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Wahrscheinlichkeit abschätzen – Beispiel Werbung

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Ø 3.8 / 8 Bewertungen

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Martin Wabnik
Wahrscheinlichkeit abschätzen – Beispiel Werbung
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse - 10. Klasse

Beschreibung Wahrscheinlichkeit abschätzen – Beispiel Werbung

Gegeben sind einige statistische Daten zum Thema "Klischees in der Werbung". Die Aufgabe lautet: a) Beurteile folgende Aussage: "Aufgrund der gegebenen Daten gilt: Wahrscheinlich ist klischeehafte Werbung besser als andere Werbung." b) Wenn du Werbung für ein typischerweise von Frauen genutztes Produkt gestalten würdest: Würdest du Klischees einsetzen? In Aufgabe a) reicht es nicht, einfach eine relative Häufigkeit als Wahrscheinlichkeit herzunehmen. Es geht auch darum, inwieweit die Aussage überhaupt sinnvoll sein kann. In Aufgabe b) ist deine Kreativität und Urteilskraft gefragt. Es geht dabei um eine Situation, wie sie in der Realität oft vorkommt: Aus eine widersprüchlichen Datenlage muss eine konkrete Handlung abgeleitet werden. Auch wenn das Wort in der Aufgabenstellung gar nicht vorkommt, geht es um Wahrscheinlichkeiten: Normalerweise entscheidet man sich für die Handlung, die am wahrscheinlichsten zum gewünschten Erfolg führt.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Sehr hilfreich und nachvollziehbar erklärt.

    Von Nina, vor etwa 2 Monaten
  2. gut

    Von Tvisha/Tanvi.M, vor etwa 2 Monaten

Wahrscheinlichkeit abschätzen – Beispiel Werbung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wahrscheinlichkeit abschätzen – Beispiel Werbung kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme, in wie weit die getroffene Behauptung zur Werbestatistik überhaupt Schlussfolgerungen zulässt.

    Tipps

    Je mehr Daten eine Statistik bietet, desto seriösere Aussagen lassen sich daraus ableiten.

    Allgemeine Aussagen, wie etwa „gut” oder „schlecht”, ermöglichen kaum spezielle Schlussfolgerungen.

    Lösung

    Der gegebene Sachverhalt basiert auf einigen wenigen Daten, die ohnehin viel Raum für Spekulationen lassen.

    Die in der Ausgangslage aufgestellte Behauptung muss nicht falsch sein, lässt jedoch grundsätzlich drei wichtige Dinge vermissen:

    1. Das Wort „besser” ist ein zu „schwammiger” Ausdruck.
    2. Die allgemeine Aussage zur Klischeehaftigkeit ignoriert wichtige Details wie z.B. die Zielgruppe.
    3. Die Anzahl der befragten Konsumenten ist mit 200 für diese Aussage sehr spärlich.
  • Gib an, wie die getroffene Behauptung zu bewerten ist.

    Tipps

    Schau dir einmal die Daten in der Tabelle an: Du musst dir zunächst die klischeehaftesten Produktwerbungen heraussuchen.

    Vergleiche dann einfach zeilenweise mit den Daten zur Langeweile und zum Erinnerungseffekt.

    Achtung: Bei der Langeweile ist ein kleiner Prozentsatz günstig.

    Lösung

    Aufgrund der wenigen Daten ist es generell mit Vorsicht zu genießen, konkrete Aussagen für den Werbeeffekt klischeehafter Produktwerbung abzuleiten.

    Dennoch lassen die Daten klar erkennen, dass die drei klischeehaftesten Produktwerbungen auch die höchsten Erinnerungsquoten haben und zugleich die geringste Langeweile auslösen.

    Deshalb kann hier die aufgeworfene Behauptung unterstützt werden.

    Natürlich wäre es besser, weiteres Datenmaterial auszuwerten, um die Aussage fundierter unterstützen zu können.

  • Prüfe, ob die Aussagen vor dem Hintergrund der gegebenen Daten seriös sind.

    Tipps

    Seriöse Aussagen zeichnen sich dadurch aus, dass diese auf verlässlichen Daten beruhen und realistische, lebensnahe Schlussfolgerungen ziehen.

    Unseriöse Aussagen beruhen entweder auf falschen Daten oder greifen Schlussfolgerungen aus der Luft.

    Beachte, dass der $CO_2$-Gehalt nur sinken kann, wenn mehr $CO_2$ über Pflanzen aufgenommen wird.

    Beachte, dass du bis zu einer gewissen Grenze überhaupt keine Steuern zahlen musst. Wenn du über diese Grenze hinausgehst, musst du das gesamte Gehalt versteuern.

    Nur zwei der sechs Aussagen sind als seriös einzustufen.

    Lösung

    Wir betrachten die einzelnen Aussagen nacheinander:

    • Aus der Geburtenrate allein lässt sich natürlich nicht das Geschlecht der Neugeborenen ableiten, sodass die entsprechende Aussage eine reine Spekulation darstellt. Es ist also eine unseriöse Aussage.
    • Der sinkende Kohlendioxid-Ausstoß lässt auf den ersten Blick vermuten, dass auch der Kohlendioxid-Anteil in der Luft abnimmt. Beachte aber, dass der $CO_2$-Gehalt nur sinken kann, wenn mehr $CO_2$ über Pflanzen aufgenommen wird. Da dies als unrealistisch zu werten ist, ist die Aussage unseriös.
    • Wenn das Bruttogehalt sinkt, sinkt nicht auch automatisch das Nettogehalt, da eine andere steuerliche Einstufung erfolgen kann. Diese Aussage ist daher eher als spekulativ und damit unseriös zu werten. Beachte, dass du bis zu einer gewissen Grenze überhaupt keine Steuern zahlen musst. Wenn du über diese Grenze hinausgehst, musst du das gesamte Gehalt versteuern.
    • Die Mietminderung von Rolf ist auf gar keinen Fall auf seine Nachbarn zu übertragen, da diese wahrscheinlich nur Rolf betrifft. Die Aussage ist ganz klar unseriös.
    • Die Zunahme der Kommunikation ist ganz eindeutig an die Verbreitung von Mobiltelefonen geknüpft. Diese Aussage stimmt also.
    • Letztlich bewahrheitet sich sicher auch die Aussage zu den zunehmenden Heizkosten, die mit der Erweiterung des Wohnraums verbunden sein dürfte.
  • Bestimme die Aussagen, die durch die gegebene „Datenlage” gerechtfertigt sind.

    Tipps

    Schaue dir das Diagramm genau an: Du kannst die Hoch- und Tiefpunkte der Entwicklung zeitlich an der waagerechten Achse ablesen und den zugehörigen Bestand an den senkrechten Achsen bestimmen.

    Du kannst natürlich nur Daten interpretieren, die auch vorhanden sind. Ein Übertrag der dargestellten Entwicklung auf andere Arten ist unseriös.

    Lösung

    Wir untersuchen die einzelnen Aussagen:

    • Das Diagramm lässt klar erkennen, dass sich die Populationen gegensätzlich entwickeln.
    • Ein Übertrag der Entwicklung der Rentierpopulation auf die Population der Elche ist allerdings zu weit hergeholt und damit als unseriös einzuschätzen, da Elche wohl nicht zur Hauptbeute der Wölfe gehören.
    • Der Wolfsbestand erreichte sein Maximum als der Rentierbestand auf ein Minimum gesunken war. Das kann man an den Anzahlen im 12. Jahr erkennen.
    • Der Bestand an Wölfen betrug im 12. Jahr der Erhebung tatsächlich nur elf Tiere. Hingegen gab es knapp 100 Rentiere. Es existierten weniger als zehnmal so viele Rentiere wie Wölfe.
    • Ebenso kann nicht auf die zukünftige Entwicklung der Bestände geschlossen werden. Das wäre reine Spekulation. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Bestände von Wölfen und Rentiere langfristig zurückgehen.
    • Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Wolfspopulation den Futtertieren „hinterherhinkt”. Neigt sich die Futtertierpopulation dem Ende, so dauert es eine Weile bis der Bestand an Wölfen sinkt. Die Geburtenrate junger Wölfe wird in schlechten Zeiten sicher sinken und schwächere Tiere werden verenden.
  • Stelle dar, ob bzw. warum man klischeehafte Werbung für die Zielgruppe der Frauen einsetzen sollte.

    Tipps

    Es gibt bei der Interpretation von Daten sehr viel Spielraum und deshalb sind allgemeingültige Aussagen oftmals kaum zu treffen.

    Schon die Datenerhebung birgt oft die ersten Fehlerquellen.

    Lösung

    Klischees werden von Frauen sicher als negativ empfunden, da diese bei der Befragung wohl eher an negativ besetzte Klischees denken - demzufolge erscheint hier möglicherweise ein hoher Prozentsatz, der aber nicht realistisch ist.

    Positive Klischees, wie die Frau, die gleichzeitig Mutter und Geschäftsfrau ist, werden sicher akzeptiert oder sogar begrüßt, sodass aufgrund einer solch „wackeligen” Basis keine Wertung für oder gegen Klischees erfolgen kann.

    Das lässt auch die generelle Lage erkennen:

    Widersprüchlichkeiten können ungeprüft keinen „Ausschlussgrund” darstellen. Vielmehr müssen diese dazu führen, dass Sachverhalte genauer analysiert werden, bevor es zu einer seriösen Einschätzung kommen kann.

  • Untersuche die getroffene Aussagen auf ihre Seriösität hin.

    Tipps

    Achte auch auf die Feinheiten bei den getroffenen Aussagen: Wenn vom höchsten Wasserstand gesprochen wird, aber nicht vom abgebildeten Zeitraum die Rede ist, ist die Aussage nicht ganz eindeutig.

    Um eine Veränderung als stark einzustufen, müsste man die Entwicklung über einen längeren Zeitraum abbilden.

    Lösung

    Die seriöseste Aussage beinhaltet möglichst viele Daten, die ohne weitere Interpretation dem Diagramm entnommen werden können:

    • So erwähnt die Aussage zur Wasserstandschwankung den Zeitraum und macht eine absolute Angabe zur Veränderung des Pegels.
    • Bei der Aussage zum maximalen Wasserstand, die ebenfalls als noch ziemlich seriös einzuordnen ist, fehlt aber schon die Angabe, dass der erwähnte höchste Wasserstand nur „innerhalb des abgebildeten Zeitraums” gemeint ist - man könnte sonst vermuten, dies sei der höchste Wasserstand überhaupt.
    • Die Aussage, die lediglich besagt, dass der Wasserstand „schwankt”, ist zwar pauschal, aber dennoch wahr und damit seriös.
    • Im Vergleich dazu präsentiert sich die Aussage, die von einer „starken Schwankung” spricht, geradezu reißerisch. Dies kann nur über einen längeren Zeitraum in Relation zur durchschnittlichen Schwankung gesetzt werden. Die Aussage ist also leicht unseriös.
    • Die Aussage, dass der schwankende Wasserstand auf Umwelteinflüsse zurückzuführen sei, ist ziemlich spekulativ, kommen doch viele weitere Gründe in Frage, die ursächlich sein könnten. Diese Aussage ist unseriös.
    • Dass in der Wüste Gobi keine Sonnenblumen mehr wachsen, ist zwar eine amüsante Information. Dies hat aber gar nichts mit dem abgebildeten Wasserstand zu tun, denn es liegt keinerlei Angabe zum Standort des Gewässers vor - also eine absolut unseriöse Aussage.
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