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Gaius Iulius Caesar 03:14 min

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Transkript Gaius Iulius Caesar

An den Iden des März 44. v. Chr., das ist der fünfzehnte Tag des römischen Kalendermonats, stirbt Julius Caesar an dreiundzwanzig Messerstichen. Er geht als einer der größten Staatsmänner des römischen Weltreiches in die Geschichte ein. Unter seiner Führung erstreckt sich Roms Herrschaft über weite Teile Europas. An der Verschwörung seiner Mörder, nehmen enge Freunde und sogar sein Adoptivsohn Brutus teil. Ihnen allen ist Caesars Streben nach Alleinherrschaft unheimlich geworden. Doch die Ermordung kann den eingeschlagenen politischen Kurs nicht mehr ändern, das Ende der Republik ist gekommen. Caesar selbst stirbt im Alter von 56 Jahren, noch bevor seine Karriere durch das äußere Zeichen der Alleinherrschaft, die Königswürde, gekrönt worden ist. Gaius Julius Caesar stammt aus dem alten römischen Geschlecht der Julier, das zur Zeit seiner Jugend in politischer Opposition steht. Als junger Patrizier ist er daher schon allein wegen seines Namens Verfolgungen ausgesetzt. Er steht als Vogelfreier auf den Proskriptionslisten des mächtigen Sulla. Nach dessen Tod kehrt Caesar nach Rom zurück und erhält die Verantwortung für das öffentliche Bauwesen. Er macht sich in dieser Stellung sehr beliebt. Es ist der Beginn einer steilen politischen Karriere, die Caesar durch zahlreiche Ämter führt. Noch vor seinen großen Feldzügen, hält er gemeinsam mit Pompeius und Crassus im berühmten ersten Triumvirat die Staatsmacht in Händen. Im Jahre sechzig vor Christus wird Caesar Prokonsul von Gallien und erobert auf seinen Feldzügen Gebiete bis an die Nordsee. Seine Truppen übersetzen sogar den Kanal zum keltischen Britannien, allerdings ohne auf Dauer Land für Rom zu gewinnen. Der mehrjährige Kampf gegen gallische Stämme wird zu einem Krieg von historischer Bedeutung. Die Niedermetzelung zahlloser Menschen markiert aber auch den dunkelsten Punkt in Caesars Leben. Er verewigt sich in dieser Zeit als Schriftsteller. Er schreibt sieben Bücher über den gallischen Krieg. Nach dem Tod von Crassus, zerbricht das Triumvirat und Pompeius kann den römischen Senat für seine eigenen Pläne gewinnen. Caesar wird aufgefordert, seine Legionen in Gallien einem Nachfolger zu übergeben. Doch Caesar lässt sich die Macht nicht so einfach nehmen. Mit nur einer Legion Soldaten, überschreitet er den Grenzfluss Rubikon und zieht gegen die Hauptstadt, die ihm Pompeius kampflos überlassen muss. Der siegreiche Julius Caesar wird alleinherrschender Konsul für zehn Jahre, etwas später auf Lebenszeit. Seine ehrgeizigen Reformpläne zur Gesundung des Staates, kann er allerdings nicht mehr lange verfolgen. Sein diktatorischer Herrschaftsanspruch führt zum Niedergang der Republik und schafft ihm viele Feinde. Julius Caesar fällt unter den Messerstichen der Verschwörer direkt neben der Bildsäule seines ebenfalls ermordeten Gegenspielers Pompeius. Sein Leben findet sich als Thema der Weltliteratur und ist mehrmals verfilmt worden. Auch Marlon Brando hat sich als großer Imperator versucht.