Augustus
Kaiser Augustus, der erste Kaiser Roms, war bekannt für seine Macht und seinen Einfluss auf die römische Geschichte. Als der frühere Octavius kämpfte er sich nach Caesars Tod zum neuen Alleinherrscher Roms durch und begründete das Prinzipat. Sein Erbe hinterließ eine lang anhaltende Monarchie. Interessiert? Das und vieles mehr finden Sie im folgenden Text!
- Augustus – der erste Kaiser Roms
- Aus Octavius wird Kaiser Augustus
- Kaiser Augustus – Sicherung und Ausbau der Macht
- Das Prinzipat – staatliche Ordnung im Reich von Kaiser Augustus
- Das goldene Zeitalter – die zeitgenössische und heutige Bewertung von Kaiser Augustus
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Augustus
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Das Prinzipat – die Römische Kaiserzeit
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Augustus Übung
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Skizziere den Aufstieg des Octavius zum Alleinherrscher Roms.
TippsGaius Iulius Caesar war der Großonkel des Gaius Octavius und hinterließ ihm sein gesamtes Vermögen.
Die Herrschaft Caesars bildete nur eine kurze Pause zwischen mehreren Bürgerkriegen, die die Römische Republik erschütterten.
LösungGaius Octavius wuchs in einer unruhigen Zeit auf, die durch politische Machtkämpfe und Bürgerkriege geprägt war.
Für einen kurzen Zeitraum konnte der erfolgreiche Feldherr Gaius Iulius Caesar die Macht im Römischen Reich auf sich als Alleinherrscher vereinen. Allerdings fiel Caesar schon bald einer Verschwörung von Senatoren zum Opfer und wurde von diesen ermordet.
Octavius war von Caesar zu dessen Adoptivsohn bestimmt worden und befehligte in dem nun neu ausbrechenden römischen Bürgerkrieg dessen Legionen im Kampf gegen seine Kontrahenten um die Macht.
Letztendlich konnte sich Octavius durchsetzen und die Römische Republik in seinem Sinne umgestalten. Er bekam im Zuge dessen auch den Ehrentitel Augustus.
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Beschreibe, wie Augustus das Prinzipat als Herrschaftsform etablierte.
TippsAugustus bezeichnete sich als „princeps“ – danach ist auch seine Herrschaftsform benannt.
„Augustus“ bedeutet „der Erhabene“.
LösungNachdem Octavius im Bürgerkrieg gesiegt hatte, war er der mächtigste Mann in Rom. Doch anders als Caesar versuchte er nicht, Diktator zu werden. Um sich mit seinen Gegnern im Senat zu versöhnen, trat er von allen Ämtern zurück.
Im Gegenzug übertrugen die Senatoren ihm Vollmachten und den Titel „Augustus“. Die neue Herrschaftsform, die durch die Machtfülle des Augustus entstand, nennt man Prinzipat. Für Rom begann damit nach langen Unruhen eine Zeit der Stabilität und des Wohlstands.
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Zeige auf, wie Augustus seine Macht im Staat festigte.
TippsDie Stadtbevölkerung Roms litt oft unter Getreideknappheit.
Augustus regierte mithilfe von Vollmachten, nicht aufgrund der Ämter, die er innehatte.
LösungAugustus hatte die verschiedenen Interessengruppen, die entscheidend für die Stabilität seiner Herrschaft waren, genau im Blick. Er wählte seinen Umgang mit ihnen sehr bedacht, um seine eigene Macht zu sichern.
Schon zu Beginn seiner Herrschaftszeit zeigte er dem Senat durch seine Symbolpolitik, dass er diesen respektiere und bereit sei, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Außerdem hatte er stets das Militär als wichtige Herrschaftsstütze im Blick und sorgte unter anderem durch eine gute Bezahlung dafür, dass ihm seine Soldaten wohlgesonnen blieben.
Auch die Stadtbevölkerung Roms, die im Kern des Reichs eine besonders wichtige Rolle spielte, wusste er durch seinen Herrschaftsstil und durch geschickt eingesetzte Wohltaten auf seine Seite zu ziehen.
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Erläutere den Begriff „Pax Augusta“.
TippsAuch unter Augustus wuchs das Römische Reich und gewann neue Provinzen hinzu.
Augustus war darauf bedacht, die Republik dem Schein nach aufrechtzuerhalten.
LösungRichtig:
- „Pax Augusta“ beschreibt die Zeit des inneren Friedens unter Augustus nach dem Ende der Bürgerkriege.
- Die Herrschaftszeit des Augustus war geprägt von Wohlstand, Stabilität und Sicherheit.
- Augustus versöhnte durch seine geschickte Politik die verschiedenen Interessengruppen im Römischen Reich.
- „Pax Augusta“ bedeutet, dass das Römische Reich zu Augustus’ Zeiten keine Kriege führte.
- Augustus schaffte Frieden, indem er die Römische Republik wieder zu ihrer ursprünglichen Form zurückführte.
- Augustus sorgte für Frieden im Inneren, indem er das Militär einsetzte, um den Senat abzuschaffen.
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Definiere die folgenden Begriffe.
Tipps„Pax“ ist das lateinische Wort für „Frieden“.
Augustus ließ sich als Herrscher auch „princeps“ nennen.
LösungDie Römische Republik hatte über Jahrhunderte Bestand gehabt, bevor sie immer stärker in die Krise und zu Lebzeiten des Augustus schließlich stark ins Wanken geriet.
Schon sein späterer Adoptivvater Caesar hatte sich, nachdem er im Bürgerkrieg militärisch siegreich war, zum Diktator auf Lebenszeit erklärt und die republikanische Ordnung so vorerst beendet.
Auch Augustus hebelte in seiner Nachfolge die republikanischen Prinzipien de facto aus, ging dabei jedoch subtiler vor: Er ließ die Republik dem Schein nach bestehen, bündelte aber trotzdem die Entscheidungsgewalt und Macht komplett auf seine Person.
Da auch seine Nachfolger sich mit den Namen „Caesar“ und „Augustus“ betitelten und die von Augustus etablierte Herrschaftsform als Alleinherrscher weiter fortsetzten, nennen wir die Herrschaftsform heute Prinzipat.
Die neue Ordnung war zunächst auch deshalb so erfolgreich, weil sie nach sehr unruhigen Zeiten Frieden und Stabilität im Inneren des Römischen Reichs garantieren konnte – dieser Umstand wurde schon bald durch den Begriff „Pax Augusta“ zum Ausdruck gebracht.
Ein typisches Beispiel für die geschickte Machtpolitik des Augustus ist das Konzept Brot und Spiele (auf Latein „panem et circenses“), mit dem er seine öffentliche Beliebtheit steigern konnte. -
Ordne die Herrschaft des Augustus historisch ein.
TippsAugustus legte viel Wert auf ein gutes Verhältnis zum Senat.
Nach Caesars Ermordung übertrugen seine Soldaten ihre Treue auf seinen Erben Octavius.
LösungAugustus gilt als der erste römische Kaiser. Doch er selbst bezeichnete sich nur als „princeps“, also als Erster unter den Senatoren. Anstatt die Republik ganz abzuschaffen, inszenierte er sich als ihr Retter. Mit ihm sollte ein neues Zeitalter des Friedens anbrechen: die Pax Augusta.
In Wirklichkeit etablierte er eine Alleinherrschaft basierend auf zahlreichen Vollmachten. Seine Position als Erbe Caesars hatte ihm die Loyalität des Militärs gesichert. Sein Adoptivsohn Tiberius erbte den Titel „Augustus“ und damit die Macht im Staat. Damit war die Republik endgültig beendet und die Kaiserzeit begann.
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