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Willi bei den alten Menschen – Im Altenheim

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Die Autor*innen
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Team Wissensdurst
Willi bei den alten Menschen – Im Altenheim
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Willi bei den alten Menschen – Im Altenheim

Willi lernt alte Menschen im Altenheim kennen und erfährt einiges von ihren Schwierigkeiten, aber auch den Vergnügungen, die sie miteinander genießen. Für viele ist der Verlust der Familie im Alter ein Problem, aber alte Menschen gewinnen oft auch Gelassenheit, Heiterkeit und Ruhe. Zu Beginn des Videos lernst du einen alten Mann kennen, dessen Frau bereits gestorben ist. Er erzählt, wie er seine Frau kennengelernt hat und du siehst, dass er sehr einsam ist. Gemeinsam mit ihm besucht Willi das Gedächtnistraining im Altenheim. Dort erfährst du, warum das Gedächtnistraining im Altenheim überhaupt gemacht wird und welche Probleme die älteren Menschen haben und was sie im Alter besser können. Im Altenpflegebereich siehst du, wo ältere Menschen Hilfe brauchen und was die Altenpflegerin täglich macht. Dort lernt Willi einen Mann kennen, der sehr sportlich war und nun gepflegt werden muss. Er erzählt von seinen Problemen und du erfährst, warum er noch soviel wie möglich allein macht.

Transkript Willi bei den alten Menschen – Im Altenheim

Ich bin jetzt vom Alter befreit. Also ich meine vom Altersanzug und auf dem Weg ins Altenheim Münchenstift. Überall in den ganzen Zimmern wohnen alte Menschen. Na ja Altersheim. Aber diese alten Leute waren früher jung, so wie ihr und wie ich. Na, was ist denn da los? Entschuldigung, ich habe nur die Musik gehört. Ach so. Servus! Servus. Ich bin der Willi, hallo. Ich bin der Schorsch. Schorsch? Ja. Hallo. Und wie kommst du hier rein? Ich habe die Musik gehört. Also ich habe jetzt im Altersheim zwar keine Popmusik erwartet, aber handgemachte Musik hätte ich auch nicht gedacht. Naja, ich tue halt ab und zu üben, so lang wie Finger noch gehen, gell. Was ist denn das für ein Instrument? Eine Zither. Du wirst doch eine Zither kennen? Eine Zither. Bei alten Menschen denkt man bei Zither eigentlich an das Zittern? Zitterst du? Nein. Ganz ruhige Hände. Wenn man sich hier umschaut, hier sieht es gar nicht aus, wie im Altersheim. Hier sieht es so aus wie zu Hause. Ja, ich habe ja alles mitnehmen können. Das war ja das Gute für die Frau hauptsächlich, weil für die war das schwierig. Aber wenn es dann die alten Möbel. Wo ist die? Ist die auch hier? Die ist gestorben vor fünf Jahren. Ach so. Darum habe ich das Bild da stehen. Darf ich es mal hoch? Wie hieß die? Martha. Ist das ihr Platz hier, das Bild auf dem Tisch? Das ist ihr Platz, seitdem sie gestorben ist, habe ich sie immer da stehen. Wie lang wart ihr verheiratet? 56 Jahre. Über die goldene Hochzeit hinaus? Über die goldene Hochzeit raus, ja. Also der größte Teil deines Lebens zusammen mit der Martha. Ja freilich. 1946, gleich nach dem Krieg haben wir uns beim Schlittschuhlaufen kennen gelernt, im Stadion. Hast du sie gefragt? Oder hat sie dich gefragt? Ja, wir waren uns eigentlich von Anfang an einig. Ja? Ja, es war nicht viel zu reden. Wir haben uns gern gehabt und das war das Wichtigste. Glaubst du, dass sie dich hört, irgendwo? Jedenfalls denke ich, ich bin in Gedanken immer noch mit ihr verbunden. Ob sie jetzt mit mir verbunden ist, weiß ich nicht. Aber ich bleibe ihr treu und ich bin mit ihr verbunden. Leben im Alter ist eng verbunden mit dem Sterben. Ja, freilich. Fühlst du dich zu Hause hier? Hier sind so viele Leute, die dasselbe wollen wie ich, mit Ruhe alt werden. Ja, das verstehe ich jetzt. Ja, das muss man sich so vorstellen wie eine Jugendherberge. Nur nicht, dass Jugendliche da sind, sondern das ist eine Altenherberge. Eben. Man ist hier unter sich. Man ist unter sich und wenn man gut zusammenhält, und wir halten eigentlich in unserem Kreis recht gut zusammen und dann funktioniert das wunderbar. Georg ist 88 Jahre und unternimmt im Altenheim so viel er kann. Gemeinsam halten die alten Menschen ihren Körper fit, aber auch das schwächer werdende Gehirn. Wir gehen zum Gedächtnistraining. Betreuerin Barbara leitet die Gruppe. Und los geht es mit einem Spiel, das ihr bestimmt auch kennt. Ich packe meinen Koffer. Ich packe Handtücher. Handtücher, gut. Und du? Ja, ich packe einen Koffer und da tue ich Handtücher rein und lange Unterhosen. Geht es an den Nordpol? Unterhosen, lange. Genau, ja. Und was tun Sie rein? Turnschuhe. Bei dieser Gedächtnisübung packt jeder etwas anderes in den Koffer. Aber vorher muss er noch wiederholen, was die anderen schon alles reingelegt haben. Ich mache Kosmetik noch rein. Und weil in der Runde 14 Menschen sitzen, gilt es sich 14 verschiedene Gegenstände zu merken. Ich tue das Kleid rein. Und ich, was packe ich denn noch ein? Schuhe! Und eine Mütze soll ich gleich machen. Schmuck. Da kann man ganz schön durcheinanderkommen. Jetzt bin ich dran. Okay. Also ich packe meinen Koffer und tue Handtücher hinein, lange Unterhosen, Pullover, Kleid, Kosmetik, nichts sagen, einen Fotoapparat, Geld, dann kommen jetzt Schuhe, eine Mütze, eine Kette, Gürtel mit Schließfach und den Bikini und ich tue jetzt noch den Teddybären rein und bin glücklich, dass ich es geschafft habe. Ja, von mir wird es ja erwartet. Weil meine grauen Zellen noch gar nicht so grau sind. Aber warum macht man das überhaupt? Also das Erste für uns ist immer der Spaß und das Zweite ist halt, um die grauen Gehirnzellen in Bewegung zu halten. Man muss was tun. Man muss es trainieren, genauso wie man die Muskeln trainieren muss. So muss man das Gedächtnis auch trainieren. Wenn man es nicht trainiert, dann lässt es nach. Das ist richtig Denksport. Also wie, dass man so Kniebeugen macht und sich so fit hält, macht man hier oben auch Sport. Ärgert man sich dann, wenn, wenn es nicht geht, wenn man weiß, du weißt es doch. Beim Rätselraten ja. Das sind Wörter, da sage ich mir, das weiß ich. Aber im Moment weiß ich es nicht. So rate ich weiter. Und auf einmal weiß ich es, gell. Mit dem Namen habe ich Schwierigkeiten. Die kann ich mir nicht merken. Die Namen. Aber Willi habe ich mir gemerkt. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es viele Sachen, die man im Alter nicht mehr so kann wie früher. Aber gibt es Sachen, die Ihr heute viel besser könnt? Zuhören und eventuell Ratschläge geben, den jungen Leuten. Ich habe zwei Enkel, die kommen dann zur Oma und dann diskutieren wir auch und na ja, da gebe ich dann auch meine Meinung ab. Geben Sie nur die Meinung oder auch ein bisschen Taschengeld? Das gehört doch dazu. Mit Altenpflegerin Milada, bin ich nun im Pflegebereich des Heimes. Hier wohnen die Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Und nicht nur auf Hilfe, sondern das sind Windeln oder, auch auf Windeln. Das sind Einlagen, ja, aber Windeln kann man auch sagen. Die werden dann so angezogen. Aber Windeln tragen doch eigentlich Babys und kleine Kinder? Auch alte Leute. Wieso? Weil, die kommen auch in die Phase, wo sind die wie kleine Kinder. Die können dann kleine Geschäfte, große Geschäfte, nichts kontrollieren? Nichts mehr kontrollieren und sich nicht mehr sauber machen. Gibt es da einen ein Vergleich, dass man sagt, alte Menschen werden auch so ein bisschen wie Kinder wieder? Ja, die sind auch schnell beleidigt. Die vergessen, wie ich gesagt habe, ja und die brauchen auch viel Liebe, genau wie die Kinder und viel Aufmerksamkeit. Und deswegen pflegst Du nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. Genau, richtig. Weil einige der Bewohner nicht mehr in den Speisesaal gehen können, bringt Milada ihnen regelmäßig das Essen und unterstützt sie, wenn es nötig ist. Fleißig essen. Und auch beim Waschen hilft mir Milada. Mit diesem Lift hebt sie die Senioren in die Badewanne und wieder raus. Grüß Gott, Herr Endel. Das ist das Zimmer von Hubert Endel. Er ist 88 und hat sich fast sein ganzes Leben mit Sport fit gehalten. Er war Zehnkämpfer, Boxer, Tennis- und Fußball-Lehrer, Schwimmer und Radfahrer und dabei sehr erfolgreich. Wenn ich mir jetzt das anschaue, was hier in der Wand hängt, diese Urkunden und so weiter. Das ist das Schlimme. Und dich jetzt im Rollstuhl sehe. Das ist ja der totale Gegensatz. Schlimm. Was kannst du jetzt noch machen, selbstständig? Jetzt kann ich gar nichts mehr machen, weil der Arm geht gar nicht mehr. Den hebst du mit dem linken Arm hoch? Und kämmen, nur mit links. Was kann die Milada alles Gutes für dich tun? Ja, das macht sie alles, das Bett herrichten und dann das Reinhelfen und dann Essen bringen, alles. Kannst du aber noch selbständig essen? Ja links. Obwohl du Rechtshänder bist. Ja. Andere lassen sich gehen. Und ich, was ich kann, das mache ich. Weil, wenn man das nicht macht, dann verlernt man das. Man muss sich selber noch schulen, sonst lässt man über Nacht nach. Bist du ein Kämpfer? Ja. Das sieht man ja, ein Wettkämpfer. Ja, das war doch eine schöne Zeit. Ja. Und ist es auch noch schön? Ja. Auch wenn das Leben anstrengend ist, hängt man dran. Ja. Aber ich wünsche dir, dass du noch ein gutes Leben hast. Wiederschauen. Mache es gut Hubert. Alles Gute! Wiedersehen. Wiederschauen. Mit Gedächtnisübungen trainieren Georg und seine Mitbewohner ihr Gehirn. Weil im Alter auch die Kraft im Kopf nachlässt. Pflegerin Milada kümmert sich um die Bewohner, die im Alter ähnlich hilflos sind wie Babys und deshalb intensiv betreut werden müssen. Hubert war Leistungssportler. Er sitzt zwar im Rollstuhl, möchte aber möglichst viel alleine machen. Jetzt bin ich echt aufgeregt. Ich hoffe, ich habe mich nicht verzählt. Aber es müssten genau hundert Kerzen sein. Schaut mal, ich habe extra ein schickes weißes Hemd angezogen. Jetzt kommt es, der große Moment von Helene Stobbe. Und könnt Ihr euren Text noch? Eins, zwei, drei, hoch soll sie leben, hoch soll sie leben, dreimal hoch. Herzlichen Glückwunsch zum hundertsten Geburtstag und alles, alles Gute. Wie soll ich das denn machen? Das kann ich ja gar nicht. Das müssen Sie noch reinbringen. Moment, Moment, Moment, Frau Stobbe. Jetzt kommt ja das Wichtigste. Ja. Das Geburtstagsküsschen. Oh, danke! Zum Hundertsten. Hier auch noch eins. Und noch eins oder hundert Stück. Da haben Sie ein paar vergessen. Die habe ich vor Aufregung selbst ausgeblasen. Aber Sie sind doch jetzt dran mit dem Pusten. Ja. Sie müssen pusten. Ach so, soll ich schon? Ja. Bravo! Alles Gute zum hundertsten Geburtstag.

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