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Entwicklung im Mutterleib

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Team Digital
Entwicklung im Mutterleib
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Grundlagen zum Thema Entwicklung im Mutterleib

Die Entwicklung im Mutterleib

Eines der größten Wunder des Lebens ist seine Entstehung. Die Entwicklung von einem Zellhaufen zu einem Menschen ist ein unvorstellbares Ereignis, das noch lange nicht vollständig ergründet ist. Im Nachfolgenden wirst du die Entwicklung des Kindes im Mutterleib kennenlernen.

Die Befruchtung und Einnistung der Eizelle

Damit ein Kind entstehen kann, muss eine Eizelle der Frau mit einem Spermium (männliche Keimzelle) des Mannes verschmelzen. Durch Geschlechtsverkehr gelangen viele Millionen Spermien in die Gebärmutter der Frau. Die Spermien wandern entlang der Eileiter der Frau, bis sie auf eine reife Eizelle treffen. Meistens gelingt es nur einem Spermium, in die Eizelle einzudringen und diese zu befruchten. Das Spermium verschmilzt mit der Eizelle und das Leben beginnt.

Wie genau die Befruchtung vonstattengeht, kannst du dir im Video Befruchtung des Menschen ansehen.

Aber wie lange dauert die eigentliche Befruchtung? Nach dem Eisprung ist die Eizelle etwa 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Allerdings können die Spermien, die bis in die Gebärmutter gelangt sind, mehrere Tage überleben.

Die befruchtete Eizelle wandert in den ersten vier bis sechs Tagen nach der Befruchtung den Eileiter hinunter und nistet sich an der Gebärmutterwand ein. Auf ihrem Weg in die Gebärmutter teilt sich die Eizelle, die von einem Keim umgeben ist, mehrfach. Bei der Ankunft in der Gebärmutter ist also schon ein kleiner Zellhaufen entstanden. Bis jetzt haben sich nur die Zellen geteilt, aber nicht der Keim selbst. Der Keim hat immer noch einen Größe von ungefähr 0,2 Millimeter, wie zum Zeitpunkt der Befruchtung. In der Gebärmutter angekommen verwachsen die äußeren Teile des Keims, die sogenannten Keimzotten, mit der Gebärmutterschleimhaut. Dies bezeichnet man als Einnistung des Keims.

Die Entwicklung des Embryos bis zur achten Woche

An der Gebärmutterschleimhaut wächst der Mutterkuchen heran. Dieser wird auch Plazenta genannt. Die Plazenta versorgt den Keim mit Nährstoffen, die vom Körper der Mutter zur Verfügung gestellt werden. Den Keim nennt man nun Embryo und die fortschreitende Entwicklung im Mutterleib wird als Embryonalentwicklung bezeichnet. Der Embryo hat durch die Nabelschnur eine direkte Verbindung zur Plazenta und erhält auf diesem Weg lebensnotwendigen Sauerstoff und Nährstoffe. Durch die Nabelschnur werden aber auch Abfallstoffe und Kohlenstoffdioxid zur Plazenta zurückgeleitet und später von der Mutter ausgeschieden.

Obwohl der Embryo und die Mutter nur durch eine dünne Zellwand voneinander getrennt sind, haben beide einen eigenen Blutkreislauf. Das Blut der Mutter kommt nicht mit dem Blut des Embryos in Kontakt. Allerdings gelangen Giftstoffe wie Alkohol und Nikotin über die dünne Zellschicht in den Blutkreislauf des Embryos. Deshalb sollte man auch in der Schwangerschaft nicht rauchen und keinen Alkohol trinken, da der Embryo ansonsten geschädigt werden könnte.
Damit der Embryo vor Erschütterungen geschützt ist, ist er von einer mit Wasser gefüllten Hülle umgeben. Diese Hülle wird Fruchtblase genannt. Das Wasser in der Fruchtblase bezeichnet man als Fruchtwasser. Dieses Fruchtwasser kann noch während der Schwangerschaft untersucht werden.
Weitere Informationen dazu findest du in dem Video Fruchtwasseruntersuchung erklärt.

In den ersten vier Wochen bilden sich beim Embryo das Nervensystem und der Kopfbereich aus. Gleichzeitig entwickeln sich die wichtigsten Organe, wie das Herz und die Lunge. Aber auch die Gliedmaßen nehmen Gestalt an. Bis zur achten Woche sind dann auch die Nieren, die Leber und das Gehirn angelegt. Der nun etwa 5 Zentimeter große Embryo ist mit allen lebenswichtigen Organen ausgestattet.

Die Entwicklung des Fötus bis zum fünften Monat

Nach der achten Schwangerschaftswoche bezeichnet man den Embryo als Fötus oder auch als Fetus. Bis zur neunten Woche bilden sich der Mund, die Nase die Augen und die Ohren aus. Auch das Geschlecht des ungeborenen Kindes kann jetzt erkannt werden.

Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, ab wann Babys im Bauch hören können. Hören kann ein ungeborenes Baby bereits ab der 16. Schwangerschaftswoche. Aber was hört ein Kind im Mutterleib? Es hört die Umgebungsgeräusche außerhalb des mütterlichen Körpers und somit bereits die Stimmen der Eltern. Und ab wann können Babys sehen? Richtig sehen können die Babys erst einige Monate nach der Geburt.

Bis zum Ende des fünften Monats wächst der Fötus sehr schnell und kann eine Größe von bis zu 30 Zentimeter und ein Gewicht von 0,5 Kilogramm erreichen. Diese Phase wird auch als Wachstumszeit bezeichnet.
Aber wann ist ein Kind im Mutterleib vollständig entwickelt?

Die Entwicklung des Fötus bis zur Geburt

Die Organe des Fötus sind ab dem siebten Monat leistungsfähig genug, sodass sie das Kind im Fall einer Frühgeburt am Leben erhalten könnten. Im Normalfall erfolgt die Geburt nach neun Monaten bzw. nach 40 Wochen. Bis dahin ist das Baby auf eine Größe von etwa 50 Zentimeter herangewachsen. Das Gewicht liegt dann bei etwa 3,5 Kilogramm. Die Größe und das Gewicht bei der Geburt weichen manchmal stark von den Durchschnittsangaben ab.
Mit der Geburt beginnt das Leben außerhalb des geschützten Leibs der Mutter.

Wie sich das Baby im Bauch entwickelt, kannst du dir in der folgenden Abbildung nochmals zusammengefasst anschauen:

Entwicklung des ungeborenen Kindes im Mutterleib

Zusammenfassung der Entwicklung des Kindes im Mutterleib

Du weißt inzwischen, wie man die Entwicklung im Mutterleib nennt, wie viele Wochen man schwanger ist und somit auch wie lange eine Schwangerschaft dauert.

  • Mit der Befruchtung der Eizelle beginnt das neue Leben.
  • Durch mehrfache Teilung des Keims bildet sich ein Embryo aus. Alle Organe werden in kurzer Zeit ausgebildet.
  • Nach vier Monaten sind alle Organe und Körperteile vollständig ausgebildet und der Fötus wächst nun sehr schnell heran.
  • Mit der Geburt verlässt das Baby den Mutterleib und wird als neuer Erdenbewohner willkommen geheißen.

Nach der kurzen Zusammenfassung kannst auch du die Entwicklung im Mutterleib einfach erklären. Zur Überprüfung deines Wissens kannst du im Anschluss die Übungen oder das Arbeitsblatt zur Entwicklung im Mutterleib bearbeiten.

Entwicklung im Mutterleib Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Entwicklung im Mutterleib kannst du es wiederholen und üben.
  • Zeige auf, wie neues menschliches Leben entsteht.

    Tipps

    Zwei der Aussagen treffen zu.

    Hier findet eine Befruchtung der Eizelle durch das Spermium statt.

    Das ist ein Embryo. Nach der achten Schwangerschaftswoche wird er Fötus genannt.

    Lösung

    Beim ungeschützten Geschlechtsverkehr gelangen Millionen von Spermien in die Gebärmutter der Frau, nur wenige hundert schaffen es anschließend in den Eileiter. Hat es ein Spermium in den Eileiter geschafft und trifft dort auf eine reife Eizelle, kommt es zur Verschmelzung von Eizelle und Spermium. Dies wird als Befruchtung bezeichnet.
    $\to$ Somit beginnt die Entstehung von neuem Leben mit der Befruchtung der Eizelle.

    Durch die Teilung von Zellen bildet sich ein Zellhaufen, der sich zu einem Bläschenkeim entwickelt. Dieser wird dann in die Gebärmutter geleitet und nistet sich dort ein. Er entwickelt sich nun zu einem Embryo, ab der achten Woche wird er Fötus genannt. Das ungeborene Kind wird über Plazenta und Nabelschnur mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.
    $\to$ Aus einem anfänglichen Zellhaufen wächst also im Mutterleib über knapp 40 Wochen hinweg ein Baby heran.

  • Stelle dar, wie sich eine Eizelle ab der Befruchtung im weiblichen Körper entwickelt.

    Tipps

    Sobald eine Eizelle befruchtet wurde, wird sie als Zygote bezeichnet.

    Lösung

    Neues Leben beginnt dann, wenn eine Eizelle einer Frau und ein Spermium eines Mannes miteinander verschmelzen. Hat es ein Spermium in den Eileiter geschafft und trifft dort auf eine reife Eizelle, kommt es zur Verschmelzung der beiden Keimzellen. Dies wird auch als Befruchtung bezeichnet.

    Die nun befruchtete Eizelle heißt Zygote. Die Erbsubstanz der Mutter und des Vaters vereinigen sich in ihr.

    Die Zygote beginnt daraufhin, sich zu teilen: Aus der einen Zelle werden zunächst zwei Zellen, dann vier, acht und so weiter – ein Zellhaufen entsteht. Aufgrund seiner kugeligen Form wird das Zellhäufchen auch Maulbeerkeim genannt.

    Feine Flimmerhärchen im Eileiter transportieren das Zellhäufchen in Richtung Gebärmutter, wo es nach etwa vier Tagen angekommen ist. Sobald sich Flüssigkeit in ihm sammelt, wird der Zellhaufen als Bläschenkeim bezeichnet.

    $\to$ Der Bläschenkeim nimmt in der Gebärmutter Kontakt zur Gebärmutterschleimhaut auf beziehungsweise verwachsen seine äußeren Zellen – die Keimzotten – mit ihr: Die Einnistung erfolgt. Der Bläschenkeim entwickelt sich weiter zum Embryo.

  • Beschrifte den Mutterleib.

    Tipps

    Die befruchtete Eizelle wird durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter transportiert.

    Das Fruchtwasser befindet sich in der Fruchtblase.

    Die Plazenta wird auch Mutterkuchen genannt, weil sie das Baby ernährt.

    Lösung

    Der Mutterleib besteht aus:

    • Eileiter: Die befruchtete Eizelle wandert in den ersten vier bis sechs Tagen nach der Befruchtung den Eileiter hinunter und nistet sich an der Gebärmutterwand ein.

    • Gebärmutter: In der Gebärmutterschleimhaut nistet sich die befruchtete Eizelle ein, sodass das Ungeborene heranwachsen kann.

    • Fruchtblase: Das Ungeborene schwimmt in einer mit Fruchtwasser gefüllten Hülle. Diese schützt es vor Erschütterungen und Stößen.

    • Plazenta (Mutterkuchen): Die Plazenta versorgt das heranwachsende Baby mit Nährstoffen, die vom Körper der Mutter zur Verfügung gestellt werden.

    • Nabelschnur: Der Embryo hat durch die Nabelschnur eine direkte Verbindung zur Plazenta und erhält auf diesem Weg lebensnotwendigen Sauerstoff und Nährstoffe. Durch die Nabelschnur werden aber auch Abfallstoffe und Kohlenstoffdioxid zur Plazenta zurückgeleitet und später von der Mutter ausgeschieden.

  • Beschreibe die Entwicklung im Mutterleib.

    Tipps

    Das ist ein Embryo.

    Die Organe entwickeln sich relativ früh.

    Lösung

    Die äußeren Zellen des Bläschenkeims, die Keimzotten, verwachsen mit der Gebärmutterschleimhaut: Es erfolgt die Einnistung.

    Der Bläschenkeim entwickelt sich zum Embryo weiter. Dieser wird über die Nabelschnur und die Plazenta mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Um das Ungeborene vor Erschütterungen zu schützen, schwimmt es in der Fruchtblase.

    Ungefähr nach acht Wochen sind alle Organe angelegt. In den ersten vier Wochen entwickeln sich bereits Nervensystem, Herz und Lunge, später dann Leber und Niere. Nach der achten Woche wird das heranwachsende Baby Fötus genannt.

    Ab jetzt wächst er sehr schnell. Diese Phase heißt daher auch Wachstumszeit. Ab dem siebten Lebensmonat sind die Organe leistungsfähig genug, um das Neugeborene außerhalb des Mutterleibs am Leben zu halten. Im Idealfall erfolgt eine Geburt jedoch erst nach gut 40 Wochen.

  • Benenne die Darstellungen.

    Tipps

    Aus der befruchteten Eizelle werden zunächst zwei Zellen, dann vier, acht und so weiter – ein Zellhaufen entsteht.

    Aus dem Zellhaufen entwickelt sich nach der Einnistung in der Gebärmutter ein Embryo.

    Lösung

    Die weibliche Keimzelle ist die Eizelle. Sie ist neben der männlichen Keimzelle, dem Spermium, die Grundlage, um neues Leben zu bilden. Aus ihr wächst nach der Befruchtung ein Baby heran.

    Der Begriff „Befruchtung“ bezeichnet den Vorgang der Vereinigung einer männlichen und einer weiblichen Geschlechtszelle. Ganz genau genommen wird damit die Verschmelzung der beiden Zellkerne beschrieben. Es entsteht eine Zygote.

    Die Zygote beginnt daraufhin, sich zu teilen: Aus der einen Zelle werden zunächst zwei Zellen, dann vier, acht und so weiter – ein Zellhaufen entsteht.

    Nachdem sich der Zellhaufen zu einem Bläschenkeim weiterentwickelt hat, nimmt dieser in der Gebärmutter Kontakt zur Gebärmutterschleimhaut auf beziehungsweise verwachsen seine äußeren Zellen – die Keimzotten – mit ihr: Die Einnistung erfolgt.

    Der Bläschenkeim entwickelt sich zum Embryo weiter. Er wird von der Gebärmutterschleimhaut über die Plazenta und Nabelschnur mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Ungefähr nach acht Wochen sind alle Organe des Embryos angelegt. Ab jetzt wird er Fötus genannt.

  • Beschreibe wichtige Vorgänge bei der Entstehung neuen menschlichen Lebens.

    Tipps

    Wenn die Zellkerne von Eizelle und Spermium verschmelzen, dann sprechen wir von einer Zygote.

    Der Bläschenkeim nimmt in der Gebärmutter Kontakt zur Gebärmutterschleimhaut auf und nistet sich darin ein.

    Lösung

    Die reifen Eizellen haben nach dem Eisprung nur eine Lebensdauer von zwölf bis 24 Stunden.
    $\to$ Deshalb kann der Kopf eines Spermiums ausschließlich in dieser Zeit in die Eizelle eindringen. Findet der ungeschützte Geschlechtsverkehr bis zu fünf Tage vor dem Eisprung statt, kann es dennoch zu einer Befruchtung kommen, da die Spermien in diesem Zeitraum in der Umgebung des weiblichen Fortpflanzungstraktes überleben und auf die Freisetzung der Eizelle warten können.


    Die befruchteten Eizellen heißen Zygoten.
    $\to$ Die Zygote beginnt, sich zu teilen: Aus der einen Zelle werden zunächst zwei Zellen, dann vier, acht und so weiter – ein Zellhaufen entsteht.


    Die feinen Flimmerhärchen im Eileiter transportieren das Zellhäufchen in Richtung Gebärmutter.
    $\to$ Nach etwa vier Tagen ist es in der Gebärmutter angekommen. Aufgrund seiner kugeligen Form wird das Zellhäufchen auch Maulbeerkeim genannt. Sobald sich Flüssigkeit in ihm sammelt, wird der Zellhaufen als Bläschenkeim bezeichnet.


    Die Bläschenkeime verwachsen mit ihren äußeren Zellen mit der Gebärmutterschleimhaut.
    $\to$ Dies bezeichnet man als Einnistung des Keims.


    Die Embryos entwickeln sich im Verlauf der Schwangerschaften zu Föten.
    $\to$ Ungefähr nach acht Wochen sind alle Organe des Embryos angelegt. In den ersten vier Wochen entwickeln sich beispielsweise bereits Nervensystem, Herz und Lunge, später dann Leber und Niere. Nach diesen acht Wochen wird das heranwachsende Baby Fötus genannt.