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Wie trenne ich Müll richtig?

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Team Wissenswelt
Wie trenne ich Müll richtig?
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Wie trenne ich Müll richtig?

Inhalt

Mülltrennung – so geht’s!

Was wir nicht mehr wollen, was kaputt ist oder abgenutzt und verbraucht, werfen wir in den Müll. Die Sachen sind nutzlos geworden und können weg. Stopp, das stimmt nicht so ganz. Natürlich gibt es Dinge, die keinen Nutzen mehr haben und komplett entsorgt werden können, aber viele unserer weggeworfenen Sachen sind wertvoll, weshalb sie auch Wertstoffe genannt werden.

Wenn wir Sachen entsorgen wollen, spielt die Mülltrennung eine große Rolle. Aber warum ist Mülltrennung so wichtig? Was bedeutet Mülltrennung genau und wie trennt man Müll richtig? In dieser Übersicht wird die Mülltrennung für Kinder einfach erklärt.

Was bedeutet Mülltrennung?

Damit wir die wertvollen Stoffe aus dem Müll nutzen können, ist es wichtig, dass wir den Müll trennen. Auf diese Weise werden die Wertstoffe vom nutzlosen Müll, dem Restmüll, getrennt. Sie können dann auf verschiedene Weise wiederverwertet werden, was man Recycling nennt. Das schont die Umwelt und die Ressourcen (noch vorhandenen Rohstoffe) unserer Erde.

Wie trennt man Müll richtig?

Um zu erkennen, welche Wertstoffe sich in unserem Hausmüll befinden, müssen wir einmal genauer hinschauen, was täglich in der Mülltonne landet: Karton, Eierschalen, Papier, Teebeutel, Taschentücher, Glasflaschen, Plastikbecher, Batterien und vieles mehr. Wie oder besser wonach trennt man aber nun den Müll? Das ist ganz einfach erklärt. Wir trennen nach den Materialien, also danach, woraus der Müll besteht, und werfen ihn in die entsprechende Tonne.

Müllentsorgung zu Hause

Hier siehst du eine Liste der Tonnen, die wir zur Mülltrennung zu Hause nutzen:

  • Gelbe Tonne: In die gelbe Tonne oder auch den gelben Sack kommen alle Verpackungen, die aus Plastik oder sogenannten Verbundstoffen, wie Tetrapacks, sind. Außerdem gehören hier auch Metalldeckel und -dosen, Alufolie, Styropor und PET-Flaschen, die pfandfrei sind, hinein. Flaschen, auf die es Pfand gibt, kannst du im Supermarkt zurückgeben. Sie werden wiederverwendet oder entsprechend recycelt.

  • Papiertonne: Hier kommt alles rein, was aus Papier ist. Das können alte Zeichnungen von dir sein, Bastelreste oder auch Zeitschriften. Außerdem kommt in die Papiertonne auch Pappe und Karton, zum Beispiel von Verpackungen. Aus dem so gesammelten Altpapier entsteht zu großen Teilen neues Papier. Das hilft der Umwelt, denn auf diese Weise müssen für neues Papier keine weiteren Bäume gefällt werden.

  • Restmülltonne: Hier kommen all die restlichen Dinge hinein, die nicht wiederverwertet werden können. Dazu gehören Glühlampen, Hygieneartikel, zerbrochenes Geschirr und Trinkgläser sowie Asche, Fotos oder auch altes Spielzeug. Diese Dinge werden nach der Abfuhr in riesigen Anlagen verbrannt.

  • Biotonne: In der Biotonne landet alles, was auch in der Natur verrotten würde. Dazu gehören sämtliche Küchen- und Gartenabfälle, wie Grünschnitt, Laub, Eierschalen, Kaffeefilter und Kleintierstreu. Wenn deine Familie einen Kompost hat, kannst du diese Sachen auch dort entsorgen und bald entsteht daraus neue wertvolle Erde für eure Blumen.

Mülltrennung im Haushalt

Müllentsorgung außerhalb

Nun haben wir schon viel Müll getrennt, aber es bleiben doch noch ein paar Dinge übrig. Was passiert mit den Batterien oder Lackresten, was machen wir mit Glasflaschen und wo entsorgt man eine alte, sperrige Couch? Es gibt noch viele weitere Beispiele, die bei unserer Mülltrennung zu Hause keinen Platz finden. Diese Dinge werden auf andere Weise gesammelt:

  • Sondermüll: In den Sondermüll kommen all die Dinge, die gefährliche oder schädliche Stoffe enthalten und der Umwelt schaden können. Der Sondermüll, zu dem Lack- und Farbreste, Energiesparlampen und auch Batterien gehören, wird von Spezialfirmen gesammelt und dann umweltgerecht weiterverwertet oder entsorgt.

  • Glascontainer: Vielleicht hast du schon einmal Glas im Altglascontainer entsorgt, das klirrt und scheppert ganz schön. Glascontainer stehen an vielen Orten und werden regelmäßig geleert. Hier musst du auf ein paar Dinge achten: Das Glas wird der Farbe nach sortiert – weiß, grün und braun. Außerdem dürfen hier keine Spiegel, Glasscheiben oder Trinkgläser hinein, da sie sich nicht zum Recyceln eignen. Aus dem restlichen Glas können wieder neue Dinge aus Glas hergestellt werden.

  • Sperrmüll: Alles, was aufgrund seiner Größe nicht in der Restmülltonne entsorgt werden kann, kommt auf den Sperrmüll. Hier landen also auch die alte Couch, Holzmöbel oder auch alte Fahrradteile. In der Regel kann man drei- bis sechsmal pro Jahr seinen sperrigen Müll abholen lassen.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es außerdem sogenannte Wertstoffhöfe. Hier kann man ebenfalls Müll abgeben, der dort in großen Containern getrennt wird. Damit man weiß, wie dort die Mülltrennung funktioniert, ist auf jedem Container ein Symbol oder Schild angebracht. Auf den Schildern steht dann zum Beispiel: Grünschnitt, Holz, Sperrmüll, Pappe, Metall, Bauschutt und Elektroschrott.

In der folgenden Tabelle zur Mülltrennung siehst du noch einmal ein paar Beispiele für Müll und die entsprechende Entsorgung. Schiebe den grauen Balken nach rechts, um die gesamte Tabelle zu sehen.

Papiertonne Biotonne gelbe Tonne Restmüll Sperrmüll Sondermüll Glascontainer Wertstoffhof
Zeitungen Eierschalen Kunststoffverpackungen Asche Möbel Batterien Einwegflaschen Grünschnitt
Büropapier Grünschnitt Plastikflaschen Hygieneartikel Holz Farbreste Einweggläser Elektroschrott
Karton Laub Joghurtbecher Spielsachen Fahrräder Energiesparlampen Glasbruch Bauschutt
Pappe Kaffeefilter Styropor Textilien Matratzen Altöle Einmachgläser Sperrmüll
Prospekte Blumen Tetrapacks Schuhe Polster Lackreste Flakons Pappe
Papiertüten Essensreste Metalldeckel Staubsaugerbeutel Kinderwagen Medikamente Konservengläser Holz

Vielleicht gibt es in deiner Grundschule auch ein System zur Mülltrennung ­– nun weißt du, wie wichtig dies ist. Wenn du dich genauer über Recycling informieren möchtest, schau dir gerne auch das Video Was passiert mit dem Müll? an. Übungs- und Arbeitsblätter zur Mülltrennung findest du hier im Anschluss, wo du dein neues Wissen gleich ausprobieren kannst.

Transkript Wie trenne ich Müll richtig?

Sehen wir uns an, was sich alles in einer Haushaltsmülltonne befindet. Viele Abfälle sind wertvoll. Aus den meisten Stoffen, die der Abfall enthält, kann wieder etwas Brauchbares hergestellt werden. Deshalb ist es wichtig, diese sogenannten Wertstoffe vom nutzlosen Müll, der auch Restmüll genannt wird, zu trennen. Dafür gibt es verschiedene Sammelmöglichkeiten. Neun von zehn Bürgern in Deutschland sammeln und sortieren ihre Abfälle im Haushalt und helfen so zugleich mit, unsere Umwelt zu schonen. Denn aus diesen alten Sachen kann man etwas Neues machen. Pappe, Papier, Zeitungen und Kartons gehören in den blauen Papiercontainer. In den gelben Container oder Gelben Sack gehören verwertbare Verpackungen mit dem Grünen Punkt. Es gibt Plastikflaschen, die gehören in den Gelben Sack und es gibt Plastikflaschen, die können im Supermarkt oder Getränkemarkt zurückgegeben werden. Dafür bekommt man ein Pfand zurück. Küchen- und Gartenabfälle gehören in die Biotonne. Man kann sie auch im Garten kompostieren. In den Glascontainer gehören Flaschen und Gegenstände aus Glas, für die es kein Pfand mehr gibt. Das Altglas wird nach Farben sortiert und ist ohne Deckel und Verschluss zu entsorgen. Fensterglas und Glühlampen gehören aber nicht hinein. Das ist Glas für den Restmüll. Reinigungsmittel, Chemikalien, Lacke oder Batterien gehören nicht in die Hausmülltonne. Es ist Sondermüll, der Schadstoffe enthält. Deshalb muss er getrennt vom restlichen Abfall entsorgt werden. Spezialfirmen sammeln und beseitigen diese Stoffe, damit die Umwelt nicht zusätzlich belastet wird. Aus weggeworfenen Batterien zum Beispiel kann das hochgiftige Schwermetall Quecksilber in die Umwelt gelangen. Sparlampen enthalten auch Stoffe, die schädlich für die Umwelt sind. Danke sehr. Wir wollen unsere Umwelt und uns selbst vor Giften schützen. Deshalb bringt solche Abfälle zur Sammelstelle für Sonderabfälle. Nach dem Trennen, Sortieren und Entsorgen der verwertbaren und gefährlichen Stoffe ist der anfänglich große Müllhaufen deutlich kleiner geworden. In die schwarze Restmülltonne kommt alles wieder hinein, was nicht verwertbar ist und von der Müllabfuhr entsorgt wird. Wie das genau geschieht, sehen wir später. Das alte Sofa und kaputte Möbel passen in keine Hausmülltonne. Dieser sogenannte Sperrmüll wird mit Spezialfahrzeugen von der Müllentsorgung abgeholt. In vielen Städten und Gemeinden gibt es auch Wertstoffhöfe, in denen der Müll getrennt wird. Hier wird der Müll, der Wertstoffe enthält, in unterschiedlichen großen Behältern gesammelt. Hier gibt es unter anderem Container für Metall, Elektroschrott, Gartenabfälle, Bauschutt, Styropor und andere Wertstoffe.

Wie trenne ich Müll richtig? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wie trenne ich Müll richtig? kannst du es wiederholen und üben.
  • Welche Dinge im Müllhaufen sind Wertstoffe?

    Tipps

    Alle Dinge, die in die Plastiktonne, die Papiertonne oder die Biomülltonne gehören, sind Wertstoffe.

    Gummi kann man nicht wieder zu neuen Gegenständen formen.

    Lösung

    Viele Dinge werden achtlos auf den Müll geworfen. Aber oft kann man daraus etwas Neues herstellen. Dafür muss der Müll schon Zuhause getrennt werden. Die Müllabfuhr kommt dann mit einem großen Laster und leert die einzelnen Tonnen. Die Rohstoffe werden gesammelt und dann zur Weiterverarbeitung in die entsprechenden Betriebe gefahren.

    Im Müllhaufen sind eine Plastiktüte und ein Plastikauto versteckt. Außerdem findest du noch eine Bananenschale, eine Zeitung, eine Pappkiste, eine Plastiksprühflasche und eine Glasflasche. All diese Dinge können recycelt werden. Darum nennt man sie auch Wertstoffe.

  • Welche Dinge gehören in den Sondermüll? Nenne sie.

    Tipps

    Alle Dinge, die Schadstoffe enthalten, müssen zu speziellen Sammelstellen für Sondermüll gebracht werden.

    Batterien enthalten Quecksilber. Dieses Schwermetall ist sehr giftig und umweltgefährdend.

    Lacke und Farben enthalten oft giftige Lösemittel.

    Lösung

    Haushaltschemikalien und andere Dinge enthalten Schadstoffe. Wenn sie in die Tonnen für den Haushaltsmüll geworfen werden, werden sie von der Müllabfuhr abgeholt und auf die Mülldeponie geworfen. Hier sickern die giftigen Schadstoffe in den Boden. Das ist sehr gefährlich für die Umwelt und für die Gesundheit der Menschen.

    Um das zu verhindern, gibt es Annahmestellen für Sondermüll. Dort kann man giftige Chemikalien, Batterien und Lacke abgeben.

    Diese Dinge gehören in den Sondermüll:

    • Batterien
    • Farbsprühdosen
    • Glühbirnen
    Das Papier, die Plastiktüte und das Geschirr enthalten keine Schadstoffe und können über den Hausmüll entsorgt werden.

  • Was gehört in welche Tonne? Entscheide.

    Tipps

    Die braune Tonne ist für Biomüll,
    die blaue Tonne ist für Papier
    und die gelbe Tonne ist für Plastikmüll.

    Nahrung, die man nicht mehr essen kann, kommt in die Biotonne.

    Lösung

    Es gibt verschiedene Mülltonnen. Sie haben bestimmte Farben:

    • Die blaue Tonne ist für den Papiermüll: Hier landen die Zeitschrift und die Kiste aus Pappe.
    • Die gelbe Tonne ist für Kunststoffe, wie die Plastiktüte und die Milchverpackung.
    • Biomüll wird in die braune Tonne geworfen oder verwandelt sich auf dem Kompost zu neuer Erde. In der braunen Tonne landen die Essensreste, der alte Salat und das harte Brot.
    Außerdem sollte Glas getrennt gesammelt und zum Glascontainer gebracht werden. Was dann noch an Müll übrig bleibt, ist nicht viel. Das ist dann der Restmüll.

  • Warum ist es sinnvoll, den Müll zu trennen? Begründe.

    Tipps

    Eine Mülldeponie ist ein Ort, wo Restmüll gelagert wird. Die Müllabfuhr sammelt den Restmüll der Haushalte ein und lädt ihn auf der nächsten Deponie ab.

    Du kannst statt Mülldeponie auch Müllkippe sagen.

    Auf dem Wertstoffhof werden verschiedene Wertstoffe gesammelt, um sie wiederzuverwenden.

    Recycling ist ein Weg, um die Umwelt zu schonen.

    Lösung

    Wenn wir Wertstoffe wiederverwenden, nennt man das auch Recycling. Recycling ist wichtig, um die Ressourcen unserer Erde zu schonen und auch für spätere Generationen zu erhalten. Dafür muss der Müll getrennt werden. In Deutschland haben wir dafür ein besonderes System und viele Wertstoffhöfe.

    Besser als Mülltrennung ist aber Müllvermeidung. Denn auch Recycling kostet viel Energie. Du kannst Müll zum Beispiel vermeiden, indem du beim Einkaufen eine Stofftüte oder deinen Rucksack mitnimmst, statt eine neue Plastiktüte zu kaufen.

  • Welche Stoffe können wiederverwertet werden? Nenne sie.

    Tipps

    Metall kann eingeschmolzen und neu in Form gegossen werden.

    Biomüll kann zu Biogas verarbeitet oder zu Erde kompostiert werden.

    In den Restmüll kommt all das, was nicht wiederverwertet werden kann.

    Lösung

    Es gibt viel Müll, den man wiederverwerten kann. Außer Papier, Plastik und Glas gibt es diese wiederverwertbaren Stoffe:

    • Aus Biomüll kann Biogas hergestellt werden. Wenn man den Biomüll im Garten kompostiert, entsteht nach einiger Zeit Erde.
    • Metallschrott und die Metalle aus Elektrogeräten sind wertvolle Rohstoffe. Sie können eingeschmolzen und neu geformt oder gegossen werden.
    • Wenn ein elektronisches Gerät kaputtgeht, liegt das häufig nur an einem Teil und viele Bestandteile funktionieren noch. Die funktionierenden Bestandteile werden ausgebaut und können für Reparaturen genutzt werden.
    Bei sogenannten Wertstoffhöfen kann man diesen Müll abgeben und so etwas für die Umwelt tun.

  • Wie werden aus den Wertstoffen neue Produkte hergestellt? Beschreibe.

    Tipps

    Am Anfang des Recyclings steht oft das Zerkleinern.

    Glas muss erst geschmolzen werden, bevor es als neues Glas wiederverwendet werden kann.

    Kompostieren bedeutet, dass man den Biomüll lange stehen lässt und abwartet. Die Arbeit erledigen winzige Bakterien.

    Lösung

    Um alte Wertstoffe wieder neu verwenden zu können, müssen sie aufwendig wieder aufbereitet werden.

    • Papier wird zerkleinert und zu Papierbrei mit Wasser und Leim vermischt. Dieser Brei wird in eine große Form gefüllt, gepresst und getrocknet. So entsteht neues Papier.
    • Glas muss mit hohen Temperaturen geschmolzen werden und kann dann in eine neue Form gebracht werden. Diesen letzten Schritt nennt man auch Glasblasen.
    • Biomüll wird manchmal kompostiert. Hierbei zersetzen winzige Bakterien den Biomüll zu neuer, fruchtbarer Erde.

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