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Was ist Heimat?

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Team Wissenswelt
Was ist Heimat?
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Was ist Heimat?

Inhalt

Was ist Heimat? – einfach erklärt

Hast du den Begriff Heimat schon einmal gehört? Ist Heimat ein Ort? Oder ist Heimat ein Gefühl? Kann es auch beides sein? Was würdest du sagen?

Heimat ist häufig ein Ort. Oftmals ist es der Ort, an dem ein Mensch geboren oder aufgewachsen ist und sich wohlfühlt. Ein Zimmer, eine Wohnung, ein Stadtviertel, aber auch eine ganze Stadt oder ein Land können eine Heimat für einen Menschen sein. Nach einem Umzug können auch eine neue Stadt oder ein anderes Land zu einer weiteren oder neuen Heimat werden.

Doch Heimat ist auch ein Gefühl. Wenn du im Urlaub plötzlich einen Straßennamen aus deinem Viertel entdeckst oder deine Lieblingseiscremesorte in einer neuen Eisdiele findest, kann sich das wie Heimat anfühlen. Für manche Menschen hängt Heimat hauptsächlich mit anderen Personen zusammen. Mit einem geliebten Menschen zusammen können sie sich überall auf der Welt heimatlich fühlen.

Es gibt auf der Welt viele Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, weil es dort gefährlich ist oder weil sie vertrieben werden. Das passiert auch Kindern. Der Verlust der eigenen Heimat kann sehr schlimm sein. Deshalb solltest du immer sensibel und einfühlsam mit diesem Thema umgehen.

Im Gespräch: Was bedeutet Heimat für dich und mich?

Was bedeutet Heimat allgemein? Diese Frage lässt sich so nicht beantworten, denn Heimat kann laut Definition zwar ein Ort, eine Stadt oder ein bestimmtes Land sein, doch es gibt auch Menschen, für die Heimat mit einer Person oder bestimmten Gegenständen zu tun hat. Deshalb kann es sehr spannend sein, mit anderen Kindern darüber zu reden, was Heimat für sie bedeutet.

In der nachfolgenden Tabelle findest du Fragen, die du dir selbst, anderen Kindern oder deiner ganzen Klasse in einem Gespräch über Heimat stellen kannst.

Was ist Heimat? – Fragen für Kinder

Fragen an dich selbst Fragen an andere Kinder Fragen für die Gruppe
Was ist Heimat für mich? Was bedeutet Heimat für dich? Was verbinden wir mit Heimat? Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer Vorstellungen?
Wann hatte ich das letzte Mal Heimweh? Hast auch du manchmal Heimweh? Was hat Heimweh mit Heimat zu tun?
Wie wichtig ist mir Heimat? Könnte ich mich über verschiedene Vorstellungen von Heimat streiten? Hat eine Heimat eine große Bedeutung für dich? Warum ist manchen Menschen die Heimat so wichtig?

Was ist ein Heimatmuseum?

Die Zeit vergeht und die Gesellschaft entwickelt sich weiter. Dabei ändern sich auch Vorstellungen von Heimat.
So gibt es zum Beispiel Menschen, die Südamerika, Europa oder die ganze Welt als ihre Heimat ansehen und für die einzelne Länder eher ein veraltetes Konzept sind. Andere Menschen fühlen sich von immer weiter wachsenden Städten gestresst und wollen lieber einen kleinen Ort ihre Heimat nennen, zum Beispiel ein Dorf, in dem sie sich wohlfühlen.

Konzepte von Heimat ändern sich ständig. Damit frühere Vorstellungen von Heimat und dazugehörige Gegenstände und Orte auch für Menschen heute noch sichtbar bleiben, gibt es Heimatmuseen und Freilichtmuseen.

→ Ein Heimatmuseum enthält Sammlungen von alten Gegenständen, Landkarten oder Texten zu einem bestimmten Ort. In einem Freilichtmuseum werden manchmal sogar ganze Bauwerke nachgebildet oder ausgestellt. Für viele Einheimische wecken solche Nachbildungen intensive Heimatgefühle.

Auf dem Bild siehst du ein Freilichtmuseum mit einer Windmühle in Lettland:

Freilichtmuseum in Lettland

Möchtest du noch mehr über verschiedene Vorstellungen von Heimat und unterschiedliche Lebensbedingungen erfahren? Wie leben Kinder hier und anderswo? Was glaubst du, wie sieht der Alltag von Kindern in Peru aus?

Transkript Was ist Heimat?

Für mich bedeutet Heimat, wo ich mich wohlfühle, wo ich überleben kann. Heimat ist immer da, wo man herkommt und es ist ein Teil vom Leben. Der Ort, an dem ich meine Wurzeln habe. Heimat bedeutet für mich, das ist ein Ort, wo ich hingehen kann, wenn ich Probleme habe, wo ich willkommen bin und wo ich mich wohlfühle. Wo ich mich gut auskenne. Heimat ist für mich Heimat. Also alles was ich möchte. Für jeden von uns gibt es eine Heimat. Zunächst verbinden wir Heimat mit unseren Eltern und Geschwister, die uns ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit geben. Unsere Heimatstadt ist dort, wo wir geboren wurden und wohnen. Unsere Eltern kommen häufig auch aus dieser Stadt. Doch was ist Heimat überhaupt? Schlagen wir ein Lexikon auf, so finden wir unter dem Begriff Heimat den Ort, an dem man sich zuhause fühlt. Da, wo man aufwächst. Heimat ist da, wo man sich auskennt. Das Gegenteil von Heimat ist die Fremde, das Ausland. Falls man gezwungen wird, seine Heimat zu verlassen, geht man in das Exil. Was der Mensch als Heimat empfindet, hat auch mit der Sprache, der Musik und Kunst, der eigenen Geschichte, der Religion und den Gesetzen zu tun. Der Verlust von Heimat wird oft als Heimweh empfunden. Heimweh entsteht, wenn ich weit entfernt bin von meiner Familie, von meinen Freunden oder von dem Ort, den ich gut kenne. Auch Dinge, die uns gut bekannt sind, die Erinnerungen auslösen, können Heimweh wecken oder aber auch trösten. Das kann der Geschmack einer speziellen Frucht sein, eine schöne Landschaft, Stimmen auf dem Anrufbeantworter, Fotos und Briefe von der Familie und von Freunden. Doch Heimweh kann auch entstehen, wenn Menschen an Dinge denken, die es so heute nicht mehr gibt. Heimweh bekommt man also nicht nur in fremden Städten und Ländern. „Nicht da ist man daheim, wo man Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird”, schrieb der Dichter Christian Morgenstern. Dort kann man seine eigene Heimat finden. Doch diese Heimat verändert sich. Der Bevölkerungswandel hat bereits eingesetzt. Im Jahre 2040 werden in Deutschland viel mehr Menschen leben und wohnen, die über 60 Jahre alt sind. Die Lebenserwartung der Menschen nimmt zwar zu, gleichzeitig werden aber immer weniger Kinder geboren. Die Anzahl der Deutschen wird sich verringern und die Zahl der Einwanderer wird sich erhöhen. In den letzten hundert Jahren hat sich viel verändert. Die meisten Opas sind heute 50 bis 60 Jahre alt. Als Opa klein war, war sein Opa auch 50 bis 60 Jahre alt. Opas Opa lebte also vor ungefähr hundert Jahren. Computer und Fernseher waren noch unbekannt. Autos gab es noch sehr wenige. Flugzeuge waren gerade erfunden worden und natürlich ging es auch in den Schulen ganz anders zu als heute. Opas Opa schrieb in einer anderen Schrift als wir heute, man nennt sie die Sütterlin Schrift oder die Deutsche Schrift. Manche Leute sagen, dass die Kinder damals schöner schrieben als heute. Wir können vergangene Heimat nicht nur im Museum finden, sondern auch im Gespräch mit eigenen Familienmitgliedern und der älteren Generation. Sie erzählen uns ihre Geschichten und erinnern sich an ihre Heimat, die wir in dieser Form nicht mehr kennen. Heimat hat einen großen Wert für uns Menschen. So ist es nicht verwunderlich, dass schon schon die Bibel viele Erzählungen von Heimkehr und Heimkehrern enthält. Immer wieder mussten einzelne Menschen oder ganze Völker in die Fremde ziehen. Heimat ist der Ort, wo man die gleiche Sprache spricht, wo einem die Natur vertraut und lieb ist, wo die gleiche Kultur gepflegt wird und wo bekannte Menschen leben und die Vorfahren existierten. Eine Heimat haben, gehört zu den Grundbedürfnissen und Grundrechten des Menschen. Jeder sollte in seiner Heimat bleiben dürfen. In einem Heimatmuseum werden Gegenstände und Dinge des täglichen Lebens aus früheren Zeiten aufbewahrt und gesammelt, dadurch werden sie vor Zerstörung geschützt und den nachfolgenden Generationen dienen sie als Zeugnis dafür, wie das alltägliche Leben früher war. Museen sind aber keine bloßen, zufälligen Wunderkammern oder allgemeine willkürliche Sammlungen wie auf einem Flohmarkt. In Heimatmuseen findet man immer Gegenstände, die mit der Stadtgeschichte oder der Umgebung zu tun haben. Auch Unterlagen über bedeutende Bürger, Künstler, Fabrikanten und so weiter, finden sich hier. Sie sollen den Besuchern etwas über die Stadt oder Umgebung erklären. So wie ein Opa das seinen Enkeln erzählen würde. Heimatmuseen sind also lebendige Lernorte. Ein Museumsdorf oder Freilichtmuseum ist ein Ort, an dem eine Sammlung interessanter Bauten beziehungsweise Gegenstände für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Ziel eines solchen Museums ist es, Besucher über ein bestimmtes Thema oder einen geschichtlichen Zeitraum zu informieren. Vorzugsweise zeigen Freilandmuseen ganze Häuser und Anlagen aus vergangenen Zeiten. Sie bieten so einen lebendigen Eindruck damaliger Bauformen und auch der früheren Lebensweisen. In der Regel werden die historischen Gebäude an ihren Originalstandorten sorgfältig abgebaut und auf einem eigens dafür vorbereiteten Gelände an ihrem neuen Ort, wie ein Puzzle wieder neu errichtet. Eines aber sollten wir nicht vergessen. Trotz aller weltweiten kulturellen Unterschiede und Lebensweisen, im Grunde haben doch alle Menschen dieselbe Heimat, nämlich die Erde.

Was ist Heimat? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Was ist Heimat? kannst du es wiederholen und üben.
  • Was ist Heimat? Beschreibe.

    Tipps

    Im Winter reisen viele Menschen in warme Gebiete. Dort ist aber nicht ihre Heimat.

    Deine Eltern können auch in einem anderen Land geboren sein. Deine Heimat kann also auch ganz woanders sein.

    Lösung

    Heimat ist ein Ort, den du schon lange kennst. Du kennst die Menschen dort und die Häuser. Meist ist das der Ort, wo deine Familie lebt. Mit Heimat werden viele positive Gefühle verbunden, wie Vertrautheit, Liebe, Wärme und Geborgenheit. In seine Heimat kommt man meist gern wieder zurück.

  • Was bedeutet Heimweh? Erkläre.

    Tipps

    In der Fremde ist man nicht in gewohnter Umgebung.

    Jeder Region hat spezielles Essen.

    Lösung

    Hast du dich schon mal sehr auf einen Urlaub gefreut? Nach einiger Zeit vermisst man aber auch bei einem schönen Urlaub sein Zuhause. Das ist Heimweh. Das eigene Bett, die Freunde oder deine Familie fehlen dir dann. Das ist ganz normal und zeigt dir, welche Menschen dir wichtig sind. Vielleicht kennst du ja auch den Ausspruch: „Zu Hause ist es doch am schönsten.“ Dieser zeigt auch, wie wichtig die Heimat den meisten Menschen ist.

  • Wieso werden in Deutschland immer mehr Einwanderer gebraucht? Erkläre.

    Tipps

    Es wird immer mehr Rentner geben und immer weniger Leute, die arbeiten gehen können.

    Die Menschen werden immer älter, weil die Medizin besser geworden ist.

    Lösung

    Die Bevölkerung bei uns verändert sich. Die Menschen werden immer älter, weil sie gut von der Medizin versorgt werden. Kinder gibt es immer weniger. Irgendwann müssen wenige Arbeitende die vielen Rentner versorgen. Darum werden Einwanderungen zunehmen. Es werden hier Arbeitsplätze frei werden. Viele Menschen verlassen ihre Heimat, um bei uns Arbeit zu finden.

  • Was gehört zur Heimat? Bestimme.

    Tipps

    In deiner Heimat sprechen die Menschen die gleiche Sprache oder auch den gleichen Dialekt wie du.

    In einer Kultur kennt man die gleichen Bräuche und Feste.

    Lösung

    Unsere Heimat ist unser gewohntes Umfeld. Wir wissen, wie man sich verhält und was von uns erwartet wird. In der Fremde ist es manchmal schwierig, weil die Menschen oft ganz anders miteinander umgehen. So gibt man sich in manchen Ländern nicht die Hand zur Begrüßung, sondern verneigt sich voreinander. Auch die Sprache ist in der Fremde oft anders. Die Heimat ist uns wohlbekannt und sicher, aber manchmal auch langweilig. Darum zieht es uns manchmal in die Fremde, um neue Dinge kennenzulernen.

  • Was erfährst du in einem Heimatmuseum? Gib an.

    Tipps

    Pyramiden gibt es in Ägypten. Das liegt in Afrika und nicht hier in unserer Heimat.

    In einem Heimatmuseum geht es um die Stadt und die Region, in der das Museum steht.

    Lösung

    Wenn du etwas über die Geschichte deiner Heimatstadt erfahren willst, kannst du ins Heimatmuseum gehen. Dort kann man Geschichten über einflussreiche Bürger lesen, wie zum Beispiel frühere Bürgermeister. Es gibt meist auch viele Bilder zu sehen. Du erfährst zum Beispiel, wie die Stadt aussah, als es noch keine Autos gab. Nimm deine Eltern oder Großeltern mit. Sie können dir bestimmt viele spannende Geschichten erzählen.

  • Wofür wird ein Freilichtmuseum gebaut? Nenne die Gründe.

    Tipps

    Ein Freilichtmuseum kann wie ein kleines Dorf aufgebaut sein.

    Lösung

    Es gibt viel aus der Vergangenheit, was wir erhalten wollen, um es neuen Generationen zu zeigen. Zum Glück gibt es Menschen, die so fasziniert von der Geschichte sind, dass sie alte Gebäude und Handwerke bewahren und ganze Museumsdörfer schaffen. Ein Freilichtmuseum enthält Ausstellungsstücke, die zu groß sind für ein normales Museum, wie zum Beispiel ganze Häuser. Diese kann man betreten und sich ansehen, wie die Menschen früher gelebt haben.

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