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Die Kartoffel – Anbau und Ernte früher und heute

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Team Wissenswelt
Die Kartoffel – Anbau und Ernte früher und heute
lernst du in der 1. Klasse - 2. Klasse

Grundlagen zum Thema Die Kartoffel – Anbau und Ernte früher und heute

Inhalt

Kartoffelanbau früher und heute

Weißt du, ob der Kartoffelanbau früher manuell, also von Hand, oder sogar schon maschinell und somit mit Maschinen erfolgte?
Weil sich in der Geschichte des Kartoffelanbaus durch die Maschinen einiges verändert hat, ist es interessant, einen Vergleich zwischen dem Kartoffelanbau und der Kartoffelernte früher und dem Kartoffelanbau und der Kartoffelernte heute zu ziehen.

Deshalb erfährst du hier, wie der Kartoffelanbau und die Kartoffelernte früher aussahen, bevor es dann um den Anbau und die Ernte heute geht.

Wie wurden Kartoffeln früher angebaut und geerntet?

Früher konnten weder für den Anbau noch für die Ernte Maschinen benutzt werden. Deshalb war es sehr anstrengend und zeitaufwendig, das Feld zu bestellen und anschließend die Ernte einzubringen. Aber was mussten die Menschen alles machen, um Kartoffeln anzubauen und welche Hilfsmittel hatten sie?

Der Kartoffelanbau früher

Im Frühjahr gruben die Bäuerinnen und Bauern mit Hacken Löcher in den Boden. Dort legten sie die keimenden Kartoffeln (Mutterknolle) mit genügend Abstand hinein und bedeckten die Löcher wieder mit Erde. Später wurde hierfür auch der Pflug benutzt, der dann auch von Pferden gezogen werden konnte.

Damit aus diesen Mutterknollen neue gute Knollen wachsen konnten, wurde der Boden öfter mit der Hacke gelockert und das Unkraut entfernt. Deshalb nennt man die Kartoffel auch Hackfrucht.

Hilfsmittel für den Kartoffelanbau früher

Wenn die ersten Triebe über der Erde zu sehen waren, wurden sie wieder mit Erde bedeckt. Dadurch bildeten sich mehr Knollen. Außerdem wurden die jungen Kartoffeln so vor Licht geschützt, damit sie nicht grün wurden und bitter schmeckten. Wenn das Kartoffelkraut über der Erde im Herbst gelb wurde, war es Zeit für die Ernte.

Die Kartoffelernte früher

Bei der Ernte mussten viele mithelfen, auch die Kinder. Deswegen gab es früher sogar extra Kartoffelferien.

Das Kartoffelkraut wurde mit der Hand herausgerissen. Mit einer dreizackigen Hacke, dem Kartoffelkratzer, gruben die Erntehelferinnen und Erntehelfer die Kartoffeln aus. Diese mussten dann aufgesammelt werden. Kannst du dir vorstellen, wie anstrengend es war, die ganze Zeit gebückt alle Kartoffeln aufzuheben?

Anschließend wurden die Kartoffeln in einen dunklen Raum gebracht, damit sie im Winter trocken, kühl und frostfrei gelagert werden konnten. Weißt du, welcher Raum sich hierfür besonders gut eignet? Genau, der Keller. Deshalb nennt man das auch das Einkellern der Kartoffeln.

Jetzt hast du erfahren, wie viel Arbeit es früher war, Kartoffeln anzubauen und zu ernten. Das hat damals lange gedauert und war körperlich sehr belastend. Heute ist das anders.

Wie werden Kartoffeln heute angebaut und geerntet?

Um den Menschen die Arbeit zu erleichtern, wurden Maschinen entwickelt, die immer wieder verbessert wurden. Welche Maschinen man für den heutigen Kartoffelanbau nutzt, erfährst du im Folgenden.

Der Kartoffelanbau heute

Heute gibt es Kartoffellegemaschinen. Sie ziehen zeitgleich meist mehrere tiefe Reihen, die man Furchen nennt. In diesen können sie bis zu 600 Kartoffeln in einer Minute in regelmäßigen und ausreichenden Abständen unter der Erde platzieren. Im gleichen Arbeitsschritt häufen die Maschinen Erde über die Kartoffeln, sodass sogenannte Kartoffeldämme entstehen und neue Knollen im Dunkeln wachsen können.

Damit der Boden reich an Nährstoffen ist, wird der Ackerboden einmal vor dem Anbau und einmal etwa sechs Wochen nach dem Anbau gedüngt. Durch den Dünger können die Kartoffeln besser wachsen, bis sie reif genug sind, um geerntet zu werden. Weißt du schon, welche Maschine heute für die Kartoffelernte genutzt wird?

Die Kartoffelernte heute

Heute werden für die Ernte Kartoffelvollernter eingesetzt. Sie funktionieren vollautomatisch.

  • Kartoffelvollernter graben die Kartoffeln aus und entfernen das Kartoffelkraut von den Kartoffeln.
  • Das Kraut wird wieder auf den Acker geworfen, während die Kartoffeln auf ein Förderband gelegt werden.
  • Auf dem Sortierband werden dann schlechte Kartoffeln von Erntehelferinnen und Erntehelfern aussortiert. Die guten Kartoffeln kommen in einen Anhänger, bevor sie in Säcke gefüllt werden.
  • Der Großteil der Kartoffeln wird unter besonderen Bedingungen (kühl, dunkel) in Lagerhallen bis zum Verkauf aufbewahrt. So kannst du und deine Familie das ganze Jahr über mit Kartoffeln versorgt werden. Außerdem werden manche Kartoffeln direkt zu Fabriken zur Weiterverarbeitung gebracht.

Der Kartoffelvollernter für die Ernte heute

Jetzt kennst du die Entwicklung des Kartoffelanbaus und der Kartoffelernte. Wenn du noch mehr über die Kartoffel wissen möchtest, kannst du dir noch dieses Video zur Kartoffel ansehen. Hier erfährst du unter anderem, wie die Kartoffel aufgebaut ist und wozu sie uns Menschen nützlich ist.

Transkript Die Kartoffel – Anbau und Ernte früher und heute

Bis die Kartoffel geerntet werden kann, vergehen einige Monate. Früher musste die Arbeit von Hand erledigt werden. Im Frühjahr beginnen die Knollen zu keimen. Dann wurde es Zeit, die Kartoffeln in die Erde zu bringen. Die Bauern gruben mit Gabeln oder Hacken Löcher in den Boden, legten die Kartoffeln vorsichtig hinein, damit die Keime nicht verletzt wurden und schlossen die Löcher wieder. Ein ausreichend großer Abstand zwischen den Knollen sorgte dafür, dass sich die unterirdischen Ausläufer ausbreiten können und die Pflanze genug Platz hat. Um das Wachstum zu fördern, wurde der Boden mehrmals mit der Hacke gelockert und vom Unkraut befreit. Aus diesem Grunde bezeichnet man die Kartoffel auch als Hackfrucht. Zeigten sich die ersten oberirdischen Triebe, wurde an der Pflanze Erde angehäufelt. So konnten sich mehr Knollen bilden, und die jungen Kartoffeln waren vor Licht geschützt. Sie werden sonst grün und schmecken bitter. Im Herbst, wenn das Kartoffelkraut gelb wurde, war Erntezeit. Viele mussten mithelfen, sogar die Kinder. Das Kraut wurde herausgerissen und die Kartoffeln wurden mit einer dreizackigen Hacke, dem Kartoffelkratzer, ausgegraben. Im mühsamer Arbeit sammelte man in gebückter Haltung die Kartoffeln auf. Danach brachte man die Knollen in einen dunklen Raum, um sie im Winter trocken, kühl und frostfrei zu lagern. Der Keller war die beste Möglichkeit, die Kartoffeln zu überwintern. In diesem Zusammenhang sprach man vom Einkellern der Kartoffeln. Um dem Menschen die Arbeit zu erleichtern, entwickelten Erfinder Maschinen, die immer wieder verbessert wurden. Heute gibt es Kartoffellegemaschinen, die bis zu 600 Knollen in der Minute in regelmäßigen Abständen unter die Erde bringen. Die Maschine häufelt um die gelegten Knollen die Erde an. Dabei entstehen mehrere Dämme zur gleichen Zeit, und die Pflanzen können im Dunkeln wachsen. Diese hohen Reihen bieten den Pflanzen gute Wachstumsbedingungen, erleichtern die Pflege und später die Ernte. Wenn man die Reihen aufgräbt, sieht man, wie die Maschine die Kartoffeln mit genügend Abstand in die Erde gelegt hat, sodass die Tochterknollen genügend Raum zum Wachsen haben. Etwa vier Wochen nach dem Legen der Mutterknolle ist der Stängel so weit gewachsen, dass er durch die Erdkruste bricht und sich die Blätter im Sonnenlicht ausbreiten können. In regelmäßigen Abständen kontrolliert der Bauer in den kommenden Wochen immer wieder, wie sich das Wachstum der Kartoffeln entwickelt. Damit der Boden den wachsenden Kartoffeln genügend Nahrung bieten kann, wird der Ackerboden einmal vor der Pflanzung und einmal sechs Wochen nach der Pflanzung vom Bauern gedüngt. Ohne diesen Dünger würde die Mutterknolle weniger und wesentlich kleinere Tochterknollen entwickeln und die Ernte würde damit schlechter ausfallen. Vier bis fünf Monate nach dem Legen der Mutterknolle sind die Kartoffeln reif zur Ernte. Im Gegensatz zu früher ernten heute Sammelroder die Felder ab. Das sind vollautomatisierte Maschinen. Sie schneiden das Kraut ab, heben die Kartoffeln aus dem Boden, rütteln sie und sortieren die Knollen nach der Größe. Am Verleseband stehen Helfer. Sie entfernen grüne Kartoffeln, Steine und Erdklumpen mit der Hand. Aus einer Mutterknolle sind im Schnitt acht neue Knollen entstanden, die auch wesentlich größer sind als die Saatkartoffel. So erntet der Landwirt die bis zu zwanzigfache Menge, die er im Frühjahr gelegt hat. Anschließend werden die Kartoffeln in Säcke für den Verkauf abgefüllt und kommen in große Lagerhallen zum Überwintern. Dort sind sie vor Wärme, Frost und Austrocknen geschützt. Ein anderer Teil der Ernte wird sofort in Fabriken zu Fertigprodukten verarbeitet.

Die Kartoffel – Anbau und Ernte früher und heute Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Kartoffel – Anbau und Ernte früher und heute kannst du es wiederholen und üben.
  • Wie verlaufen der Anbau und die Ernte der Kartoffel?

    Tipps

    Nach dem Pflanzen der Saatkartoffeln zeigen sich bald die ersten grünen Triebe der Kartoffelpflanze.

    Nach der Ernte müssen die vielen Kartoffeln so gelagert werden, dass sie lange frisch bleiben.

    Das Wort anhäufeln bedeutet, dass man auf die Saatkartoffeln kleine Erdberge baut.

    Man häufelt die Erde um die Kartoffeln an, um die jungen Kartoffeln vorm Licht zu schützen.

    Lösung

    Früher wurden Kartoffeln von Hand angebaut. Auch heute gibt es Menschen, die in ihrem Garten Kartoffeln anbauen. Und das geht so:

    • Die Saatkartoffeln werden in die Erde gelegt. Dort entwickeln sie viele Wurzeln.
    • Schon bald wächst ein Stiel aus der Kartoffel. Aus diesem Stiel wachsen Blätter, die die Sonne und das Licht einfangen. Zu diesem Zeitpunkt wird an den Kartoffeln Erde angehäufelt. So sind die neuen Kartoffeln von viel Erde bedeckt und werden vorm Licht geschützt.
    • Im Herbst ist dann Erntezeit. Die Kartoffeln werden aus der Erde geholt.
    • Damit sich die Kartoffeln lange halten, werden sie kühl und dunkel gelagert.

  • Wie arbeitet eine Kartoffel-Legemaschine?

    Tipps

    Auf diesem Kartoffelfeld kannst du fünf lange Dämme sehen.

    Das Wort anhäufeln bedeutet, dass man auf die Saatkartoffeln kleine Erdberge baut.

    Man häufelt die Erde um die Kartoffeln an, um die jungen Kartoffeln vorm Licht zu schützen.

    Lösung

    Die Landwirtschaft hat sich in den letzten hundert Jahren stark verändert. Früher haben die Menschen alle Arbeitsschritte selbst ausgeführt und man brauchte viele Helfer.

    Heute gibt es viele Maschinen, die den Menschen die Arbeit abnehmen können. Sie erledigen heute das, was die Menschen früher mit Muskelkraft gemacht haben. Die Maschinen sind aber sehr teuer. Außerdem muss man genau wissen, wie sie bedient werden.

  • Wozu dienen die einzelnen Schritte des Kartoffelanbaus?

    Tipps

    Alle Pflanzen, die auf dem Boden wachsen, ziehen die Nährstoffe aus dem Boden heraus.

    Wenn viele Pflanzen auf einem Fleck wachsen, dann bekommt jede einzelne Pflanze weniger Nährstoffe.

    Das Wort anhäufeln bedeutet, dass man auf die Saatkartoffeln kleine Erdberge baut.

    Man häufelt die Erde um die Kartoffeln an, um die jungen Kartoffeln vorm Licht zu schützen.

    Lösung

    Die Schritte des Anbaus von Kartoffeln sind schon sehr alt und haben sich durch viele Versuche auf dem Feld entwickelt. Die Bauern probierten neue Schritte aus und untersuchten dann, ob die Kartoffel besser oder schlechter wuchs. Es sollten möglichst viele, dicke Knollen unter der Erde zu finden sein.

    Wenn sie einen neuen Trick gefunden haben, haben sie anderen Bauern und Bäuerinnen davon berichtet.

  • Wieso wurden Kartoffeln früher von Hand angebaut und geerntet?

    Tipps

    Früher gab es noch keinen Computer. Auch viele andere Maschinen waren noch nicht erfunden.

    Wenn ein Bauer mit Maschinen arbeitet, kann er mehr ernten als ohne die Hilfe von Maschinen.

    Die Bauern und Bäuerinnen haben früher die Lebensmittel angebaut, die sie zum Überleben benötigten. Sie mussten so viel arbeiten, um genug zu essen zu haben.

    Lösung

    Das Leben der Bauern war früher sehr hart und arbeitsreich. Es gab nur Handgeräte, mit denen sie den Boden und die Pflanzen bearbeiten konnten. So brauchten sie mehr Zeit und konnten nicht so viel Gemüse ernten wie mit der Hilfe von Maschinen. Aus diesem Grund waren viele Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt. Gerade bei der Ernte wurden viele Hände gebraucht, da es auf einmal sehr viel zu tun gab.
    Nach und nach wurden Maschinen erfunden, die die Landwirtschaft einfacher machten. Allerdings sind diese Maschinen teuer und gehen manchmal auch kaputt.

  • Was braucht die Kartoffelpflanze, um zu wachsen?

    Tipps

    In gesundem Boden befinden sich genügend Nährstoffe.

    Sonnenlicht ist sehr wichtig für die Kartoffel.

    Lösung

    Aus der Kartoffelknolle wächst ein grüner Spross. An diesem grünen Stengel wachsen grüne Blätter. Damit die Kartoffel noch weiterwächst und neue Kartoffeln entstehen, braucht die Kartoffelpflanze einige Dinge. Das Sonnenlicht wärmt die Kartoffel. Wasser und Nährstoffe holt sich die Pflanze mit ihren Wurzeln aus dem Boden. Aus der Luft holt sich die Pflanze ein unsichtbares Gas, das man Kohlendioxid nennt.

    Die Kartoffel braucht viele Nährstoffe. Man kann den Boden auf natürliche Weise düngen, indem man abgestorbene Pflanzen auf die Erde streut.

  • Was sind Vor- und Nachteile des industriellen Anbaus von Kartoffeln?

    Tipps

    Die Kartoffeln wachsen mit Kunstdünger sehr schnell und haben daher wenig Zeit um gute, gesunde Stoffe aus dem Boden aufzunehmen.

    Wo nur eine Art Pflanze wächst, können nur ganz wenige Tierarten leben.

    Der industrielle Anbau von Kartoffeln bedeutet, dass Kartoffeln mit der Hilfe von Maschinen angebaut werden. Beim industriellen Anbau von Kartoffeln ist das Ziel, sehr viele Kartoffeln in kurzer Zeit zu ernten.

    Lösung

    Die industrielle Landwirtschaft ernährt einen Großteil der Menschen auf der Welt. Sie hat aber auch viele Nachteile, denn die Produktion schädigt die Natur. Der Boden wird durch den starken Kunstdünger kaputt gemacht. Es werden viele Insektengifte und Pflanzengifte eingesetzt, damit die Kartoffeln schnell wachsen. Diese Gifte töten aber auch viele andere Tiere und kleben an den Kartoffeln.

    Auf Bio-Bauernhöfen versuchen die Bauern und Bäuerinnen, wieder mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie. Sie benutzen keine chemischen Insektengifte und haben dafür weniger Ernte. Deshalb sind biologisch kontrollierte Lebensmittel meistens teurer als andere Lebensmittel.

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