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Plazenta – der Mutterkuchen

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Team Realfilm
Plazenta – der Mutterkuchen
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Beschreibung Plazenta – der Mutterkuchen

Im Bauch der Mutter wächst ein neuer Mensch heran. Er wird von der Mutter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das Organ, das der Mutter ermöglicht den Fötus zu versorgen, ist die Plazenta. Der Fötus ist über die Nabelschnur mit der Plazenta verbunden und die Plazenta grenzt an die Gebärmutter an. Über diese Grenze filtert die Plazenta wichtige Stoffe aus dem Blut der Mutter, um damit den Fötus zu versorgen. Gleichzeitig verhindert die Plazenta, dass schädliche Stoffe oder Krankheitserreger zum Fötus gelangen.

Transkript Plazenta – der Mutterkuchen

Sie ist ein komplexes, einzigartiges Organ zur Lebenserhaltung. Sie hat dich mit Sauerstoff und Nahrung versorgt, deine Ausscheidungen entsorgt und dich vor Krankheiten geschützt. Man nennt sie die Plazenta! Sie ist vielleicht nicht hübsch, aber gegen Ende des ersten Trimesters kann nichts mehr in die Welt eines Fötus gelangen, ohne von der Plazenta gefiltert zu werden. Die Plazenta ist mit dem Uterus der Mutter durch haarähnliche Fortsätze verbunden, die man Zotten nennt. Die Zotten filtern Sauerstoff und Nährstoffe aus dem Blut der Mutter und leiten sie zum Fötus. Gleichzeitig werden Kohlenstoffdioxid und andere Abfälle des Fötus zur Mutter geleitet, um entsorgt zu werden. Der Fötus schwimmt in einer mit Flüssigkeit gefüllten Schutzblase, der Fruchtblase. Und er ist stets durch seine Rettungsleine, die Nabelschnur, mit der Plazenta verbunden. In dieser verdrehten Leine transportieren Blutgefäße von der Größe eines Strohhalms Nährstoffe zum Fötus hin und Ausscheidungen von ihm weg. Hier bewegen wir uns gerade durch die Nabelschnur hin zum dichten Gewebe der Plazenta. Wenn der Fötus größer wird, benötigt er mehr Sauerstoff und Nahrung. Im letzten Schwangerschaftsmonat muss die Plazenta jeden Tag über 330 Liter Blut filtern. Aber die Plazenta versorgt den Fötus nicht nur, sie setzt auch Hormone frei, die eine stabile Umgebung erzeugen, in der sich der Fötus entwickeln kann. Sie schützt den Fötus auch vor Krankheiten, indem sie Bakterien davon abhält, in sein Blut einzudringen und sie gibt die Antikörper der Mutter weiter, damit der Säugling nach der Geburt die Immunität der Mutter gegen Krankheiten in sich trägt. Die Plazenta ist ein echter unbesungener Held, aber wenn der Säugling erst einmal auf der Welt ist und sie ihre Aufgabe erfüllt hat, wird sie von der Mutter ausgestoßen. Tatsächlich ist die Plazenta das einzige Organ im menschlichen Körper, das entfernt wird, sobald es seine Aufgabe erfüllt hat. Aber ohne die Plazenta, wäre niemand von uns heute hier.

Plazenta – der Mutterkuchen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Plazenta – der Mutterkuchen kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne Funktionen der Plazenta.

    Tipps

    Vier Aussagen sind korrekt.
    Zwei der Aufgaben übernimmt das Fruchtwasser und nicht die Plazenta. Welche könnten das sein?

    Durch das Fruchtwasser werden die Bewegungen des Fötus abgefedert. So spürt die Mutter nicht jede Bewegung des Fötus.

    Lösung

    Die Plazenta wird auch als Mutterkuchen bezeichnet. Sie versorgt den Fötus mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Zudem gibt sie Antikörper der Mutter an den Fötus weiter. So besitzt das Baby bei der Geburt bereits eine gewisse Immunität gegenüber einigen Krankheiten. Die Plazenta setzt auch Hormone frei, die eine stabile Umgebung erzeugen, in der sich der Fötus entwickeln kann. Durch eine Art Filter schützt sie den Fötus vor Krankheitserregern. Außerdem sorgt sie dafür, dass die Ausscheidungen des Fötus abtransportiert werden.

    Die Plazenta ist also für den Fötus ein sehr wichtiges Organ. Ohne die Plazenta könnte der Fötus nicht überleben.

    Den Schutz vor Schlägen und Stößen übernimmt das Fruchtwasser ebenso wie die Versorgung mit Wärme.

  • Ordne den aufgeführten Begriffen die passenden Beschreibungen zu.

    Tipps

    Uterus ist eine Bezeichnung für Gebärmutter.

    Die Fruchtblase ist mit Flüssigkeit gefüllt.

    Lösung

    Die Zeit, in der im Bauch einer Frau ein Kind heranwächst, wird als Schwangerschaft bezeichnet. Damit das Kind sich gut entwickeln kann, arbeiten viele Organe zusammen.

    Die Gebärmutter, auch Uterus genannt, hat eine Form wie eine umgekehrte Birne. In ihr wächst das Baby bis zur Geburt heran.

    In der Gebärmutter liegt auch die Fruchtblase, in der der Fötus schwimmt. Sie ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Schutzhülle.

    Die Nabelschnur ist die Verbindung zwischen dem Fötus und der Plazenta. Die Nabelschnur transportiert Blut mit Nährstoffen zum Fötus hin und Ausscheidungen von ihm weg. Da, wo sich jetzt dein Bauchnabel befindet, war früher deine Nabelschnur.

    Die Plazenta ist ein komplexes Organ zur Lebenserhaltung. Sie versorgt den Fötus mit Sauerstoff und Nährstoffen, entsorgt Ausscheidungen und schützt ihn vor Krankheiten.

    Die Zotten sind Fortsätze der Plazenta und verbinden sie mit dem Uterus.

  • Benenne die abgebildeten Strukturen.

    Tipps

    Die Fruchtblase ist mit Fruchtwasser gefüllt.

    Die Nabelschnur verbindet die Plazenta mit dem Fötus.

    Lösung

    Auf dem Bild siehst du eine Schwangerschaft im 9. Monat. Der Fötus ist bereits vollständig entwickelt und das Baby wird bald geboren.

    Die äußere Hülle bildet die Gebärmutter, in ihr entwickelt sich der Fötus. Darin liegt die Fruchtblase, die mit Fruchtwasser gefüllt ist. Sie dient dem Schutz des Babys vor Stößen. Die Nabelschnur verbindet das Baby mit der Plazenta, so erhält es Sauerstoff und Nährstoffe. Die Plazenta befindet sich am Rand der Fruchtblase und ist über Zotten mit der Gebärmutter verbunden.

  • Erkläre die Filterfunktion der Plazenta.

    Tipps

    Kleine Moleküle können die Plazentaschranke passieren.

    Lösung

    Vom Blut der Mutter gelangen Wasser, Sauerstoff und Nährstoffe ins Blut des Fötus.

    Damit nicht alles ungefiltert beim Fötus ankommt, beinhaltet die Plazenta die sogenannte Plazentaschranke. Dies ist eine dünne Membran, die Moleküle ab einer bestimmten Größe herausfiltert.

    Viele Krankheitserreger und auch die Blutzellen der Mutter sind zu groß und können diese Schranke nicht passieren. Das ist auch gut, denn somit ist der Fötus vor Krankheitserregern geschützt.

    Allerdings können einige schädliche Stoffe, die sehr klein sind, durch die Membran gelangen. Dazu zählen Nikotin oder Alkohol. So gelangen diese Stoffe in den Blutkreislauf des Fötus und können ihn schädigen.

  • Beschreibe die Versorgung des Fötus mit Sauerstoff und Nährstoffen.

    Tipps

    Der Fötus erhält den Sauerstoff über das Blut der Mutter.

    Lösung

    Die Plazenta ist ein komplexes Organ, welches sich gleich zu Beginn einer Schwangerschaft bildet. An der Außenseite der Plazenta bilden sich Auswüchse, sogenannte Zotten, die in das Gewebe der Gebärmutter eindringen. Nun kann der Stoffaustausch beginnen.

    Es wird sauerstoffreiches Blut zum Fötus transportiert und sauerstoffarmes Blut abtransportiert. So atmet der Fötus.

    Nicht nur Sauerstoff wird transportiert, sondern auch Nährstoffe. Die Nährstoffe werden über das Blut zum Fötus geleitet und seine Ausscheidungen beispielsweise Harnstoff werden abtransportiert.

  • Beschreibe die Entwicklung eines Menschen von der befruchteten Eizelle bis zur Geburt.

    Tipps

    Die Plazenta ist das einzige Organ, das, nachdem es nicht mehr gebraucht wird, abgestoßen wird.

    Lösung

    Zuerst wandert die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Die Zellen beginnen, sich zu teilen, und die Plazenta bildet sich.
    Auch die Nabelschnur sowie die Fruchtblase bilden sich und übernehmen ihre Aufgaben.
    Jeden Tag entwickelt sich der Fötus nun weiter. Sein Kopf wird ausgeprägter und auch das Geschlecht kann man bald beim Ultraschall erkennen.
    Nach neun Monaten ist der Fötus vollständig entwickelt und es kommt zur Geburt.
    Diese wird durch starke Wehen ausgelöst. Ist das Baby auf der Welt, kommt es zur Nachgeburt.
    Bei der Nachgeburt werden Plazenta und Nabelschnur abgestoßen.

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