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Voraussetzungen der Befruchtung 03:24 min

Textversion des Videos

Transkript Voraussetzungen der Befruchtung

Jungs sind auf einmal nicht mehr gemein und Mädchen sind mehr doof. Die Pubertät ändert alles. Einiges sieht man auf den ersten Blick. Schon kurz nach Beginn der Pubertät können Teenager ein Kind zeugen. Um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern, gibt es verschiedene Methoden der Empfängnisverhütung. Julia hat schon eine Zeitlang einen festen Freund: Tim. Es ist mehr als Freundschaft und bald wollen die beiden zum ersten Mal miteinander schlafen. Wenn sie dabei nicht aufpassen, könnte Julia schwanger werden. Tim besitzt alle Voraussetzungen ein Kind zu zeugen. Sein Gehirn produziert Sexualhormone, die über die Blutbahn in den Unterleib gelangen. Die Hormone sorgen dafür, dass in den Hoden Spermien heranwachsen. Dies geschieht durch eine spezielle Form der Zellteilung – der Meiose. Bei der Meiose entstehen aus einer Zelle vier Spermien. Die Spermien wandern von den Hoden in die Nebenhoden. Dort reifen sie weiter heran, erlangen ihre Beweglichkeit und werden bis zum nächsten Samenerguss gespeichert. Beim Samenerguss strömen die Spermien aus den Nebenhoden und gelangen über den Samenleiter in die Harnröhre. Die Prostata und die Bläschendrüse geben Samenflüssigkeit ab, die unter anderem Nährstoffe für die Spermien enthält. Um ein Kind zu zeugen, braucht es natürlich auch eine Frau. In Julias Körper läuft jeden Monat der weibliche Zyklus ab. Er beginnt im Gehirn. Im unteren Teil des Zwischenhirns liegt der Hypothalamus. Der Hypothalamus gibt ein Signal an die benachbarte Hirnanhangdrüse. Die Hirnanhangdrüse produziert daraufhin zwei Hormone. Die Hormone gelangen über die Blutbahn in den Unterleib zu den weiblichen Geschlechtsorganen. In den Eierstöcken sorgen die Hormone für das Heranreifen der Eizellen. Jeden Monat löst sich eine reife Eizelle aus dem Eierstock. Diesen Vorgang nennt man Eisprung. Die Eizelle bleibt nur 24 Stunden befruchtungsfähig. Wird sie in dieser Zeit nicht von Spermien befruchtet, bildet sie sich zurück. Kommen Eizelle und Spermium zum richtigen Zeitpunkt zusammen, entsteht ein Kind. Für manche ist ein positiver Schwangerschaftstest das größte Glück. Andere finden, das ist nicht der richtige Zeitpunkt. Oder man fühlt sich einfach noch zu jung für ein Kind.

Voraussetzungen der Befruchtung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Voraussetzungen der Befruchtung kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die jeweilige Funktion der aufgeführten Begriffe.

    Tipps

    Diese Abbildung zeigt den typischen Ablauf der Meiose.

    Lösung

    Die Nebenhoden sind für die Speicherung und Reifung der Spermien zuständig.
    Prostata und Bläschendrüse geben beim Samenerguss eine Samenflüssigkeit ab, die wichtige Nährstoffe für die Spermien enthält.
    Der Samenleiter verbindet die Nebenhoden mit der Harnröhre und sorgt somit dafür, dass die Spermien aus dem Körper transportiert werden können.
    Bei der Meiose handelt es sich um eine spezielle Form der Zellteilung. Sie wird auch Reifeteilung genannt.

  • Stelle dein Wissen über die menschlichen Geschlechtszellen dar.

    Tipps

    Nur zwei Aussagen sind falsch.

    Spermien werden in den Nebenhoden gelagert.

    Lösung

    Bei der Meiose handelt es sich um eine spezielle Form der Zellteilung (Reifeteilung). Als Ergebnis entstehen aus einer Zelle vier Tochterzellen.
    Die im Hoden gebildeten Keimzellen sind Spermien. Doch Spermien können sich nicht weiter teilen. Nach ihrer Bildung wandern sie vom Hoden zu den Nebenhoden, um dort zu reifen.
    Auch die reife Eizelle ist das Ergebnis einer Meiose. Sie bleibt nur 24 Stunden befruchtungsfähig. Der Zyklus der Frau benötigt meist etwa 27-29 Tage.

  • Bestimme die angemessen Verhaltensweisen bezüglich Partnerschaft und Sex.

    Tipps

    In einer Beziehung sollte man mit seinem Partner und seiner Partnerin über alles sprechen können.

    Lösung

    Niemand sollte bei Unsicherheit nur aus Liebe zur/-m Partner/-in Sex haben oder gar erzwingen! Es hilft, darüber zu sprechen. Er/sie wird das bestimmt verstehen – zumindest, wenn du ihm/ihr wichtig bist.
    Verhütung betrifft alle Geschlechter gleichermaßen! Die gemeinsame Verantwortung sollte an keine/-n alleine abgegeben werden. Schließlich resultiert ein Neugeborenes nur aus dem Zusammenwirken beider. Darum ist es für alle wichtig, über das Thema Verhütung informiert zu sein und dieses auch anzusprechen. Gegebenenfalls kann zuvor selbst recherchiert werden. Dabei sollten ausschließlich seriöse Quellen genutzt werden.
    Peinlich muss einem/-r das Thema nicht sein. Es ist zwar privat, doch zugleich ganz natürlich und enorm wichtig. Sowohl eine ungewollte Schwangerschaft, als auch Geschlechtskrankheiten können und sollten unbedingt vermieden werden.

  • Beschreibe den Ablauf des weiblichen Zyklus bis zur Befruchtung.

    Tipps

    Die Länge des weiblichen Zyklus kann variieren und dauert in etwa 21-35, meist jedoch 27-29 Tage.

    Lösung

    Der Hypothalamus liegt im unteren Teil des Zwischenhirns. Er gibt ein Signal an die benachbarte Hirnanhangsdrüse. Diese produziert nun Hormone, welche über die Blutbahn in den Unterleib und somit zu den weiblichen Geschlechtsorganen gelangen.

    Die Hormone sorgen dafür, dass in den Eierstöcken Eizellen heranreifen. Etwa zwei Wochen vor der nächsten Regelblutung findet der Eisprung statt. Dabei löst sich also etwa jeden Monat eine reife Eizelle aus dem Eierstock.

    Wenn ein Spermium und eine Eizelle im richtigen Zeitintervall zusammentreffen, wird die Frau schwanger. Daher gibt es, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern, verschiedene Methoden zur Empfängnisverhütung.

  • Skizziere die Unterschiede zwischen Mann und Frau, die als Voraussetzungen für eine Befruchtung notwendig sind.

    Tipps

    Die Menstruation wird auch Periode genannt.

    Lösung

    Die Voraussetzungen, die ein Mann mitbringt, um fruchtbar zu sein, sind vielfältig. Unter anderem gehören dazu seine Hoden, die Spermien produzieren und beim Samenerguss über den Samenleiter in die Harnsamenröhre und somit nach draußen gelangen können. Ein Mann besitzt außerdem eine Prostata. Diese ist unter anderem dafür zuständig, beim Samenerguss Samenflüssigkeit mit Nährstoffen zu den Spermien zu geben.
    Um befruchtet werden zu können, muss die Frau einen Eisprung haben. Zu diesem Zeitpunkt löst sich eine reife Eizelle aus dem Eierstock und macht sich bereit, um gegebenfalls durch ein Spermium befruchtet zu werden. Findet keine Befruchtung statt, kommt es regelmäßig zur Monatsblutung, also zur Menstruation.

  • Erkläre den Ablauf der Spermienproduktion bis hin zum Samenerguss.

    Tipps

    Der Samenerguss wird auch Ejakulation genannt.

    Sperma wird auch Ejakulat genannt und besteht aus Spermien und Samenflüssigkeit, welche von der Prostata und Bläschendrüse hinzugefügt wird.

    Lösung

    Die Produktion von Spermien beginnt durch Signale aus dem Gehirn während der Pubertät. So produziert dieses Hormone, welche über die Blutbahn zu den Hoden gelangen und dort wirken.

    Die Hoden produzieren mehr Testosteron, sodass körperliche Veränderungen stattfinden. Zugleich erfolgt die Geschlechtsreife und mit ihr die Bildung von rund 100 Millionen Spermien pro Tag innerhalb der Hodenkanälchen.

    Die produzierten Spermien wandern vom Hoden in die Nebenhoden, um zu reifen. Hier werden sie bis zur Ejakulation auch gespeichert.

    Bei einem Samenerguss werden die Spermien durch Muskelkontraktionen aus den Nebenhoden durch den Samenleiter bis zur Harnsamenröhre befördert.

    Zeitgleich geben die Prostata und die Bläschendrüse Sekrete ab, sodass eine Vermischung mit den Spermien erfolgt und das Sperma entsteht – kurz bevor es ausgestoßen wird.