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Willi bei den alten Menschen – Alte Menschen haben viele Erinnerungen

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Die Autor*innen
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Team Wissensdurst
Willi bei den alten Menschen – Alte Menschen haben viele Erinnerungen
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Willi bei den alten Menschen – Alte Menschen haben viele Erinnerungen

In unserer Gesellschaft leben alte und junge Menschen. Willi weiß, wie man sich als junger Mann fühlt, aber wie ist es eigentlich, alt zu sein? Das versucht Willi herauszufinden. Er lernt das älteste Geschwisterpaar Münchens kennen. Die beiden sind 99 und 101. Beim Friseur erfährst du, wieso man eigentlich graue Haare bekommt, wenn man alt wird. Willi erzählt dir, wie die Welt aussah, als die beiden noch jung waren und du erfährst, wie die beiden Geschwister leben, worüber sie nachdenken, wie sie sich fühlen und was sie sich wünschen für das Leben nach dem Tod.

Transkript Willi bei den alten Menschen – Alte Menschen haben viele Erinnerungen

Als Erstes besuche ich zwei alte Damen, Helene und Dora. Sie sind das älteste Geschwisterpaar Münchens und gleich erfahrt ihr, wie alt die beiden sind. Oh. Hallo! Hallo Frau Stobbe. Grüß Sie. Grüß Sie. Freut mich. Und das ist die Schwester. Hallo Frau Kretz. Hallo. Hallo, ja! Ich habe zwei Blumensträuße mitgebracht. Einen mit kleinen Blumen, einen mit großen Blumen. Für die kleine Schwester, die Kleinen. Wer ist die Kleine? Sind Sie die Kleine? Ja, ich bin die Kleine. Und wie viel Jahre sind Sie? 99. Ja. Unglaublich. Danke, vielmals. Dankeschön. Und Moment mal, man muss ja kein Rechengenie sein, um auszurechnen, dass die ältere Schwester und die große Schwester dann über 99 Jahre ist. Ja, die ist 101 Jahre alt. Mensch. Und ein Halbes. Und ein Halbes. Da gehe ich ja die Knie. Bitte schön. Das ist aber nicht nötig. Mit Helene mache ich jetzt einen kleinen Ausflug. So, und jetzt nehmen wir meinen Mercedes. Der Mercedes ist eigentlich eine Gehhilfe, ein sogenannter Rollator. Und ist der von Ihrer Schwester? Ja, ja. Ja, ja, schauen Sie mal, so was gibt es von der Kasse. Aber meiner ist eleganter. Wenn alte Menschen nicht mehr sicher laufen können und öfter das Gleichgewicht verlieren, bietet der Rollwagen eine gute Stütze. Den da vorne überholen wir aber oder? Konkurrenz. Konkurrenz? Ja. Wir sind unterwegs zu Claudia, der Friseurin. Denn morgen wird Helene hundert Jahre alt und will dafür schick aussehen. Claudia, könntest du ganz kurz mal die Schere nehmen. Ich habe nämlich ein graues Haar entdeckt. Könntest du es wegschneiden? Aber selbstverständlich. Wo denn? Das gibt es nicht. Ich habe gerade mein erstes graues Haar entdeckt. Wo denn? Hier an der Seite. Da steht es ab. Ach du Schande noch! Jetzt werde ich alt. Wieso kriegt man denn eigentlich graue Haare? Graue Haare ist im Prinzip der Verlust der natureigenen Farbpigmente. Farbpigmente sind Farbstoffe, die die Haare zum Beispiel braun färben. Je älter man wird, umso weniger Pigmente stellt der Körper her. Die Haare werden grau. Jetzt sind Sie ein flotter Feger geworden. Wie bitte? Sie sind ein flotter Feger geworden. Jetzt geht es zurück nach Hause und ich helfe den beiden Schwestern beim Tisch decken für die Geburtstagsgäste. Morgen für den großen Tag. Ja, machen wir alles. Fühlen Sie sich auch schon wie hundert? Nein, nein, noch wie 99. So schnell machen wir das nicht. Wie ist es denn, wenn man über 100 ist? Ja, schrecklich. Ich kann das gar nicht akzeptieren. Aber man sagte, man ist nur so alt, wie man sich tatsächlich fühlt. Ja, eben. Fühlen Sie sich wie über 100? Nee. Ist auch schwer, so alt zu sein? Na ja, es ist schon, man wird schwächer, nicht. Die Kraft fehlt, die man mal gehabt hat. Geben Sie mir mal die Hand. Drücken Sie mal. Moment mal, da ist ja noch ganz schön viel Energie in der Hand. Als Helene und Dora klein waren, also vor fast hundert Jahren, sah die Welt noch ganz anders aus. Wer aus dem Haus ging, setzte einen Hut auf, sowohl Männer als auch Frauen. Und die trugen selbst beim Radfahren lange Kleider, was nicht besonders praktisch war. Waschmaschinen liefen nicht mit Strom, sondern mühsam per Handbetrieb. Es gab weder Fernseher noch Computer. Ein Handy hatte auch niemand und die Telefone waren damals riesen Apparate. Können Sie sich noch an das erste Auto erinnern, das Sie gesehen haben? Es war so das Mädchen aus meiner Klasse, die hatten als einzige Leute damals das erste Auto und in unserer Straße, wenn das zu uns kam und mich abholen, dann war das immer ein Aufsehen. Und ich weiß noch, dass ich dann da einsteigen musste. Und vorher hatte ich zu meiner Mutter gesagt, aber mit den alten Schuhen kann ich da nicht in das schöne Auto. Jede Fahrt mit dem Auto war also zu der Zeit ein echtes Ereignis. Und nur wenige reiche Menschen konnten sich eines leisten. Deshalb waren die Straßen und Autobahnen noch ziemlich leer. Die Menschen bewegten sich meistens zu Fuß oder mit Kutschen und auf den Feldern zogen Pferde statt Traktoren den Pflug. Flugzeuge wurden gerade erst erfunden. In den Urlaub fliegen konnte mit diesen Kisten noch niemand. Morgen werden Sie 100. Wollen Sie auch noch 110 werden? Nein, man lebt jetzt noch von einem Tag zum anderen. Jetzt machen wir ja keine Pläne mehr, was noch im nächsten Monat sein wird oder was an Doras nächsten Geburtstag oder das kommt dann. Nur eben freut man sich jeden Tag, dass man aufstehen darf und sich noch selbst so weit helfen kann, nicht. So, wie es geht. Aber so Planungen, was man mal einem halben Jahr mal einen Urlaub oder so? Nein, nein, überhaupt nicht, gar nicht, gar nicht. Wenn man hundert ein Jahr alt ist, überlegt man dann manchmal auch mal, wie lange es noch weitergeht? Ja, natürlich schon sehr. Ich jetzt sehr. Ich will ja gar nicht mehr so nah hier an dem jetzigen Leben sein. Das ist ja für mich unwichtig geworden. Wichtiger ist für mich, das zu erleben und das zu erwarten, was mich nach der Verwandlung erwartet. Das kann ich nicht. Das heißt, das dann, wenn sie mal tot sind? Ja, wenn ich mal tot bin. Und was wünschen Sie sich, wie es dann weitergeht? Wie es dann weitergeht? Ich möchte vor allen Dingen die Menschen wiedersehen, die ich geliebt habe in meinem jetzigen Leben. Gleichaltrige Freunde der beiden leben nicht mehr, denn 100 Jahre alt zu sein, ist eine große Ausnahme. Im Durchschnitt werden die Menschen in Deutschland 78 Jahre alt. Morgen ist ein großer Tag. Ich sag erst mal: Auf Wiedersehen! Weil ich möchte morgen noch mal vorbeikommen. Ich habe nur eine ganz Kleinigkeit. Nur eine Kleinigkeit. Aber dann sehen wir uns morgen noch mal wieder.

8 Kommentare

8 Kommentare
  1. Jetzt wer sie 109 ich glaub die lebt nicht mehr ,leider😪

    Von sofia 4a, vor 4 Monaten
  2. Die arme Oma

    Von Josephine #Team Beky, vor 4 Monaten
  3. Mercedes🤣

    Von Josephine #Team Beky, vor 4 Monaten
  4. Die arme Oma

    Von Mats 4, vor mehr als 3 Jahren
  5. Hallo Elif,
    leider hat unser Team von sofatutor keinen Kontakt zu den Leuten aus diesem Video. Daher wissen wir auch nicht, ob die alte Dame noch lebt.

    Von Nathalie Zietz, vor fast 9 Jahren
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