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Plazenta – der Mutterkuchen 02:46 min

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Transkript Plazenta – der Mutterkuchen

Sie ist ein komplexes, einzigartiges Organ zur Lebenserhaltung. Sie hat dich mit Sauerstoff und Nahrung versorgt, deine Ausscheidungen entsorgt und dich vor Krankheiten geschützt. Man nennt sie die Plazenta! Sie ist vielleicht nicht hübsch, aber gegen Ende des ersten Trimesters kann nichts mehr in die Welt eines Fötus gelangen, ohne von der Plazenta gefiltert zu werden. Die Plazenta ist mit dem Uterus der Mutter durch haarähnliche Fortsätze verbunden, die man Zotten nennt. Die Zotten filtern Sauerstoff und Nährstoffe aus dem Blut der Mutter und leiten sie zum Fötus. Gleichzeitig werden Kohlenstoffdioxid und andere Abfälle des Fötus zur Mutter geleitet, um entsorgt zu werden. Der Fötus schwimmt in einer mit Flüssigkeit gefüllten Schutzblase, der Fruchtblase. Und er ist stets durch seine Rettungsleine, die Nabelschnur, mit der Plazenta verbunden. In dieser verdrehten Leine transportieren Blutgefäße von der Größe eines Strohhalms Nährstoffe zum Fötus hin und Ausscheidungen von ihm weg. Hier bewegen wir uns gerade durch die Nabelschnur hin zum dichten Gewebe der Plazenta. Wenn der Fötus größer wird, benötigt er mehr Sauerstoff und Nahrung. Im letzten Schwangerschaftsmonat muss die Plazenta jeden Tag über 330 Liter Blut filtern. Aber die Plazenta versorgt den Fötus nicht nur, sie setzt auch Hormone frei, die eine stabile Umgebung erzeugen, in der sich der Fötus entwickeln kann. Sie schützt den Fötus auch vor Krankheiten, indem sie Bakterien davon abhält, in sein Blut einzudringen und sie gibt die Antikörper der Mutter weiter, damit der Säugling nach der Geburt die Immunität der Mutter gegen Krankheiten in sich trägt. Die Plazenta ist ein echter unbesungener Held, aber wenn der Säugling erst einmal auf der Welt ist und sie ihre Aufgabe erfüllt hat, wird sie von der Mutter ausgestoßen. Tatsächlich ist die Plazenta das einzige Organ im menschlichen Körper, das entfernt wird, sobald es seine Aufgabe erfüllt hat. Aber ohne die Plazenta, wäre niemand von uns heute hier.