die Rechtslage sieht laut Paragraph 218 des Strafgesetzbuches seit 1995 vor, dass ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland rechtswidrig ist. Ein Zuwiderhandeln kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. Allerdings gilt Straflosigkeit, sofern die drei zuvor genannten Bedingungen erfüllt sind. Somit sind Abtreibungen trotzdem möglich. Nicht rechtswidrig ist ein Schwangerschaftsabbruch nach einer Vergewaltigung oder aus medizinischen Gründen. Unabhängig von der rechtlichen Grundlage bleibt ein Schwangerschaftsabbruch ein moralisches Dilemma. Ab wann beginnt menschliches Leben? Dazu gibt es verschiedene Auffassungen. Aus biologischer und auch aus theologischer, also religiöser, Sicht beginnt Leben mit der Vereinigung von Spermium und Eizelle. Alle Anlagen für die Entwicklung eines neuen Individuums sind bereits geschaffen. In der Medizin beginnt Leben wenig später, mit der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter. Aus juristischer Sicht hingegen beginnt das Leben erst mit der Geburt. Der Embryo wird jedoch gesondert geschützt, sobald er die zwölfte Schwangerschaftswoche erreicht. Jede Abtreibung beendet also in gewisser Weise ein junges Leben und darf nicht leichtfertig hergegeben werden. In der Beratung werden Frauen ermutigt, sich für ein Baby und für die Fortsetzung der Schwangerschaft zu entscheiden. Es werden Perspektiven und Lösungen für die Konflikte aufgezeigt. Entscheidet sich eine Frau dennoch für den Abbruch, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die meisten Eingriffe werden in einer Arztpraxis und nicht im Krankenhaus durchgeführt. Bei der Absaugmethode wird unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose ein dünnes Röhrchen eingeführt, das mit einer Saugpumpe verbunden ist. Die Gebärmutter wird anschließend ausgeschabt. Die zweite Methode ist die Einnahme einer Abtreibungspille, durch sie wird die Eizelle in der Gebärmutter abgestoßen. Jede Abtreibung ist mit geringen Risiken verbunden. Es kann zu Nachblutungen und Entzündungen kommen. Das kann die spätere Fruchtbarkeit beeinflussen. Außerdem unterschätzen viele Frauen die psychische Belastung dieser Entscheidung. Fassen wir noch einmal zusammen: Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland grundsätzlich möglich. Liegt keine Vergewaltigung oder medizinische Notwendigkeit vor, ist jede Abtreibung rechtswidrig. Es gilt jedoch Straffreiheit, sofern eine Beratung mindestens drei Tage vor dem Eingriff stattgefunden hat, der Abbruch durch einen Arzt durchgeführt wird und der Embryo nicht älter als zwölf Wochen ist. Der Abbruch wird mit Hilfe der Absaugmethode oder durch eine Abtreibungspille, meist in einer Praxis, durchgeführt. Zu der Frage, wann menschliches Leben beginnt, gibt es verschiedene Auffassungen. Jede Abtreibung ist ein moralisches Dilemma. Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Vor allem die psychischen Folgen eines solchen Eingriffs werden von den Patientinnen unterschätzt. Kommen wir noch einmal auf unsere Frage zurück: Wie viele Frauen entscheiden sich pro Jahr für einen Schwangerschaftsabbruch? Sind es circa 10000, 100000 oder gar über eine Millionen? Tatsächlich 100000. In Deutschland gab es allein 2012 106815 Abtreibungen. Ich hoffe, du hast viel gelernt. Tschüss!

3 Kommentare
  1. omg danke dank euch hab ich es gelernt

    Von Itslearning Nutzer 2535 8756, vor 8 Monaten
  2. Woooooooooooooooooooooooooooho! ICH HATTE DIE FRAGE !!! RICHTIG !!!
    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Niko 96, vor mehr als einem Jahr
  3. nicht die beste Erklärung

    Von Swen-Ole K., vor mehr als einem Jahr

Schwangerschaftsabbruch Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Schwangerschaftsabbruch kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere, wann aus unterschiedlichen Perspektiven das Leben beginnt.

    Tipps

    Über die Frage, wann menschliches Leben beginnt, wird sehr viel gestritten. Aus juristischer Sicht werden Embryos erst ab der zwölften Schwangerschaftswoche umfassend geschützt und dürfen vorher unter bestimmten Bedingungen abgetrieben werden. Viele Menschen sind aber der Meinung, dass das Leben schon früher beginnt und sprechen sich deshalb gegen Schwangerschaftsabbrüche aus.

    Lösung

    Aus der biologischen und auch theologischen Sicht beginnt das Leben, wenn eine Eizelle und eine Samenzelle verschmelzen. Diese Befruchtung findet im Eileiter statt. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits alle Anlagen des menschlichen Lebens vorhanden. Sie müssen sich nur noch weiterentwickeln und wachsen.

    Die befruchtete Eizelle wandert vom Eileiter in die Gebärmutter. Am sechsten Tag nach der Befruchtung nistet sich die Eizelle dann in die Schleimhaut der Gebärmutter ein. Dieser Zeitpunkt wird aus medizinischer Sicht häufig als Beginn des Lebens festgelegt. Über die Schleimhaut wird die Eizelle mit den Nährstoffen versorgt, die sie zum Wachsen benötigt.

    Aus juristischer Sicht beginnt das Leben erst mit der Geburt. Es wird aber bereits ab der zwölften Schwangerschaftswoche besonders geschützt. Deshalb dürfen Schwangerschaftsabbrüche auch nur bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführt werden.

  • Nenne Gründe, warum sich Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden.

    Tipps

    Durch eine Fruchtwasseruntersuchung, Ultraschall und andere Messungen aus der Feindiagnostik kann man viele Krankheiten des Kindes bereits während der Schwangerschaft feststellen. Nicht alle Frauen lassen solch eine Untersuchungen vornehmen, damit sie gar nicht erst in die schwere Situation kommen, sich für oder gegen das Kind entscheiden zu müssen.

    Viele Medikamente können die Gesundheit eines Ungeborenen gefährden. Wenn Frauen schwer krank sind, müssen sie aber trotz Schwangerschaft solche Medikamente einnehmen. Wenn das Kind aufgrund der Medikamente schwer behindert zur Welt kommen würde, entscheiden sich manche Frauen für den Schwangerschaftsabbruch.

    Lösung

    Medizinische Gründe:

    Manchmal bedeutet eine Fortsetzung der Schwangerschaft ein Risiko für die Gesundheit der Frau.

    Vergewaltigung:

    Manche Frauen ertragen es nicht, ein Kind auszutragen, das bei einer Vergewaltigung gezeugt wurde.

    Behinderung des Kindes:

    Manche Frauen können sich nicht vorstellen, ein schwerbehindertes Kind zur Welt zu bringen.

    Psychische Belastung der Mutter:

    Manche Frauen sehen sich den Anforderungen nicht gewachsen, ein Kind großzuziehen.

  • Stelle grafisch dar, was du über die Schwangerschaftsberatung und über die gesundheitlichen Risiken eines Abbruchs weißt.

    Tipps

    Ein Schwangerschaftsabbruch ist eine folgenreiche Entscheidung und kann für die Frau körperliche und psychische Risiken haben. In ganz schweren Fällen können Frauen nach einer Abtreibung vielleicht gar keine Kinder mehr bekommen.

    Bei einer ungewollten Schwangerschaft haben manche Frauen erst einmal Panik, ob sie es schaffen, ein Kind großzuziehen. Vor lauter Angst sehen sie dann gar keine andere Wahl mehr als den Schwangerschaftsabbruch. In einer Schwangerschaftsberatung sollen ihnen deshalb Wege gezeigt werden, wie sie ihr Leben mit Kind gestalten können. Sie werden bei Bedarf auch bei der Wohnungssuche und anderen Dingen unterstützt.

    Lösung

    Jeder Eingriff in den Körper kann gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Bei einem Schwangerschaftsabbruch können Nachblutungen auftreten. Außerdem kann sich die Gebärmutter entzünden, da durch den Eingriff eine innerliche Wunde entsteht. Dadurch kann es passieren, dass die Frau unfruchtbar wird und gar keine Kinder mehr bekommen kann. Natürlich darf auch die psychische Belastung nicht vergessen werden, die ein Schwangerschaftsabbruch für die betroffene Frau bedeutet.

    Deshalb ist eine sorgsame Schwangerschaftsberatung unbedingt notwendig. Viele Frauen fühlen sich noch nicht bereit für ein Kind und haben Angst davor, es auf die Welt zu bringen. Diese Ängste sollen ihnen in der Schwangerschaftsberatung genommen werden. Die Frauen werden zu einer Fortführung der Schwangerschaft ermutigt, indem ihnen Perspektiven und Lösungen für Konflikte aufgezeigt werden.

  • Vergleiche unsere Rechtslage mit den Gesetzen zum Schwangerschaftsabbruch in El Salvador.

    Tipps

    Bei einer Fehlgeburt wird das ungeborene Kind vom Körper der Frau abgestoßen. Eine Fehlgeburt kann zwar bewusst herbeigeführt werden. Oft passiert eine Fehlgeburt aber ohne jegliche Schuld der Frau und diese leidet sehr unter dem Verlust ihres Babys.

    Lösung

    Diese Aussagen beschreiben die Situation in Deutschland:

    Bis zur zwölften Schwangerschaftswoche darf unter bestimmten Bedingungen eine Abtreibung erfolgen.

    Nach einer Vergewaltigung gilt ein Schwangerschaftsabbruch nicht als rechtswidrig.

    Wenn die Gesundheit der Mutter gefährdet ist, verstößt ein Schwangerschaftsabbruch nicht gegen geltendes Recht.

    Diese Aussagen beschreiben die Situation in El Salvador:

    Eine Abtreibung wird mit Gefängnisstrafen zwischen zwei und acht Jahren bestraft.

    Nach der zweiundzwanzigsten Schwangerschaftswoche gilt eine Fehlgeburt als Mord und kann mit langjährigen Haftstrafen bestraft werden.

    Ein Schwangerschaftsabbruch ist auch dann verboten und strafbar, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist oder die Frau durch eine Vergewaltigung schwanger wurde.

  • Prüfe, in welchen Fällen ein Schwangerschaftsabbruch straffrei bleibt.

    Tipps

    In Deutschland dürfen Schwangerschaftsabbrüche nach der 12. Woche nur stattfinden, wenn es große medizinische Risiken für die Mutter oder das ungeborene Kind gibt. Dies gilt auch, wenn eine Frau rechtzeitig zur Schwangerschaftsberatung gegangen ist.

    Der Vater eines Kindes hat erst ab der Geburt des Kindes ein Mitspracherecht. Vorher kann die Mutter alle Entscheidungen alleine treffen.

    Bei 14-16-jährigen Mädchen entscheidet der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin, ob das Mädchen die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch alleine treffen kann. Wenn dies der Fall ist, wird in der Regel keine Einverständniserklärung der Eltern benötigt.

    Lösung

    Diese Aussagen stimmen:

    Eine volljährige Frau lässt in der 11. Schwangerschaftswoche einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. Den Eingriff übernimmt ihr Frauenarzt. Vier Tage zuvor war sie bei der Schwangerschaftsberatung und hat sich dort umfassend über das Thema informiert. Begründung: Alle drei Bedingungen, die einen straffreien Schwangerschaftsabbruch zulassen, sind hier gegeben.

    Eine 23-jährige, verheiratete Frau hat sich dazu entschlossen, in der sechsten Schwangerschaftswoche einen Abbruch vornehmen zu lassen. Der Eingriff soll von von ihrem Frauenarzt durchgeführt werden. Ihr Ehemann ist strikt gegen den Schwangerschaftsabbruch, was er dem Arzt auch mitteilt. Trotzdem kann die Frau den Eingriff straffrei durchführen lassen. Begründung: Der Vater eines Kindes hat erst ab der Geburt des Kindes ein Mitspracherecht. Vorher kann die Mutter alle Entscheidungen alleine treffen.

    Eine 15-Jährige erfährt von ihrer Frauenärztin, dass sie in der 8. Woche schwanger ist. Das Mädchen informiert sich danach bei einer Beratungsstelle über einen Schwangerschaftsabbruch. In der darauffolgenden Woche soll der Abbruch von der Frauenärztin vorgenommen werden. Wenn die Ärztin dem Mädchen die Entscheidung zutraut, braucht sie keine Einverständniserklärung der Eltern, um den Eingriff straffrei durchzuführen. Begründung: Bei 14-16-jährigen Mädchen entscheidet der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin, ob das Mädchen die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch alleine treffen kann. Wenn dies der Fall ist, wird in der Regel keine Einverständniserklärung der Eltern benötigt.

    Diese Aussage stimmt nicht:

    Eine 22-jährige Frau erfährt in der 10. Woche von ihrer Schwangerschaft und geht daraufhin sofort zur Schwangerschaftsberatung. Sie benötigt aber noch einige Wochen Bedenkzeit für ihre Entscheidung. Da die Beratung direkt nach der Feststellung der Schwangerschaft stattgefunden hat, kann in diesem Fall auch noch nach der zwölften Schwangerschaftswoche ein Abbruch vorgenommen werden. Begründung: In Deutschland dürfen Schwangerschaftsabbrüche nach der 12. Woche nur stattfinden, wenn es große medizinische Risiken für die Mutter oder das ungeborene Kind gibt. Dies gilt auch, wenn eine Frau rechtzeitig zur Schwangerschaftsberatung gegangen ist.

  • Zeige die Entwicklung des Ungeborenen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche.

    Tipps

    Schon in der vierten Schwangerschaftswoche ist erkennbar, dass wir Menschen zu den Wirbeltieren gehören. Kannst du dir erklären, warum?

    In der achten Woche der Entwicklung arbeitet das Gehirn bereits auf Hochtouren. Jede Minute werden 100 000 neue Nervenzellen gebildet.

    Ein spezielles Organ, der Dottersack, bildet zu Beginn der Entwicklung die Blutzellen für das Baby. In der zehnten Woche hat dieser Dottersack ausgedient, weil der Körper diese Aufgabe nun selbst übernehmen kann.

    Nach zwölf Wochen schließen sich die Augenlider des Fötus. Sie öffnen sich erst wieder im 7. Monat und sind dann bereits lichtempfindlich.

    Lösung

    Vierte Woche:

    Die Wirbel sind bereits deutlich zu erkennen. Das Herz pumpt Blut durch den Körper.

    Sechste Woche:

    Der Embryo bekommt menschliche Umrisse. Das Gesicht, die Arme und die Beine sind erkennbar.

    Achte Woche:

    Nun sind alle Organe angelegt. Das Gehirn bildet Nervenzellen aus. Das Ungeborene kann bereits schlucken.

    Zehnte Woche:

    Das Ungeborene ist 60 000 Mal so groß wie die Eizelle. Der Körper bildet bereits selbst Blutkörperchen.

    Zwölfte Woche:

    Das Ungeborene trinkt Fruchtwasser. Die Augen schließen sich nun bis zum siebten Schwangerschaftsmonat.